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Title: 00387953.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00387953.pdf
Published Time: Wed, 24 Feb 2021 11:09:16 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
BV9/194/2020
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 21.09.2020
Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
in der Bezirksvertretung 9
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirkes 9
Herrn Dr. Graf
Anfrage
zur Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 02.10.2020
Betrifft:
Friedhof Itter, Vorlage AÖE/026/2020 - Anfrage der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister
Bei der Vorstellung des Entwicklungskonzepts für den Friedhof Itter wurde seitens der Verwaltung in Aussicht gestellt, dass östlich des Geh-/Radwegs ein durchgehender Grünstreifen entstehen und über die zurzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche nördlich der jetzigen Friedhofsgrenze an den geplanten Grünzug südlich der Kleingartenanlage anschließen soll. Auch der im Zuge der Radschnellwegplanung getrennt zu führende Gehweg könnte durch diesen Grünzug geführt werden. Die erste Erweiterung in 2018 hatte diese Aspekte noch berücksichtigt. Seite 2
> Foto: Geh-/Radweg in Höhe der Erweiterungsfläche laut Vorlage AÖE/026/2020
> Foto: Geh-/Radweg im südlichen Bereich des Friedhofs Itter
Anfrage:
# 1) Wurde bei der Festlegung der zweiten Erweiterungsfläche für das Islamische Grabfeld laut Vorlage AÖE/026/2020, siehe Planausschnitt, die Planung für den Radschnellweg entlang der Münchener Straße zuzüglich eines Trennstreifens und Fußwegs berücksichtigt, siehe zwei Fotos des heutigen Geh-/Radwegs?
# 2) Warum wird der geplante Grünzug parallel zur Münchener Straße nicht nach Norden, wie ursprünglich vorgesehen, bis zum ebenfalls geplanten Grünzug südlich der Kleingartenanlage geführt?
# 3) Wurde bereits geprüft, ob statt der Erweiterung in Richtung Münchener Straße Flächen östlich der ersten Erweiterungsfläche zur Bestattung verstorbener Muslime geeignet sind?
Anlagen:
BV9_194_2020_Friedhof Itter, Vorlage AÖE_026_2020
BV9_194_2020_Friedhof Itter, Vorlage AÖE_026_2020 als Text anzeigen
Title: 00402088.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00402088.pdf
Published Time: Fri, 12 Feb 2021 11:13:47 GMT
Number of Pages: 1
Markdown Content:
TOP 5.1 BV9/194 /2020
Sitzung der BV 9 am 02 .10 .2020
Anfrage der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Friedhof Itter, Vorlage AÖE/026/2020
Antwort zur Frage 1 :
Derzeit befindet sich die Planung des Radschnellweges (RSW) in der Phase des
Trassen bestimmungsverfahrens. Für den Ausbau des RSW kann bis zu 2 ,5 m der
heutigen Friedhofsfläche auf der gesamten Länge des projektierten Radweges in
Anspruch genommen werden , unabhängig von der Einrichtung des Muslimischen
Grabfeldes . Die weitere detaillierte Planung durch das Amt für Verkehrsmanagement
wird ergeben, ob diese Fläche benötigt wird.
Antwort zur Frage 2:
In der Sitzung vom 30.03.2012 wurde die Bezirksvertretung 9 umfassend durch die
Verwaltung über das Friedhofsentwicklungskonzept in Kenntnis gesetzt. Bei der im
Plan dargestellten Fläche öffentlichen Grünfläche -neu parallel zur Münchener Straße
handelt es sich um gewidmete Friedhofsflächen, die noch Gräber mit teils länger
laufenden Nutzungsrechten aufweisen.
Im Zuge der Beratungen zur Beschlussfassun g des Friedhofsentwicklungskonzept es
wurde die nördlich vom Friedhof Itter liegende Fläche bewusst mit der
Kennzeich nung Flächennutzung offen gekennzeichnet. Für diesen Bereich wurde noch
keine Entscheidung getroffen, welcher Nutzung die Flächen in Zukunft zugeführt
werden soll en . Es war nicht vorgesehen, die Grünflächen parallel zur Münchener
Straße weiter nach Norden fortzuführen.
Die hier dargestellte Lage der zweiten Erweiterungsfläche für das Islamische Grabfeld
lässt sowohl die Anlage des unter Punkt 1 genannten Radschnellweges zu als auch
die abschirmende, schützende Bepflanzung der Friedhofsbereiche zur Münchener
Straße.
Antwort zur Frage 3:
Wie bereits in der Antwort zu Frage 2 erläutert, ist die Flächennutzung für den
nördlichen Planbereich offen. Allerdings zeichnet sich durch Gespräche mit Vertretern
der großen Weltreligionen ab, dass in Düsseldorf kurz - bis mittelfristig
Friedhofsflächen für Muslime und Juden benötigt werden.
Aufgrund der Forderung nach unberührtem Boden besteht im Nahbere ich des
Friedhofs Itter die Möglichkeit, solche Bestattungsformen zu realisieren.
Die V erwaltung hat ein Strukturkonzept erstellt, wie diese Flächen einander
zugeordnet werden könnten.
Die zweite Änderung des Friedhofsentwicklungskonzeptes für den Friedhof Itter greift
die Strukturen bereits auf. Eine Verlagerung der Flächen weiter nach Osten würde
die zu erwartenden Flächenansprüche für die religiösen Grabfelder in der Zukunft
mindern . Die Bezirksvertretung 9 hatte in ihrer Sitzung vom 30.03.2012 angeregt,
auf der betroffenen Friedhofserweiterungsfläche einen Jüdischen Friedhof zu
errichten.