Einwohner mit Hauptwohnsitz
Stand 31. Dezember 2025
Düsseldorf Radar · Themenportal
Einwohnerentwicklung, Zuzug und demografische Veränderungen mit Folgen für die Stadtplanung.
Inhaltlich geprüft:
Datenlage
Die Gesamtzahl allein erklärt den Planungsbedarf nicht. Wanderung hält die Bevölkerung auf Wachstumskurs, zugleich sinken die Geburtenzahlen und der Anteil der Hochaltrigen nimmt zu.
Stand 31. Dezember 2025
Veränderung gegenüber 2024
bei einem natürlichen Saldo von −948 im Jahr 2025
Menschen im städtischen Melderegister jeweils am Jahresende. Der Wert 2025 stammt aus der amtlichen Jahresmeldung, solange die offene Zeitreihe noch nicht nachgezogen ist.
Einheit: Einwohner
Datengrundlage der Grafik: Open Data Düsseldorf: Bevölkerung seit 2012 · Stadt Düsseldorf: Bevölkerung 2025 leicht gestiegen
| Zeitraum / Kategorie | Bevölkerung |
|---|---|
| 2012 | 608.781 Einwohner |
| 2013 | 613.446 Einwohner |
| 2014 | 619.651 Einwohner |
| 2015 | 628.437 Einwohner |
| 2016 | 635.704 Einwohner |
| 2017 | 639.407 Einwohner |
| 2018 | 642.304 Einwohner |
| 2019 | 645.923 Einwohner |
| 2020 | 644.280 Einwohner |
| 2021 | 643.753 Einwohner |
| 2022 | 653.253 Einwohner |
| 2023 | 655.717 Einwohner |
| 2024 | 658.245 Einwohner |
| 2025 | 659.312 Einwohner |
Am 31. Dezember 2025 lebten 659.312 Menschen mit Hauptwohnsitz in Düsseldorf. Das waren 1.067 mehr als ein Jahr zuvor. Hinter diesem überschaubaren Plus stehen gegenläufige Bewegungen: mehr Zu- als Fortzüge, aber zugleich mehr Sterbefälle als Geburten. Für Wohnen, Schulen oder Pflege ist außerdem entscheidend, welche Altersgruppen wachsen und in welchen Teilen der Stadt sie leben.
Überblick: Der Wanderungssaldo von +2.156 Personen trug das Wachstum 2025. Der natürliche Saldo lag bei −948. Ohne Zuzugsüberschuss wäre die Einwohnerzahl gesunken.
Die Linie zeigt Menschen mit Hauptwohnsitz im städtischen Melderegister jeweils zum Jahresende. Seit 2012 ist Düsseldorf deutlich gewachsen, aber nicht gleichmäßig. Internationale Wanderung, Arbeitsmarkt, Hochschulen, Wohnungsangebot, Krisen und statistische Registerbereinigungen können einzelne Jahre sichtbar verändern.
Der jüngste Wert stammt aus der amtlichen Jahresmeldung der Stadt. Die offene Zeitreihe wird ergänzt, solange ihre maschinenlesbare Datei den neuen Jahresstand noch nicht enthält. Dieses Vorgehen ist auf der Seite sichtbar; ein redaktionell ergänzter Wert wird nicht als bereits aktualisierte Open-Data-Zeile ausgegeben.
Die Registerzahl ist nicht ohne Weiteres mit dem Zensus oder der Bevölkerungsfortschreibung von IT.NRW vergleichbar. Unterschiedliche Grundgesamtheiten, Stichtage und Bereinigungen führen zu verschiedenen Einwohnerzahlen. Für die kommunale Planung arbeitet Düsseldorf häufig mit dem Melderegister. Jeder Vergleich muss deshalb die Statistik benennen, statt nur „Einwohnerzahl“ zu schreiben.
Die Wanderungszahlen schwanken stärker als die Gesamtbevölkerung. 2022 stieg die Zahl der Zuzüge deutlich, bevor sie wieder zurückging. 2025 kamen 41.490 Menschen über die Stadtgrenze nach Düsseldorf, 39.334 verließen die Stadt. Der Saldo betrug +2.156.
Die Linien enthalten keine Umzüge innerhalb Düsseldorfs. Ein Wechsel von Bilk nach Rath verändert die Gesamtbevölkerung nicht, kann aber den lokalen Bedarf an Schulen, Kitas oder Verkehr sehr wohl verschieben. Für Stadtteilplanung sind deshalb kleinräumige Umzüge und Altersgruppen zusätzlich nötig.
Auch ein positiver Wanderungssaldo entspricht nicht eins zu eins der Zahl neu benötigter Wohnungen. Menschen ziehen in bestehende Haushalte, bilden Wohngemeinschaften, trennen Haushalte oder wechseln in bereits freie Wohnungen. Für den Wohnungsmarkt ist die Zahl und Größe der Haushalte oft aussagekräftiger als die reine Personenzahl. Ein anhaltender Zuzugsüberschuss erhöht den Druck dennoch, wenn der nutzbare Wohnungsbestand nicht entsprechend wächst.
2017 wurden 6.926 Geburten registriert. 2020 waren es 6.404, 2023 noch 5.507 und 2025 5.431. Der Rückgang vom Höchststand beträgt damit knapp 1.500 Geburten beziehungsweise rund ein Fünftel.
Für die Kita- und Schulplanung wirkt diese Entwicklung zeitversetzt. Weniger Geburten können einige Jahre später kleinere Einschulungsjahrgänge bedeuten. Das ist aber keine mechanische Vorhersage: Familien ziehen mit Kindern zu oder fort, private und städtische Angebote verteilen sich räumlich unterschiedlich, und einzelne Neubauquartiere können trotz stadtweitem Rückgang wachsen.
Der Befund bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Düsseldorf weniger Schulraum benötigt. Bestehende Engpässe, Ganztagsausbau, sanierungsbedingte Ausfälle und ungleiche Verteilung bleiben bestehen. Die Verbindung zum Dossier Schule und Bildung zeigt, warum Geburtenjahrgänge, tatsächliche Schülerzahlen und Kapazitätsplanung getrennt betrachtet werden.
Die Grafik vergleicht 2018 und 2024. Der Anteil der 0- bis 5-Jährigen sank von rund 5,9 auf 5,1 Prozent. Der Anteil der Menschen ab 80 Jahren stieg von 5,7 auf 6,3 Prozent. Die großen Gruppen im Erwerbsalter blieben anteilig vergleichsweise stabil; innerhalb dieser breiten Klassen können sich einzelne Jahrgänge dennoch deutlich verschieben.
Die Alterswerte werden aus den veröffentlichten einzelnen Geburtsjahrgängen zusammengefasst. Sehr kleine Bestände in den ältesten Jahrgängen sind aus Datenschutzgründen unterdrückt. Deshalb liegt die Summe 2018 um 53 und 2024 um 11 Personen unter der offiziellen Gesamtbevölkerung. Die Grafik verwendet Anteile der veröffentlichten Summe und erfindet keine Ersatzwerte für diese geschützten Zellen.
Kurzfristig kann der Betreuungsbedarf in der jüngsten Altersgruppe langsamer steigen oder lokal sinken. Gleichzeitig verändern Rechtsansprüche, Betreuungsquoten und Öffnungszeiten den tatsächlichen Platzbedarf. Eine kleinere Altersgruppe macht einen qualitativen oder räumlichen Mangel nicht automatisch wett.
Mit mehr Menschen ab 80 wachsen Anforderungen an barrierearme Wohnungen, erreichbare Nahversorgung, Pflege, ambulante Hilfe und sichere Wege. Nicht jeder ältere Mensch benötigt Unterstützung; die Altersgruppe ist sehr heterogen. Für Planung ist dennoch relevant, ob passende Wohnungen und Dienste dort vorhanden sind, wo die Menschen bereits leben.
| Kennzahl | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Bevölkerung mit Hauptwohnsitz | 659.312 | Stand 31. Dezember 2025 |
| Veränderung zum Vorjahr | +1.067 | gesamter Registersaldo |
| Zuzüge | 41.490 | Anmeldungen von außerhalb |
| Fortzüge | 39.334 | Abmeldungen nach außerhalb |
| Wanderungssaldo | +2.156 | mehr Zu- als Fortzüge |
| Geburten | 5.431 | 157 weniger als 2024 |
| Sterbefälle | 6.379 | 209 weniger als 2024 |
| natürlicher Saldo | −948 | mehr Sterbefälle als Geburten |
Wanderungssaldo und natürlicher Saldo ergeben rechnerisch +1.208. Die Gesamtveränderung beträgt +1.067. Solche Differenzen können durch nachträgliche Registerkorrekturen und unterschiedliche Zuordnungszeitpunkte entstehen. Gerade deshalb wird die Gesamtänderung nicht stillschweigend als exakte Summe der beiden Teilbilanzen dargestellt.
Mehr Einwohner benötigen nicht automatisch proportional mehr Wohnungen. Haushaltsgrößen, Leerstand, Zusammenlegung und Wohnfläche je Person beeinflussen den Bedarf. Wenn Einpersonenhaushalte zunehmen, kann die Zahl der Haushalte selbst bei stabiler Bevölkerung wachsen. Wenn Familien keine passende Wohnung finden und fortziehen, kann eine Gesamtkurve den Verlust dieser Gruppe verdecken.
Das Dossier Wohnen und Mietmarkt zeigt den Bestand, Angebotsmieten und gebundene Wohnungen. Wohnungsbau trennt Genehmigungen von Fertigstellungen. Zusammen lassen sich drei Fragen stellen: Wie viele Menschen und Haushalte kommen hinzu? Wie verändert sich der Bestand? Und passen Größe, Preis und Lage der Wohnungen zur Nachfrage?
Ein stadtweites Plus kann gleichzeitig aus wachsenden Neubaugebieten, stabilen Quartieren und schrumpfenden Teilräumen bestehen. Für Infrastruktur sind besonders Altersstruktur und Wanderung auf kleinräumiger Ebene entscheidend. Ein zusätzlicher Schulzug wird nicht irgendwo in Düsseldorf benötigt, sondern an einem erreichbaren Standort. Pflegeangebote und barrierefreie Wohnungen müssen ebenfalls in der Nähe des bestehenden sozialen Umfelds liegen.
Düsseldorf Radar verknüpft die gesamtstädtische Einordnung deshalb mit Stadtteil- und Bezirksseiten. Kleinräumige Werte werden dort nicht als „beste“ oder „schlechteste“ Rangliste genutzt. Sinnvoller sind Profile: Welche Altersgruppen prägen das Viertel? Wo wächst die Bevölkerung? Welche Rats- und Bezirksentscheidungen verändern Wohnen, Betreuung und Verkehr?
Bevölkerungsprognosen sind Wenn-dann-Rechnungen. Sie kombinieren Annahmen zu Geburten, Sterblichkeit und Wanderung. Ändert sich die Zuwanderung oder wird weniger Wohnraum fertig als angenommen, verändert sich auch das Ergebnis. Eine Prognose mit Basisjahr vor Pandemie, Ukrainekrieg oder Zensusbereinigung bleibt als Planungsszenario interessant, ist aber keine aktuelle Messung.
Bei jeder Prognose sind deshalb vier Angaben nötig:
Eine Abweichung zwischen Prognose und Wirklichkeit ist nicht automatisch ein Fehler. Sie zeigt zunächst, dass eine Annahme anders eingetreten ist. Für politische Entscheidungen ist entscheidend, ob Planungen regelmäßig mit den neuen Ist-Daten abgeglichen werden.
Unterhalb des Dossiers erscheinen Vorlagen, Entscheidungen und Sitzungen zu Demografie, Statistik und Infrastruktur. Die Einwohnerzahl wird nicht als Selbstzweck berichtet. Relevant ist, welche konkrete Konsequenz eine Entwicklung für Wohnraum, Schulplätze, Pflege, Verkehr oder den Haushalt hat – und ob die Daten eine stadtweite oder nur lokale Aussage tragen.
Redaktionell und rechnerisch geprüft am 11. August 2026. Melderegister, Zensus und amtliche Fortschreibung werden nicht ohne Methodenhinweis miteinander verglichen.
Diese Hintergründe helfen, Entscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.