Anfrage Aktenzeichen BV5/031/2021

Knotenpunktumbau B 8 - "Am Spielberg"

Eine Frage einer Fraktion oder eines Ratsmitglieds an die Verwaltung.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Am Spielberg · Stadtbezirk 5 (Stockum, Lohausen)örtlicher Bezug 2Dokumente 9. Februar 2021veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.

Die Fragen der Anfrage

  1. Ist der Verwaltung bekannt, welche Auswirkungen der geplante Kn otenumbau auf die Verkehrsströme auf die vor-/nachgelagerten Straßen/Knotenpunkte hat und sieht die Verwaltung nicht auch die Gefahr, dass durch den Knoten - umbau zusätzlicher Verkehr auf die B 8 und auf die Niederrheinstraße ange - lockt wird (sog. Reboundeffekt)?
  2. Nach dem Verkehrsgutachten wurde nur die Stauwirkung an diesem Knotenpunkt untersucht. Wie beurteilt die Verwaltung unter Kosten -/Nutzen- Gesichtspunkten den Knotenumbau im Vergleich zu einer Situation nach Optimierung der Ampelschaltungen, einer zweispurigen Führung des stadt- auswärts fahrenden Verkehrs und ggf. einer zusätzlichen Einfädelungsspur für den Verkehr aus Richtung Niederrheinstraße?
  3. Im Düsseldorfer Süden werden nach Beseitigung der Umweltspur die Ampeln in Richtung Innenstadt verkehrs-/schadstoffabhängig geschaltet. Dies wurde so vom OB Dr. Keller zusammen mit der CDU und Bündnis 90/Die Grünen auf den Weg gebracht. Hat bzw. kann der Knotenpunkt B 8 - „Am Spielberg" nicht auch eine Pförtnerfunktion für den stadteinwärts fahrenden Verkeh r übernehmen und wenn ja, wird dies für sinnvoll angesehen?

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 9. Februar 2021. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Dokumenttexte

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BV5/031/2021 Fraktion Bündnis 90/Die Grünen der Bezirksvertretung 5 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 08.02.2021 An den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks 5 Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 23. Februar 2021 Betrifft: Knotenpunktumbau B 8 - "Am Spielberg" (Anfrage Herr Dorprigter, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, vom 8. Februar 2021) Seit mehr als 5 Jahren ist der Umbau des Knotenpunktes B 8 - „Am Spielberg" in der Planung. Der RP vom 3. Februar 2021 ist zu entnehmen, dass Untersuchungen durchgeführt wurden, die Aussagen über den Baugrund liefern sollen, eine Realisierung in zwei bis drei Jahren geplant ist. Nach Auskunft von Straßen.NRW ist der Knotenpunkt „Am Spielberg" die einzige plangleiche, signalisierte Kreuzung auf dem Streckenabschnitt der B 8 zwischen Düsseldorf und Duisburg. Anlass der Planung war eine Verzögerung des Verkehrs an diesem Knotenpunkt, die primär auf den hohen Abbiegeverk ehr im Bereich der dortigen Ampelanlage zurückzuführen ist. Eine Überlastung des Knotenpunktes bestehe dabei für den Abbiegeverkehr und den Durchfahrtsverkehr. Gemäß Verkehrsgutachten kann d urch den teilplanfreien Ausbau des Knotens B 8 „Am Spielberg" die dortige Verkehrssituation deutlich verbessert werden. Durch die Herausnahme des durchgehenden Nord -Süd-Verkehrs aus dem Knoten werden genügend Leistungsreserven für den Betrieb des Knotens geschaffen (Verkehrs - gutachten, Seite 13). Als Begründung für den Ausbau ist festzuhalten, dass erstens auf der Strecke B 8 von Duisburg bis Düsseldorf der Knotenpunkt der einzige ist, der mit einer Signalanlage gesteuert wird und zweitens durch den Umbau die Verkehrssituation am Knoten verbessert wird. Nicht untersucht wurden die Auswirkungen auf vor- oder nachgelagerte Straßen/Knotenpunkte und ob nicht durch einfachere Maßnahmen wesentliche Verbesserungen erzielt werden können. Aufgrund der Coronapandemie hat sich die finanzielle Situation für das Land NRW sowie für die Stadt Düsseldorf erheblich verschlechtert. Dies macht es unseres Erachtens erforderlich, alle geplanten Baumaßnahmen, die noch nicht zu einer Auftragsvergabe geführt haben, kritisch zu hinterfragen. Die Baumaßnahme Knotenpunkt B 8 - „Am Spielberg" soll ca. 15 Mio. € kosten. Mit einem Verzicht auf diese Maßnahme könnte das Geld für die Finanzierung für den Seite 2 ÖPNV, für Radwege, Kindergärten und Schulen eingesetzt werden. Auch wenn die Stadt Düsseldorf nicht direkt dieses Bauvorhaben finanzieren muss, fließen aber über Zuschüsse große Teile der Landesmittel zurück in die Kommunen, also auch nach Düsseldorf. Bei der Beurteilung der Maßnahme ist zu berücksichtigen, dass evtl. auch durch einfache Änderungen nennenswerte Effekte erzielt werden können. In diesem F all könnte der Verkehr durch eine verkehrsabhängige Ampelschaltung - wie bereits in der BV diskutiert - und durch die Wiederherstellung der ursprünglichen zwei Fahrspuren Richtung Duisburg eine wesentliche Stauentlastung erreicht werden. Ggf. könnte zusätzlich der Verkehr von der Niederrheinstraße mit Einfädelungsspur in Richtung Innenstadt geführt werden (siehe Anlage). Die Verwaltung wird daher um die Beantwortung folgender Fragen gebeten: 1. Ist der Verwaltung bekannt, welche Auswirkungen der geplante Kn otenumbau auf die Verkehrsströme auf die vor-/nachgelagerten Straßen/Knotenpunkte hat und sieht die Verwaltung nicht auch die Gefahr, dass durch den Knoten - umbau zusätzlicher Verkehr auf die B 8 und auf die Niederrheinstraße ange - lockt wird (sog. Reboundeffekt)? 2. Nach dem Verkehrsgutachten wurde nur die Stauwirkung an diesem Knotenpunkt untersucht. Wie beurteilt die Verwaltung unter Kosten -/Nutzen- Gesichtspunkten den Knotenumbau im Vergleich zu einer Situation nach Optimierung der Ampelschaltungen, einer zweispurigen Führung des stadt- auswärts fahrenden Verkehrs und ggf. einer zusätzlichen Einfädelungsspur für den Verkehr aus Richtung Niederrheinstraße? 3. Im Düsseldorfer Süden werden nach Beseitigung der Umweltspur die Ampeln in Richtung Innenstadt verkehrs-/schadstoffabhängig geschaltet. Dies wurde so vom OB Dr. Keller zusammen mit der CDU und Bündnis 90/Die Grünen auf den Weg gebracht. Hat bzw. kann der Knotenpunkt B 8 - „Am Spielberg" nicht auch eine Pförtnerfunktion für den stadteinwärts fahrenden Verkeh r übernehmen und wenn ja, wird dies für sinnvoll angesehen? gez. Ulrich Dorprigter Anlage Seite 3 Schematische Darstellung Knotenpunkt B 8 - Am Spielberg
Antwort der Verwaltung als Text anzeigen
BV5/031/2021 Anfrage Herr Droprigter, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, vom 8. Februar 2021 hier: Knotenpunktumbau B 8 - „Am Spielberg" Frage 1: Ist der Verwaltung bekannt, welche Auswirkungen der geplante Knotenumbau auf die Verkehrsströme auf die vor-/nachgelagerten Straßen/Knotenpunkte hat und sieht die Verwaltung nicht auch die Gefahr, dass durch den Knotenumbau zusätzlicher Verkehr auf die B 8 und auf die Niederrheinstraße angelockt wird (sog. Reboundeffekt)? Antwort: Die Stadt wurde seitens der Bezirksregierung und des Baulastträgers bezüglich dieses Vorhabens in Kenntnis gesetzt. Mit der geplanten Gestaltung des Knotens „Am Spielberg" soll die verkehrliche Situation des bereits heute überlasteten Kreuzungsbereichs verbessert werden. Die Ausführung erfolgt entsprechend der Straßenkategorie als teilplanfreier Knoten. Der heute signalisierte Knoten ist zur verkehrsreichen Zeit überlastet. Dies führt zu Überlastungen der Linksabbiegespur stadtauswärts in Richtung „Niederrheinstraße" sowie zu Überlastungen des Geradeausverkehrs stadteinwärts. Zusätzlich wird die Fahrtrichtung stadtauswärts durch den Rückstau des Linksabbiegers behindert. Der geplante Ausbau würde am Knoten durch Auflösung der Rückstausituation einen höheren Grad an Verkehrssicherheit sowie eine bessere Abwicklung der Verkehre bewirken. Die Auswirkungen auf die Nachbarknoten werden seitens der Verwaltung wie folgt abgeschätzt. Der heutige stadteinwärtige Rückstau „Am Spielberg" wird sich auf der „B8" in Richtung „Nordstern" verlagern, da dieser Bereich bereits heute ausgelastet ist. Eine Verlagerung von Verkehren auf die „Niederrheinstraße" ist auf Grund der heutigen Auslastung der Straße in den Verkehrsspitzen nicht zu erwarten. Weitere direkt durch den Ausbau induzierte Verkehre sind aus Sicht der Verwaltung nicht zu erwarten, da die Zufahrt in die Düsseldorfer Innenstadt bereits heute ausgelastet ist. Frage 2: Nach dem Verkehrsgutachten wurde nur die Stauwirkung an diesem Knotenpunkt untersucht. Wie beurteilt die Verwaltung unter Kosten-/Nutzen-Gesichtspunkten den Knotenumbau im Vergleich zu einer Situation nach Optimierung der Ampelschaltungen, einer zweispurigen Führung des stadtauswärts fahrenden Verkehrs und ggf. einer zusätzlichen Einfädelungsspur für den Verkehr aus Richtung Niederrheinstraße? Antwort: Eine Optimierung der Signalschaltung würde an dieser Stelle nicht den gewünschten Effekt erzielen, da diese bereits heute ausgeschöpft sind. Aus diesem Grund können Verbesserungen nur durch Anpassung des Straßenentwurfs erreicht werden. Eine zusätzliche Einfädelspur für den Rechtsabbieger aus Richtung „Niederrheinstraße" würde lediglich einen begrenzten Nutzen haben, da ein Großteil der Rechtsabbieger in der Signalphase zusammen mit dem Linksabbieger in die „Niederrheinstraße" abgewickelt werden kann. Eine zweispurige Führung des stadtauswärtigen Verkehrs würde im Rückstaubereich der Ampelanlage eine leichte Verbesserung erwirken. Diese Maßnahmen würden jedoch nicht ausreichen, um die Überlastungen am Knoten zu verhindern. Auch wäre die Machbarkeit solcher Maßnahmen durch den Baulastträger zu prüfen. Letztlich entspricht die gewählte Ausbauform der Straßenkategorie und der Funktion der „B8" als Bundeskraftfahrstraße. Frage 3: Im Düsseldorfer Süden werden nach Beseitigung der Umweltspur die Ampeln in Richtung Innenstadt verkehrs-/schadstoffabhängig geschaltet. Dies wurde so vom OB Dr. Keller zusammen mit der CDU und Bündnis 90/Die Grünen auf den Weg gebracht. Hat bzw. kann der Knotenpunkt B 8 - „Am Spielberg" nicht auch eine Pförtnerfunktion für den stadteinwärts fahrenden Verkehr übernehmen und wenn ja, wird dies für sinnvoll angesehen? Antwort: Seit März 2021 ist die erste Stufe der umweltsensitiven Steuerung auf den Streckenzügen „Werstener Straße" in Richtung „Corneliusstraße" sowie auf der „Merowingerstraße" aktiv. Diese Schaltungen sind als konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Luftreinhaltung in diesen Bereichen begründet. Auf der „Corneliusstraße" und der „Merowingerstraße" wurden die Grenzwerte der zulässigen Schadstoffimmissionen in der Vergangenheit immer wieder überschritten. Ein solcher Grund liegt derzeit im Bereich der „Danziger Straße" und „Niederrheinstraße" nicht vor. Auch ist aus Sicht der Verwaltung der Einsatz der LSA „Am Spielberg" als Pförtner für die Verkehre auf der „B8" stadteinwärts nicht sinnvoll, da hierdurch im großen Maße auch Verkehre mit Richtung Bundesautobahn betroffen wären. Die Pförtnerung der Verkehre stadteinwärts in Richtung „Niederrheinstraße" könnten unabhängig von der Frage der Notwendigkeit auch durch die neue geplante Lichtsignalanlage für diesen abfahrenden Teilstrom übernommen werden.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV5/031/2021