Anfrage Aktenzeichen BV5/072/2021

"Verbessernde Instandsetzung" des Kaiserswerther Marktes – Eine echt machbare Alternative?

Eine Frage einer Fraktion oder eines Ratsmitglieds an die Verwaltung.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Leuchtenberger Kirchweg 13 · Stadtbezirk 5 (Stockum, Lohausen)örtlicher Bezug 2Dokumente 8. April 2021veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.

Aus dem Original

(Anfrage Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen vom 7. April 2021) Im Sommer 2020 begann die Werbegemeinschaft Wir Kaiserswerther e.V. und die Initiative Kaiserswerther Markt mit einer Unterschriftensammlung für das Konzept einer „verbessernden Instandsetzung" des Kaiserswerther Marktes (https://www.kaiserswerth.de/unterschriften-zur-unterstuetzung-unseres- konzepts-der-verbessernden-instandsetzung-am-12-september-2020/). Zwischenzeitlich konnten wohl an die 1.000 Unterschriften gesammelt werden für eine Erneuerung des Kaiserswerther Marktes, die weitgehend auf den Erhalt der heutigen Form von Mittelinsel, umgebende n Park- und Fahrbahnen und hausseitigen Bürgersteigen setzt. Im Unterschied zur kompletten Neuanlage der Oberflächen, sollen die vorhandenen Pflastersteine der Straße und der Bürger - steige aufgenommen und unter Ausbesserung der Unebenheiten wieder einge - baut werden. Die Mittelinsel kann unabhängig davon und soll es auch komplett saniert werden, das bedeutet nach Bodenaustausch sollen neue Bäume gepflanzt werden. Die Verfasser der Unterschriftenliste reklamieren eine kurze Bauzeit von max. 2 Jahren und geringere Kosten von 1,5 Mio Euro gegenüber der bislang geplanten gänzlichen Neugestaltung der Oberflächen (laut Vorlage zum Bedarfsbeschluss 66/63/2016 3,7 Mio. Euro und 2 Jahre Bauzeit zuzüglich der denkmalpflegerischen Arbeiten). Die kürzere Bauzeit wird ins besondere damit begründet, dass durch die oberflächliche Sanierung kein Kontakt / Eingriff in die denkmalführenden Schichten unter der Straße und den Bürgersteigen erfolgt. Es entfällt also die denkmaltechnische Aufnahme, Katalogisierung und Verbringung der Funde. Die Idee einer "verbessernden Instandsetzung" von Wir Kaisers - werther e.V. und der Initiative Kaiserswerther Markt geht davon aus, dass die Kanalsanierung in einem unterirdischen Verfahren erfolgen kann, so dass ein tieferes "aufreißen" der Straßenflächen nicht erforderlich sein wird. Im Kontext des Bedarfsbeschlusses von 2016 hat die Bezirksvertretung 5 engagiert gerungen insbesondere um die Fragen Bäume, Stellplätze und Mittel - insel mit Hochbord. Diese Themen waren in der begleitenden Beteiligung der Öffentlichkeit ebenfalls im Fokus der bürgerschaftlichen Diskussionen.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 8. April 2021. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Dokumenttexte

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BV5/072/2021 Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen der Bezirksvertretung 5 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 07.04.2021 An den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks 5 Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 27. April 2021 Betrifft: "Verbessernde Instandsetzung" des Kaiserswerther Marktes - Eine echt machbare Alternative? (Anfrage Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen vom 7. April 2021) Im Sommer 2020 begann die Werbegemeinschaft Wir Kaiserswerther e.V. und die Initiative Kaiserswerther Markt mit einer Unterschriftensammlung für das Konzept einer „verbessernden Instandsetzung" des Kaiserswerther Marktes (https://www.kaiserswerth.de/unterschriften-zur-unterstuetzung-unseres- konzepts-der-verbessernden-instandsetzung-am-12-september-2020/). Zwischenzeitlich konnten wohl an die 1.000 Unterschriften gesammelt werden für eine Erneuerung des Kaiserswerther Marktes, die weitgehend auf den Erhalt der heutigen Form von Mittelinsel, umgebende n Park- und Fahrbahnen und hausseitigen Bürgersteigen setzt. Im Unterschied zur kompletten Neuanlage der Oberflächen, sollen die vorhandenen Pflastersteine der Straße und der Bürger - steige aufgenommen und unter Ausbesserung der Unebenheiten wieder einge - baut werden. Die Mittelinsel kann unabhängig davon und soll es auch komplett saniert werden, das bedeutet nach Bodenaustausch sollen neue Bäume gepflanzt werden. Die Verfasser der Unterschriftenliste reklamieren eine kurze Bauzeit von max. 2 Jahren und geringere Kosten von 1,5 Mio Euro gegenüber der bislang geplanten gänzlichen Neugestaltung der Oberflächen (laut Vorlage zum Bedarfsbeschluss 66/63/2016 3,7 Mio. Euro und 2 Jahre Bauzeit zuzüglich der denkmalpflegerischen Arbeiten). Die kürzere Bauzeit wird ins besondere damit begründet, dass durch die oberflächliche Sanierung kein Kontakt / Eingriff in die denkmalführenden Schichten unter der Straße und den Bürgersteigen erfolgt. Es entfällt also die denkmaltechnische Aufnahme, Katalogisierung und Verbringung der Funde. Die Idee einer "verbessernden Instandsetzung" von Wir Kaisers - werther e.V. und der Initiative Kaiserswerther Markt geht davon aus, dass die Kanalsanierung in einem unterirdischen Verfahren erfolgen kann, so dass ein tieferes "aufreißen" der Straßenflächen nicht erforderlich sein wird. Im Kontext des Bedarfsbeschlusses von 2016 hat die Bezirksvertretung 5 engagiert gerungen insbesondere um die Fragen Bäume, Stellplätze und Mittel - insel mit Hochbord. Diese Themen waren in der begleitenden Beteiligung der Öffentlichkeit ebenfalls im Fokus der bürgerschaftlichen Diskussionen. Das Engagement der Bürgerschaft für eine alternative Verfahrensweise bei der Sanierung des Kaiserswerther Marktes verdient Respekt und die politische Befassung damit. Unabhängig von einer heutigen Einschätzung und Einstellung Seite 2 von Politik und Öffentlichkeit zu diesen gestalterischen Fragen, führt die Idee einer "verbessernden Instandsetzung" zunächst zu bautechnischen Fragen, die ich bitte namens meiner Fraktion zu beantworten: 1. Wie beurteilt die Verwaltung die baulichen Umsetzungsmöglichkeiten der Idee einer "verbessernden Instandsetzung" des Straßen- und Bürgersteig- belags, insbesondere die Möglichkeit einer denkmalschichten schonenden Ausbesserung und Reparatur von Schäden? 2. Wie beurteilt die Verwaltung die Idee einer Kanalsanierung im unter - irdischen Verfahren? 3. Wie beurteilt die Verwaltung die Möglichkeit im Zuge der "verbessernden Instandsetzung" die Bürgersteige auf das Straßenniveau abzusenken, wie im Bedarfsbeschluss von 2016 vorgesehen gez. Waldemar M. Fröhlich
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BV5/072/2021 Anfrage Herr Fröhlich, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, vom 7. April 2021 hier: „Verbessernde Instandsetzung" des Kaiserswerther Marktes - Eine echt machbare Alternative? Frage 1: Wie beurteilt die Verwaltung die baulichen Umsetzungsmöglichkeiten der Idee einer "verbessernden Instandsetzung" des Straßen- und Bürgersteigbelags, insbesondere die Möglichkeit einer denkmalschichten schonenden Ausbesserung und Reparatur von Schäden? Antwort: Aus straßenbautechnischer Sicht ist die beschriebene „Ausbesserung" eine Maßnahme, die eine rein optische Verbesserung bedeuten würde. Um jedoch die durch mangelnde Tragfähigkeit entstandenen Schäden auszubessern oder zu reparieren, ist eine Erneuerung des Oberbaus (Pflaster, Bettung, Tragschicht) im Gehwegbereich in einer Stärke von >70 cm und im Fahrbahnbereich in einer Stärke von > 90 cm erforderlich. Dies ergibt sich aus den einschlägigen Richtlinien in Verbindung mit dem vorliegenden Baugrundgutachten. Denkmalschichtschonende Ausbesserungen und Reparaturen sind aus unterhaltungs- technischen und kostenintensiven Gründen nicht zielführend. Frage 2: Wie beurteilt die Verwaltung die Idee einer Kanalsanierung im unterirdischen Verfahren? Antwort: Nach Aussage des Stadtentwässerungsbetriebes ist in der bislang aufgestellten Kanalplanung der Kanalbau außerhalb der Mittelinsel zwischen den Straßen „Am Mühlenturm" und „An Sankt Swidbert" in unterirdischer, das heißt geschlossener Bauweise vorgesehen. Veranlassung hierfür ist die verkehrliche Andienung des Kaiserswerther Marktes während der laufenden Bauarbeiten. Die kulturhistorisch bedeutsamen Bodenschichten haben bei der Auswahl des Bauverfahrens eine untergeordnete Rolle gespielt, da die Kanalerneuerung in der alten, vorhandenen Kanaltrasse erfolgt. Bereits in den 1930er Jahren wurden hier bei der Errichtung der vorhandenen Kanalisation die angesprochenen bedeutenden Boden- schichten zerstört. In dem Bereich der Mittelinsel soll der Kanalbau in offener Bauweise erfolgen, da hier mit dieser Bauweise geringere Kosten entstehen und die Bauzeit deutlich kürzer ist als bei einer geschlossenen Bauweise. Zudem ergeben sich Synergieeffekte durch die komplette Neugestaltung der Mittelinsel einschließlich der geplanten Baumneu- pflanzungen. Frage 3: Wie beurteilt die Verwaltung die Möglichkeit, im Zuge der "verbessernden Instand- setzung" die Bürgersteige auf das Straßenniveau abzusenken, wie im Bedarfsbeschluss von 2016 vorgesehen? Antwort: Dies ist aus höhentechnischen Gründen nicht möglich. Es liegt auf der Hand, dass die Anschlusshöhen an den Gebäuden nicht verändert werden können. Andernfalls würden Eingänge über Gehwegniveau liegen und Gebäudesockel frei liegen. Somit kann man lediglich die Querneigung zur Straße hin erhöhen. Um mit der Bordsteinkante jedoch Straßenniveau zu erreichen, müssten die Gehwege sehr steil zur Straße abfallen. Bei den dadurch entstehenden Querneigungen wären die Gehwege nicht mehr gefahrlos benutzbar. Auch hierbei gibt es Vorgaben bezüglich maximal zulässiger Querneigungen. Deren Einhaltung wäre bei den vorliegenden Geländehöhen nicht möglich. Davon abgesehen, ist es aufgrund des oberflächennah vorhandenen Bodendenkmals nicht zielführend, die Gehwege abzusenken. Damit wären zusätzliche Eingriffe in das Bodendenkmal verbunden.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV5/072/2021