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Title: Ö
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00584253.pdf
Published Time: 2026-06-11T08:27:00.000Z
Number of Pages: 2
Markdown Content:
AWIR/027/2026
X öffentlich nicht öffentlich
# Beschlussvorlage
Betrifft:
Fortführung des „Expat Service Desk ME&DUS" in gemeinsamer Trägerschaft mit der
Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf sowie dem Kreis Mettmann in den Jahren
2027-2031
Fachbereich :
80 - Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Christian Zaum
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ausschuss für
Wirtschaftsförderung,
internationale und regionale
Zusammenarbeit
23.06.2026 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, internationale und regionale Zusammenarbeit
beschließt die Fortführung des „Expat Service Desk ME&DUS (ESD)“ in gemeinsamer
Trägerschaft mit der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf (IHK Düsseldorf) sowie
dem Kreis Mettmann beginnend im 2. Halbjahr 2027. Das jährliche Gesamtbudget wird zu
gleichen Teilen von den Projektpartnerinnen und -partnern getragen. Hierzu stellt die
Landeshauptstadt pro Projektjahr 85.085,00 (71.500,00 EUR plus Mehrwertsteuer) zur
Verfügung. Der ESD ist für diesen Zeitraum weiterhin in den Räumlichkeiten der IHK
Düsseldorf angesiedelt und mit zwei Projektstellen ausgestattet. Vorbehaltlich der
Zustimmung der zuständigen Gremien der IHK Düsseldorf, sind die Projektstellen des ESD
ab 01.07.2027 weiterhin organisatorisch der IHK Düsseldorf zugeteilt.
Die Gültigkeit des Beschlusses steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der
Entscheidungsgremien der Projektpartnerin bzw. des Projektpartners
Sachdarstellung:
Der Expat Service Desk (ESD) hat sich seit 2017 als zentrale Institution im Wettbewerb um
internationale Talente bewährt und leistet einen wesentlichen Beitrag zur internationalen
Positionierung des Standorts Düsseldorf und der Region. Die kontinuierliche Steigerung der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Düsseldorf ist auch auf die erfolgreiche
Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte zurückzuführen.
Als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wirtschaft und internationalen Akteurinnen und
Akteuren bündelt der ESD relevante Informationen, erklärt behördliche Verfahren und Seite 2
vermittelt die zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Er adressiert zentrale
Herausforderungen des internationalen Personaleinsatzes, etwa Aufenthalts- und
Arbeitserlaubnisse, Anerkennungsverfahren, soziale Sicherungssysteme,
Arbeitsplatzintegration sowie schulische, familiäre und wohnungsbezogene Fragen. Die
Beratung ist kostenfrei und erfolgt bedarfsorientiert in Deutsch, Englisch und weiteren
Sprachen (u. a. Japanisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch, Ukrainisch).
Seit seiner Eröffnung verzeichnet der ESD einen klaren Wachstumstrend: Die Zahl der
betreuten Kundinnen und Kunden stieg von 244 (2017) auf 422 (2025), während sich die
Zahl der Beratungsgespräche im selben Zeitraum von 527 auf 1.257 erhöhten. Auch die
Gesamtzahl der Beratungen nahm kontinuierlich zu und erreichte in der aktuellen Phase
(2023–2025) über 3.300. Die gesetzten Ziele bei Beratungen und Veranstaltungen wurden
im Durchschnitt um 39 Prozent, in den letzten drei Jahren um 59 Prozent übertroffen;
gleichzeitig steigt die Beratungsintensität pro Kundin bzw. Kunde.
Der Expat Service Desk (ESD) bietet als kostenfreies, niedrigschwelliges Angebot einen
strukturierten Zugang zu Informationen und Ansprechpersonen rund um die Gewinnung und
Integration internationaler Fachkräfte. Dadurch eröffnet er insbesondere kleinen und
mittleren Unternehmen und deren internationalen Fachkräften und Familien einen
erleichterten Einstieg in die komplexen administrativen und organisatorischen
Anforderungen, ohne dabei in Konkurrenz zu kommerziellen Relocation-Dienstleistenden zu
treten.
Im Vergleich zu landesweit agierenden Akteurinnen und Akteuren wie NRW Fachkräfte
Agentur International (FAI NRW) oder Regionalagenturen ist der ESD durch lokale
Praxisorientierung, direkte Ansprechbarkeit, den Fokus auf individuelle Expats und die enge
Verknüpfung mit Unternehmen und Behörden vor Ort gekennzeichnet. Er ist damit eine
essentielle, nicht ersetzbare Säule im regionalen Ökosystem der Fachkräftemobilität und -
integration.
Da der ESD seine Ziele in hohem Maße erfüllt und eine klar abgegrenzte Rolle im
Zusammenspiel der regionalen und landesweiten Institutionen einnimmt, sollte der Service
für die Folgephase 2027–2031 fortgeführt werden.