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Title: 00404141.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00404141.pdf
Published Time: Mon, 17 May 2021 05:02:40 GMT
Number of Pages: 4
Markdown Content:
APS/034/2021
X öffentlich nicht öffentlich
# Beschlussvorlage
Betrifft:
Öffentlichkeitsbeteiligung zum Hochhausrahmenplan
Fachbereich:
61 - Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 8 15.04.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 6 26.05.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 3 27.04.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 5 27.04.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 1 30.04.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 4 05.05.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 9 07.05.2021 Anhörung
Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung
12.05.2021 Entscheidung
Bezirksvertretung 2 18.05.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 10 18.05.2021 Anhörung
Bezirksvertretung 7 25.05.2021 Anhörung
Beschlussdarstellung:
BV 1 bis 10
Die Bezirksvertretungen 1 bis 10 nehmen den Entwurf des Hochhausrahmenplanes zur Kenntnis und werden dazu angehört.
APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung nimmt den Entwurf des Hochhausrahmenplanes und seine Inhalte zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Öffentlichkeitsbeteiligung auf dieser Grundlage durchzuführen. Seite 2
Sachdarstellung:
Der APS hatte am 14.11.2018 die Verwaltung beauftragt, einen Hochhausbeirat einzurichten und den Prozess zur Aufstellung des Hochhausrahmenplans einzuleiten. In diesen Prozess ist die Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit einzubinden. Mit Ratsbeschluss vom 23.05.2019 wurden die entsprechenden finanziellen Mittel bewilligt (Vorlage 61/18/2019).
Der Hochhausbeirat hat sich im September 2019 konstituiert und zwischenzeitlich sechsmal getagt. In nicht öffentlicher Sitzung sind dabei die Rahmenbedingungen für die weitere Hochhausentwicklung erarbeitet und aktuelle Hochhausprojekte beraten worden. Der hierbei durch den Hochhausbeirat und die Verwaltung entwickelte Arbeitsstand soll nunmehr in die politische Beratung eingebracht und mit einer Öffentlichkeitsbeteiligung weiter qualifiziert werden.
Der vorliegende Entwurf des Hochhausrahmenplanes definiert Leitlinien und Kriterien bezüglich neuer Hochhausvorhaben und potentieller Standorte/ Suchgebiete mit dem Ziel, mit der Wertschöpfung für das Grundstück einen Mehrwert für die Stadtge-se llschaft zu verknüpfen. Dieser soll sowohl in einem sogenannten „social return“ als auch in einer auf Nachhaltigkeit angelegten Entwicklung („sustainable return“)
definiert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stadt- und Ortsspezifik, die in Hinblick auf die Düsseldorfer Stadtstruktur und ihre Hochhäuser kennzeichnend und im Bewusstsein der Stadtgesellschaft ist. In der bisherigen Beratung ist dabei deutlich geworden, dass Düsseldorf keine massive Überformung und Konzentration von Hochhausstandorten wie Cities in anderen Städten braucht, sondern eher behutsam mit jedem neuen Hochhausprojekt ein Einfügen in die gegebene Struktur anstreben sollte und damit in seiner polyzentrischen Struktur markante Orte ausbildet und wichtige Achsen weiterentwickelt Insofern sollen Chancen der Kleingruppen- oder Einzelentwicklungen in ihrem jeweiligen Kontext geprüft und bei einem bestätigten sozialen und nachhaltigen Mehrwert zur Weiterqualifizierung und Realisierung empfohlen werden.
Öffentlichkeitsarbeit zum Hochhausrahmenplan
Im September 2018 fand das Auftaktsymposium zum Arbeitsprozess am Hoch-hausrahmenplan statt als Veranstaltung für Bürgerschaft, Fachöffentlichkeit und Verbände der Immobilienbranche. Dieser Dialog zur nachhaltigen und zukunfts-gerichteten Entwicklung von Hochhausprojekten legte die Grundlage für den weiteren fachlichen Diskurs im Hochhausbeirat und mit dem beratenden Kuratorium.
Auf ein ursprünglich geplantes zweites Symposium wird aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation verzichtet. Anstelle dessen sind nunmehr vor der Sommerpause eine analoge Ausstellung, ein Online-Auftritt sowie eine Online-Befragung angestrebt. Diese drei Elemente werden auf Grundlage des vorliegenden Zwischenstandes zum Hochhausrahmenplan die Bürgerschaft umfassend digital und analog informieren und beteiligen. Seite 3
Neben den stadträumlichen Grundlagen und Leitlinien im Rahmenplan, soll die Arbeitsweise des neuen Hochhausbeirates über filmische Interviews der Fachbei-ratsmitglieder vermittelt werden. Die geplante Online-Befragung wird verknüpft mit der informativen Website und soll ebenfalls in der analogen Ausstellung beworben werden. Durch eine flankierende Social-Media-Kampagne sollen unterschiedliche Zielgruppen zur Teilnahme an der Befragung angesprochen werden. Die Ergebnisse dieser Öffentlichkeitsbeteiligung und die aus den Stadtteilparla-menten zurückgemeldeten Anregungen und Stellungnahmen werden über den Sommer ausgewertet und in die abschließende Beschlussfassung zum Rahmenplan eingearbeitet.
Neben der oben beschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung entsteht der neue Hochhausrahmenplan in Abstimmung mit den Fachämtern und den parallelen Prozessen der Stadtentwicklung, wie dem Raumwerk D, Zukunft Quartier und dem Mobilitätsplan D. Der Hochhausrahmenplan wird vergleichbar mit dem Rahmenplan Einzelhandel eine wichtige Abwägungsgrundlage, die in Abständen evaluiert und nach sorgfältiger Prüfung im Detail angepasst und weiterentwickelt werden kann.
Vertiefungsbereiche
Das Handout zum Entwurf des Hochhausrahmenplanes (siehe Anlage) zeigt mit den vorangestellten Leitlinien, dass eine Hochhausentwicklung sich an positiv formulierten Voraussetzungen orientieren muss. Die aufgezeigte Systematik soll der Beratung im Hochhausbeirat zu Grunde gelegt werden und potentiellen Projektentwicklungen auch den Anspruch der Stadtgesellschaft an eine Hochhau-sentwicklung transparent vorgeben. Auf der einen Seite wird aufgezeigt, dass eine Hochhausentwicklung als ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden ein Lösungsbaustein der nachhaltigen Entwicklung in den definierten Bereichen sein kann, auf der anderen Seite ist diese aber nur gewünscht, wenn sich der Baustein in die formulierten Kriterien einbringt. Auch wird deutlich, dass für eine Hochhausentwicklung im Regelfall neues Baurecht geschaffen werden muss und die Entscheidung damit durch ein geordnetes fachliches Verfahren und damit verbundene politische Entscheidungen in den zuständigen Gremien geprägt sein wird.
In der Analyse von Hochhausbestand und –planung sowie mit Blick auf die weiteren maßgebenden Kriterien werden sieben Bereiche als von Hochhäusern vorgeprägte Achsen und Räume identifiziert. Dies sind der zentrale Bereich, Hauptbahnhof, Hafen / Regierungsviertel, Stadteingang Süd / Völklinger Straße, Mörsenbroicher Ei, Kennedydamm und Seestern. Als Grundprinzipien der vorgeprägten Stadträume weist Düsseldorf Achsen mit Hochhaus-Solisten, Ensembles oder Cluster auf bzw. Mischformen dieser Typen. Dies beschreibt zunächst den Bestand mit Blick auf die Düsseldorfer Ortsspezifik. Eine Clusterbildung durch Hochhäuser besteht ausschließlich für die in den 1960-er Jahren begründeten Entlastungsstandorte zur Innenstadt, den Bereich Kennedydamm und Am Seestern. Das Charakteristische sind qualitätsvolle Solisten oder in Einzelfällen Ensembles von Hochhäusern. Eine neue Konzentration im Sinne einer dichten Clusterbildung soll für Düsseldorf vermieden werden. Seite 4
Die Bereiche der Altstadt, entlang der Königsallee und die Denkmalbereiche im Linksrheinischen werden im Hochhausrahmenplan als Schutzzonen aufgenommen, der Bereich entlang des Rheinufers als Achtungszone. Die Schutz- und Achtungszonen sind im Bestand weitgehend hochhausfrei und die Entwicklung neuer Hochhäuser wird ausgeschlossen.
Die übrigen Bereiche Düsseldorfs, die weder durch Hochhäuser vorgeprägt noch Schutz- oder Achtungszone sind, liegen in der Passivzone des Hochhausrahmen-planes. Die Passivzone steht nicht im Fokus einer Hochhausentwicklung und kann nur in sehr begrenzten Ausnahmefällen und bei entsprechender Standorteignung gemäß Prüfkriterien für ein Hochhaus geeignet sein. Dies betrifft die Stadtbezirke 5, 7, 8, 9 und 10, die ausschließlich als Passivzone im Hochhausrahmenplan aufgenommen sind und keine vorgeprägten Achsen oder Räume aufweisen.
Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt ist von der Methodik her durch den Hochhausrahmenplan vollflächig erfasst. Dies bedeutet, dass auch in den Bereichen, die nicht als Vertiefungsbereich beschrieben sind, auf der aufgezeigten Grundlage und Methodik Beurteilungen von möglichen Hochhausprojekten zukünftig erfolgen können.
Der Hochhausbeirat berät als unabhängiges Sachverständigengremium Vorhaben und deren weiterer Qualifizierung. Er gibt seine Empfehlung an die zuständigen politischen Gremien und die Fachverwaltung. Der Hochhausrahmenplan definiert die Grundlage der Beratung und den Prozess, er ersetzt jedoch nicht den Diskurs im Hochhausbeirat.
Die Arbeit des Hochhausbeirates war bereits im November 2020 Gegenstand des Jahresberichts (Vorlage APS/127/2020).
Anlagen:
Handout Hochhausrahmenplan Düsseldorf - Zwischenstand zur Öffentlichkeitsbeteiligung
Handout Hochhausrahmenplan Düsseldorf - Zwischenstand zur Öffentlichkeitsbeteiligung als Text anzeigen
Title: 00407048.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00407048.pdf
Published Time: Fri, 02 Apr 2021 08:39:44 GMT
Number of Pages: 24
Markdown Content:
1Hochhausrahmenplan Düsseldorf Handout aus dem Arbeitsprozess zum neuen Hochhausrahmenplan Zwischenstand zur Öffentlichkeitsbeteiligung
De Zwarte Hond
Matthias Rottmann
im Auftrag der
Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtplanungsamt Stand 25.03.2021 2Inhalt
1. Einleitung und Methodik 3 - 4 2. Räumliche Ausgangslage 5 - 7 3. “Spezifisch Düsseldorf” Leitlinien für eine nachhaltige und kontextuelle Hochhausentwicklung 8 - 15 4. Räumliche Zonierung 16 - 21 5. Ausblick 22 - 24 Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 31. Einleitung und Methodik Die vorliegende Fassung des Hochhausrahmenplans stellt einen qualifizierten Zwischen-stand dar. Der Aufbau des Rahmenplans und die Inhalte wurde in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Hochhausbeirats und der Verwaltung im Laufe des Jahres 2020 und 2021 erarbeitet und in der Sitzung des Hochhausbeirates im Dezember 2020 als Zwischen-stand der gemeinsamen Arbeit präsentiert. Das Handout dient zunächst der Information und Anhörung der politischen Gremien. Nach Beratung und Freigabe soll auf Grundlage der Inhalte dieses Zwischenstandes die Öffent-lichkeitsbeteiligung durchgeführt werden. Anlass und Ziel für die Aufstellung des neuen Hochhausrahmenplans
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Düsseldorf verändert sich und erlebt den Trend zum Hochhaus, wie andere Metropolen auch. Der Immobilienmarkt zeigt insofern eine besondere Dynamik, die sich auch in zahlreichen neuen Hochhausprojekten und Ideen für weitere Standorte zeigt. Diese Dynamik im Sinne einer zeitgemäßen Stadtentwicklungsstrategie zu steuern, ist ein Ziel des neuen Hochhaus-rahmenplans (HRP).
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Ein besonderer Fokus liegt auf der Ortsspezifik der Landeshauptstadt in Hinblick auf die Stadtstruktur und ihre spezifische Ausprägung der Hochhäuser. Kennzeichnend sind qual-itätsvolle Hochhaus-Solisten und einige wenige Ensembles. Diese Ortsspezifik zu schützen und behutsam weiterzuentwickeln ist das Ziel. Jede neue Konzentration von Hochhäusern im Sinne einer engen Clusterbildung soll vermieden werden.
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Aus gesellschaftlicher Perspektive sind die Themen Nachhaltigkeit, Wohnen und durch-mischte Quartiere zu zentralen Aufgaben einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklung geworden. Dies ist auch für die Entwicklung neuer Hochhausstandorte zu beachten.
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Der Hochhausbeirat als ein die Politik und die Verwaltung beratendes Gremium, gibt sich mit dem Hochhausrahmenplan eine eigene, gemeinsame Arbeitsgrundlage für die strukturierte Beratung neuer Projekte.
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In erster Linie soll der Rahmenplan das Instrument des Beirates sein, der wiederum die Politik berät. Auch die immobilienwirtschaftlichen Akteure neuer Hochhausprojekte sollen trans-parente Kriterien erhalten, um ihre Ideen in den gesamtstädtischen Kontext einordnen zu können. Dies gilt sowohl für die Eignung eines Standortes als für die architektonischen und städtebaulichen Qualitäten neuer Entwürfe.
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Der neue Hochhausrahmenplan entsteht in Abstimmung mit parallelen Prozessen der Stadt-entwicklung, wie Raumwerk D, Mobilitätsplan D, etc. Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 4Methodik Der vorliegende Arbeitsstand ist das Ergebnis der intensiven Beratung im Hochhausbeirat (HBR). Er umfasst vier wesentliche Bausteine: A. Räumliche Ausgangslage B. Spezifisch Düsseldorf - Leitlinien für eine nachhaltige und kontextuelle Hochhausentwicklung C. Räumliche Zonierung Schutzzonen und vorgeprägte Achsen und Räume Diskussion im HBR Input und Erkenntnis aus der Behandlung von konkreten Vorhaben Input und Erkenntnis aus der Öffentlichkeitsbeteiligung D. Arbeitsweise des Hochhausbeirates, Werkzeugkasten zu den Leitlinien, Kriterien für zukünftige Projekte
A. Eine kurze Analyse der räumlichen Ausgangslage , insbesondere bezogen auf die Düssel-dorfer Stadtstruktur und die Verteilung der bestehenden Hochhäuser in der Stadt. In welchem Verhältnis stehen diese zueinander? Gibt es Zonen, in denen sich diese konzentrieren? B. Aus der Diskussion im Hochhausbeirat, dem Hochhausrahmenplansymposium und der Analyse der Stadtstruktur wurden Leitlinien für zukünftige Hochhausprojekte entwickelt, die die Besonderheiten Düsseldorfs, „das Spezifische“, benennen, achten und mit allgemeinen Aufgaben der Stadtentwicklung koppeln. Die Strukturierung der Leitlinien erfolgt auf Basis un-terschiedlicher Maßstäbe: Der Gesamtstadt, dem direkten städtischen Kontext des Gebäudes und für das Hochhaus als solches. C. Die Übersetzung und Anwendung der Leitlinien auf die Düsseldorfer Stadtstruktur resul-tieren in einer räumlichen Zonierung , in verschiedene Schutzzonen und einer detaillierteren Betrachtung von sieben bereits durch Hochhäuser vorgeprägten Räumen und Achsen. D. In Erarbeitung ist noch die Arbeitsweise des Hochhausbeirates in Form eines Werkzeug-kastens zu den Leitlinien. Hier sollen Kriterien für zukünftige Projekte anwendungsnah definiert werden. Dieser Werkzeugkasten kann auch nach der Verabschiedung des Hochhausrahmen-planes durch den HBR angepasst, verfeinert und weiterentwickelt werden, wenn sich aus den Diskussionsprozessen hierzu die Notwendigkeit zeigt. Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 52. Räumliche Ausgangslage Die Stadtstruktur Düsseldorfs, die Morphologie der Quartiere, kann in Bereiche mit ähnlichen stadträumlichen Qualitäten, Nutzungsmischungen, Bebauungstypologien und Entstehungszeiten gegliedert werden. Das hieraus entstehende Gesamtbild Düsseldorfs hilft, homogene Bereiche mit vergleichbaren Fragestellungen oder Schutzansprüchen zu identifizieren. Die markantesten Stadtbausteine sind die Altstadt, das Umfeld der Kö, die ausgedehnten Gründerzeitviertel, Dienstleistungsstandorte und Transformationsgebiete wie dem Hafen.
Altstadt Umgebung Kö Hochverdichtete gründerzeitliche Struktur Sondergebiete Hochschulen, etc. Gründerzeitliche Struktur und weitere Siedlungsflächen Dienstleistungs-und Bürostandorte Gewerbe und Industrie Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 6
Düsseldorf wird neben dem Rhein durch weitere qualitativ hochwertige Grünstrukturen und Freiräume wie dem ersten und zweiten grünen Ring und zahlreichen großen Friedhofs-und Parkanlagen geprägt. Diese haben nicht nur eine große Bedeutung als Frei- und Erholungsräume, sondern auch für das Stadtklima, insbesondere für die Frischluftzufuhr und Kühlung im Sommer. Dies gilt auch für die breiten Trassen der Bahn, die Düsseldorf insbesondere in Nord-Südrichtung mit Kaltluft versorgen und den Luftaustausch begünstigen. Zudem sind die Hochhäuser im Bestand dargestellt, um deren Lage im Verhältnis zu den klimabedeutenden Räumen und Funktionen und ihr Verhältnis zu den großen Freiräumen der Stadt darzustellen. Frischluft und Klimafunktion Luftaustauschfunktion Luftleitbahn 2. Grüner Ring 1. Blaugrüner Ring Hochhaus Bestand (dunkelrot) Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 7
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist ein zentraler Standortfaktor für Hochhäuser, um die Abhängigkeit von motorisiertem Individualverkehr (MIV) zu reduzieren. Je leistungsfähiger ein Verkehrssystem und ein Bahnhof sind, desto geeigneter kann der Standort für Hochhäuser sein. Ob die ÖPNV-Infrastruktur noch über ausreichend Kapazitätsreserven verfügt, muss im Einzelfall betrachtet werden. Grundsätzlich gilt, je höherwertiger ein Bahnhof oder ein Haltepunkt ist, desto größer ist der Wirkungsradius und damit die Bereitschaft der Nutzer und Nutzerinnen die Distanz, meistens fußläufig, zu überwinden. Hochhaus Bestand (dunkelrot) S-Bahn teilweise RRX + DB HBF U - Wehrhahnlinie U - Bahnlinie von / bis Seestern Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 83. “Spezifisch Düsseldorf” Leitlinien für eine nachhaltige und kontextuelle Hochhausentwicklung Das Hochhausrahmenplan - Symposium als Dialog mit der Stadtgesellschaft Das Auftaktsymposium im September 2018 war eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem BDA Düsseldorf für Bürgerschaft, Fachöffentlichkeit, Planer und Planerinnen sowie Verbände der Immobilienbranche, um in einen Dialog zur nachhaltigen und zukunftsgerich-teten Entwicklung von Hochhausprojekten einzusteigen. Dies geschah sowohl mit Blick auf Stadtentwicklungsprozesse wie dem Raumwerk D als auch mit Blick auf zahlreiche aktuelle Hochhausvorhaben. Im Symposium sind erste Ideen für die thematische Schwerpunktset-zung dieses Hochhausrahmenplanes entstanden. Die Ergebnisse des Symposiums zu den Themen Nachhaltigkeit, Typologien, Ökonomie, Prozess und Partizipation bilden die Grundlage für die Entwicklung der Leitlinien und beför-derten die Gründung des Hochhausbeirats.
16
# Diskussionen
## typologien
Die Teilnehmenden wurden gefragt, welche Hochhaustypen eine Bereicherung für Düs -seldorf sind. Die meisten Hinweise zielten auf
identitätsstiftende und abwechslungsreiche
Bauten ab, die sich in die Düsseldorfer Sil-
houette und das jeweilige Quartier einbinden und einen Umgang mit den vorgefunden bau -
lichen Strukturen finden. Dabei wurde auch die Schaffung von öffentlichen Vorplätzen und Dachgärten angeregt. Des weiteren wurden ökologische Aspekte angeführt, günstige und für Familien geeignete Wohnungen vorgeschla -
gen und auf die Notwendigkeit zur Berücksich -
tigung von Verkehrsbelangen hingewiesen.
## Nachhaltigkeit
Im Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit wur -
den die Anwesenden gefragt, welche Nach -
haltigkeitsthemen der Hochhausrahmenplan berücksichtigen soll. Ökologische Aspekte im
Bau und Betrieb der Hochhäuser sowie Auswir-
kungen auf das Umfeld wurden mit Abstand am häufigsten aufgeführt. Daneben ist auf verkehr -
liche und ökonomische Aspekte hingewiesen worden. Auch die Notwendigkeit flexibler und durchmischter Nutzungskonzepte sowie be -
zahlbarer Wohnangebote wurde aufgeführt. Zum Einstieg in die fünf Themenfelder des
Symposiums hatten die anwesenden Bür-
gerinnen und Bürger des Vortragsabends die Möglichkeit, ihre Anregungen zu ver -
schiedenen Fragestellungen an Stellwän -
den zu platzieren. Die Ergebnisse wurden am Folgetag als Anregungen in die Arbeits -
gruppen des Workshops einbezogen.
# hemen und
# ssionen
## Ökonomie
Im Hinblick auf das Themenfeld Ökonomie sind die Bürgerinnen und Bürger darum gebeten
worden, Hinweise für Investoren zu sammeln.
Es wurde zum einen eine Pflicht für qualitäts -
sichernde Verfahren und die Einhaltung der erarbeiteten Konzepte angeregt, zum anderen wurden aber auch Vorschläge für die Einbin -
dung der Hochhäuser in das Stadtbild und mögliche Nutzungsmischungen in den Gebäu -den unterbreitet. Daneben sollten die Inves-toren durch den Hochhausrahmenplan dazu
angehalten werden, soziale und ökologische Aspekte sowie Mobilitätsthemen stärker zu berücksichtigen.
# Diskussionen
## Ökonomie
Im Hinblick auf das Themenfeld Ökonomie sind die Bürgerinnen und Bürger darum gebeten
worden, Hinweise für Investoren zu sammeln.
Es wurde zum einen eine Pflicht für qualitäts -
sichernde Verfahren und die Einhaltung der erarbeiteten Konzepte angeregt, zum anderen wurden aber auch Vorschläge für die Einbin -
dung der Hochhäuser in das Stadtbild und mögliche Nutzungsmischungen in den Gebäu -den unterbreitet. Daneben sollten die Inves-toren durch den Hochhausrahmenplan dazu
angehalten werden, soziale und ökologische Aspekte sowie Mobilitätsthemen stärker zu berücksichtigen.
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# Diskussionen
## Partizipation
Zur Partizipation wurden die Teilnehmenden gefragt, welche Gruppen wie am Hochhaus -
rahmenplan beteiligt werden sollen. Grund -
sätzlich wurde eine langfristige und frühzeitige
Information als Teil eines kontinuierlichen Be-
teiligungsprozesses gewünscht. Die gewählten Formate sollten konkret sein, Entwicklungen
und Bedarfe verdeutlichen und Kritik ernst neh-
men. Die Vorschläge zur Berücksichtigung be -
stimmter Gruppen bezogen sich auf potentielle Nutzer und Nachbarn der Immobilie, politische Gremien sowie verschiedenste Fachgruppen und Verbände. Neben dem Format des Sympo -
siums wurden Umfragen und der Einsatz einer Online-Plattform angeregt. Nach Prozessen und Methoden befragt, die
Teil des Hochhausrahmenplans werden sol-len, wünschten sich die Teilnehmenden eine
fundierte Grundlage mit Bedarfsanalyse, Machbarkeitsstudien und Befragungen zu
unterschiedlichen Themen. Ausschlusskriterien
könnten die Suche nach geeigneten Standor -
ten unterstützen. Die Realisierung sollte durch Wettbewerbe, einen Gestaltungsbeirat sowie die Diskussion der Planungen in der Öffentlich -
keit und politischen Gremien begleitet werden. Der Prozess sollte die Chancen sozialer Medien nutzen und Rücksicht auf die Einbindung unter -
schiedlicher Zielgruppen nehmen.
## Ökonomie
Im Hinblick auf das Themenfeld Ökonomie sind die Bürgerinnen und Bürger darum gebeten
worden, Hinweise für Investoren zu sammeln.
Es wurde zum einen eine Pflicht für qualitäts -
sichernde Verfahren und die Einhaltung der erarbeiteten Konzepte angeregt, zum anderen wurden aber auch Vorschläge für die Einbin -
dung der Hochhäuser in das Stadtbild und mögliche Nutzungsmischungen in den Gebäu -den unterbreitet. Daneben sollten die Inves-toren durch den Hochhausrahmenplan dazu
angehalten werden, soziale und ökologische Aspekte sowie Mobilitätsthemen stärker zu berücksichtigen.
## Prozess
17 Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 9Die Leitlinien wurden aus den Ergebnissen des Hochhausrahmenplansymposiums sowie der Diskussion im Hochhausbeirat entwickelt. Dabei wurden die Themen entsprechend ihrer Be-deutung für d r e i unterschiedliche Maßstäbe strukturiert: dem Maßstab des Hochhausstand-orts als Ort in der Gesamtstadt, dem Maßstab des Gebäudes in seinem konkreten städte-baulichen Kontext und dem Maßstab des Gebäudes, seiner Hülle und Konstruktion selbst. LEBENSWERTE STADTR äUME
Interaktion „Gebäude im Kontext“ NACHHALTIGE HOCHH äUSER Objekt „Gebäude selbst“
VERNETZTE VERDICHTUNG
Betrachtungsraum „Gesamte Stadt“ Nachhaltigkeit Typologien Ökonomie Prozess Partizipation
NACHHALTIG
> Ressourcenschonend
ÖKOLOGISCH
> Energieeffizient & energiesparend
ÖKONOMISCH
> volkswirtschaftlich & sozial
STADTSILHOUETTE VERKEHRSANBINDUNG Orientierung & Markenzeichen Gleichberechtigt ans Ziel STADTKLIMA Frischluft & Verschattung FREIRAUM
> Öffentlicher Stadtraum
STADTBAUSTEIN Kontextuelle Hochhäuser NUTZUNG
> Identitätsstiftend & einbindend
## Strukturierung der Leitlinien Zwischenbericht zur Öffentlichkeitsbeteiligung 25.03.2021 10 Düsseldorf wird durch seinen unverwechselbaren städtebaulichen und architektonischen Charakter gekennzeichnet. Hochhäuser prägen dabei seit fast einem Jahrhundert das Stadtbild und machen es an vielen Stellen unverwechselbar. Die Denkmalbereiche Altstadt und Oberkassel bilden das HOCHHAUSFREIE , URBANE HERZ Dü S
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.