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Informationsvorlage BV als Text anzeigen
Title: 00396763.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00396763.pdf
Published Time: Thu, 06 Jan 2022 08:51:06 GMT
Number of Pages: 11
Markdown Content:
BV6/006/2021
X öffentlich nicht öffentlich
# Informationsvorlage
Betrifft:
Ergebnis der Beratungen zur Aufstellung des Haushaltsplanes 2021
Amt / Institut:
Bezirksverwaltungsstelle 6
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 6 26.05.2021 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
1. Verkehrsgutachten für den Stadtbezirk 6 (BV6/193/2020)
Beschluss der Bezirksvertretung 6:
Die Bezirksvertretung 6 bittet den Rat der Stadt Düsseldorf und die zuständigen
Ausschüsse, im Haushalt 2021 Mittel für eine Verkehrsuntersuchung des
Stadtbezirks 6 bereitzustellen und auf den Weg zu bringen. Diese Untersuchung
muss auch die Ergebnisse der beantragten Verkehrsuntersuchung für den
Stadtbezirk 5 miteinander verknüpfen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind
dann in den Mobilitätsplan der Stadt Düsseldorf einzuarbeiten und die dazu
notwendigen Maßnahmen zu beschließen. Insbesondere müssen die im noch
geltenden Verkehrsentwicklungsplan vorgesehenen Maßnahmen Ortsumgehung Rath,
Anschluss der K3n an die A 44, Nördlicher Zubringer 3. Fahrspur stadteinwärts
eingehend untersucht werden. Zusätzlich sollte eine Optimierung des Systems der
Ein - und Ausfallstraßen, wie z.B. Münsterstraße, Theodorstraße, Reichswaldallee,
Sankt -Franziskus -Straße, Lenaustraße, Hamborner Straße, Unterrather - und
Kalkumer Straße und Deikerstraße geschaffen werden. Des Weiteren ist eine
Negativ -Auswirkung (z.B. Ausweich - und Schleichverkehr) auf Sammelstraßen in
Wohnbereichen zu vermeiden. Ferner müssen dabei auch die im Bau befindlichen
und geplanten Baumaßnahmen, die Optimierung des ÖPNV und mehr Park and Ride -
Plätze einbezogen werden.
Die Bezirksvertretung 6 hat dazu in ihrer Sitzung am 10.07.2019 interfraktionell und
einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung ein Verkehrskonzept für den Stadtteil
Rath und für den Stadtbezirk 6 erstellen möge.
Die Zunahme des Individualverkehrs nimmt im Norden Düsseldorfs stetig zu und
führt zu insgesamt nicht mehr zumutbaren Belastungen für Anwohner in den
besonders betroffenen Gebieten. Daran werden auch eine Verkehrswende und die
Schaffung von Park & Ride -Plätzen und eine Verbesserung der Takte und günstigere
Tarife der öffentlichen Verkehrsmittel, die sich ja im Gegensatz dazu von Jahr zu Jahr
erhöhen, nichts entscheidend verändern.
Stellungnahme der Verwaltung:
1. Kosten Seite 2
Die Kosten für ein Verkehrsgutachten für einen Stadtbezirk betragen zwischen
75.000 u. 100.000 EUR, je nach Umfang.
2. Planungsstand
Es liegt keine Planung vor.
3. Beschlusslage Politik
Wiederholte Anträge.
4. Einbindung / Integration in Planungsvorhaben / - ziele
Mobilitätsplan D
5. Verkehrssicherheit
Es sind keine für diesen Antrag relevanten Verkehrssicherheitsdefizite bekannt.
6. Empfehlung der Verwaltung
Bevor weitere stadtteilbezogene Verkehrsuntersuchungen in Auftrag gegeben werden
sollte zunächst die Erarbeitung des Mobilitätsplan D weiterentwickelt werden. Mit
dem Mobilitätsplan D werden Teilkonzepte und zugehörige konkrete Maßnahmen
entwickelt und in den Plan aufgenommen, aus denen sich dann ggf. vertiefende
Untersuchungen für einzelne Stadtteile ableiten, die dann zu berücksichtigen sind.
Ergebnis der Beratung im Ordnungs - und Verkehrsausschuss:
Der zuständige Fachausschuss ist dem Vorschlag der Bezirksvertretung 6
nicht gefolgt und empfiehlt der Verwaltung, den Antrag zum jetzigen
Zeitpunkt zurückzustellen.
2. Sicherheit im wachsenden Stadtbezirk 6 (BV6/194/2020)
Beschluss der Bezirksvertretung 6:
Die Bezirksvertretung 6 bittet den Rat der Stadt Düsseldorf und die zuständigen
Ausschüsse, im Haushalt 2021 die derzeit vakanten Stellen beim Ordnungs - und
Servicedienst (OSD) endlich wieder zu besetzen, damit eine regelmäßige Bestreifung
des Stadtbezirks 6 sichergestellt wird. Die dafür notwendigen Haushaltsmittel sind in
den Haushalt einzustellen.
Sicherheit erhöhen
Seit 1998 stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungs - und
Servicedienstes als kompetente Ansprechpersonen zur Verfügung. Sie zeigen Präsenz
im Stadtbezirk, setzen insbesondere die Einhaltung der Düsseldorfer Straßenordnung
durch und unterstützen die Polizei.
Durch den Wegfall und die Nichtbesetzung von Stellen in den letzten Jahren hat sich
der Service für die Bürgerinnen und Bürger deutlich verringert. So sind unter
anderem die Einsätze nach dem Jugendschutz -Gesetz, bei Lärmbeschwerden, bei
Platzverweisen und bei Gewerbeüberprüfungen massiv zurückgegangen.
Stellungnahme der Verwaltung:
Die Einstellungsverfahren zur Besetzung der vakanten Stellen für den OSD -
Streifendienst sind abgeschlossen. Die erfolgreichen Bewerber*innen haben bereits
Zusagen erhalten. Die Abwicklung der Einstellungen erfolgt noch bis Anfang Februar
2021 (gesundheitliche Eignung, Kündigungsfristen etc.). Damit sind faktisch alle
vorhandenen Stellen für den OSD -Streifendienst besetzt. Die Einstellungsverfahren
für Mitarbeiter*innen mit dem Schwerpunkt „Gewerbeüberprüfungen“ laufen aktuell. Seite 3
Eine zusätzliche Bereitstellung von Haushaltsmitteln ist nicht erforderlich, da die
Sollstruktur des Stellenplans über das Veränderungsverzeichnis der Personal - und
Versorgungsaufwendungen und -auszahlungen 2021 (ADIG/005/2021) auskömmlich
finanziert werden soll.
Darüber hinaus sind 30 weitere Stellen in den Haushalt 2021 eingestellt. Diese
Stellen sind bereits Bestandteil eines Projektes, in dessen Rahmen insgesamt 150
Ordnungskräfte eingestellt werden sollen.
Ergebnis der Beratung im Ausschuss für Digitalisierung:
Der zuständige Fachausschuss ist dem Vorschlag der Bezirksvertretung 6
nicht gefolgt.
3. Schaffung eines Hauses für Kinder, Jugendliche und Familien in
Düsseldorf -Rath (Nähe Sozialraum 623) (BV6/195/2020)
Beschluss der Bezirksvertretung 6:
Die Bezirksvertretung 6 bittet den Rat der Stadt Düsseldorf und die zuständigen
Ausschüsse, im Haushalt 2021 Mittel für ein Haus für Kinder, Jugendliche und
Familien im Stadtteil Rath zur Verfügung zu stellen.
Die aktuell fortgeschriebene sozialräumliche Gliederung hat deutlich gemacht, dass
im Stadtteil Rath (u.a. Sozialraum 623) dringender Handlungsbedarf herrscht. Mit
dem Förderprojekt „Soziale Stadt“ konnte u.a. das Rather Familienzentrum neu
gebaut und, dem Bedarf angepasst, ausgebaut werden. Das Rather Familienzentrum
ist auf die Betreuung und Beratung Erwachsener spezialisiert. Um eine Besserung der
Lebenssituation für die Schwächsten der Gesellschaft - die Kinder und Jugendlichen -
zu erreichen, ist eine enge Betreuung nach dem täglichen Schulende (OGS, Ganztag)
dringend erforderlich. Dies beinhaltet Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ähnlich
einer Jugendfreizeiteinrichtung, aber auch sozialbetreuerische Arbeit und Begleitung
der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Familien. Mit der Schließung der
Jugendfreizeiteinrichtung an der Eggerscheidter Straße ist ein wichtiger Bestandteil
der Jugendsozialarbeit in Rath weggebrochen. Der Standort sollte sich in der Nähe
der Selbecker Straße befinden.
Stellungnahme der Verwaltung:
Im Sozialraum 623 befindet sich das Familienzentrum Dülmener Weg. Der Bedarf an
Betreuungsplätzen für Kinder bis 6 Jahren ist im Sozialraum 623 zurzeit damit
abgedeckt. Aufkommende Bedarfe werden durch die Jugendhilfeplanung gesteuert
und kommuniziert.
Der Abenteuerspielplatz Mörsenbroich ist auch für Kinder, rund um die Selbecker
Straße, schnell zu erreichen und bietet damit eine gute Freizeitmöglichkeit für diese
Zielgruppe. Da die festen Räumlichkeiten auf dem Abenteuerspielplatz (ASP)
begrenzt sind, müsste ein Anbau auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes geprüft
werden, um ggf. mehr räumliche Kapazität für eine größere Besuchergruppe von
Kindern zu ermöglichen. Eine engere Zusammenarbeit mit Beratungsstellen im
Umfeld könnte dem Bedarf an Sozialberatungen vor Ort entgegenkommen. Die
Zusammenarbeit des Abenteuerspielplatzes mit der nahegelegenen Schule erweitert
diese Möglichkeit und schafft Netzwerke. Eine, an den Bedarfen orientierte
Modifizierung, bzw. Erweiterung des Konzeptes des Abenteuerspielplatzes, wird
jährlich in den Zielvereinbarungen überprüft.
Seit Sommer 2020 werden niederschwellige Angebote der Mobilen Angebote, OFF -
Road -Bus und Sportactionbusses, auf dem Spielplatz Selbecker Straße im Sozialraum Seite 4
623 umgesetzt. Auch der Mitarbeiter der Aufsuchenden Arbeit des Jugendamtes
sucht regelmäßig den Sozialraum 623 auf. Alle geschulten pädagogischen
Mitarbeiter*innen bieten den Familien niederschwellige Beratungssettings an.
Somit werden in dem hochbelasteten Sozialraum 623 vielfältige niederschwellige
Angebote des Jugendamtes umgesetzt, die für die dort lebenden Familien
ausreichend angenommen werden.
Im Stadtteil Rath (SB 6), befindet sich die Kinder - und Jugendfreizeiteinrichtung
Ekkehardstraße. Für Jugendliche des Sozialraumes 623 fußläufig in ca. 15 Minuten zu
erreichen und damit zumutbar. Ein Haus für Kinder, Jugendliche und Familien wird
zurzeit in Lichtenbroich gebaut und 2022 eröffnet. Damit ist aus planerischer Sicht
der Bedarf im Stadtbezirk 6 gedeckt. Die konzeptionelle Ausrichtung des Hauses für
Kinder, Jugendliche und Familien richtet sich primär an jüngere Jugendliche. Für
ältere Jugendliche können aber projektbezogene Angebote vorgehalten werden. Die
Zielgruppe der Häuser beginnt mit dem KiTa -Alter und hat einen präventiven und
bildungsorientierten Charakter.
Eine Kostenschätzung liegt noch nicht vor. Für investive Maßnahmen mit einem
voraussichtlichen Betrag über 500.000 EUR ist ein Ausführungs - und
Finanzierungsbeschluss herbeizuführen.
Ein SleepIn im Stadtbezirk 6 wird im Rahmen der Jugendhilfeplanung Hilfe zur
Erziehung bereits angedacht. Mit dem Träger SKFM sind entsprechende Vorgespräche
schon geführt. Die Maßnahme würde über das lfd. Geschäft der Verwaltung
(Einrichtung der Hilfe zur Erziehung) vorbereitet und dem Fachausschuss zur
Entscheidung vorgelegt werden.
Ergebnis der Beratung im Jugendhilfeausschuss:
Der zuständige Fachausschuss hat den Vorschlag der Bezirksvertretung 6
passieren lassen, der Rat der Stadt Düsseldorf hat den Haushaltsantrag
abgelehnt.
4. Ortsumgehung Rath (BV6/196/2020)
Beschluss der Bezirksvertretung 6:
Die Bezirksvertretung 6 bittet den Rat der Stadt Düsseldorf und die zuständigen
Ausschüsse, im Haushalt 2021 Mittel für eine Machbarkeitsstudie zur
Ortsumgehung Rath bereitzustellen und diese Maßnahme in das Mobilitätskonzept,
welches sich in Vorbereitung befindet, aufzunehmen. Entsprechende Fördermittel des
Landes sollen beantragt werden.
Diese Maßnahme ist im noch geltenden Verkehrsentwicklungsplan nicht konkret
aufgeführt, doch wird dort immerhin darauf hingewiesen, dass sie vor dem
Verkehrsentwicklungsplan 2030+ - jetzt Mobilitätskonzept - erneut auf ihren
verkehrlichen Nutzen geprüft werde und dabei die geltenden Rahmenbedingungen
und veränderte Strukturentwicklungen zu berücksichtigen seien. Inzwischen sind
ausgehend von 2002 sehr viele neue Arbeitsplätze in Rath entstanden. Außerdem
sind neue große Wohngebiete im Bau und Planung. Die sehr angespannte
Verkehrssituation im Zentrum Raths und die weiteren Verkehrszunahmen nach
Abschluss der geplanten Maßnahmen lassen einen verkehrlichen Kollaps in Rath
erwarten. Daher ist hier dringender Handlungsbedarf vorhanden.
Stellungnahme der Verwaltung:
1. Kosten Seite 5
Für die Maßnahme liegen keine Kostenangaben vor, da es hierzu noch keine
Planungen gibt.
2. Planungsstand
Die Maßnahme ist nicht Bestandteil des Verkehrsentwicklungsplanes gewesen.
3. Beschlusslage Politik
Die BV 6 stellt seit 2003 jährlich einen Antrag
4. Integration in Planungsvorhaben
Mobilitätsplan D
5. Verkehrssicherheit
Es sind keine für diesen Antrag relevanten Verkehrssicherheitsdefizite
(Unfallschwerpunkte) bekannt.
6. Empfehlung der Verwaltung
Die Ortsumgehung Rath wird in der 2.ten Stufe der Erarbeitung des Mobilitätsplan D
auf ihre verkehrliche Wirkung und ihren Beitrag zur Zielerreichung (s. Zielkonzept)
geprüft. Abhängig von dem Ergebnis wird final entschieden, ob die OU -Rath als
verbindliche Maßnahme in den Mobilitätsplan aufgenommen wird. Erst dann sollten
die entsprechenden Planungsmittel in den Haushalt eingestellt werden.
Ergebnis der Beratung im Ordnungs - und Verkehrsausschuss:
Der zuständige Fachausschuss ist dem Vorschlag der Bezirksvertretung 6
nicht gefolgt und empfiehlt der Verwaltung, den Antrag zum jetzigen
Zeitpunkt zurückzustellen.
5. Beleuchtung in der Grünanlage an der Sankt -Franziskus -Straße
(BV6/197/2020)
Beschluss der Bezirksvertretung 6:
Die Bezirksvertretung 6 bittet den Rat und die zuständigen Ausschüsse, im Haushalt
2021 Mittel für eine Machbarkeitsstudie bereitzustellen, um eine umweltverträgliche
Beleuchtung in der Grünanlage an der Sankt -Franziskus -Straße – zwischen Heideweg
und Wrangelstraße zu installieren. Hierbei sollen nach Möglichkeit der Einsatz von
LED, Solar, Bewegungsmelder etc. geprüft werden.
Der Verbindungsweg wird von den Bürgern und Bürgerinnen stark frequentiert, um
zu den Einkaufsmöglichkeiten an der Münsterstraße zu gelangen. Außerdem handelt
es sich bei dem Verbindungsweg um einen Schulweg, der von den Schülern und
Schülerinnen der Grundschule Wrangelstraße und des Friedrich -Rückert -Gymnasiums
genutzt wird. Die Schulwegsicherung muss gewährleistet sein. Der Parkweg wird von
einer hohen Anzahl von Fahrradfahrern und Hundebesitzern genutzt. Die Bürger und
Bürgerinnen empfinden bei Einbruch der Dunkelheit keine Sicherheit in der
Parkanlage.
Stellungnahme der Verwaltung:
Die Bedeutung und Verwendung von Licht wird im Lichtmasterplan Düsseldorf
beschrieben. Bei der Fortschreibung des Lichtmasterplanes ist wie bisher auf die
Verträglichkeit für die Natur, insbesondere die Insekten zu achten. In ausgewiesenen
Dunkelräumen, unter anderem in naturnahe Parkanlagen, ist in jedem Fall auf die
Beleuchtung zu verzichten (siehe hierzu Vorlage 19/74/2018, Maßnahmen gegen
Lichtverschmutzung). Der negative Einfluss von Beleuchtung auf die Natur ist
inzwischen hinreichend belegt (siehe BfN -Skript 336:
https://www.bfn.de//fileadmin/MDB/documents/service/Skript_336.pdf ). Für viele Seite 6
Nachtinsekten sind bestimmte Lampentypen und Lichtspektrum Todesfallen. Sie
werden vom Licht angelockt und bleiben bis zum kommenden Tag sitzen. Sie sterben
dann entweder vor Erschöpfung oder sind eine leichte Beute für Vögel. Aus diesem
Grund wurden bereits mehrfach neue Beleuchtungen in Grünanlagen (z.B. Fritz -
Milster -Weg, Weg im Forst Benrath, W
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.