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ABA/036/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Eingabe nach § 24 Gemeindeordnung NRW
Betrifft:
Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung
Fachbereich:
01/13 - Ratsangelegenheiten und Stadtverfassung
Beratungsfolge:
Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität
Anregungs- und
17.09.2026 -
Beschwerdeausschuss
Kurzdarstellung:
Zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes werden Maßnahmen in den Bereichen
Personal, Migration und Hilfesysteme vorgeschlagen.
Anlagen:
Haushaltskonsolidierung_Eingabe
Haushaltskonsolidierung_Eingabe als Text anzeigen
Anlage 1
zu Vorlage ABA/036/2026
Eingabe nach § 24 GO:
Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung
Von: MMMWWWWWWW<[email protected]>
Gesendet: Samstag, 27. Juni 2026 20:37
An: lhd.B01-Beschwerdeausschuss <[email protected]>
Betreff: Dringliche Bürgereingabe nach § 24 GO NRW
An den Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf
c/o Geschäftsstelle des Anregungs- und Beschwerdeausschusses
Marktplatz 2
40213 Düsseldorf
Sehr geehrte Damen und Herren des Anregungs- und Beschwerdeausschusses,
sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,
die aktuelle Haushaltskrise unserer Stadt ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern ein
systemischer Offenbarungseid. Angesichts eines astronomischen Haushaltsdefizits von
447,1 Millionen Euro und einem drohenden Schuldenberg von voraussichtlich 2,1 Milliarden
Euro bis zum Jahresende reicht das aktuelle Alibi-Sparprogramm der Verwaltung hinten und
vorne nicht aus.
Wer bei einem Defizit dieser Größenordnung lediglich 460 Stellen im Personaletat streichen
will, betreibt reine Symptombekämpfung und schont sehenden Auges einen über Jahre
hinweg massiv aufgeblähten Verwaltungsapparat auf Kosten der Bürger. Ich fordere eine
radikale und ehrliche Kurskorrektur.
I. Das „In-sich-Geschäft" der Personalpolitik und die Tarifexplosion
Die ungedeckte Übernahme der extrem hohen Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst ist der
Haupttreiber der Kostenexplosion. Wenn Politiker und Spitzenbeamte Verträge für den
öffentlichen Dienst verhandeln, ist dies im Kern ein „In-sich-Geschäft", bei dem die
eigentliche Partei mit entgegenstehenden Interessen - nämlich der steuerzahlende Bürger -
am Verhandlungstisch gar nicht vertreten ist. Dass die Quittung für diese Politik nun durch
einen hastigen, unkoordinierten Einstellungsstopp an der Basis abgefedert werden soll, ist
unsozial und wirtschaftlich ungenügend. Wenn die Kosten pro Kopf drastisch steigen, muss
die Gesamtzahl der Stellen im gesamten Apparat radikal sinken.
II. Wo die Stadt fatal spart (Die Streichliste)
Die aktuelle Sparstrategie der Stadtverwaltung ist ein verteilungspolitischer Skandal.
Während der innerstädtische Verwaltungsapparat geschont wird, bluten die sozialen,
Bildungs- und kulturellen Angebote für uns Bürger aus. Tausende Stunden bei der
Volkshochschule werden gestrichen, Sportprogramme wackeln und die Bäderpreise steigen
über dynamische Tarife. Diese Kernbereiche der Daseinsvorsorge dürfen nicht zur
Kompensation hausinterner, aus dem Ruder gelaufener Personalkosten herangezogen
werden.
III. Die Anträge zur echten, dreistelligen Millionen-Konsolidierung
Ich fordere den Stadtrat und die Stadtverwaltung auf, die aktuelle Streichliste beim Bürger
sofort zu stoppen. Stattdessen beantrage ich hiermit die separate Beratung, Prüfung und
Beschlussfassung über folgende alternative, wirksame Konsolidierungsmaßnahmen:
Anlage 1
zu Vorlage ABA/036/2026
Radikale Reduzierung des Gesamt-Personalvolumens durch einen totalen
Nachbesetzungsstopp:
Der Rat möge beschließen, dass im gesamten administrativen Bereich der Kernverwaltung
ab sofort jede freiwerdende Stelle (durch reguläre Rente, Pensionierung oder Jobwechsel)
dauerhaft gesperrt wird. Durch diese konsequente Ausnutzung der natürlichen Fluktuation
und eine echte digitale Straffung der Prozesse muss das personelle Gesamtvolumen der
Verwaltung innerhalb der nächsten Jahre um 20 bis 30 Prozent schrumpfen, um echte,
dreistellige Millionenbeträge einzusparen.
Strukturelle Halbierung der Führungsebenen und administrativen Spitzenposten:
Als direkte Konsequenz aus den unbezahlbaren Tarifsteigerungen müssen teure
Chefposten, administrative Leitungsebenen (Amtsleitungen und Dezernate) sowie
Doppelstrukturen in der Kernverwaltung durch konsequente Zusammenlegungen und
Strukturreformen bis zum nächsten Doppelhaushalt halbiert werden. Wer höhere Gehälter im
Apparat zulässt, muss das Management radikal verschlanken.
Rechtliche Anfechtung von Zuweisungsbescheiden zur Haushaltsentlastung:
Die Verwaltung wird beauftragt, eingehende Flüchtlingszuweisungsbescheide der
Bezirksregierung konsequent auf dem Klageweg vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf
anzufechten. Ziel muss es sein, bei einer nachweisbaren, systemischen Überschreitung der
kommunalen Belastungsgrenzen einen temporären, rechtlich erzwungenen Aufnahmestopp
zu erwirken, um die städtischen Finanzen vor dem endgültigen Kollaps zu schützen.
Schutz der Daseinsvorsorge und ordnungspolitische Neuausrichtung der
Hilfssysteme:
Der Stadtrat möge beschließen, geplante Preiserhöhungen bei Schwimmbädern sowie
Kürzungen bei Bildungseinrichtungen (insb. VHS) vollständig aus der Streichliste zu
nehmen. Um diese Angebote für die steuerzahlende Bevölkerung zu sichern, fordere ich
zeitgleich eine grundlegende ordnungspolitische Kehrtwende bei den städtischen Ausgaben
für freiwillige Sozialleistungen (wie der Obdachlosenhilfe): Weg von der reinen, teuren
Strukturfinanzierung bestehender Trägerstrukturen und hin zu einem reformierten System,
das strikt auf Sachleistungen, Gegenleistung und effiziente Reintegration setzt, um
Fehlanreize zu minimieren und Haushaltsmittel einzusparen.
Die Verwaltung hat den Bürgern zu dienen, nicht umgekehrt. Ich erwarte eine form- und
fristgerechte Behandlung dieser Eingabe im zuständigen Ausschuss sowie eine zeitnahe,
schriftliche Mitteilung über das konkrete Beratungsergebnis der einzelnen Punkte.
Mit freundlichen Grüßen
(Name und Anschrift des Einsenders)