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KUA/002/2025
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Informationsvorlage
Betrifft:
Heinrich-Heine-Institut und Schumann-Haus - Ausstellungsprogramm 1. Halbjahr
2025
Fachbereich:
41 - Kulturamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Miriam Koch
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Kulturausschuss 23.01.2025 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt Kenntnis vom
Ausstellungsprogramm des Heinrich-Heine-Instituts und Schumann-Hauses für das
erste Halbjahr des Jahres 2025.
Bis 4. Mai 2025
Sonderausstellung Heinrich -Heine-Institut:
„Alles wie verzaubert" - 200 Jahre Heinrich Heines „Harzreise"
Im Herbst 1824 bricht Heinrich Heine von Göttingen aus zu einer Fußwanderung
durch den Harz auf. Der Reichtum an Eindrücken entfesselt in dem jungen
Schriftsteller eine außergewöhnliche Schaffenskraft. Diese mündet in einen,
verschiedenste literarische Genres vereinenden Reisebericht. Mit der
„Harzreise" betritt Heine schriftstellerisches Neuland und schafft gleichzeitig einen
der beliebtesten Klassiker der deutschsprachigen Literaturgeschichte. Poetische
Naturbeschreibungen der deutschsprachigen Literaturgeschichte wechseln sich mit
fantastischen Traumbildern, eingestreuten Gedichten sowie scharfzüngigen
Kommentaren zu Zeit und Gesellschaft sowie traumhaft anmutenden Erzählpassagen
ab. In Heines kunstvoll collagiertem Prosatext wirkt wahrlich „alles wie verzaubert".
200 Jahre nach jener berühmten Wanderung hat der Text keineswegs an Faszination
eingebüßt und gehört noch immer zu den beliebtesten Werken des Schriftstellers.
Zum Jubiläum widmet sich die Ausstellung gleichermaßen der echten wie der
literarischen Reise Heines, die für die Besucherinnen und Besucher auch sinnlich
erfahrbar wird.
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Begleitprogramm zur Sonderausstellung:
Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
- Sonntag, 12. Januar 2025, 15 Uhr
- Donnerstag, 13. Februar 2025, 18 Uhr
- Sonntag, 30. März 2025, 15 Uhr
- Donnerstag, 10. April 2025, 18 Uhr
27. Januar 2025, 18 Uhr, Heinrich -Heine-Institut
Literaturabend: Harz - Paris - Ohio: Literarische Reisen 1826 -1848
zwischen Aufbruch und Enttäuschung
Die Zeit des Vormärz ist eine Zeit der Mobilität. In einem ganz neuen Ausmaß wird
gewandert und gereist. Die Gründe dafür liegen in den gesellschaftlichen
Bewegungen der Zeit, denn das Reisen steht nicht selten im Zeichen der Flucht - vor
den Philistern, vor der Zensur, vor der Unterdrückung von Meinungsfreiheit, vor
Armut. Weit über eine halbe Million Menschen entschließen sich allein in den
deutschsprachigen Gebieten, in eine verheißungsvolle ‚neue Welt' aufzubrechen.
Bei diesem anregenden Literaturabend können sich die Zuhörer*innen auf eine Reise
in die bewegte Zeit vor 200 Jahren begeben. Begleitend zur Sonderausstellung „Alles
wie verzaubert" erprobt dieses studentische Projekt verschiedene literarische
Zugänge zum Thema Reisen in der Zeit des Vormärz. Gelesen und kommentiert
werden Auszüge aus Heinrich Heines „Harzreise" (1824), Charles Sealsfields "Die
Vereinigten Staaten von Nordamerika" (1827) und Fanny Lewalds "Erinnerungen aus
dem Jahr 1848" (1850).
In Kooperation mit Studierenden des Seminars „Reiseliteratur des Vormärz" von Frau
Prof. Oesterhelt an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
20. Februar 2025, 19 Uhr, Heinrich -Heine-Institut
Schreibperformance mit Wolfgang Vetten zur „Harzreise"
Linien, Rhythmus, Farbspuren - wie verändert sich das Erleben von Lyrik, wenn sie
den Raum durchdringt? In der Schreibperformance des Künstlers Wolfgang Vetten
werden Worte aus Heinrich Heines Harzreise zu mehrschichtigen Farb- und
Lichtobjekten. Die Körperlichkeit des Schreibprozesses wird in ihrer ganzen Intensität
spürbar und eröffnet den Besucher*innen eine sinnliche Wahrnehmungsebene von
Lyrik. Die Besucher*innen sind eingeladen, durch den Raum zu wandern, um den
Entstehungsprozess aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beobachten. Ein Gespräch
zwischen dem Künstler und Nadine Hoffmann (Heinrich -Heine-Institut) über die
Performance und das Werk Vettens beschließt den Abend.
Wolfgang Vetten lebt und arbeitet bei Düsseldorf. Sein Studium absolvierte er an der
staatlichen Kunstakademie bei den Professoren Rolf Sackenheim und Rolf
Crummenauer. In seinen Bildwerken, Aktionen, raumbezogenen Installationen,
Skulpturen und architektonischen Interventionen setzt er sich unter anderem mit
dem ephemeren Charakter und der Rhythmik der eignen Handschri ft auseinander.
23. Februar 2025, 15 Uhr, Heinrich -Heine-Institut
Vortrag: „und vor mir schwebte die Sonne, immer neue Schönheiten
beleuchtend" -Landschaftsmalerei im Harzgebirge
Bereits vor Heine entdecken die Maler*innen der Romantik schon gegen End e des
18. Jahrhunderts den Harz zunehmend als künstlerisches Sujet. Sie interessieren
sich für die ungezähmte und gleichsam erhabene Natur, welche Sehnsüchte fernab
der hektischen Betriebsamkeit des städtischen Lebens weckt. In Form von
künstlerischen Ideallandschaften werden die Harzer Berge, Wälder oder Flüsse
dargestellt und zum Symbolort romantischer Wander - und Reiselust stilisiert.
Infolgedessen etabliert sich der Harz bis ins späte 20. Jahrhundert als ästhetischer
Rückzugsort, der Landschaftsmaler*innen aus verschiedensten Kunstepochen
anzieht.
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Anhand von charakteristischen Darstellungen der Harzer Naturlandschaft beleuchtet
Louis Molitor die historische Entwicklung der Landschaftsmalerei im Harzgebirge.
Für das leibliche Wohl ist mit einer Auswahl an Kaffee und Gebäck gesorgt.
16. März 2025, 11 Uhr, Heinrich -Heine-Institut
Text & Ton: „Auf die Berge will ich steigen" - Heines „Harzreise"
Als der Erzähler der „Harzreise" zu seiner Wanderung aufbricht, lässt er das „graue,
altkluge" Göttingen und sein ungeliebtes Jurastudium vorübergehend hinter sich.
Er findet auf seiner Reise Erholung in der verzaubert erscheinenden Natur, steigt tief
unter Tage, amüsiert sich bei Gesprächen mit anderen Wanderern und Einheimischen
und erreicht schließlich den „alten, weltberühmten Brocken".
Begeben auch Sie sich bei einem französischen Frühstück mit Heinrich Heine auf eine
Reise in das bekannte Mittelgebirge mit seinen Wäldern und flussdurchzogenen
Tälern. Zu originalen Textpassagen erklingen Jazzstandards am Klavier.
Moderation: Nora Schön
Rezitation: Falk Philippe Pognan
Klavier: Fietje Schlegelmilch
Dauerausstellung Heinrich -Heine-Institut:
„Romantik und Revolution" - Die Heine-Ausstellung
Das Heinrich-Heine-Institut präsentiert die weltweit einzige Dauerausstellung zum
Leben und Werk des größten Sohns der Stadt Düsseldorf: Heinrich Heine.
In neun Räumen werden auf insgesamt 180 Quadratmetern rund 250 Exponate
gezeigt: von der Handschrift der "Loreley" und einer Haarlocke des Dichters über das
berühmte Porträt von Gottlieb Gassen bis zur Totenmaske. Ein besonderer
Schwerpunkt liegt auf der Entstehung der literarischen Werke Heines.
Für die Präsentation der originalen Porträts und Handschriften kann das Heine-
Institut aus seinen reichen, durch Neuankäufe laufend vermehrten Sammlungen
schöpfen. Aktuelle Video-, Bild- und Audioinstallationen ergänzen die wertvollen
historischen Bild- und Textzeugnisse. Interaktive Exponate, ein Literaturlabor und
eine Hör- und Leseecke laden zur selbständigen Beschäftigung mit dem Dichter und
seinem Werk ein.
Die Ausstellung wendet sich an Individualbesucher*innen und Schulklassen. Sie
bietet eine allgemeine Vermittlungsebene und eine Vertiefungsebene mit zahlreichen
Möglichkeiten, um sich ausführlicher über ausgewählte Objekte zu informieren. Sie
verfügt über eine leicht verständliche Besucherführung; die Raumfolge ist
biographisch-chronologisch orientiert.
Dauerausstellung Schumann -Haus:
Das weltbekannte Musikerehepaar Clara und Robert Schumann lebt von 1852 bis
1855 in der Bilker Straße 15 in Düsseldorf. In dem einzigen noch in seiner
Bausubstanz erhaltenen Gebäudeensemble, das denkmalgerecht saniert wurde,
befindet sich seit Dezember 2023 ein neues, modernes Musikmuseum und ein
lebendiger Erinnerungsort für die Schumanns. Aus der über 1.000 Objekte
umfassenden, renommierten Schumann -Sammlung der Landeshauptstadt Düsseldorf
werden in der Ausstellung zunächst rund 100 hochkarätige Exponate sowie
zahlreiche Inszenierungen und Interaktionselemente präsentiert.
Die Ausstellung nähert sich den Düsseldorfer Jahren der Schumanns nicht mit einem
chronologischen, sondern einem thematischen Zuschnitt an. Jeweils ein
Ausstellungsraum widmet sich dem Düsseldorf der Schumann -Zeit als Kulturstadt,
dem Amt des Musikdirektors, dem Familienleben der Schumanns, den
Künstlerpersönlichkeiten Roberts und Claras, ihren Freundschaften und der Krankheit
des Komponisten. In einer „Schatzkammer" können zudem Kostbarkeiten aus dem
Leben und Wirken der Schumanns bestaunt werden, die nicht der Düsse ldorfer Zeit
gehörig sind.
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Besondere Exponate der Ausstellung sind beispielsweise ein Widmungsexemplar der
„Rheinischen"-Sinfonie für Franz Liszt, die Musikhandschrift des weltbekannten
„Klavierkonzerts a-Moll" Robert Schumanns, eine Haarlocke des Komponis ten, sein
Siegelring, ein historisches Tafelklavier, Clara Schumanns Musikhandschrift ihrer
„Romanze in Des-Dur" sowie persönliche Schmuck- und Erinnerungsstücke Claras.