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Beschlussvorlage
Betrifft:
Beirat für Musik (Sitzung 15.06.2004)
Beschlussdarstellung:
Zum Musikbericht der Landeshauptstadt Düsseldorf - Teil 2 nimmt der
Kulturausschuss die nachfolgenden Empfehlungen des Beirat Musik zur Kenntnis:
1 Vernetzung
Der Beirat Musik empfiehlt zur Verbesserung der Vernetzung der
MusikveranstalterInnen sowie der Öffentlichkeitsarbeit die Einberufung von
Round-Table-Gesprächen mit den jeweiligen Fachleuten. Diese Gesprächsrunden
sollen nach Sparten unterteilt werden, da die Probleme in den einzelnen
Fachsparten unterschiedlich sind. Folgende Round-Table-Gesprächsgruppen
sollten initiiert werden:
1. Rock/Pop/Jazz/Weltmusik
2. Neue Musik/ Klassische Musik/Musiktheater
3. Kirchenmusik/Chormusik
Die Einladung zu den ersten Round-Table-Gesprächen sollte durch den
Kulturdezernenten und die Vorbereitung zu diesem ersten Gespräch durch das
Kulturamt erfolgen. Ziel der Round-Table-Gesprächsrunden ist, dass die Fachleute
miteinander in Kontakt treten und gemeinsam Strategien und Lösungen für ihrem
Bereich erarbeiten. Dabei ist auch die Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit zu
thematisieren. Die Mitglieder des Beirat Musik werden der Verwaltung Vorschläge
für die Besetzung der einzelnen Gesprächsgruppen machen.
2 Kompositionswettbewerb/Junge Musik
Der Beirat Musik empfiehlt, dieses Thema in fachkompetentem Kreis zu erörtern
(VertreterInnen aus dem Musikbeirat und ggf. weitere beratende Personen, z.B.
Vertreterinnen der Robert-Schumann-Musikhochschule) und eine
Beschlussvorlage für den Kulturausschuss zu entwickeln.
3 Musikangebote für Kinder und Jugendliche
Der Beirat Musik empfiehlt, das Angebot für Kinder und Jugendliche insbesondere
in den Düsseldorfer Chören und Laienchören zu intensivieren.
Dieser Aspekt sollte im Round-Table-Gespräch Kirchen- und Chormusik
thematisiert werden, wobei auch Lösungsansätze aufzeigt werden sollen. Das
Chorangebot scheint sich besonders gut für das Ganztagsschulangebot zu eignen.
Durch Aktionen wie "Jugend, Kultur und Schule", die zusätzlichen Angebote der
Clara-Schumann-Musikschule, der Tonhalle und der DOR ist das Angebot schon
stark verbessert worden.
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4 Proberäume
Das Thema Proberäume ist ein Dauerthema. Insbesondere scheint das ensemble
notabu davon betroffen zu sein; hierzu sollten notabu und die Clara-Schumann-
Musikschule ein gemeinsames Konzept erarbeiten. Für alle anderen gilt, erst
einmal Eigeninitiative zu entwickeln, um die unterschiedlichen, häufig auseinander
driftenden Ansprüche ergebnisorientiert zu kanalisieren.
Der Beirat Musik sieht große Chancen im Internetportal (siehe Punkt 5.). Die
Möglichkeiten der Stadt/in der Stadt sollten darüber hinaus optimal genutzt werden.
5 Internetportal für Düsseldorfer MusikerInnen
Der Kulturausschuss hat auf Vorschlag des Musikbeirates in seiner Sitzung am
23.03.2004 beschlossen, Beiratsmittel in Höhe von 10.000 Euro als
Anschubfinanzierung für die Erstellung des Internetportals Düsseldorfer
MusikerInnen (in einem ersten Schritt im Bereich Rock/Pop) zur Verfügung zu
stellen.
Es liegt ein Angebot des zakk vor, wonach für die Erstellung des Portals im ersten
Jahr 27.500 Euro erforderlich sind. Somit besteht noch eine Finanzierungslücke
von 17.500 Euro für den Aufbau der Datenbank und darüber hinaus ein
Folgekostenbedarf von jährlich rund 20.000 Euro. Die Verwaltung wird mit der
Stadtwerke Düsseldorf AG und weiteren möglichen Sponsoringpartnern/Partnern
in Kontakt treten, um weitere anteilige Mittel zur Kostendeckung zu erhalten.
Ziel des zu realisierenden Internetportals für alle Düsseldorfer Musikschaffenden
ist es, das Leben der Kulturszene Düsseldorf im Bereich der Musik
widerzuspiegeln (Präsentation der gesamten Musi kszene, von
Proberaumangeboten bis hin zu Auftrittsorten).
Der Beirat Musik empfiehlt dem Kulturausschuss sich für die Bereitstellung weiterer
Haushaltsmittel für ein "Gesamt-Musikszene Düsseldorf-Portal" einzusetzen.
6 Weitergehende Vorschläge
Sommer-Musik-Festival
Der Beirat Musik spricht sich ausdrücklich dafür aus, dass ein Sommer-Musik-
Festival als fester Bestandteil im städtischen Leben etabliert werden soll. Ein
Festival mit international anerkannten Musikgrößen würde das Bild von Düsseldorf
als Musikstadt über die Stadtgrenzen hinaus prägen und wäre ein ideales
Marketinginstrument. Hierzu sollten die potentiellen Veranstalter (globalklang e.V.,
"Jazz in Düsseldorf e.V.", Filmwerkstatt, Tanzhaus, DMT u.a.) zu einem Round-
Table-Gespräch zusammenkommen.
Veranstaltungsorte für das Sommer-Musik-Festival könnten der Ehrenhof, der
Hofgarten oder die Arena sein.
Einladung von Top-MusikerInnen
Für die "städtischen Musikhäuser" sind (internationale) Top-KünstlerInnen einfach
nicht mehr bezahlbar. Um Top-Angebote realisieren zu können, ist es erforderlich,
die Veranstaltungs-Etats herauf zu setzen
Palais Wittgenstein
Die Veranstaltungskosten sowie MusikerInnenhonorare sind in den letzten Jahren
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gestiegen, wodurch die Veranstaltungszahlen zurück gehen.
Ziel sollte es sein:
S vermehrt regelmäßige Sonntagskonzerte anzubieten
S die Veranstaltungsreihe "Musik und Literatur" auszubauen
S eine Konzertreihe mit AbsolventInnen der Robert-Schumann-
Musikhochschule zu etablieren
S das "Palais Wittgenstein" zum Podium für AbsolventInnen der Robert-
Schumann-Musikhochschule zu machen, indem dem Kreis das Palais zu
Sonderkonditionen überlassen wird (Änderung der Benutzungsordnung mit
"Sondertarifen").
Mit den bisher zur Verfügung stehenden Finanzmitteln ist dies nicht zu realisieren.
Der Beirat Musik empfiehlt, zu gegebener Zeit entsprechende Finanzmittel zur Verfügung
zu stellen, um diese Defizite zu beseitigen.
Darüber hinaus empfiehlt der Beirat Musik, sowohl dem neuen Kulturausschuss und dem
neuen Musikbeirat den Musikbericht - Teil 2 sowie die Diskussionsergebnisse im
Kulturausschuss und Musikbeirat und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Musikbericht -
soweit schriftlich festgehalten- zur Verfügung zu stellen und auf dieser Basis weiter zu
arbeiten.
Sachdarstellung:
Der Musikbericht -Teil 2- wurde sowohl im Beirat Musik (in den Sitzungen vom 27.07.03,
14.10.03 und 15.06.04) wie auch im Kulturausschuss (in den Sitzungen vom 16.10.03 und
12.02.04) mehrfach diskutiert.
Die Arbeitsgruppe Musikbericht (Elisabeth von Leliwa - Tonhalle, Miguel Passarge - zakk,
Barbara Ruckes - Kulturamt, Marianne Schirge - Kulturamt und Dirk Weuthen - Kulturamt)
tagte am 21.01.04 und am 14.04.04 und fand für die von Kulturausschuss und Musikbeirat
thematisierten Defizitbereiche die o.g. Lösungsansätze.
Der Beirat Musik hat diese Aspekte in der Sitzung am 15.06.2004 eingehend diskutiert
und empfiehlt dem Kulturausschuss die Realisierung der Vorschläge zeitnah.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Kulturausschuss 01.07.2004 -/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Alternative:
Keine
Amt:
Kulturamt
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Grosse-Brockhoff
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