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Title: Vorlage 61/ 8/2018
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00308452.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 21:46:53 GMT
Number of Pages: 27
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Vorlage 61/ 8/2018
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## Beschlussvorlage
Sitzung des APS am 07.03.2018 Vorlage Nr. 61/8/2018
Perspektiven für den Düsseldorfer Norden Weitere Vorgehensweise
Umsetzungsstrategie Vorlage 61/ 8/2018
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Vorlage Nr. 61/8/2018
Projekte im Düsseldorfer Norden: Umsetzungsstrategie
- Beschluss der weiteren Vorgehensweise
Beschlussentwurf:
BV Die Bezirksvertretung 5 nimmt zustimmend Kenntnis von der als Anlage beigefügten Umsetzungsstrategie und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung eine vorlagegemäße Beschlussfassung.
AWM Der Ausschuss für Wohnen und Modernisierung nimmt zustimmend Kenntnis von der als Anlage beigefügten Umsetzungsstrategie und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung eine vorlagegemäße Beschlussfassung.
APS I. Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung nimmt zustimmend Kenntnis von der als Anlage beigefügten Umsetzungsstrategie und beschließt, dass diese als Grundlage für die perspektivische Entwicklung des Düsseldorfer Nordens dienen soll.
II. Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beauftragt die Verwaltung auf Grundlage der als Anlage beigefügten Umsetzungsstrategie:
- die Inhalte der einzelnen Projekte weiter auszuarbeiten,
- gemäß Kategorisierung Bauleitpläne aufzustellen bzw. qualitätssichernde Verfahren auszuloben,
- die Politik und die Öffentlichkeit kontinuierlich zu beteiligen. Vorlage 61/ 8/2018
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Hintergrund
Die Entwicklung der Stadt Düsseldorf ist in den vergangenen Jahren von starkem Wachstum geprägt. Die Zahl der Einwohner hat in den letzten 15 Jahren über 11 % auf aktuell rund 635.000 zugenommen. Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass dieses Bevölkerungswachstum weiter anhalten wird. Für das Jahr 2030 wird derzeit prognostiziert, dass die Bevölkerung Düsseldorfs auf über 660.000 Personen anwachsen wird. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin von einem anhaltenden Bedarf an neuem Wohnraum auszugehen. Dem gegenüber steht ein aktuell bekanntes Bauflächenpotenzial von rund 20.000 WE in einer in engen Grenzen befindlichen und dementsprechend bereits zum Teil dicht besiedelten Stadt. Der Stadtbezirk 5 gehört zu den wenigen Stadtbezirken, die noch über größere Reserveflächen und gleichzeitig über wertvolle Naturreserven und Landschaftsräume in kleinräumlichen und zum Teil historisch wertvollen Strukturen verfügen.
Die wachsenden komplexen und konkurrierenden Flächenanforderungen bei zunehmend knapperen Flächenreserven stellen eine der prägenden Herausforderungen der Düsseldorfer Stadtentwicklung in den nächsten Jahren dar. Diesen Herausforderungen kann sich die Stadt Düsseldorf nicht alleine stellen.
Aufgrund des beschriebenen Wohnungsdrucks auf die Landeshauptstadt und in der gesamten Region, hat sich die Stadt Düsseldorf daher zusammen mit vier Nachbarstädten und einem Kreis als regionale Kooperation am Landeswettbewerb
„StadtUmland.NRW“ beteiligt.
Als eines von mehreren Leitprojekten ist die Baulandreserve „Nördlich Kalkumer Schloßallee“ im strategischen Konzept des sogenannten „RegioNetzwerks“
exemplarisch aufgenommen worden. Hierzu haben sowohl der Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung als auch der zuständige Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung im Grundsatz zugestimmt (siehe Vorlage 61/141/2016).
Die Bezirksvertretung 5 sah das Projekt jedoch kritisch. Es wurde befürchtet, dass eine großflächige und ungesteuerte Siedlungsentwicklung im Düsseldorfer Norden entstehen würde und dies ohne jegliche Beteiligung. Eine rein über WE/m 2
übersetzte Dichte wurde klar abgelehnt. Um dieses Missverständnis aufzuklären und Vorlage 61/ 8/2018
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von einer Pauschalbetrachtung zu einer angemessenen Beplanung der Flächen im Norden zu kommen, hat die Verwaltung zunächst die politischen Entscheidungsträger aus der Bezirksvertretung 5, dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung sowie die Wohnungspolitischen Sprecher der Fraktionen aus dem Ausschuss für Wohnungswesen und Modernisierung zu zwei Workshops eingeladen.
In einem ersten moderierten Workshop (Mai 2017) hat die Verwaltung über das
Gebiet „Nördlich Kalkumer Schloßallee“ und dessen geplante Einbindung als Lei tprojekt in den Landeswettbewerb „StadtUmland.NRW“ in formiert (nähere Infos zum Landeswettbewerb siehe Vorlage 61/9/2018).
An vier Thementischen wurde erörtert, welche Entwicklungen an diesem Standort denkbar sind, was diese für die positive Entwicklung des gesamten Düsseldorfer Nordens und darüber hinaus leisten könnten und was bei einer planerischen Entwicklung zu beachten wäre.
Deutlich wurde dabei vor allem, dass ein Gesamtkonzept für den Düsseldorfer Norden gewünscht wird. Daher stellte die Verwaltung in einem Folge-Workshop mit den o.g. politischen Entscheidungsträgern im September 2017 eine Übersicht der privaten und städtischen Projektanfragen im gesamten Düsseldorfer Norden vor. An drei Thementischen wurden im Anschluss die Aspekte „Erschließung und
Infrastruktur“, „Städtebau und Wohnformen“ und „Landschaft und Ortsränder“
diskutiert, um herauszuarbeiten, welches verträgliche und welches nicht prioritäre Gebietsentwicklungen sind.
Dabei stellten sich zwei konträre Ansichten heraus: Der Leitsatz „Innen - vor
Außenentwicklung“ wurde zwar von den Beteiligten nach wie vor als Leitbild für die
Düsseldorfer Stadtentwicklung gesehen, dargelegt wurde aber auch, dass auch in den nördlichen Stadtbezirken eine angemessene Entwicklung möglich ist und sein soll. Da Düsseldorf wachse, müssten daher weitere Flächen in Anspruch genommen werden. Ein Gesamtkonzept hat dabei die Verträglichkeit zu sichern. Eingewendet wurde dagegen, dass es aber auch Wachstumsgrenzen gäbe. Die besonderen Qualitäten des Düsseldorfer Nordens (Naherholungsgebiet, Freiflächen, Landschafts- und Naturschutz, historische Siedlungsbereiche, überschaubare Nachbarschaften) müssten erhalten bleiben. Das Vorhandensein von Baureserven Vorlage 61/ 8/2018
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bedeute nicht, dass dort auch automatisch vollumfänglich gebaut werden müsse. Es dürfe keine Urbanisierung des Düsseldorfer Nordens stattfinden.
Es wurde der Wunsch formuliert, dass die Verwaltung auf Grundlage der Workshop-Ergebnisse konkrete Vorschläge erarbeitet, wie die perspektivische Entwicklung des Düsseldorfer Nordens aussehen könnte. Dies erfolgt mit der vorliegenden Vorlage.
Erläuterung zu den Umsetzungskategorien und Projektbeschreibungen
Nach Auswertung des Feedbacks aus den Workshops und unter Beachtung von Fachbelangen und/oder sonstigen Restriktionen (Grundstücksverfügbarkeit etc.) hat die Verwaltung die aktuellen Projektanfragen kategorisiert.
Das Resultat (siehe Anlage) ist die Empfehlung, in welcher Reihenfolge die einzelnen Projekte stadtplanerisch entwickelt werden könnten (Umsetzungsstrategie). Voraussetzung für die Einleitung der konkreten Planungsprozesse ist bei privaten Entwicklungen die Bereitschaft zur Einhaltung des Handlungskonzeptes Wohnen und die zur Qualitätssicherung zur Einfügung in die sensiblen Strukturen des Düsseldorfer Nordens.
Kategorie I: Kurzfristiger Planungsstart
Diese Kategorie umfasst Projekte, für die die Verwaltung aus unterschiedlichen Gründen die kurzfristige Einleitung einer Bauleitplanung empfiehlt.
Wasserwerksweg
Nachdem die Stadt mit einer Änderung des geltenden Bebauungsplans Nr. 5088/01 vor Gericht gescheitert ist (geplant war, das Baurecht an dieser Stelle zurückzunehmen und analog zur aktuellen Nutzung das Areal als landwirtschaftliche Fläche auszuweisen), wurde 2013 für das Plangebiet ein neuer Aufstellun gsbeschluss Nr. 05/012 „Wasserwerksweg“ gefasst. Ziel ist, die
bestehenden Baurechte zu überprüfen und unter Wahrung der Eigentumsrechte nur noch in Teilen zurückzuführen. Nach intensiven Gesprächen mit der Grundstückseigentümerin ist nun ein städtebauliches Konzept erarbeitet worden, auf dessen Grundlage eine lockere Bebauung in Fortführung der vorhandenen baulichen Strukturen und unter Neudefinition des Ortsrandes erfolgen kann. Geplant ist als Vorlage 61/ 8/2018
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erster Verfahrensschritt eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit (siehe Vorlagen 61/10/2018 und 61/11/2018).
Nördlich Kalkumer Schloßallee
Die Baureserve „Nördlich Kalkumer Schloßallee“ wurde ausführlich insbesondere im
ersten Workshop behandelt. Auf der einen Seite werden an diese Fläche diverse Nutzungsansprüche gestellt, auf der anderen Seite besteht der Wunsch, den landschaftlichen Charakter weitestgehend zu erhalten und einen abschließenden Ortsrand auszubilden, um eine weitere Gebietsentwicklung in den Außenbereich zu unterbinden. Deutlich wurde, dass eine Bebauung sich nur auf den Westteil der Fläche beschränken sollte, der auch im Flächennutzungsplan schon als Baufläche dargestellt ist. Priorisiert wird dabei der Neubau einer Gesamtschule; im Idealfall und zur Nutzung von Synergieeffekten im Anschluss an das bestehende Theodor-Fliedner-Gymnasium. Ergänzend erscheint nördlich davon eine Wohnbebauung / Seniorenwohnen zur Abrundung des Siedlungskörpers sinnvoll (siehe Abbildung in der Anlage). Hier kann gleichermaßen Wohnen von Jung und Alt Synergien eingehen, wie es bei der Nähe von Internats- und Seniorenanlagen möglich wäre.
Wege und Grünverbindungen sollen gewachsene Strukturen und neue Siedlungsflächen ideal miteinander verbinden. Bedarf wurde auch für Sportflächen angemeldet. Diese sollen am Außensaum angelegt sein, um den offenen Eindruck der Landschaft zu erhalten. Daher lautet die Empfehlung, die im Flächennutzungsplan im Süd-Osten der Fläche dargestellten Sportflächen ebenfalls perspektivisch zu entwickeln.
Im Rahmen des Stadt-Umland-Verbundes „RegioNetzWerk“ (siehe Vorlage 61/9/2018) soll die verkleinerte Fläche „Nördlich Kalkumer Schloßallee“ daher
weiterhin als eines von mehreren Leitprojekten verfolgt werden, aber entsprechend der Workshop-Ergebnisse in modifizierter Form.
Laut Zukunftskonzept des RegioNetzWerks ist ein Ziel, Räume bzw. Quartiere zu definieren, in denen neue Ideen und Herangehensweisen sowie gesellschaftliche und technische Innovationen geübt werden können, um dem gesamten
Partnerverbund als „Labore des Lernens“ zu dienen. Die Stadt Düsseldorf beabsichtigt, das Labor „K lima-Quartier - klimagerecht, ökologisch angepasst, Vorlage 61/ 8/2018
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nachhaltig geplant “ zu erproben. Ziel dieses Labors ist es, Projekte unter der Prämisse des Klimaschutzes und der Klimafolgeanpassung mit besonderem Augenmerk auf den Naturraum und den Siedlungsrand zu entwickeln. Dabei wird den Belangen der Landschaft und den Umweltschutzgütern besondere Aufmerksamkeit eingeräumt und ein Optimum nachhaltiger Energieversorgung
angestrebt. Hierfür ist die Reservefläche „Nördlich Kalkumer Schloßallee“
prädestiniert.
Die Empfehlung lautet, zunächst auf Basis der Fachbelange und der Ergebnisse aus dem Workshop ein qualitätssicherndes Verfahren mit intensiver Öffentlichkeitsbeteiligung vorzubereiten, auf dessen Grundlage ein Bebauungsplan aufgestellt werden kann. In dieses Verfahren sollen die o.g. Inhalte aus dem Zukunftskonzept des RegioNetzWerks einfließen. Die Ausschreibung für das qualitätssichernde Verfahren wird erarbeitet und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.
Aufgrund der heterogenen Eigentumsverhältnisse ist eine Umlegung erforderlich. Der geringe Anteil städtischer Flächen in diesem Areal und der gleichzeitig sehr große Anteil gewünschter öffentlicher Nutzungen (Schule, Sportflächen) macht es erforderlich, dass weitere städtische Flächen in das Umlegungsverfahren einbezogen
werden müssen. Hierzu bietet es sich an, den Bereich „Nördlich Kalkumer Schloßallee“ parallel mit der Baureserve „Östlich Zur Lindung“ zu entwickeln .Dadurch können ausreichend städtische Flächen in eine erforderliche Umlegung bei
dem Gebiet „Nördlich Kalkumer Schloßallee“ eingebracht werden.
Östlich Zur Lindung
Bei der Baureserve „Östlich Zur Lindung“ erscheint eine Abrundung des
Siedlungsrandes unter Berücksichtigung vorhandener Grünstrukturen und damit unter Verzicht von potenziellen Bauflächenreserven sinnvoll (Westteil der Fläche, siehe Anlage). Die Baureserve insgesamt liegt fast ausschließlich in städtischem Besitz, der vorgeschlagene Bereich ebenfalls zu großen Teilen. Vorlage 61/ 8/2018
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Am Mühlenacker
Die Fläche Am Mühlenacker könnte ebenfalls zugunsten einer Wohnnutzung entwickelt werden. Aufgrund der räumlichen Nähe wäre eine gemeinsame
Entwicklung mit der Fläche „Nördlich Kalkumer Schloßallee“ denkbar.
Südlich Zeppenheimer Weg
Die Fläche „Südlich Zeppenheimer Weg“ liegt in der Hand zweier Privateigentümer.
Der größere Flächenanteil gehört der Kaiserswerther Diakonie, die ihre Flächen für ihre Wohnbedarfszwecke, aber auch zur Fremdvermietung zur Verfügung stellen möchte. Bei der Planung soll ein angemessener Abstand zum südlichen Landschaftsraum und den Seen eingehalten werden und das städtebauliche Konzept im Rahmen eines qualitätssichernden Verfahrens entwickelt werden.
Kategorie II: Mittelfristiger Planungsstart
Die Projekte der Kategorie II könnten bei Bedarf im Anschluss entwickelt werden. Der zeitliche Horizont insgesamt dafür ist abhängig von den jeweiligen Verfahrensständen der Projekte aus Kategorie I oder anderen Randbedingungen, wie Grundsatzbeschlüssen, Flächenverfügbarkeit usw.
Nördlich Auf der Krone
Auf einem Teilbereich der Fläche „Nördlich Auf der Krone“ könnte ein neues
Wohngebiet in Form einer Abrundung des nord-westlichen Ortsrandes entstehen. Hierzu sollte von der Bezirksvertretung ein vorliegendes Konzept begutachtet und ggf. freigegeben werden.
Am Fettpott
Auf der Wiese „Am Fettpott“ ist zum Teil ein Nahversorgungsstandort geplant, der ggf. mit darüber liegender Wohnbebauung ergänzt werden könnte. Hier kann langfristig das Zentrum Angermund gestärkt werden. Wichtig ist dabei, dass die Fläche nicht komplett überbaut wird, sondern das Landschaftsfenster zum Außenraum erhalten bleibt. Vorlage 61/ 8/2018
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Kategorie III: Mittel- bis langfristiger Planungsstart
Der zeitliche Horizont der hier aufgeführten Projekte kann aufgrund der derzeit noch unbestimmten Verfahrensstände derjenigen aus den Kategorien I und II derzeit noch nicht definiert werden.
Nördlich Einbrunger Straße (Kalkumer Höfe)
Die Projektanfrage „Nördlich Einbrunger Straße (Kalkumer Höfe)“ hat zwar durch die
vorgesehene Hofausbildung einen Bezug zu dörflichen Strukturen, wird aus dem öffentlichen Raum jedoch zu stark von Garagenzeilen geprägt. Zudem birgt
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.