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Title: Vorlage 70/ 39/2016
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00273808.pdf
Published Time: Tue, 13 Aug 2019 08:55:17 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
70/ 39/2016
> Seite 1 von 2
> RSD Vor lage
X öffentlich nicht öffentlich
19.08.2016
An den
Vorsitzenden des Ausschusses
für öffentliche Einrichtungen
Ratsherrn Rüdiger Gutt
Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen am 2. September 2016
Anfrage der CDU-Ratsfraktion: „Wildwuchs“ in der Stadt?
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
„Ärger über Wildwuchs in der Stadt“ titelte die Rheinische Post am 9. Juli 2016 und
berichtete, dass gepflegte städtische Grünanlagen und Parks sowie ein ansprechendes Straßenbegleitgrün in Düsseldorf der Vergangenheit angehören. Ursache sind die von den Ampelfraktionen in den letzten zwei Jahren vorgenommenen drastischen Kürzungen im Haushalt. Bleibt der Haushaltsansatz auf so niedrigem Niveau, müssen die Standards bei der städtischen Grünpflege wohl noch weiter zurückgefahren werden, und der Wohlfühlfaktor der Stadt sowie die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner werden noch stärker beeinträchtigt.
Deshalb bitte ich Sie im Namen unserer Fraktion, nachfolgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung zu setzen und beantworten zu lassen.
Anfrage
1. Auf welche Höhe beliefen sich die Einsparungen für die Pflege und Unterhaltung des öffentlichen Grüns in den Haushalten 2015 und 2016, und welche Auswirkungen hatten diese Kürzungen?
2. Wie veränderte sich die zu pflegende Grünfläche im Stadtgebiet in den Jahren 2015 und 2016 im Vergleich zu 2014?
3. Wie hoch ist der Personalbedarf für die fachgerechte Pflege aller Düsseldorfer Grünflächen, und wie hat sich die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Grünpflege tatsächlich in den Jahren 2015, 2016 entwickelt?
Mit freundlichen Grüßen 70/ 39/2016
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> RSD Vor lage
Johannes Eßer
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ausschuss für öffentliche
Einrichtungen
02.09.2016 -/-¹ -/-²
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Antwort der Verwaltung als Text anzeigen
Title: KMBT_C454e-20161024174550
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00278546.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 17:53:28 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
Vorlagen-Nr. 70/39/2016
Beigeordnete Stulgies
Anfrage der COU-Ralsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für öffentliche
Einrichtungen am 24.10.2016
Hier: "Wildwuchs in der Stadt"
Frage 1:
Auf welche Höhe beliefen sich die Einsparungen für die Pflege und Unterhaltung des öffentlichen Grüns in den Haushalten 2015 und 2016, und welche Auswirkungen hatten diese Kürzungen?
Antwort:
Das Budget für die Pflege und Unterhaltung des öffentlichen Grüns betrug 2014
insgesamt 5,16 Millionen Euro. Im Jahre 2015 stieg es auf 5,44 Millionen Euro an, da
zusätzliche Mittel für die Kontrolle und Pflege an von Massaria befallenen Platanen in den Haushalt eingestellt wurden. ln 2016 beträgt das Budget 5,08 Millionen Euro. Über den Zeitraum 2014 bis 2016 betrachtet betrug die Reduzierung insgesamt
80.000 Euro.
Im September 2016 wurden zudem überplanmäßig 78.000 Euro zu Verfügung
gestellt. Damit wurde der Auftrag der AWISTA GmbH zur Beseitigung von Spontanvegetation auf befestigten Wegen und Plätzen um 44.000 Euro erweitert. Die übrigen 34.000 EUR wurden für die Beauftragung von Firmen zur Baumscheibenpflege verwandt. Die Verwaltung versucht, trotz der Beschränkung der Finanzmittel bei gleichzeitigem
Zuwachs an zu bearbeitenden Flächen durch neue Grünanlagen die Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der Flächen gering zu halten.
Ein Teil der Leistungen für die Pflege der Grünanlagen wird an Fachbetriebe vergeben. Hervorzuheben sind die Jahrespflegeverträge in den 12 Pflegebezirken. Aufgrund der eingeschränkten Finanzmittel mussten hier die Pflegeintervalle in den
letzten Jahren angepasst werden. So werden Rasenflächen im Straßengrün zum
Beispiel durchgängig seit dem Jahr 2013 nur noch 6 mal jährlich gemäht (bis 2012:
10 mal jährlich) und Gehölzflächen, soweit sie flächig bearbeitet werden, seit 2013
nur noch 4 mal jährlich von unerwünschtem Aufwuchs befreit (bis 2012: 6 mal
jährlich). Trotz dieser Maßnahmen versucht die Verwaltung die Nutzbarkeit dieser
Flächen sicherzustellen.
Im Frühsommer hat die Ausbreitung der Fugenvegetation auf befestigten Wegen und
Plätzen infolge der extremen Witterung zu vermehrten Beschwerden geführt. Zur
Verbesserung des Erscheinungsbildes wurden ab dem 19.09.2016 für zwei Wochen
zusätzliche Reinigungsleistungen durch die AWISTA GmbH zur Beseitigung der Spontanvegetation auf befestigte Flächen und Wege beauftragt. Darüber hinaus
erhielten weitere Firmen zusätzliche Aufträge für die Baumscheibenpflege. Hierzu verweise ich auf die Beantwortung der Vorlage 70/34/2016 - Anfrage der FDP-Ratsfraktion zum Thema "Spontanvegetation auf öffentlichen Straßen, Wegen und
Plätzen".
> 1
Derzeit wird ein Konzept erarbeitet mit dem Ziel, das Erscheinungsbild der befestigten Straßen und Plätze hinsichtlich der Spontanvegetation sowie der Baumscheiben dauerhaft zu verbessern.
Frage 2:
Wie verändert sich die zu pflegende Grünfläche im Stadtgebiet in den Jahren 2015
und 2016 im Vergleich zu 2014?
Antwort:
Die zu pflegenden städtischen Grünflächen haben sich von 1.227 ha im Jahr 2014 um 4 ha auf 1.231 ha im Jahr 2015 erhöht. Sie wird sich um weitere 4 ha auf 1.235 ha im Jahr 2016 erhöhen. Der Anstieg der zu pflegenden Grünflächen ist Ergebnis der in diesem Zeitraum neu entstandenen Parkanlagen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Stadtquartiere.
Im Haushaltsentwurf für 2017 fortfolgende ist eine Erhöhung des Budgets um 177.495 EUR aufgrund der Flächenzuwächse bis zum Jahr 2016 eingeplant.
Frage 3:
Wie hoch ist der Personalbedarf für die fachgerechte Pflege aller Düsseldorfer
Grünflächen, uqd wie hat sich die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Grünpflege
tatsächlich in den Jahren 2015, 2016 entwickelt?
Antwort:
ln der Grünpflege sind beim Gartenamt im Jahr 2016 190 Mitarbeiter*innen beschäftigt. ln den Jahren 2014 und 2015 waren es 193 Mitarbeiter*innen. Der Personalbedarf für eine fachgerechte Grünpflege ist von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem von den ansonsten zur Verfügung stehenden Finanzmitteln. Eine fachgerechte Pflege und Unterhaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der
Stand der Technik und die anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden. Hierzu gibt es in der Grünpflege und -instandhaltung zahlreiche Normen, Richtlinien
und Empfehlungen.
Aufzuführen sind hier beispielsweise . die DIN 18919, Entwicklungs- und
Unterhaltungspflege von Grünflächen und die DIN EN 1176, Teil 7: Anleitung für
Installation, Inspektion, Wartung und Betrieb. Hinzu kommen die zahlreichen
ergänzenden Regelwerke der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau LV). Zu nennen sind hier unter anderem die Baumkontrollrichtlinien,
die Empfehlungen für Baumpflanzungen sowie die Empfehlungen für die Vergabe und Durchführung von Leistungen für das Managen von Freianlagen.
Zudem hat der Arbeitskreis Betriebswirtschaft der Gartenamtsleiterkonferenz beim
Deutschen Städtetag (GALK e.V.) Kennzahlen für die Erstellung und Unterhaltung
von Grünanla 0 ~n . erarbeitet, die als Richtschnur dienen können.
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