Anfrage der Ratsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU: Eintrag von Mikroplastik in Gewässer - Gefahren für Mensch und Umwelt vermeiden
Worum es geht
Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.
Die Fragen der Anfrage
- Welche Erkenntnisse liegen der Stadt vor über das Ausmaß und die Herkunft (Reifenabrieb, Industrie, Kunstrasen, Abwasser etc.) des Eintrags von Mikroplastik in den Rhein auf Düsseldorfer Gebiet und im Trinkwasser?
- Wie können Art, Menge und Quelle / Verursacher des Eintrags künftig besser erfasst werden?
- Welche Maßnahmen ergreift die Stadt, um den Eintrag von Mikroplastik in den Rhein und in das Düsseldorfer Trinkwasser zu verringern?
Weitere Einordnung im Original: Aus „Begründung“
Über 191 Millionen Plastikpartikel werden täglich vom Rhein in Richtung Nordsee geschwemmt. Damit ist der Rhein eine der größten Quellen von Mikroplastik im Meer. Mikroplastik ist inzwischen fast überall in der Natur nachzuweisen: Im Boden, im arktischen Eis und in unserem menschlichen Körper. Die Partikel be- drohen Leib und Leben vieler Meerestiere. Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind noch unklar. Da ein nachträgliches Entfernen von Mikroplastik aus der Umwelt nicht möglich ist, müssen Entstehung und Eintrag verhindert werden. Jüngst legte Greenpeace die Ergebnisse ihrer Studie vor, bei der 250 Wasser- proben aus dem Rhein zwischen Duisburg und Koblenz entnommen wurden. In allen Proben wurde Mikroplastik gefunden. Die mittlere Konzentration des gefun- den primären Mikroplastiks lag dabei bei 0,88 Partikeln pro Kubikmeter Fluss- wasser 1 . Greenpeace nennt dabei als mögliche Eintragsquellen unter anderem Klärwerke, industrielle Einleitungen, Verluste bei Produktion und Lagerung in Ufernähe und fahrlässigen Umgang. Auch in Düsseldorf wurden vier Wasserproben entnommen. Die höchste Mikro - plastikkonzentration wurde dabei bei Niederkassel mit 1,8 Partikeln pro Kubik- meter Wasser 2 gefunden. Angesichts der großen Gefahr von Mikroplastik für Mensch und Umwelt und den fehlenden Möglichkeiten, dieses nachträglich aus der Natur zu entfernen, sollte analysiert werden, in welchem Maße Düsseldorf zu dieser Umweltproble matik beiträgt, um bessere Maßnahmen gegen die Mikroplastik-Emissionen ergreifen zu können.
Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 28. April 2021. Vollständiges Original mit weiteren Angaben
Themen
Beratungsweg
Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz
Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AUS/036/2021