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Umwelt & Naturschutz in Düsseldorf

Natur, Stadtgrün, Gewässer, Abfall und Umweltschutz in Düsseldorf.

Inhaltlich geprüft:

Datenlage

Weniger Restmüll – aber Umweltqualität besteht aus mehr als einer Abfallzahl

Die Abfallreihen zeigen langfristige Veränderungen. Baumbestand, Wald, Grün- und Kleingartenflächen ergänzen den Blick auf die natürlichen Ressourcen der dicht bebauten Stadt.

333 kg

Haushaltsabfall je Einwohner

kommunales Aufkommen 2024

−16,8 %

Restmüll seit 2009

109.994 Tonnen im Jahr 2024

153.000

Einzelbäume im Kataster

öffentlicher, einzeln erfasster Bestand

Rest-, Sperr- und Papiermengen sind seit 2009 gesunken

Entsorgte Mengen ausgewählter Abfallarten. Weniger Papier kann auch durch Digitalisierung entstehen; Sammelmenge ist nicht gleich tatsächlich recycelte Menge.

Einheit: Tonnen

Rest-, Sperr- und Papiermengen sind seit 2009 gesunken Entsorgte Mengen ausgewählter Abfallarten. Weniger Papier kann auch durch Digitalisierung entstehen; Sammelmenge ist nicht gleich tatsächlich recycelte Menge. 0 33.063 66.125 99.188 132.250 2009 2012 2015 2018 2020 2022 2024 2009: 132.250 Tonnen 2012: 123.583 Tonnen 2015: 120.470 Tonnen 2018: 117.749 Tonnen 2020: 115.880 Tonnen 2022: 109.733 Tonnen 2024: 109.994 Tonnen 2009: 21.972 Tonnen 2012: 19.532 Tonnen 2015: 18.924 Tonnen 2018: 17.865 Tonnen 2020: 16.376 Tonnen 2022: 12.507 Tonnen 2024: 12.525 Tonnen 2009: 36.495 Tonnen 2012: 38.512 Tonnen 2015: 36.704 Tonnen 2018: 34.733 Tonnen 2020: 33.351 Tonnen 2022: 29.436 Tonnen 2024: 26.186 Tonnen 2009: 11.251 Tonnen 2012: 12.187 Tonnen 2015: 12.954 Tonnen 2018: 14.030 Tonnen 2020: 14.874 Tonnen 2022: 15.173 Tonnen 2024: 15.204 Tonnen
RestmüllSperrmüllPapier/PappeLeichtverpackungen

Datengrundlage der Grafik: Open Data Düsseldorf: entsorgte Abfallmenge nach Abfallart

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / KategorieRestmüllSperrmüllPapier/PappeLeichtverpackungen
2009132.250 Tonnen21.972 Tonnen36.495 Tonnen11.251 Tonnen
2012123.583 Tonnen19.532 Tonnen38.512 Tonnen12.187 Tonnen
2015120.470 Tonnen18.924 Tonnen36.704 Tonnen12.954 Tonnen
2018117.749 Tonnen17.865 Tonnen34.733 Tonnen14.030 Tonnen
2020115.880 Tonnen16.376 Tonnen33.351 Tonnen14.874 Tonnen
2022109.733 Tonnen12.507 Tonnen29.436 Tonnen15.173 Tonnen
2024109.994 Tonnen12.525 Tonnen26.186 Tonnen15.204 Tonnen

Umweltpolitik wird in einer dicht bebauten Stadt besonders konkret. Sie entscheidet über Abfallströme, Bäume an Straßen, Parks und Wald, Kleingärten, Gewässer, Boden und die Frage, wie viel unversiegelter Raum bei neuen Projekten erhalten bleibt. Diese Seite verbindet zwei Perspektiven: Was verbraucht und entsorgt die Stadtgesellschaft? Und: Welche natürlichen Flächen und Bestände prägen Düsseldorf?

Die lange Abfallreihe zeigt eine deutliche Veränderung. Restmüll sank von 132.250 Tonnen im Jahr 2009 auf 109.994 Tonnen 2024 – ein Rückgang um 16,8 Prozent. Auch Sperrmüll und Papier gingen zurück, während die erfassten Leichtverpackungen stiegen.

Diese Bewegungen sind erklärungsbedürftig. Weniger Papier kann auf Abfallvermeidung zurückgehen, aber ebenso auf Digitalisierung und veränderten Medienkonsum. Eine höhere Sammelmenge bei Leichtverpackungen kann bessere Trennung, mehr Verpackungen oder beides bedeuten. Aus der Gewichtsentwicklung allein lässt sich deshalb weder Recyclingqualität noch individuelles Umweltverhalten vollständig ablesen.

Was die kommunale Abfallbilanz umfasst

Die kommunale Abfallbilanz umfasst 333 Kilogramm je Einwohner

Gesamtes kommunales Haushaltsabfallaufkommen 2024. Diese Gesamtgröße ist breiter als die Auswahl einzelner Abfallarten in der Zeitreihe.

Einheit: unterschiedliche Einheiten

Datengrundlage der Grafik: Landeshauptstadt Düsseldorf: Zero-Waste-Konzept

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / Kategorie2024
Gesamtmenge in 1.000 t210,4 unterschiedliche Einheiten
Kilogramm je Einwohner333,0 unterschiedliche Einheiten

Das Zero-Waste-Konzept nennt für 2024 insgesamt 210.435 Tonnen kommunalen Haushaltsabfall – 333 Kilogramm je Einwohner. Diese Gesamtzahl ist breiter als die vier ausgewählten Linien der Hero-Grafik. Sie umfasst weitere Abfallarten und Bilanzpositionen und darf nicht aus den sichtbaren Reihen nachgerechnet werden.

Sammelmenge und tatsächliche Verwertung sind ebenfalls verschiedene Größen. Für ein vollständiges Bild wären zusätzlich Sortierverluste, stoffliche Verwertung, Verbrennung und Wiederverwendung nötig. Die bestehende offene Zeitreihe eignet sich sehr gut, um Mengen zu beobachten; sie beantwortet nicht jede Frage zur ökologischen Qualität der Entsorgung.

Das Zero-Waste-Ziel richtet den Blick deshalb auf eine Stufenfolge: Abfall vermeiden, Produkte wiederverwenden, Wertstoffe trennen und erst danach verbleibende Mengen entsorgen. Politisch relevant werden Maßnahmen dann, wenn Ziele, Zuständigkeit und beobachtbare Wirkung zusammenpassen – etwa Mehrwegsysteme, Reparaturangebote oder neue Bioabfallsammlung.

Grün ist keine einzige Flächenkategorie

Wald, Grün und Kleingärten erfüllen unterschiedliche Funktionen

Flächen im Zuständigkeits- beziehungsweise Bestandskontext des Gartenamts. Die Kategorien sind nicht als lückenlose Aufteilung der Stadtfläche zu lesen.

Einheit: Hektar

Datengrundlage der Grafik: Landeshauptstadt Düsseldorf: Grün, Wald und Kleingärten in Zahlen

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / KategorieFläche
Wald2.190 Hektar
städtisches Grün1.100 Hektar
Kleingärten430 Hektar

Das Gartenamt nennt rund 2.190 Hektar Wald, 1.100 Hektar städtisches Grün und 430 Hektar Kleingartenanlagen. Diese Flächen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Wald ist Lebensraum, Erholungsort und Klimaregulator; Parks und Straßenbegleitgrün strukturieren den Siedlungsraum; Kleingärten verbinden private Nutzung mit zusammenhängenden Freiflächen.

Die Zahlen sind keine lückenlose Aufteilung der Düsseldorfer Stadtfläche. Die Zuständigkeitsfläche des Gartenamts von rund 3.500 Hektar folgt einer Verwaltungslogik. Der Grünordnungsplan verwendet eine andere Planungsdefinition und nennt knapp neun Prozent der Stadtfläche beziehungsweise rund 2.000 Hektar innerstädtische Grün- und Freiräume. Beide Angaben können korrekt sein, dürfen aber nicht ohne Erklärung vermischt werden.

Für Stadtentwicklung ist diese Unterscheidung wichtig. Ein Waldstück, ein öffentlicher Park, ein Friedhof, eine Kleingartenanlage und eine begrünte Verkehrsfläche sind nicht beliebig austauschbar. Sie unterscheiden sich bei Zugänglichkeit, Artenvielfalt, Kühlwirkung und rechtlichem Schutz.

Wie viele Bäume Düsseldorf erfasst

Stadtgrün besteht nicht nur aus Parks

Bestandsangaben mit verschiedenen Einheiten. Straßenbäume sind Teil des größeren Baumbestands im Zuständigkeitsbereich und werden nicht addiert.

Einheit: Tsd. beziehungsweise Anzahl

Datengrundlage der Grafik: Landeshauptstadt Düsseldorf: Grün, Wald und Kleingärten in Zahlen · Landeshauptstadt Düsseldorf: Baumbilanz und Nachpflanzungen

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / KategorieBestand
Bäume im Zuständigkeitsbereich (Tsd.)250,0 Tsd. beziehungsweise Anzahl
Einzelbäume im Kataster (Tsd.)153,0 Tsd. beziehungsweise Anzahl
Straßenbäume (Tsd.)61,0 Tsd. beziehungsweise Anzahl
Spielplätze347,0 Tsd. beziehungsweise Anzahl
Kleingartenparzellen (Tsd.)6,6 Tsd. beziehungsweise Anzahl

Im öffentlichen Baumkataster sind rund 153.000 Einzelbäume erfasst. Das Gartenamt nennt etwa 250.000 Bäume in seinem gesamten Zuständigkeitsbereich, darunter rund 61.000 Straßenbäume. Die 61.000 Straßenbäume sind also Teil eines größeren Bestands und werden nicht zu ihm addiert.

Ein Baumkataster ist besonders nützlich, weil es einzelne Standorte nachvollziehbar macht. Es kann jedoch Bäume auf privaten Flächen oder Bestände außerhalb der jeweiligen Erfassungslogik ausschließen. Für die ökologische Bewertung zählen außerdem Baumart, Alter, Kronenvolumen, Vitalität und Standortbedingungen – nicht nur die Zahl der Stämme.

Straßenbäume stehen unter besonders hohem Druck. Verdichteter Boden, Hitze, Trockenheit, Leitungen und wenig Wurzelraum begrenzen ihre Lebensdauer. Nachpflanzung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die ökologische Leistung eines großen alten Baums sofort ersetzt ist.

Fällung und Nachpflanzung richtig vergleichen

Geplante Nachpflanzungen gleichen die jüngsten Fällungen nicht vollständig aus

Fällungen der Saison 2024/25 und für 2025/26 geplante Pflanzungen nach der städtischen Vergleichslogik. Das ist keine Kalenderjahresbilanz sämtlicher Bäume.

Einheit: Bäume

Datengrundlage der Grafik: Landeshauptstadt Düsseldorf: Baumbilanz und Nachpflanzungen

Daten als Tabelle anzeigen
Zeitraum / KategorieBäume
Fällungen 2024/251.907 Bäume
geplante Pflanzungen 2025/261.500 Bäume

Für die Saison 2024/25 wurden 1.907 Fällungen registriert; für 2025/26 waren 1.500 Pflanzungen geplant. Nach der von der Stadt verwendeten Zuordnung ergibt sich ein rechnerisches Minus von 407 Bäumen. Das ist eine nützliche aktuelle Bilanz, aber keine kalenderjährliche Gesamtbilanz aller öffentlichen oder privaten Bäume.

Die Stadt verweist zugleich darauf, seit 2020 ungefähr 1.500 Bäume jährlich zu pflanzen und in den drei Jahren vor der genannten Saison mehr gepflanzt als gefällt zu haben. Für eine faire Langzeitbewertung braucht es daher eine mehrjährige Reihe aus tatsächlich erfolgten Pflanzungen und Fällungen – jeweils nach derselben zeitlichen Logik.

Noch aussagekräftiger wäre, Baumverluste nach Ursache, Standort und Kronenvolumen zu dokumentieren. Ein zahlenmäßig ausgeglichener Bestand kann ökologisch dennoch verlieren, wenn alte großkronige Bäume durch junge Bäume mit geringer unmittelbarer Kühlwirkung ersetzt werden.

Umwelt, Klima und Luftqualität trennen – und verbinden

Die drei Portale bearbeiten verwandte, aber unterschiedliche Fragen:

  • Klima und Energie betrachtet Treibhausgase, Wärme und Hitzeszenarien.
  • Luftqualität zeigt NO₂, Feinstaub, Grenzwerte und Messstationen.
  • Dieses Umweltportal konzentriert sich auf Stoffströme, Grün, Bäume, Wald, Boden, Gewässer und Naturschutz.

Eine Baumpflanzung kann alle drei Bereiche berühren, aber die Wirkung ist jeweils anders: lokaler Schatten und Lebensraum, begrenzte Kohlenstoffbindung sowie möglicher Einfluss auf die unmittelbare Luft- und Aufenthaltsqualität. Seriöse Einordnung benennt diese Wirkungen getrennt, statt sie pauschal als „gut fürs Klima“ zusammenzufassen.

Woran sich Fortschritt messen lässt

  • Abfallmenge je Einwohner und Entwicklung einzelner Abfallarten
  • tatsächlich wiederverwendete und stofflich verwertete Mengen
  • mehrjährige Fäll- und Pflanzbilanz nach einheitlicher Methode
  • Kronenvolumen und Vitalität statt alleiniger Baumzahl
  • zugängliche Grünfläche und Erreichbarkeit in dicht bebauten Quartieren
  • Umfang entsiegelter Flächen und dauerhaft gesicherter Biotope
  • nachvollziehbare Ausgleichsmaßnahmen bei Bau- und Infrastrukturprojekten

Die aktuellen politischen Vorgänge am Rand dieser Seite zeigen, wo solche Bestände und Ziele konkret verhandelt werden – etwa bei Baumfällungen, Abfallkonzepten, Gewässerausbau oder der Gestaltung neuer Quartiere.

Quellen und weiterführende Informationen

Aktuelle Vorlagen

Zeigt die 20 neuesten von 2779 Vorlagen.

Aktuelle Nachrichten

Diese Hintergründe helfen, Entscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.

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