Anfrage Freie Wähler Tierschutz PARTEI Aktenzeichen RAT/493/2026

Düsseldorf muss Bilanz zu Hitze‑2026 und Folgen erstellen

Amtlicher Titel: Anfrage der Ratsfrau Mirus: Hitzesommer 2026 und die Folgen (1)

Beratung geplant Nächster Termin am 24.09.2026 bei Rat.
24. September 2026nächster Termin 1Dokument 14. September 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Ratsfrau Dominique Mirus fordert die Stadtverwaltung auf, alle verfügbaren Daten zu den gesundheitlichen und infrastrukturellen Auswirkungen der Hitzewellen im Sommer 2026 offenzulegen. Sie möchte wissen, wie viele hitzebedingte Todesfälle, Übersterblichkeit und zusätzliche Einsätze von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Bestattungswesen verzeichnet wurden. Außerdem fragt sie, welche Maßnahmen aus dem Düsseldorfer Hitzeaktionsplan tatsächlich umgesetzt wurden und welche personellen und organisatorischen Reserven zur Verfügung standen.

Warum wichtig

Eine transparente Bilanz ermöglicht gezielte Verbesserungen des Hitzeschutzes, stärkt die Einsatzbereitschaft von Rettungsdiensten und sorgt dafür, dass vulnerable Menschen besser geschützt werden.

Die Details

  • Gesundheitsdaten: Anfrage nach Zahlen zu hitzebedingten Todesfällen, möglicher Übersterblichkeit und gesundheitlichen Beschwerden im Sommer 2026.
  • Infrastruktur‑Belastung: Ermittlung zusätzlicher Einsätze von Rettungsdienst, Feuerwehr, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Bestattungswesen.
  • Umgesetzte Maßnahmen: Prüfung, welche Punkte des Düsseldorfer Hitzeaktionsplans tatsächlich aktiviert wurden.
  • Personelle Reserven: Abfrage vorhandener, nicht genutzter oder unzureichender personeller, organisatorischer und infrastruktureller Unterstützungssysteme.
  • Ziel: Transparente Auswertung der Hitze‑Erfahrungen, um Lücken zu schließen und Schutzstrukturen realistisch zu bewerten.

Einordnung

Die Anfrage betrifft das gesamte Gesundheits‑ und Sozialsystem der Stadt und richtet sich an besonders gefährdete Gruppen wie ältere, kranke, behinderte und pflegebedürftige Menschen. Sie hat Auswirkungen auf Rettungsdienste, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und das Bestattungswesen – also auf viele Bürger:innen und deren Sicherheit bei extremen Hitzewellen.

Hintergrund

Ein Hitzeaktionsplan ist ein kommunales Konzept, das Maßnahmen zur Vorbeugung und Bewältigung von extremen Hitzewellen festlegt. Dazu gehören Informationskampagnen, Kühlzentren, Notfall‑ und Eskalationsstufen sowie personelle Reservekräfte, um die Belastung von Gesundheitseinrichtungen und sozialen Diensten zu reduzieren.

Themen

Beschluss & Empfehlung

  • Anfrage der Ratsfrau Mirus: Hitzesommer 2026 und die Folgen
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Dokumenttexte

Anfrage als Text anzeigen
RAT/493/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 11.09.2026 An Herrn Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller Betrifft: Anfrage der Ratsfrau Mirus: Hitzesommer 2026 und die Folgen Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, zur Sitzung des Stadtrates am 24. September 2026 stelle ich die folgende Anfrage, mit der Bitte, diese von der Verwaltung beantworten zu lassen. Begründung: Die Hitzewellen des Sommers 2026 haben gezeigt, dass extreme Hitze nicht nur individuelle Gesundheitsgefahren birgt, sondern auch die gesundheitliche und soziale Infrastruktur Düsseldorfs belastet. Besonders gefährdet sind ältere, erkrankte, behinderte und pflegebedürftige Menschen. Zugleich geraten die Einrichtungen und Beschäftigten, die sie versorgen, selbst unter zusätzlichen Druck. Der Düsseldorfer Hitzeaktionsplan benennt diese Risiken und verweist auf einrichtungsbezogene Hitzeschutzpläne. Konkrete kommunale Maßnahmen beschränken sich, soweit mir bekannt, jedoch weitgehend auf Information, Sensibilisierung und die Aufforderung an die Einrichtungen zur Vorsorge. Offen bleibt, ob dies angesichts zunehmender und länger andauernder Hitzebelastungen ausreicht. Zusätzliche Personal- und Einsatzreserven, Notfall- und Ausweichkapazitäten, Kühlmöglichkeiten, die Koordination von Krankenhauskapazitäten oder abgestimmte Eskalationsstufen werden nicht konkret beschrieben. Zudem ist eine belastbare Bilanz der Hitzefolgen für Düsseldorf erforderlich. Dazu gehören Einsatzzahlen, gesundheitliche Beschwerden, Todesfälle in Zusammenhang mit der Hitze und mögliche Übersterblichkeit. Auch die Belastung von Rettungsdiensten, Notaufnahmen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Bestattungswesen sollte erfasst werden um ein umfassendes Bild zu bekommen. Eine solche Bilanz macht auch die Belastung der Beschäftigten sichtbar, die während extremer Hitze für die Gesundheit und das Leben anderer arbeiten. Die Erfahrungen des Sommers 2026 sollten daher transparent ausgewertet werden, ohne Ängste zu schüren oder Verantwortungszuständigkeiten zu verschieben. Ziel sollte dabei sein, Schutzstrukturen realistisch zu bewerten und gegebenenfalls erkannte Lücken zu schließen. Deshalb bitten wir die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen: 1.Welche Daten liegen der Verwaltung zu den gesundheitlichen und infrastrukturellen Auswirkungen der Hitzewellen 2026 in Düsseldorf vor, insbesondere zu hitzebedingten bzw. hitzeassoziierten Todesfällen und einer möglichen Übersterblichkeit, und in welchem Umfang wurden diesbezüglich zusätzliche Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr, sowie besondere Belastungen oder Kapazitätsengpässe bei Rettungsdienst, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und im Bestattungswesen festgestellt? 2.Welche der im Düsseldorfer Hitzeaktionsplan vorgesehenen Maßnahmen zur Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme sowie zur Bewältigung „katastrophaler Auswirkungen extremer Hitze auf die menschliche Gesundheit" wurden während der Hitzewellen 2026 tatsächlich umgesetzt bzw. aktiviert? 3.Welche konkreten personellen, organisatorischen und infrastrukturellen Unterstützungs-, Reserve- und Eskalationsmechanismen standen für Rettungsdienst, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Bestattungswesen zur Verfügung, bzw. nicht oder unzureichend zur Verfügung? Mit freundlichen Grüßen Dominique Mirusf.d.R. Christopher Schrage Ratsfrau Seite 2

KI-gestützt aufbereitet am 16. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/493/2026