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Title: Anfrage
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00586317.pdf
Published Time: 2026-05-07T12:46:00.000Z
Number of Pages: 2
Markdown Content:
RAT/287/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 07.05.2026
An den Oberbürgermeister
Herrn Dr. Stephan Keller
Anfrage der Ratsfraktion Die Linke Düsseldorf zur Sitzung des Rates
am 18.06.2026
# Betrifft:
Anfrage der Ratsfraktion Die Linke: Heinrich-Heine-Platz: Dauerbaustelle seit 2023
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates am 18.06.2026 stellt Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf folgende
Anfrage:
Die Presse berichtete am 28.04.2026, dass der Investor Central Group das Carschhaus
und (den Untergrund des) Heinrich-Heine-Platz(es) weiterverkauft – mutmaßlich an den
Investor Midstad. Damit geht die Umgestaltung des Heinrich-Heine-Platzes in ihr drittes
Jahr.
Die Linke fragte die Stadtspitze im November 2024, wann die LHD den Investor über die
Durchsetzung von Vertragsstrafen, Vertragskündigungen oder Entschädigungszah -
lungen zur Wiederherstellung des Heinrich-Heine-Platzes bewegen wollte. Zu diesem
Zeitpunkt war der Platz seit einem Jahr mit einem Bauzaun abgesperrt.
Die Stadtspitze antwortete uns: „Die Frage stellt sich so nicht. […] Die Verwaltung
beurteilt eine Fortführung des Projektes auf Basis der bestehenden Verträge weiterhin
als deutlich erfolgsversprechender als eine Kündigung der Verträge, da auf die
vorhandenen und aufeinander abgestimmten technischen Planungen und wirtschaft -
lichen Konzepte zurückgegriffen werden kann.“ (Rat/349/2024)
Diese Einschätzung der Verwaltung ist durch den nun geplanten Verkauf infrage
gestellt; die angeführten „wirtschaftlichen Konzepte“ können durch die abweichenden
Vorstellungen des Käufers über die Zukunft des Carschhauses obsolet werden; ebenso
die Aussage der Verwaltung in der aktuellen Beschlusskontrolle des Rates: „Die
Bauarbeiten am Carsch-Haus laufen, insofern werden im Herbst 2026 die Bauarbeiten
am Platzer [sic!] weitergehen können.“ Seite 2
Durch den Eigentümerwechsel und die komplette Konzeptänderung entsteht vielmehr
ein massives Risiko, dass sich die Bauarbeiten weiter auf unbestimmte Zeit verzögern.
Jetzt wollen wir deshalb klären, wann die Stadt Bürgschaften und Vertragsstrafen
nutzen wird, um städtische Interessen, den öffentlichen Raum am Heinrich-Heine-Platz
und den kommunalen Haushalt vor den Spätfolgen der Benko-Pleite abzusichern.
Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:
1. Wie stellt die Stadt rechtlich sicher, dass die bestehenden Bürgschaften
und Vertragsstrafen zur Fertigstellung des Heinrich-Heine-Platzes bei
einem Eigentümerwechsel des Carschhauses vollumfänglich und zugriffs -
fähig erhalten bleiben?
2. Bis zu welchem konkreten Zeitpunkt muss die Stadtverwaltung spätestens
tätig werden (z.B. durch Fristsetzungen, Kündigung oder das Ziehen von
Bürgschaften), um sich effektiv vor einem finanziellen Ausfall- und Kosten -
risiko für den städtischen Haushalt zu schützen?
3. Welche vertraglichen und rechtlichen Handlungsmöglichkeiten hat die
Stadt, um noch von der Central Group die Wiederherstellung der
Platzoberfläche zu erzwingen, damit die Zukunft des Platzes nicht von
möglicherweise langwierigen, neuen Konzeptentwicklungen abhängig
gemacht wird?
Mit freundlichen Grüßen
Sigrid Lehmann Chris J. Demmer