Das Wichtigste
Der Ratsherr Demmer (Die Linke) hat am 11.09.2026 eine Anfrage zum sogenannten Schwarzbuch Denkmalschutz gestellt. Es geht um Auskunft, welche Probleme im Denkmalschutz dokumentiert sind. Die Anfrage ist eingereicht, eine Antwort steht noch aus.
Warum wichtig
Klare Informationen zum Schwarzbuch können helfen, Missstände im Denkmalschutz zu erkennen und ggf. Maßnahmen zur Verbesserung zu initiieren.
Die Details
- Antragsteller: Ratsherr Demmer (Die Linke)
- Thema: Schwarzbuch Denkmalschutz
- Eingereicht am: 11.09.2026
- Zuständige Stelle: noch keine Rückmeldung
Einordnung
Eine reine Informationsanfrage, die keine unmittelbaren Änderungen oder Beschlüsse nach sich zieht, aber Transparenz über den Denkmalschutz schaffen soll. Sie betrifft alle Bürger:innen, die an der Bewahrung von Kultur‑ und Baudenkmälern interessiert sind.
Hintergrund
Ein "Schwarzbuch" ist ein Bericht, in dem kritische Fälle, Fehlentwicklungen oder Verstöße im Denkmalschutz zusammengefasst werden. Solche Publikationen dienen der öffentlichen Kontrolle und sollen Fehlentwicklungen sichtbar machen.
Beschluss & Empfehlung
- Denkmalpflege"1 zum Ergebnis, dass in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 1.077
Verfahrensstand
Beratungsweg
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RAT/498/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 11.09.2026
An den Oberbürgermeister
Herrn Dr. Stephan Keller
Anfrage des Ratsmitglieds Chris J. Demmer zur Sitzung des Rates am 24.09.2026
Betrifft:
Anfrage des Ratsherrn Demmer: Schwarzbuch Denkmalschutz
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
zur Sitzung des Rates am 24. September 2026 stelle ich folgende Anfrage:
Die Stiftung Denkmalschutz kommt in ihrem kürzlich veröffentlichten „Schwarzbuch der
Denkmalpflege"1 zum Ergebnis, dass in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 1.077
Baudenkmale verloren gegangen sind. Viele der geschützten Bauwerke wurden abge-
rissen oder entgegen ihrem Denkmalstatus umgebaut. Es gebe zudem eine Dunkel-
ziffer. Die Stiftung fordert Abrisse und Streichungen von der Denkmalliste (beispiels-
weise durch Verlust des Denkmalstatus' durch Umbau) durch Veröffentlichung
transparent zu machen.
Die Stiftung kritisiert zudem, dass der Denkmalschutz gesetzlich geschwächt wurde,
während die politischen Durchgriffsmöglichkeiten ausgeweitet wurden. Ein Beispiel
hierfür ist, dass die Kompetenzen der übergeordneten, unabhängigen Denkmalfach-
ämter (wie dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland) durch ein neues Denkmal-
schutzgesetz im Jahr 2022 sowie eine folgende Novelle im Jahr 2026 stark beschnitten
wurden. Die als Untere Denkmalbehörden agierenden Städte und Gemeinden müssen
das Fachamt vor einer Entscheidung über Eintragungen oder bauliche Änderungen oft
nur noch „anhören". Zuvor waren die Beteiligungsrechte der Fachämter deutlich
weitreichender verankert.
Hierdurch besteht nach Einschätzung der Linken für uns Anlass, sich mit den Bedenken
der Stiftung Denkmalschutz zu befassen und nach entsprechenden Daten zu fragen.
Ich frage an:
1 https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erhalten/schwarzbuch-der-denkmalpflege.html
1.Wie viele denkmalgeschützte Gebäude gingen in den letzten zehn Jahren
aus welchen Gründen verloren? (Bitte nach Jahren und nach Gründen -
wie Abriss oder Verlust des Denkmalschutzstatus durch Umbau u.A. -
aufschlüsseln.)
2.In wie vielen Fällen erfolgte eine Abriss- oder Umbaugenehmigung
entgegen dem Rat des LVR-Amts für Denkmalpflege Rheinland? (Bitte
nach Jahren und Gründen aufschlüsseln.)
3.In wie vielen der oben genannten Fälle waren politische Gremien der Stadt
Düsseldorf beteiligt? (Bitte nach Jahren aufschlüsseln.)
Mit freundlichen Grüßen
Chris J. Demmer
f.d.R. Christian Jäger
Seite 2
KI-gestützt aufbereitet am 16. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.
Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/498/2026