Anfrage Die Linke Aktenzeichen RAT/498/2026

Ratsherr Demmer fordert Aufklärung zum Schwarzbuch Denkmalschutz

Amtlicher Titel: Anfrage des Ratsherrn Demmer: Schwarzbuch Denkmalschutz

Beratung geplant Nächster Termin am 24.09.2026 bei Rat.
24. September 2026nächster Termin 1Dokument 15. September 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Der Ratsherr Demmer (Die Linke) hat am 11.09.2026 eine Anfrage zum sogenannten Schwarzbuch Denkmalschutz gestellt. Es geht um Auskunft, welche Probleme im Denkmalschutz dokumentiert sind. Die Anfrage ist eingereicht, eine Antwort steht noch aus.

Warum wichtig

Klare Informationen zum Schwarzbuch können helfen, Missstände im Denkmalschutz zu erkennen und ggf. Maßnahmen zur Verbesserung zu initiieren.

Die Details

  • Antragsteller: Ratsherr Demmer (Die Linke)
  • Thema: Schwarzbuch Denkmalschutz
  • Eingereicht am: 11.09.2026
  • Zuständige Stelle: noch keine Rückmeldung

Einordnung

Eine reine Informationsanfrage, die keine unmittelbaren Änderungen oder Beschlüsse nach sich zieht, aber Transparenz über den Denkmalschutz schaffen soll. Sie betrifft alle Bürger:innen, die an der Bewahrung von Kultur‑ und Baudenkmälern interessiert sind.

Hintergrund

Ein "Schwarzbuch" ist ein Bericht, in dem kritische Fälle, Fehlentwicklungen oder Verstöße im Denkmalschutz zusammengefasst werden. Solche Publikationen dienen der öffentlichen Kontrolle und sollen Fehlentwicklungen sichtbar machen.

Themen

Beschluss & Empfehlung

  • Denkmalpflege"1 zum Ergebnis, dass in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 1.077
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Dokumenttexte

Anfrage als Text anzeigen
RAT/498/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 11.09.2026 An den Oberbürgermeister Herrn Dr. Stephan Keller Anfrage des Ratsmitglieds Chris J. Demmer zur Sitzung des Rates am 24.09.2026 Betrifft: Anfrage des Ratsherrn Demmer: Schwarzbuch Denkmalschutz Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, zur Sitzung des Rates am 24. September 2026 stelle ich folgende Anfrage: Die Stiftung Denkmalschutz kommt in ihrem kürzlich veröffentlichten „Schwarzbuch der Denkmalpflege"1 zum Ergebnis, dass in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 1.077 Baudenkmale verloren gegangen sind. Viele der geschützten Bauwerke wurden abge- rissen oder entgegen ihrem Denkmalstatus umgebaut. Es gebe zudem eine Dunkel- ziffer. Die Stiftung fordert Abrisse und Streichungen von der Denkmalliste (beispiels- weise durch Verlust des Denkmalstatus' durch Umbau) durch Veröffentlichung transparent zu machen. Die Stiftung kritisiert zudem, dass der Denkmalschutz gesetzlich geschwächt wurde, während die politischen Durchgriffsmöglichkeiten ausgeweitet wurden. Ein Beispiel hierfür ist, dass die Kompetenzen der übergeordneten, unabhängigen Denkmalfach- ämter (wie dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland) durch ein neues Denkmal- schutzgesetz im Jahr 2022 sowie eine folgende Novelle im Jahr 2026 stark beschnitten wurden. Die als Untere Denkmalbehörden agierenden Städte und Gemeinden müssen das Fachamt vor einer Entscheidung über Eintragungen oder bauliche Änderungen oft nur noch „anhören". Zuvor waren die Beteiligungsrechte der Fachämter deutlich weitreichender verankert. Hierdurch besteht nach Einschätzung der Linken für uns Anlass, sich mit den Bedenken der Stiftung Denkmalschutz zu befassen und nach entsprechenden Daten zu fragen. Ich frage an: 1 https://www.denkmalschutz.de/denkmale-erhalten/schwarzbuch-der-denkmalpflege.html 1.Wie viele denkmalgeschützte Gebäude gingen in den letzten zehn Jahren aus welchen Gründen verloren? (Bitte nach Jahren und nach Gründen - wie Abriss oder Verlust des Denkmalschutzstatus durch Umbau u.A. - aufschlüsseln.) 2.In wie vielen Fällen erfolgte eine Abriss- oder Umbaugenehmigung entgegen dem Rat des LVR-Amts für Denkmalpflege Rheinland? (Bitte nach Jahren und Gründen aufschlüsseln.) 3.In wie vielen der oben genannten Fälle waren politische Gremien der Stadt Düsseldorf beteiligt? (Bitte nach Jahren aufschlüsseln.) Mit freundlichen Grüßen Chris J. Demmer f.d.R. Christian Jäger Seite 2

KI-gestützt aufbereitet am 16. September 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/498/2026