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Title: Ö
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00352070.pdf
Published Time: Wed, 21 Aug 2019 08:51:59 GMT
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BV2/041/2019
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 20.08.2019
CDU-Fraktion der Bezirksvertretung 2
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 2
Herrn Dr. Uwe Wagner
Betrifft:
Baumfällungen im Stadtbezirk 2 infolge der Trockenheit - Anfrage der CDU-Fraktion
Nach Medienberichten vom 29./30.07.19 müssen im Stadtgebiet Düsseldorf infolge der Trockenheit ca. 750 Bäume gefällt werden. Dies betrifft auch den Stadtbezirk 2.
Daher fragen wir die Verwaltung:
1. Sind über die am 14.08.19 veröffentlichte Liste hinaus noch andere Bäume im Bezirk 2 betroffen?
2. Warum konnten die Fällungen nicht vermieden werden z.B. durch intensivere Bewässerungsmaßnahmen?
3. Welche Ersatzpflanzungen sind wann vorgesehen und wie sieht die Gesamtbilanz (einschließlich der Verluste nach Ela) aus und wann wird ein vollwertiger Ausgleich wieder erreicht sein?
gez. Harald Neuhaus
Fraktionsvorsitzender
Beantwortung BV2 041 2019 Baumfällungen im Stadtbezirk 2 infolge der Trockenheit als Text anzeigen
Title: Beantwortung BV2 041 2019 Baumfällungen im Stadtbezirk 2 infolge der Trockenheit
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00358864.pdf
Published Time: Thu, 10 Oct 2019 11:41:46 GMT
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Sitzung: 08.10.2019 Drucksache BV2/041/2019 Antwort der Verwaltung zur Anfrage der CDU-Fraktion vom 18.08.2019
Baumfällungen im Stadtbezirk 2 infolge der Trockenheit - Anfrage der CDU-Fraktion Frage 1:
Sind über die am 14.08.2019 veröffentlichte Liste hinaus noch andere Bäume im Bezirk 2 betroffen?
Antwort:
Die im Frühsommer durchgeführten Baumkontrollen kommen abschließend zum Ergebnis, dass insgesamt 61 städtische Bäume in Straßen und Anlagen des Stadtbezirks 2 gefällt werden müssen. Da die Kontrollen fortlaufend durchgeführt werden, kann es zu weiteren Fällungen kommen.
Frage 2:
Warum konnten die Fällungen nicht vermieden werden z.B. durch intensivere Bewässerungsmaßnahmen?
Antwort:
Die bis in die Bodentiefe von 1,80 Metern reichende extreme bis außergewöhnliche Dürre ist mit zusätzlichen Wässerungen aller betroffenen Stadtbäume nicht entgegen zu wirken. Viele der nun zu fällenden Bäume waren durch Vorschädigungen in ihrer Vitalität bereits stark eingeschränkt. Durch die anhaltende Trockenheit konnten weitere Folgeerkrankungen zunehmen, die letztendlich zu den Fällungen führten. Durch den ungünstigen Wasserhaushalt nimmt die Anfälligkeit der Bäume für Schädlinge (z.B. Pilze und Insekten) deutlich zu. Das Gartenamt hat aufgrund dieser Erkenntnisse geeignete Baumarten in einer Zukunftsbaumliste erfasst. Das Ziel bei der Wahl geeigneter Baumarten liegt darin, eine breite Palette standortgerechter Arten zu finden, um so das Risiko durch zukünftige Klimaveränderungen zu minimieren. Bereits im Sommer 2018 wurden wegen der trockenen und heißen Witterung zusätzliche Wässerungen von Bäumen (insbesondere Jungbäume und Bäume an problematischen Standorten) vorgenommen. Aufgrund des bereits bestehenden Niederschlagsdefizits aus dem Jahr 2018 und der weiter anhaltenden Trockenheit im Jahr 2019 wurde die Anzahl der zusätzlich gewässerten Bäume in diesem Sommer gegenüber 2018 deutlich erhöht. Hierbei liegt der Schwerpunkt bei der Wässerung von • Bäumen im 1. bis 4. Standjahr, • Bäumen im 5. bis 10. Standjahr, • Bäumen an problematischen Standorten, wie z.B. über Tiefgaragen oder U-Bahntunneln oder in stark versiegelten Flächen, • Bäumen, die in ihrer Entwicklung stagnieren. Seite von
Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt ist für rund 260.000 Düsseldorfer Bäume (ohne Forst) zuständig. Eine Bewässerung aller Bäume ist zum einen aufgrund begrenzter Kapazitäten und zum anderen standorttechnisch nicht möglich. Eine Bewässerung ist nicht vergleichbar mit einem natürlichen Niederschlag. Standorte in hochverdichteten Straßenbereichen, kleinen und/oder verdichteten Baumscheiben können das zusätzliche Wasser nicht effizient genug aufnehmen. Der Erhaltung des vorhandenen Baumbestandes ist eine Kernaufgabe des Gartenamtes. Hierzu werden regelmäßige jährliche Kontrollen und bei Bedarf Pflegemaßnahmen durchgeführt. Der Schutz der vorhandenen Bäume setzt dabei auch an den Standorten der Bäume an; diese müssen zum Beispiel vor mechanischen Beschädigungen, wie Bodenverdichtung durch parkende Autos oder Baumaßnahmen in der Umgebung geschützt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schaffung nachhaltiger Rahmenbedingungen für eine Neupflanzung, die ein gesundes Wachstum und damit eine lange Lebensdauer neu gepflanzter Bäume sichert. Dies schließt ausreichend dimensionierte Baumgruben, spezielles Substrat sowie ein ausreichendes Lichtraumprofil ein. Auf Grundlage einschlägiger Richtlinien (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau - FLL) wurden dazu im Gartenamt Standards für Neupflanzungen erarbeitet.
Frage 3:
Welche Ersatzpflanzungen sind wann vorgesehen und wie sieht die Gesamtbilanz (einschließlich der Verluste nach ELA) aus und wann wird ein vollwertiger Ausgleich wieder erreicht sein?
Antwort:
Seit dem Orkan Ela im Jahr 2014 mussten insgesamt 880 städtische Bäume im Stadtbezirk 2 entfernt werden. Nachgepflanzt wurden bisher 524 Exemplare. Für weitere 71 Standorte werden derzeit die Baumgruben erstellt, um im Anschluss neue Bäume zu pflanzen. 131 Standorte für Nachpflanzungen von Bäumen befinden sich derzeit im sogenannten Umlaufverfahren, bei denen die Leitungsträger wie z.B. die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Telekom die Gelegenheit erhalten, die entsprechenden Standorte hinsichtlich vorhandener Leitungstrassen zu überprüfen. Zudem sind auch notwendige Abstände zu Verkehrsanlagen sowie feuerwehrtechnische Belange zu beachten. Aufgrund der arbeits- und zeitintensiven Vorarbeiten, auch im Hinblick auf die Vielzahl der zu beteiligenden Stellen, nimmt die Bearbeitungszeit mehrere Monate in Anspruch. Das abschließende Ergebnis dieser möglichen Nachpflanzungen liegt daher noch nicht vor. Für 19 Standorte im Stadtbezirk 2 ist eine Nachpflanzung nach Vorliegen des Ergebnisses der Umlaufverfahren nicht möglich. Weitere sieben Baumstandorte befinden sich in der Nachprüfung aufgrund der Nähe zu bestehenden Versorgungsleitungen. 106 Bäume wurden innerhalb von Gehölz- bzw. Baumbeständen entfernt. Die Nachpflanzung dieser Bäume in geschlossenen Beständen an Ort und Stelle ist wegen der Konkurrenz anderer Gehölze nicht sinnvoll. In der Regel schließen sich Seite von
dort die Lücken durch das beschleunigte Wachstum der von der Fällung begünstigten Nachbarbäume, durch Naturverjüngung oder durch die Nachpflanzung von Bäumen in Forstwirtschaftsqualität. In der Heinrichstraße im Bereich des Stadtbezirks 2 können 22 gefällte Bäume auf Grund der Umgestaltung des dortigen Baumbestandes nicht nachgepflanzt werden. Diese Entscheidung, mit der ein größeres Raumangebot zur Entfaltung der neu gepflanzten Bäume verbunden ist, wurde der Bezirksvertretung 2 in der Sitzung am 28.04.2015 vorgestellt.