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Title: 00396240.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00396240.pdf
Published Time: Wed, 24 Feb 2021 11:32:39 GMT
Number of Pages: 1
Markdown Content:
BV9/004/2021
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 06.01.2021
SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung 9
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirkes 9
Herrn Dr. Graf
Anfrage
zur Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 22.01.2021
Betrifft:
Baumpflanzungen im Stadtbezirk 9 - Anfrage der SPD-Fraktion
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister
Nach einem Bericht der ZEIT kann in einer Umweltstudie, die in „Science“
publiziert wurde, https://science.sciencemag.org/content/365/6448/76 , der Klimawandel durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch Baumpflanzungen. Danach haben Baumpflanzungen das Potential zwei Drittel der bislang von Menschen gemachten klimaschädlichen CO2-Emmissionen aufzunehmen.
Anfrage:
1. Gibt es seitens der Verwaltung für den Stadtbezirk 9 Planungen für zusätzliche Baumpflanzungen für neu zu erschließende Wälder bzw. Waldgebiete?
2. Welche potentiellen Areale könnten nach Planungen mit Baumpflanzungen aufgewertet werden, um die klimaschädlichen CO2-Emmissionen im Stadtbezirk 9 zu reduzieren?
Anlagen:
BV9_004_2021_Baumpflanzungen im Stadtbezirk 9
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Title: 00402089.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00402089.pdf
Published Time: Fri, 12 Feb 2021 11:14:44 GMT
Number of Pages: 1
Markdown Content:
TOP 5.3 BV9/004/2021
Sitzung der BV 9 am 19.02.2021
Anfrage der SPD -Fraktion
Baumpflanzungen im Stadtbezirk 9
Antwort zur Frage 1:
Für das FFH -Gebiet und NSG Urdenbacher Kämpe sind im Rahmen der Erstellung
eines Maßnahmenkonzeptes (M AKO = Pflege - und Entwicklungsplan ) Flächen
identifiziert worden, die sich mittel - bis langfristig im Rahmen einer Sukzession in
standortgerechte (Au -)Wälder entwickeln sollen. Das M AKO ist ein rechtlich nicht
verbindliches Maßnahmenk onzept für die Entwicklung vor allem der wertgebenden
Leb ensraumtypen i m FFH -Gebiet . Die Flächen , für die eine Sukzession zu Wald
vorgesehen ist, gehören nicht der Stadt Düsseldorf, so dass die Umsetzung nur mit
dem Einverständnis des jeweiligen Eigentümers möglich ist.
Weiterhin wurde eine Fläche ausgewiesen, die mittels Pflanzung aufgeforstet werden
soll. Die Fläche (rd. 0,76 ha) befinde t sich im Eigentum der Stadt und ist an einen
Landwirt verpachtet.
Alle Flächen liegen im Überschwemmungsgebiet des Rheins . Änderungen der
Nutzung (auch Aufforstungen) be dürfen hier einer Genehmigung durch die
Bezirksregierung, da de r Hochwasserabfluss nicht beeinträchtig t werden darf .
Außerdem muss bei der Forstbehörde eine Erstaufforstungsgenehmigung eingeholt
werden. Sonstige Aufforstungen sind im Stadtbezirk 9 nicht geplant.
Antwort zur Frage 2:
Größere Potenziale zur Waldentwicklung stehen im Stadtbezirk 9 nicht mehr zur
Verfügung.
Die östliche Flanke ist vom Hasseler Forst bis zum Forst Benrath bereits bewaldet.
Das ehemalige Kiesabbaugebiet nördlich der Hildener Straße an der Stadtgrenze zu
Hil den wurde verfüllt und als Grünland entwickelt. Der Flächennutzungsplan weist
hier eine Kleingartenanlage aus, die jedoch laut Grünordnungsplan 2025 nachrangig
ist. Eine Aufforstung an dieser St elle würde im Widerspruch zum
Landesnaturschutzgesetz stehen, das den Umbruch von Dauergrünland aufgrund
seiner Bedeutung für die Artenvielfalt und den Klimaschutz verbietet.
Dasselbe gilt für die Rheinaue i m Himmelgeist er Rheinbogen und in der Urdenbacher
Kämpe. Baumpflanzungen sind nicht die einzige Maßnahme zur CO 2-Bindung.
Auch das in NRW gefährdete Dauergrünland trägt maßgeblich zur Reduzierung der
Treibhausgasemissionen bei (s. Landtagsdrucksache 16/11154 –Begründung S. 150 -
151). Über die oben genannten Flächen des MAKO hinaus bestehen keine Potenziale
für eine Waldentwicklung, da es sich entweder um wertvolle Grünland - oder
fruchtbare Ackerflächen handelt, die sich zudem in Privatbesitz befin den .
Auch innerhalb des Siedlungszusammenhangs stehen keine Flächen zur Verfügung,
die sich für eine Waldentwicklung eignen.
Lediglich Einzelb aumpflanzungen sind hier möglich und erfolgen in der Regel als
Ersatz für Baumverluste im Zusammenhang mit Bauvorhaben.