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Title: 00376219.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00376219.pdf
Published Time: Thu, 23 Apr 2020 06:44:28 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
BV5/062/2020
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
der Bezirksvertretung 5
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 20.04.2020
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 5
Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 26. Mai 2020
Betrifft:
Bauplanungsrechtliche Situation zur Erweiterung der Fliedner Fachhochschule, Kaiserswerth (Anfrage Herr Fröhlich, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, vom 20. April 2020)
Die Fliedner Fachhochschule der Kaiserswerther Diakonie nahm in 2011 ihren Lehr-betrieb auf. Angeboten werden derzeit fünfzehn Studiengänge als Bachelor- und Masterstudiengang, primär in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Kinder-pädagogik. 2013 wurde auf dem Diakoniegelände an der Geschwister-Aufricht-Straße für die Fachhochschule ein eigenes Gebäude errichtet. Zudem wird aktuell das Luise-Fliedner-Haus, vormals Kinderklinik, umgebaut in Seminarräume, Büros etc. für den Bedarf von rund 520 Studierenden. Die Fliedner Fachhochschule arbeitet sehr erfolg-reich und die Studierendenzahlen steigen. Die seitens der Fachhochschule er-griffenen Maßnahmen zur Minderung (Semesterticket) und Lenkung (günstiges Parkplatzangebot) der Studierendenverkehre greifen offenbar nicht hinreichend, wie
im umgebenden Straßenraum an zahlreichen „nicht Düsseldorfer Kennzeichen“
festgestellt werden kann. Aufgrund eines Antrags von CDU und Grüne im Jahr 2018 konnten einige unsichere Situationen insbesondere im Bereich der Krankenhaus-zufahrten und der Bustrasse (Linie 760) entschärft werden, dennoch stellen sich aufgrund der aktuell im Umbau befindlichen Erweiterung der Fachhochschule folgende Fragen, die ich bitte zu beantworten:
1. Auf welcher planungsrechtlichen Grundlage wurde die Genehmigung für den Umbau des Luise-Fliedner-Hauses erteilt, handelt es sich doch um ein Sondergebiet für gesundheitliche, kirchliche und Zwecke der Altenpflege, in dem das Thema Bildung komplett fehlt?
2. Wie viel Stellplätze erfordert die Umnutzung des Luise-Fliedner-Hauses insgesamt und wie ist die Differenz zur vorhergehenden Nutzung des Gebäudes?
3. In welcher Art und Weise wird dieser Stellplatzbedarf bereits heute und nach dem Umbau gedeckt werden?
gez. Waldemar M. Fröhlich Seite 2
Antwort der Verwaltung als Text anzeigen
Title: Microsoft Word - Antwort.TOP9.Bauplanungsrechtliche Situation zur Erweiterung der Fliedner Fachhochschule.docx
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00386045.pdf
Published Time: Wed, 26 Aug 2020 11:35:03 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
BV5/062/2020
Anfrage Herr Fröhlich, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, vom 20. April 2020
hier: Bauplanungsrechtliche Situation zur Erweiterung der Fliedner Fach-
hochschule
Frage 1:
Auf welcher planungsrechtlichen Grundlage wurde die Genehmigung für den Umbau
des Luise-Fliedner-Hauses erteilt, handelt es sich doch um ein Sondergebiet für
gesundheitliche, kirchliche und Zwecke der Altenpflege, in dem das Thema Bildung
komplett fehlt?
Antwort:
Für das Gesamtgelände der Kaiserswerther Diakonie existiert kein Bebauungsplan.
Das Gebiet wird auch nicht als Sondergebiet ausgewiesen.
Bauvorhaben werden gemäß § 34 BauGB beurteilt. Vorhaben sind somit zulässig,
wenn sie sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Eigenart der näheren
Umgebung einfügen. Die nähere Umgebung des Luise-Fliedner-Hauses wird durch
verschiedene Nutzungen geprägt, hierzu gehören das Hotel (Geschwister-Aufricht-
Straße 1), der Kindergarten (Geschwister-Aufricht-Straße 4), das Bürogebäude
(Altes Wachhaus), die Jugendfreizeiteinrichtung (Teestube), das Krankenhaus, die
psychiatrischen Einrichtungen und Schulen (Gertrud-Reichardt-Schule etc.).
Frage 2:
Wie viele Stellplätze erfordert die Umnutzung des Luise-Fliedner-Hauses insgesamt
und wie ist die Differenz zur vorhergehenden Nutzung des Gebäudes?
Antwort:
Für das Luise-Fliedner-Haus sind gemäß Baugenehmigung 32-BA-2866/18 35
Stellplätze notwendig. Zwei Behindertenstellplätze befinden sich direkt vor dem
Eingang.
33 Stellplätze sind per Baulast auf dem Diakoniegelände östlich der Cafeteria
„Florence Inn“ gesichert.
Zur vorhergehenden Nutzung gibt es keine Differenz. Das Luise-Fliedner-Haus wurde
ursprünglich als Kinderkrankenhaus genutzt. Zum Zeitpunkt des Baus um 1900
waren noch keine Stellplätze notwendig. Die Nutzung als Krankenhaus wurde
wahrscheinlich in den 60er Jahren aufgegeben, stattdessen zog das Archiv der
Diakonie dort ein und zeitweise auch das Museum, welches sich heute in Haus Tabea
befindet. Stellplätze waren hierfür nicht erforderlich.
Frage 3:
In welcher Art und Weise wird dieser Stellplatzbedarf bereits heute und nach dem
Umbau gedeckt werden? Antwort:
Auf dem Gelände der Diakonie Kaiserswerth sind zahlreiche Parkplätze vorhanden,
die den derzeitigen genehmigten Bestand abdecken. Dies gilt auch für die 35
Stellplätze des Luise-Fliedner-Hauses.
Für jedes neue Bauvorhaben und für jede Nutzungsänderung wird die Errichtung der
erforderlichen Stellplätze gefordert und überwacht.