Anfrage Aktenzeichen BV6/083/2021

Anfrage des Herrn Florian Ries (BÜ90/Die Grünen): Schwerlastverkehr in Unterrath

Eine Frage einer Fraktion oder eines Ratsmitglieds an die Verwaltung.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Sankt-Franziskus-Straße 139 · Stadtbezirk 6 (Rath, Mörsenbroich)örtlicher Bezug 2Dokumente 7. April 2021veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.

Die Fragen der Anfrage

  1. Liegen der Verwaltung Zahlen vor, in welchem Ausmaß Hamborner, Unterrather, Kalkumer und Eckener Straße von Lastkraftwagen genutzt werden bzw. wie sich die entsprechenden Verkehre in den vergangenen Jahren entwickelt haben?
  2. Wie schätzt die Verwaltung die gesundheitlichen Risiken für Bürger*innen durch Schwerlastverkehr ein, insbesondere an den Rheinbahn -Haltestellen „Eckener Straße" auf der Unterrather Straße sowie an der Haltestelle „An der Piwipp", wo die wartenden Bürger*innen aus nächster Nähe ungeschützt den Abgasen abbiegender oder an der Ampel wartender Lkw ausgesetzt sind?
  3. Welche Maßnahmen wären denkbar und durchführbar, um die gesundheitlichen Risiken durch Schwerlastverkehr für Anwohner*innen und Passant*innen zu verringern bzw. den Schwerlastverkehr an einer Durchfahrt zu hindern?
Weitere Einordnung im Original: Aus „Begründung“

Die Belastung Unterraths durch Schleich- und Ausweichverkehr insbesondere von Lkw, die das Mörsenbroicher Ei umgehen wollen und stattdessen ab der Ausfahrt Unterrath (A52) über Hamborner Straße, Unterrather Straße und Kalkumer Straße bzw. Eckener Straße fahren, scheint zuzunehmen. Trifft dieser Eindruck zu, hätte dies zusätzliche gesundheitliche Risiken für Bürger*innen durch höhere Lärm- und Schadstoffbelastungen zur Folge, ebenso wie eine erhebliche Abnutzung der Straßen.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 7. April 2021. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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BV6/083/2021 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 07.04.2021 Herr Florian Ries (BÜ90/Die Grünen) An die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 6 Frau Birgit Schentek Anfrage des Herrn Florian Ries (BÜ90/Die Grünen) zur Sitzung der Bezirksvertretung 6 am 21. April 2021 Betrifft: Anfrage des Herrn Florian Ries (BÜ90/Die Grünen): Schwerlastverkehr in Unterrath Begründung: Die Belastung Unterraths durch Schleich- und Ausweichverkehr insbesondere von Lkw, die das Mörsenbroicher Ei umgehen wollen und stattdessen ab der Ausfahrt Unterrath (A52) über Hamborner Straße, Unterrather Straße und Kalkumer Straße bzw. Eckener Straße fahren, scheint zuzunehmen. Trifft dieser Eindruck zu, hätte dies zusätzliche gesundheitliche Risiken für Bürger*innen durch höhere Lärm- und Schadstoffbelastungen zur Folge, ebenso wie eine erhebliche Abnutzung der Straßen. Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten: 1. Liegen der Verwaltung Zahlen vor, in welchem Ausmaß Hamborner, Unterrather, Kalkumer und Eckener Straße von Lastkraftwagen genutzt werden bzw. wie sich die entsprechenden Verkehre in den vergangenen Jahren entwickelt haben? 2. Wie schätzt die Verwaltung die gesundheitlichen Risiken für Bürger*innen durch Schwerlastverkehr ein, insbesondere an den Rheinbahn -Haltestellen „Eckener Straße" auf der Unterrather Straße sowie an der Haltestelle „An der Piwipp", wo die wartenden Bürger*innen aus nächster Nähe ungeschützt den Abgasen abbiegender oder an der Ampel wartender Lkw ausgesetzt sind? 3. Welche Maßnahmen wären denkbar und durchführbar, um die gesundheitlichen Risiken durch Schwerlastverkehr für Anwohner*innen und Passant*innen zu verringern bzw. den Schwerlastverkehr an einer Durchfahrt zu hindern? Seite 2 Anlagen: BV6-083-2021 Antwort Anfrage Schwerlastverkehr in Unterrath
BV6-083-2021 Antwort Anfrage Schwerlastverkehr in Unterrath als Text anzeigen
Drucksache BV6/083/2021 Antwort der Verwaltung zur Anfrage des Herrn Ries (BÜ90/Die Grünen) vom 07.04.2021 Schwerlastverkehr in Unterrath Das Amt für Verkehrsmanagement (Amt 66) beantwortet die Fragen wie folgt: Frage 1: Liegen der Verwaltung Zahlen vor, in welchem Ausma ß Hamborner-, Unterrather-, Kalkumer- und Eckener Straße von Lastkraftwagen genutzt werden bzw. wie sich diese Verkehre in den vergangenen Jahren entwickelt haben? Antwort: Nach den der Verwaltung vorliegenden Zählungen ist kein Lkw-Mehrverkehr auf den benannten Straßen festzustellen. Der Schwerverkehr-Anteil beträgt auf der Hamborner Straße 4%, auf der Unterrather und Eckener Straße jeweils 3%. Darin beinhaltet sind auch die Linienbusse der Rheinbahn. Diese Werte sind für innerstädtische Hauptverkehrsstraßen im unteren Bereich. Frage 2: Wie schätzt die Verwaltungen die gesundheitlichen Risiken für Bürger*innen durch Schwerlastverkehr ein, insbesondere an den Rheinbahn-Haltestellen „Eckener Straße" auf der Unterrather Straße und der Haltestelle „An der Piwipp", wo die wartenden Bürger*innen aus nächster Nähe ungeschützt den Abgasen abbiegender oder an den Ampeln wartender LKW ausgesetzt s ind? Antwort: Die Luftbelastung im Bereich der beiden Haltestellen "Eckener Straße" und "An der Piwipp" wurde zuletzt im Rahmen der stadtweiten Berechnungen 2018 ermittelt. Demnach lag die Stickstoffdioxid (NO₂)-Belastung an der Haltestelle "Eckener Straße" bei 34 µg/m³ und "An der Piwipp" bei 30 µg/m³ im Jahresmittel. Der maßgebliche Grenzwert und die entsprechende Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) decken sich und liegen bei 40 µg/m³. Grenzwert und WHO-Empfehlung werden also deutlich eingehalten. Die Feinstaub (PM10)-Belastung lag an der Haltestelle "Eckener Straße" bei 21 µg/m³ und "An der Piwipp" bei 19 µg/m³ im Jahresmittel. Der maßgebliche Grenzwert liegt ebenfalls bei 40 µg/m³ und wurde nicht nur deutlich unterschritten, sondern sogar nur etwa zur Hälfte ausgeschöpft. Somit liegen Belastungen vor, die im Bereich der WHO-Empfehlung von 20 µg/m³ für das Jahresmittel von PM10 rangieren. Tatsächlich ist davon auszugehen, dass die Luftbelastung im Jahr 2021 aufgrund von Flottenerneuerung sowie der Maßnahmen des Luftreinhalteplans noch einmal profitiert haben wird. Es besteht daher aus Sicht der Verwaltung kein Anlass zur Sorge bezüglich einer Gefährdung. Aufgrund des kurzzeitigen Aufenthaltes an einer Bushaltestelle sind aus Verkehrslärmsicht ebenfalls keine gesundheitlichen Auswirkungen zu befürchten. Dennoch wird auf Basis des im Rat beschlossenen Lärmaktionsplan III eine Temporeduzierung auf 30 km/h von 22-06 Uhr auf der Kalkumer Straße geprüft. Frage 3: Welche Maßnahmen werden denkbar und durchf ührbar, um die gesundheitlichen Risiken durch Schwerlastverkehr für Anwohner*innen und Passant*innen zu verringern bzw. den Schwerlastverkehr an einer Durchfahrt zu hindern? Antwort: Die genannten Straßen sind alles Hauptverkehrsstraßen und somit grundsätzlich für die Aufnahme von Schwerlastverkehren geeignet. Aus den genannten Gründen besteht kein Handlungsbedarf für straßenverkehrsrechtliche Eingriffe.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV6/083/2021