Anfrage Aktenzeichen BV6/088/2021

Anfrage von Herrn Ralf Molnar (BÜ90/Die Grünen): Winterdienst auf Radwegen - Unterrather Straße und Kartäuserpark

Eine Frage einer Fraktion oder eines Ratsmitglieds an die Verwaltung.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Unterrather Straße · Stadtbezirk 6 (Rath, Mörsenbroich)örtlicher Bezug 2Dokumente 7. April 2021veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.

Die Fragen der Anfrage

  1. Laut Winterdienstkarte der AWISTA 1 sollen die Radwege auf der Unterrather Straße bei Schneefall geräumt werden. Dies ist beim Schneefall Anfang dieses Jahres allerdings nicht geschehen. Wieso ist die AWISTA dieser Pflicht nicht nachgekommen?
  2. Laut der städtischen Übersicht der Radwegenetze 2 ist nicht die Unterrather Straße als Unterrather Ost-West-Verbindung für den Radverkehr Teil des Bezirks- und des Radhauptnetzes ausgewiesen, sondern der Kartäuserpark. Der westliche Teil des Parks ist Teil des Radhauptnetzes und der östliche Teil gehört zum Bezirksradnetz. Wieso wird diese Route angesichts ihrer Wichtigkeit für das Radnetz nicht vom Schnee befreit?
  3. Gibt es Überlegungen, anstatt des Kartäuserparks oder ergänzend die Unterrather- und die Hamborner Straße in das Radnetz aufzunehmen?
Weitere Einordnung im Original: Aus „Begründung“

Für viele Menschen ist das Fahrrad die tägliche Alternative zum Auto oder ÖPNV. Insbesondere aufgrund der negativen Umweltfolgen des Autoverkehrs und der Infektionsgefahr im ÖPNV im Rahmen der Coronapandemie animiert die Stadt Bürger*innen, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Fahrradinfrastruktur auch nach Schneefall befahrbar ist. Denn auch im Winter - insb. zu Pandemiezeiten - pendeln viele Menschen mit dem Fahrrad. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum die AWISTA als zuständiger Betrieb ihren Verpflichtungen auf der Unterrather Straße nicht nachgekommen ist. Nicht geräumte Wege zwangen Radfahrende auf der Straße zu fahren, was in dem betroffenen Abschnitt sehr gefährlich sein kann. Ferner ist unklar, welche Implikationen die aktuelle Radnetzplanung für die Notwendigkeit der Schneeräumung auf der Achse hat. So ist nicht die Unterrather Straße als Ost-West-Verbindung für den Radverkehr Teil des Bezirks- und des Radhauptnetzes, sondern der Kartäuserpark. Der westliche Teil des Parks ist Teil des Radhauptnetzes und der östliche Teil gehört zum Bezirksradnetz. Wenn das Ziel einer Fahrradinfrastruktur mit hoher Qualität verfolgt werden soll, muss auf dieser wichtigen Route ebenfalls geräumt werden. Daran schließt sich grundsätzlich die Frage an, ob die Radwegeführung durch den Kartäuserpark sinnig ist. Die kurvige, stellenweise enge und zusammen mit Fußgänger*innen zu benutzende Strecke eignet sich eher für Spazierfahrten denn als Verbindung von A nach B. Für die Unterrather*innen und zahlreiche Pendler*innen ist eine Ost-West-Verbindung als Achse zur Querung der S-Bahn- Strecke aber von zentraler Bedeutung und die aktuelle Führung meist ein großer Umweg. Aufgrund der Notwendigkeit der Förderung des Radverkehrs ist die aktuelle Führung deshalb zu hinterfragen.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 7. April 2021. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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BV6/088/2021 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 07.04.2021 Herr Ralf Molnar (BÜ90/Die Grünen) An die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks 6 Frau Birgit Schentek Anfrage des Herrn Ralf Molnar (BÜ90/Die Grünen) zur Sitzung der Bezirksvertretung 6 am 21. April 2021 Betrifft: Anfrage von Herrn Ralf Molnar (BÜ90/Die Grünen): Winterdienst auf Radwegen - Unterrather Straße und Kartäuserpark Begründung: Für viele Menschen ist das Fahrrad die tägliche Alternative zum Auto oder ÖPNV. Insbesondere aufgrund der negativen Umweltfolgen des Autoverkehrs und der Infektionsgefahr im ÖPNV im Rahmen der Coronapandemie animiert die Stadt Bürger*innen, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Fahrradinfrastruktur auch nach Schneefall befahrbar ist. Denn auch im Winter - insb. zu Pandemiezeiten - pendeln viele Menschen mit dem Fahrrad. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum die AWISTA als zuständiger Betrieb ihren Verpflichtungen auf der Unterrather Straße nicht nachgekommen ist. Nicht geräumte Wege zwangen Radfahrende auf der Straße zu fahren, was in dem betroffenen Abschnitt sehr gefährlich sein kann. Ferner ist unklar, welche Implikationen die aktuelle Radnetzplanung für die Notwendigkeit der Schneeräumung auf der Achse hat. So ist nicht die Unterrather Straße als Ost-West-Verbindung für den Radverkehr Teil des Bezirks- und des Radhauptnetzes, sondern der Kartäuserpark. Der westliche Teil des Parks ist Teil des Radhauptnetzes und der östliche Teil gehört zum Bezirksradnetz. Wenn das Ziel einer Fahrradinfrastruktur mit hoher Qualität verfolgt werden soll, muss auf dieser wichtigen Route ebenfalls geräumt werden. Daran schließt sich grundsätzlich die Frage an, ob die Radwegeführung durch den Kartäuserpark sinnig ist. Die kurvige, stellenweise enge und zusammen mit Fußgänger*innen zu benutzende Strecke eignet sich eher für Spazierfahrten denn als Verbindung von A nach B. Für die Unterrather*innen und zahlreiche Pendler*innen ist eine Ost-West-Verbindung als Achse zur Querung der S-Bahn- Strecke aber von zentraler Bedeutung und die aktuelle Führung meist ein großer Umweg. Aufgrund der Notwendigkeit der Förderung des Radverkehrs ist die aktuelle Führung deshalb zu hinterfragen. Die Verwaltung wird daher gebeten, folgende Fragen zu beantworten: Seite 2 1. Laut Winterdienstkarte der AWISTA 1 sollen die Radwege auf der Unterrather Straße bei Schneefall geräumt werden. Dies ist beim Schneefall Anfang dieses Jahres allerdings nicht geschehen. Wieso ist die AWISTA dieser Pflicht nicht nachgekommen? 2. Laut der städtischen Übersicht der Radwegenetze 2 ist nicht die Unterrather Straße als Unterrather Ost-West-Verbindung für den Radverkehr Teil des Bezirks- und des Radhauptnetzes ausgewiesen, sondern der Kartäuserpark. Der westliche Teil des Parks ist Teil des Radhauptnetzes und der östliche Teil gehört zum Bezirksradnetz. Wieso wird diese Route angesichts ihrer Wichtigkeit für das Radnetz nicht vom Schnee befreit? 3. Gibt es Überlegungen, anstatt des Kartäuserparks oder ergänzend die Unterrather- und die Hamborner Straße in das Radnetz aufzunehmen? 1 https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt19/umweltamt/strassenreinigung/pdf/uebersichtsplan_winterdi enst.pdf 2 https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt66/RADschlag/Home/Radhauptnetz/Uebersicht_der_Radnetze.p df
BV6-088-2021 Antwort Anfrage Winterdienst auf Radwegen Unterrather Straße und Kartäuserpark als Text anzeigen
Drucksache BV6/088/2021 Antwort der Verwaltung zur Anfrage des Herrn Molnar (BÜ90/Die Grünen) vom 07.04.2021 Winterdienst auf Radwegen - Unterrather Straße und Kartäuserpark Das Amt für Verkehrsmanagement (Amt 66) beantwortet die Fragen wie folgt: Frage 1: Laut Winterdienstkarte der AWISTA sollen die Radwege auf der Unterrather Straße bei Schneefall geräumt werden. Dies ist beim Schneefall Anfang dieses Jahres allerdings nicht geschehen. Wieso ist die AWISTA dieser Räumpflicht nicht nachgekommen? Antwort: Laut Winterdienstplan der Stadt sind die Radwege auf der Unterrather Straße zu räumen. Dies wurde bei den letzten Winterdienstereignissen leider versäumt. Die Stadt hat daher die AWISTA nochmals auf ihre Pflicht zur Räumung der Radwege auf der Unterrather Straße hingewiesen. Frage 2: Laut der städtischen Übersicht der Radwegenetze ist nicht die Unterrather Straße als Unterrather Ost-West-Verbindung für den Radverkehr Teil des Bezirks- und des Radhauptnetzes ausgewiesen, sondern der Kartäuserpark. Der westliche Teil des Parks ist Teil des Radhauptnetzweges und der östliche Teil gehört zum Bezirksradnetz. Wieso wird diese Route angesichts ihrer Wichtigkeit für das Radnetz nicht vom Schnee befreit? Antwort: Das Radhauptnetz und das Winterdienstnetz sind nicht in allen Punkten deckungsgleich. Generell ist der Winterdienst in Parkanlagen, wenn überhaupt, nur eingeschränkt möglich: Räumen und ggf. Abstreuen mit Salz erfordern als bauliche Voraussetzung eine befestigte Wegeoberfläche und einen Anschluss an da s Kanalnetz zur Ableitung salzhaltigen Schmelzwassers, um Salzschäden an der Vegetation zu vermeiden. Hilfreich ist im Winter auch eine Beleuchtung für eine sichere Nutzung in den Morgen- und Abendstunden. Eine solche Ausstattung entspricht nicht unbedingt den Anforderungen an eine Park- Landschaft, daher wird der Radverkehr bei Schnee-Ereignissen möglichst auf Radwege im Straßenbereich geführt. Frage 3: Gibt es Überlegungen, anstatt des Kartäuserparks oder ergänzend die Unterrather- und die Hamborner Straße in das Radnetz aufzunehmen? Antwort: Die Stadt ist im Zuge einer fahrradfreundlichen Entwicklung an einem effizienten und sinnvollen Ausbau des Radwegenetzes interessiert. Den genannten Vorschlag nimmt die Verwaltung gerne in die weiteren Prüfungen zur Optimierung des Radwegenetzes bzw. des dortigen Winterdienstes auf.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV6/088/2021