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Title: 00368558.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00368558.pdf
Published Time: Tue, 14 Jan 2020 14:08:25 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
BV5/016/2020
CDU-Fraktion
der Bezirksvertretung 5
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 14.01.2020
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 5
Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 28. Januar 2020
Betrifft:
Schloss Kalkum - Wie geht es weiter und wie hält es die Verwaltung mit der Information der Öffentlichkeit? (Anfrage Herr Biermann, CDU-Fraktion, vom 14. Januar 2020)
In einem Interview mit der Westdeutschen Zeitung, veröffentlicht am 13.01.2020, teilt der Käufer von Schloss Kalkum mit, dass der Rücktritt vom Kaufvertrag nicht erklärt wurde. Im gleichen Interview äußert sich der Käufer dahin, dass ursprüng-liche Pläne für eine Musikakademie auf Schwierigkeiten stoßen und man alternative Nutzungen (z.B. Co-Working-Zone für innovative Unternehmen, Wohnungen und sog. Town Houses) überlege. Zu der Frage der Nutzung der Ackerflächen wird der Käufer unter Bezugnahme auf den im vergangenen Sommer durchgeführten Work-shop wie folgt zitiert:
„Auf dieser Grundlage wurden von unserem Architekten alternative Konzepte ent -wickelt, die auch mit dem Planungsamt besprochen wurden. Auf dieser Basis wollen
wir einen weiteren Workshop durchführen.“
Schloss und Park Kalkum stellen ein einzigartiges kulturelles Kleinod dar. Zu Recht erwartet die Bevölkerung einen äußerst sensiblen, nachhaltigen Umgang mit dem Schloss und den dazugehörigen Flächen. Der Workshop im Sommer und die sich an-schließende Diskussion haben gezeigt, dass insbesondere Natur- und Denkmalschutz besondere Berücksichtigung bei jeder zukünftigen Planung finden müssen. Gerade deswegen bedarf es der kontinuierlichen Information und Beteiligung der Bevöl-kerung.
Vor diesem Hintergrund bitten wir die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen:
1. Welche „alternativen Konzepte“ , von denen der Käufer des Schlosses im WZ-Interview spricht, wurden dem Planungsamt zwischenzeitlich vorgestellt?
2. Wie bewertet das Planungsamt die ihm vorgestellten „alternativen Konzepte“?
3. Was sind die nächsten Schritte, insbesondere: Wann beabsichtigt das Pla-nungsamt die Öffentlichkeit über die „alternativen Konzepte“ zu informieren
gez. Norbert Biermann Seite 2
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Title: Microsoft Word - Antwort.TOP14-Schloss Kalkum - Wie geht es weiter.docx
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00372774.pdf
Published Time: Thu, 27 Feb 2020 05:56:18 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
BV5/016/2020
Anfrage Herr Biermann, CDU-Fraktion, vom 14. Januar 2020
hier: Schloss Kalkum – Wie geht es weiter und wie hält es die Verwaltung
mit der Information der Öffentlichkeit?
Frage 1:
Welche „alternativen Konzepte“ , von denen der Käufer des Schlosses im WZ-
Interview spricht, wurden dem Stadtplanungsamt zwischenzeitlich vorgestellt?
Antwort:
Die Begrifflichkeit „alternativ“ im zitierten Zeitungsartikel ist an dieser Stelle miss-
verständlich. Dem Stadtplanungsamt wurden für die Ackerflächen vor dem Schloss
keine neuen Konzepte (im Sinne einer anderen Art der Nutzung als Wohnen) vorge-
legt. Gemeint war hier, dass das Büro Chipperfield alternative, das heißt unterschied-
liche Varianten erarbeitet hat, wie ein städtebaulicher Entwurf aus der mit allen Be-
teiligten gemeinsam entwickelten Skizze von Bebauungsoptionen weiter entwickelt
werden kann. Der Investor hat jedoch mit einem kürzlich eingegangenen Schreiben
eine Alternative für die Umnutzung des Schlosses selbst vorgeschlagen. Anstelle der
geplanten Musikakademie würde er das Schloss gern für eine Wohn- und Gewerbe-
nutzung umbauen.
Frage 2:
Wie bewertet das Planungsamt die ihm vorgestellten „alternativen Konzepte“ ?
Antwort:
Die vorgelegten Konzepte des Büros Chipperfield für die Ackerflächen eignen sich als
Diskussionsgrundlage für einen zweiten Workshop.
Die angefragte Umnutzung des Schlosses zu Wohnzwecken ist noch nicht ab-
schließend geprüft worden. Zuständig für die Entscheidung ist die Bezirksregierung
unter Einbeziehung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Das Bauaufsichtsamt
beurteilt das vorgelegte Konzept aufgrund der geplanten Umbaumaßnahmen hin-
sichtlich der Nutzung selbst positiv, hinsichtlich der umfangreichen Eingriffe jedoch
kritisch.
Frage 3:
Was sind die nächsten Schritte, insbesondere: Wann beabsichtigt das Planungsamt
die Öffentlichkeit über die „alternativen Konzepte“ zu informieren? Antwort:
Für die Verwaltung stand und steht die Information der Öffentlichkeit nicht infrage.
Daher hat das Stadtplanungsamt den Investor im November letzten Jahres gebeten,
einen zweiten Workshop zu organisieren, um die entworfenen Varianten der Öffent-
lichkeit vorzustellen. In diesem Workshop soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und
Bürgern das am besten geeignete Konzept gewählt werden. Auf dieser Grundlage
kann dann die weitere Vorgehensweise entschieden werden. Eine Rückmeldung des
Investors diesbezüglich steht noch aus.