Anfrage Aktenzeichen BV5/053/2022

Unerklärliche Baumrodungen und weitere Bebauungen am Leuchtenberger Kirchweg

Eine Frage einer Fraktion oder eines Ratsmitglieds an die Verwaltung.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Leuchtenberger Kirchweg · Stadtbezirk 5 (Stockum, Lohausen)örtlicher Bezug 2Dokumente 14. März 2022veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage. Sie sind keine Feststellungen der Verwaltung; Antworten und Beratungsstand stehen gesondert im Verlauf.

Die Fragen der Anfrage

  1. Wie viele Bäume wurden gefällt, sind die in der Vorlage angekündigten 31 Bäume erhalten geblieben und ist der Verwaltung inzwischen bekannt, wo der (wünschenswert grundstücksbezogene oder ortsnahe) Baumersatz erfolgen soll?
  2. Auf welcher Grundlage erfolgte die Rodung der Bäume auf dem gesamten Baugrundstück, obwohl am Tag der Rodungen vor Ort als Bauinformation /"roter Punkt" keine Genehmigung aushing und auch auf Nachfrage nicht gezeigt wurde? Der Polizei wurde lediglich eine digitale Baugenehmigung gezeigt; kein „Roter Punkt“. Wieso hing erst am Dienstagmorgen lediglich die Genehmigung eines Doppelhauses aus?
  3. Sind der Verwaltung Pläne bekannt, die Flüchtlingsunterkunft zu Gunsten von Neubebauung aufzugeben und liegen der Verwaltung andere Anfragen oder Anträge für Bauvorhaben entlang des Leuchtenberger Kirchwegs zwischen den Hausnummern 6 und 91 vor, die mehr als den Umbau oder Ersatz vorhandener Gebäude und mehr als drei neue Wohngebäude beinhalten?

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 14. März 2022. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Title: 00443108.pdf URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00443108.pdf Published Time: Mon, 14 Mar 2022 09:22:56 GMT Number of Pages: 2 Markdown Content: BV5/053/2022 Fraktion Bündnis 90/Die Grünen der Bezirksvertretung 5 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 11.03.2022 An den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks 5 Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 29. März 2022 Betrifft: Unerklärliche Baumrodungen und weitere Bebauungen am Leuchtenberger Kirchweg (Anfrage Herr Fröhlich, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, vom 11. März 2022) Am 28.02.2022, dem letzten Tag der Frühjahrsrodungszeit, wurden auf dem Gelände Leuchtenberger Kirchweg 53 über 40 großkronige Bäume gefällt, um Platz für "Kaiservillen" (so der Verkaufsprospekt) zu Preisen von 1,5 Mio. Euro aufwärts zu machen. Eigentlich hätte bei derartigen Verkaufspreisen auch Geld für den Erhalt des einen oder anderen Baums sein können. Die Grundlage für das Fällen aller Bäume, obwohl an dem Tag nur eine Baugenehmigung vorlag und zwar für eine Doppelhaushälfte – Haus A3, ist unklar. Zum Vergleich: Insgesamt sind 12 Doppelhaushälften auf dem Grundstück geplant. Nach den erfolgten Rodungsarbeiten herrscht nun Unklarheit sowohl über die Anzahl an Bäumen, die gefällt werden durften und die faktisch gefällt wurden. In der Medienberichterstattung war von rund 50 Bäumen die Rede, in der Verwaltungsvorlage (BV5/115/2021), die u.a. für die Dringlichkeitsentscheidung über das Bauvorhaben im Jahr 2021 der Bezirksvertretung vorgelegt wurde war, von insg. 43 Bäumen die Rede, beim Erhalt von 31 Bäumen auf dem Grundstück: "Insgesamt sind durch das Bauvorhaben 37 satzungsgeschützte Bäume betroffen. Es müssen 6 satzungsgeschützte Bäume auch wegen der Verkehrssicherheit gefällt werden. 31 satzungsgeschützte Bäume werden ökologisch begleitet und sollen erhalten werden. Wegen der hohen Zahl zu fällender Bäume und der eingeschränkten Pflanzmöglichkeiten auf dem Baugrundstück kann kein vollständiger Nachweis der Ersatzpflanzungen auf dem eigenen Grundstück erfolgen. Neben dem Anpflanzen von 18 Bäumen erhalten deshalb alle Zuwegungen versickerungsfähiges Pflaster." Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen greift die Befürchtungen der Menschen in Lohausen auf, die angesichts der gegenüberliegenden (temporär errichteten) Flüchtlingsunterkunft und der dahinterliegenden freien Flächen (östlich Am Gentenberg) den rücksichtslosen Ausverkauf von Natur und Landschaft für Luxuswohnraum befürchten. Die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen haben im September 2021 einen Antrag auf einen Bebauungsplan für den Bereich Leuchtenberger Kirchweg eingebracht, den die Verwaltung nicht teilen möchte. Es wäre zu überlegen, Seite 2 diesen Antrag in Anbetracht neuer Erkenntnisse zu aktivieren, dann also, wenn entsprechender Handlungsbedarf zur Regelung einer ortsangepassten und bezahlbaren Wohnbebauung gegeben ist. Vor diesem Hintergrund bitte ich namens meiner Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie viele Bäume wurden gefällt, sind die in der Vorlage angekündigten 31 Bäume erhalten geblieben und ist der Verwaltung inzwischen bekannt, wo der (wünschenswert grundstücksbezogene oder ortsnahe) Baumersatz erfolgen soll? 2. Auf welcher Grundlage erfolgte die Rodung der Bäume auf dem gesamten Baugrundstück, obwohl am Tag der Rodungen vor Ort als Bauinformation /"roter Punkt" keine Genehmigung aushing und auch auf Nachfrage nicht gezeigt wurde? Der Polizei wurde lediglich eine digitale Baugenehmigung gezeigt; kein „Roter Punkt“. Wieso hing erst am Dienstagmorgen lediglich die Genehmigung eines Doppelhauses aus? 3. Sind der Verwaltung Pläne bekannt, die Flüchtlingsunterkunft zu Gunsten von Neubebauung aufzugeben und liegen der Verwaltung andere Anfragen oder Anträge für Bauvorhaben entlang des Leuchtenberger Kirchwegs zwischen den Hausnummern 6 und 91 vor, die mehr als den Umbau oder Ersatz vorhandener Gebäude und mehr als drei neue Wohngebäude beinhalten? gez. Waldemar M. Fröhlich

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen BV5/053/2022