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Title: 00445658.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00445658.pdf
Published Time: Thu, 07 Apr 2022 08:23:30 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
BV5/077/2022
SPD -Fraktion
der Bezirksvertretung 5
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 07.04.2022
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 5
Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 5 am 26. April 2022
Betrifft:
Verkehrsanbindung zwischen Ratingen und dem Düsseldorfer Norden
(Anfrage SPD -Fraktion vom 7. April 2022)
Das allgemeine Freizeitangebot für Jugendliche und junge Erwachsene im
Düsseldorfer Norden und speziell in Kaiserswerth ist wie allgemein bekannt sehr
gering. Dies zeigt sich auch am Beispiel des "Sammelpunkts Anker". Deswegen
ist es umso wichtiger, den Jugendlichen gute Alternativen zu bieten. Eine solche
Maßnahme könnte eine verbesserte Anbindung der bei der Altersgruppe sehr
beliebten Fitness -Einrichtungen in Ratingen bedeuten. Diese Verbindung wird
derzeit durch den Linienbus 749 leider nicht in einer ausreichenden Taktung
bedient (Betriebszeit von 5:14 - 19:35 Uhr).
Diese unzureichende Taktung führt bei vielen Jugendlichen zu Unmut. Des
Weiteren wird dadurch eine der wenigen Freizeitmöglichkeiten deutlich
eingeschränkt, da der Bus vor allem für die Minderjährigen im Düsseldorfer
Norden die einzige Möglichkeit zum Besuch dieser Fitnessstudios darstellt.
Die einzige Alternative zur Busverbindung zwischen Ratingen und dem
Düsseldorfer Norden ist das Fahrrad. Leider ist die Kalkumer Schlossallee, die
den Düsseldorfer Norden mit Ratingen verbindet und den kürzesten Weg
darstellt, sehr schlecht für Fahrradfahrer ausgebaut (an manchen Stellen nur ca.
90 cm breit und überwiegend nicht beleuchtet), so dass auch dies keine echte
Alternative darstellt.
Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung um Beantwortung der folgenden
Fragen gebeten:
1. Welche Möglichkeiten bestehen zur Verlängerung der Betriebszeit der
Buslinie 749?
2. Welche Möglichkeiten bestehen zum Ausbau bzw. zur besseren
Beleuchtung des Fahrradweges?
3. Welche weiteren Möglichkeiten bestehen aus Sicht der Verwaltung, die
eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche und junge
Erwachsene im Düsseldorfer Norden weiter zu verbessern?
gez. Benjamin Tscholl Seite 2
Antwort der Verwaltung als Text anzeigen
Title: 00470994.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00470994.pdf
Published Time: Fri, 16 Dec 2022 08:34:36 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
BV5/077/2022
Anfrage SPD-Fraktion, vom 7. April 2022
hier: Verkehrsanbindung zwischen Ratingen und dem Düsseldorfer Norden
Frage 1:
Welche Möglichkeiten bestehen zur Verlängerung der Betriebszeit der Buslinie 749?
Antwort:
Mit der Vorlage OVA/011/2022 wurde durch den Rat die Aufstellung eines neuen Nahverkehrsplans beschlossen und die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Planentwurfs beauftragt. Aktuell wird die Vergabe zur Einbeziehung externer Büros vorbereitet. Im Rahmen des Neuaufstellungsprozesses wird aufbauend auf den Ergebnissen des Mobilitätsplans D unter anderem eine Überprüfung und Weiter-entwicklung des gesamten Düsseldorfer Busnetzes erfolgen. Die Weiterentwicklung der Linie 749, die auch eine Verlängerung der Betriebszeit beinhalten kann, wird im Rahmen der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans geprüft.
Frage 2:
Welche Möglichkeiten bestehen zum Ausbau bzw. zur besseren Beleuchtung des Fahrradweges?
Antwort:
Hinweise zu den Eigentumsverhältnissen:
Der Bereich der Kalkumer Schlossallee von der Arnheimer Straße bis zur B 8 liegt in der Zuständigkeit der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Die Kalkumer Schlossallee, beginnend ab der B 8 bis zum Übergang in die Kaiserswerther Straße in Ratingen, liegt im Eigentum und in der Zuständigkeit des Landes NRW.
Die Kalkumer Schlossallee geht auf Ratinger Stadtgebiet in die Kaiserswerther Straße über.
Ausbau
Die Kalkumer Schlossallee ist Bestandteil des Radhauptnetzes der Stadt Düsseldorf. Eine Vorabprüfung der Radwegverbindung über die Kalkumer Schlossallee nach Ratingen hat ergeben, dass Handlungsbedarf zum Ausbau des Radwegs besteht.
Um die regionalen Radnetze an das Radhauptnetz der Stadt Düsseldorf anzubinden, befindet sich die Verwaltung bereits im Austausch mit der Stadt Ratingen.
Der Straßenabschnitt der Kalkumer Schlossallee bis nach Ratingen wird in die Liste der notwendigen Maßnahmen des Radhauptnetzes aufgenommen. In dem Zusammenhang würde dann auch eine Beleuchtung des Radweges geprüft.
Der Bereich der Kalkumer Schlossallee von der Arnheimer Straße bis zur Oberdorfstraße ist aktuell beleuchtet. Im weiteren Verlauf gibt es keine Bebauung und daher auch keine Beleuchtung der Straße und/oder des Radweges.
Auch in der Verlängerung, also der Kaiserswerther Straße auf Ratinger Stadtgebiet, gibt es zunächst keine Beleuchtungsanlage.
Für die Errichtung einer durchgängigen Beleuchtungsanlage wäre der abgestimmte Ausbau in Düsseldorf und Ratingen erforderlich. Für das Düsseldorfer Stadtgebiet müsste die Stadt auch für den Bereich von StraßenNRW die Kosten tragen und einen Gestattungsvertrag abschließen, da Landstraßen grundsätzlich nicht vom Land beleuchtet werden.
Bei überschlägiger Schätzung würden die Kosten für die Beleuchtung zwischen 650.000 Euro (Solarleuchten) und 1.500.000 Euro (Trafostation, Leuchten, Maste usw.) betragen.
Aufgrund der priorisierten Abarbeitung der Abschnitte des Radhauptnetzes ist eine verbindliche Benennung eines Zeitpunktes für die Bearbeitung und Aufnahme der Planung zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht möglich.
Frage 3:
Welche weiteren Möglichkeiten bestehen aus Sicht der Verwaltung, die eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche und junge Erwachsene im Düsseldorfer Norden weiter zu verbessern?
Antwort:
Im Stadtbezirk 5 gibt es eine Vielzahl von kostenlosen und kostengünstigen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Nach Auskunft des Stadtsportbundes Düsseldorf gibt es mehr als 100 Angebote von Sportvereinen in dem nördlichen Stadtbezirk von Düsseldorf. Auch halten die vielen Kirchengemeinden und die Jugendverbände ein großes Angebot für Kinder und Jugendliche vor. Ansprechpersonen für die konkreten Angebote sind die jeweiligen Kirchengemeinden sowie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und das evangelische Jugendreferat Düsseldorf. Diese Angebote werden vor allem von ehrenamtlichen, engagierten und geschulten Menschen getragen. Auf Grund der coronabedingten Einschränkungen in den letzten zwei Jahren konnten diese Angebote nicht wie gewohnt und geplant durchgeführt werden. Die Angebote für die Zielgruppe befinden sich nun in einem „Neustart“.
In der Sozialraumanalyse von 2017 des Amtes für Statistik und Wahlen werden in dem Stadtbezirk 5 elf Sozialräume identifiziert. Diese wurden nach bestimmten sozialen Kategorien bewertet und zwei Sozialraumtypen zugeordnet. Diese sind der Typ 1 und Typ 2 (Sozialraum mit sehr geringem sozialen Handlungsbedarf sowie Sozialraum mit geringem Handlungsbedarf).
Siehe auch:
https://www.duesseldorf.de/fileadmin/Amt12/statistik/stadtforschung/download/Sozial
raeumliche_Gliederung_Fortschreibung_2017.pdf
Aus planerischer Sicht bedeutet dies, dass Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche vordringlich erst in den Sozialräumen mit den Typen 4 und 5 auskömmlich umgesetzt werden sollten (Typ 4: Sozialraum mit hohem sozialem Handlungsbedarf und Typ 5 mit sehr hohem sozialem Handlungsbedarf).
Die professionelle Offene Kinder- und Jugendarbeit der Diakonie Kaiserswerth,
Teestube und OffRoad-Bus , Alte Landstraße, wird regelmäßig gemeinsam mit dem Jugendamt reflektiert und bedarfsgerecht angepasst. Die öffentlichen Plätze, die der Offroad-Bus im Stadtbezirk 5 anfährt, werden ebenfalls regelmäßig den Bedarfen angepasst. Auf Hinweise und Anfragen von Kinder und Jugendlichen wird sehr flexibel reagiert und es werden immer wieder neue und andere Plätze im Stadtbezirk aufgesucht.
Das Konzept des Haus des Kindes , Nordkap.familie , Heinrich-Walbröhl-Weg 10, bietet den Familien im Stadtbezirk zusätzlich während der gesamten Entwicklungsphasen der Kinder und Jugendlichen ein durchgehendes Betreuungs- und Beratungsangebot an.
Auch die Offenen Angebote dieser Einrichtungen befinden sich in einer „Neustart“-Phase, da in den letzten zwei Jahren, keine offenen Angebote umgesetzt werden konnten. Darüber hinaus plant das Sportamt in Kooperation mit dem Gartenamt für 2022/2023 eine neue Multifunktionssportfläche im Stadtbezirk 5, die besonders für Kinder und Jugendliche eine große Bereicherung darstellen wird.