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Title: Antrag
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00587625.pdf
Published Time: 2026-06-11T13:08:00.000Z
Number of Pages: 3
Markdown Content:
RAT/309/2026
> Xöffentlich nicht öffentlich
> Düsseldorf, 21.05.2026
An den
Vorsitzenden des Rates
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Herrn Dr. Stephan Keller
Betrifft:
> Antrag der AfD-Ratsfraktion: Einführung eines grundsätzlichen Grillverbots in öffentlichen
> Parks und Grünanlagen der Landeshauptstadt Düsseldorf
Sehr geehrter Herr Dr. Keller,
hiermit bitte ich Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Rates der
Landeshauptstadt Düsseldorf am 18.06.2026 zu nehmen und beschließen
zu lassen:
> Antrag:
In sämtlichen öffentlichen Parks, Grünanlagen und sonstigen städtischen
Erholungsflächen wird ein grundsätzliches Grillverbot eingeführt. Die
Verwaltung wird beauftragt, geeignete Hinweisschilder an allen
betroffenen Anlagen anzubringen und die Ordnungsbehörden mit einer
verstärkten Kontrolle zu betrauen. Die Verwaltung berichtet dem Rat nach
zwölf Monaten über die Wirksamkeit der Maßnahme sowie über mögliche
Anpassungsbedarfe.
> Begründung:
In den vergangenen Jahren hat die Nutzung öffentlicher Parks zum Grillen
in vielen deutschen Großstädten deutlich zugenommen. Dies führt
regelmäßig zu Geruchsbelästigungen, insbesondere an warmen
Wochenenden und Feiertagen. Städte wie Berlin, Frankfurt am Main und
Stuttgart berichten seit Jahren über Beschwerden von Anwohnern sowie Seite 2
> 1https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2025/02/goerlitzer-park-berlin-kreuzberg-
> baeume-brand-feuerwehr.html
> 2https://www.dnn.de/lokales/dresden/stadtpark-meissen-brand-ausgebrochen-ursache-
> unklar-AIRMKKCRSNFQVCQBUXLQNIAOLM.html oder https://www.thueringer-
> allgemeine.de/lokales/nordhausen/article411575665/feuerwehr-im-dauereinsatz-im-
> nordhaeuser-stadtpark-brennt-es.html
> 3https://www.abendblatt.de/hamburg/politik/article409591147/wildes-grillen-und-muell-
> in-parks-ist-haerteres-durchgreifen-noetig-1.html
von Parkbesuchern, die sich durch Rauch und Geruch beeinträchtigt
fühlen.
Offenes Grillen in Parks stellt vor allem aber ein erhebliches Brandrisiko
dar. Die Feuerwehr Berlin meldete in mehreren Sommern eine deutliche
Zunahme von Vegetations- und Böschungsbränden, die auf
unsachgemäßes Grillen zurückzuführen waren. Brennende Bäume können
die Folge sein. 1 Auch der Deutsche Feuerwehrverband weist darauf hin,
dass „Glutreste in Grünanlagen zu spontanen Entzündungen führen
können, insbesondere bei Trockenheit“. Düsseldorf ist hiervon nicht
ausgenommen und insofern besteht ein erhöhtes Risiko von
Flächenbränden oder Buschbränden auch durch bewusstes Unterlassen
von Mähen einzelner Wiesenabschnitte in Parkanlagen. Brände in
Stadtparks sind zudem nicht nur auf die Sommermonate beschränkt. 2 Ein
präventives Grillverbot ist daher ein notwendiger Beitrag zur
Gefahrenabwehr.
Viele Städte berichten über massive Vermüllung durch Einweggrills,
Verpackungen, Alufolie und Essensreste. 3 Besonders problematisch ist die
Entsorgung heißer Kohle: In München kam es wiederholt zu Baumschäden
durch das Auskippen glühender Grillreste an Wurzeltellern. In Köln wurden
2023 mehrere Rasenflächen im Rheinpark aufgrund von Brandstellen und
Verkohlungen erneuert. Solche Schäden verursachen erhebliche Kosten
für die Kommunen und beeinträchtigen die ökologische Qualität der
Grünflächen. Mehrere Städte haben bereits reagiert und Grillverbote oder
stark eingeschränkte Grillzonen eingeführt, z.B. Berlin, Stuttgart,
Frankfurt am Main und Hamburg.
Auch in Düsseldorf ist eine Zunahme der Grillaktivitäten in Parks wie dem
Rheinpark, dem Hofgarten oder dem Südpark zu beobachten.
Beschwerden über Rauch, Müll und beschädigte Grünflächen nehmen zu.
Aktuelle, dokumentierte Fälle der Entsorgung von mutmaßlich heißer
Grillkohle auf Rasenflächen oder an Bäumen liegen für den Düsseldorfer
Rheinpark vor. Ein präventives Grillverbot dient daher dem Schutz der
öffentlichen Sicherheit, der Erhaltung der städtischen Grünflächen, der
Reduzierung von Müll und Reinigungskosten sowie der Vermeidung von
Nutzungskonflikten zwischen Parkbesuchern.
Elmar Salinger Für die Richtigkeit:
Fraktionsvorsitzender
AfD-Fraktion Düsseldorf Thomas Krabbe Seite 3