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Title: Antrag
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00587605.pdf
Published Time: 2026-05-21T17:55:00.000Z
Number of Pages: 3
Markdown Content:
RAT/305/2026
> Xöffentlich nicht öffentlich
> Düsseldorf, 21.05.2026
An den
Vorsitzenden des Rates
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Herrn Dr. Stephan Keller
Betrifft:
> Antrag der AfD-Ratsfraktion: Konsequente Überprüfung erfolgter Einbürgerungen vor dem
> Hintergrund offenkundiger Missstände in der Düsseldorfer Ausländerbehörde
> Antrag:
Sehr geehrter Herr Dr. Keller,
hiermit bitte ich Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Rates der
Landeshauptstadt Düsseldorf am 18.06.2026 zu nehmen und beschließen
zu lassen:
Die Verwaltung wird beauftragt, sämtliche seit dem Jahr 2022
vorgenommenen Düsseldorfer Einbürgerungen auf die ordnungsgemäße
Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen zu überprüfen.
Insbesondere ist zu prüfen, ob die Anforderungen an den Nachweis
ausreichender deutscher Sprachkenntnisse gemäß den gesetzlichen
Vorgaben ordnungsgemäß kontrolliert wurden und ob persönliche
Vorsprachen bzw. geeigneter kommunikativer Austausch im Sinne einer
Kontrolle stattgefunden haben.
Die Verwaltung wird aufgefordert, dem Rat einen umfassenden Bericht
über festgestellte Verfahrensmängel, personelle Defizite, organisatorische
Missstände sowie gegebenenfalls rechtswidrig erfolgte Einbürgerungen bis
zur Sitzung im September 2026 vorzulegen.
Zudem soll dargestellt werden, welche Maßnahmen künftig ergriffen
werden, um eine rechtsstaatlich einwandfreie, sorgfältige und
nachvollziehbare Prüfung im Einbürgerungsverfahren sicherzustellen. Seite 2
> Begründung:
Die einsilbigen Antworten der Verwaltung auf die Anfrage der Anfrage der
AfD Ratsfraktion Düsseldorf (RAT/043/2026) zum Umgang mit
Sprachzertifikaten und zur Prüfung der Sprachkenntnisse im
Einbürgerungsverfahren haben erhebliche Zweifel daran aufkommen
lassen, ob die gesetzlichen Anforderungen im Bereich der Düsseldorfer
Einbürgerungspraxis in den vergangenen Jahren konsequent eingehalten
wurden.
Hinzu kommen die Ende August 2025 veröffentlichten medialen
Recherchen und sogenannten „Situationsberichte“ aus der Düsseldorfer
Ausländerbehörde, die einen tiefen Einblick in langjährige organisatorische
und personelle Missstände innerhalb der Behörde geben. Die Berichte
stammen teilweise vom Leiter der kommunalen Ausländerbehörde selbst
sowie von einzelnen Mitarbeitern und zeichnen das Bild erheblicher
struktureller Defizite über mehrere Jahre hinweg.
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/gravierende-maengel-im-
auslaenderamt-duesseldorf/
Beschrieben werden unter anderem ein gravierender Mangel an
vollständig eingearbeiteten Mitarbeitern, erhebliche Überlastungen sowie
daraus resultierende unzureichende Prüfungen im
Einbürgerungsverfahren. Besonders schwer wiegt dabei der Eindruck, dass
gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzungen — etwa die persönliche
Überprüfung ausreichender deutscher Sprachkenntnisse — teilweise nicht
mit der gebotenen Sorgfalt kontrolliert worden sein könnten.
Gerade die Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit stellt einen
besonders sensiblen hoheitlichen Akt dar, der ein Höchstmaß an
Rechtsstaatlichkeit, Sorgfalt und Nachvollziehbarkeit erfordert. Bereits der
öffentliche Eindruck einer leichtfertigen oder unzureichend geprüften
Einbürgerungspraxis beschädigt das Vertrauen der Bevölkerung in
Verwaltung und Rechtsstaat nachhaltig.
Vor diesem Hintergrund ist eine umfassende und transparente
Überprüfung der seit 2022 erfolgten Einbürgerungen zwingend
erforderlich. Ziel muss es sein, bestehende Zweifel auszuräumen,
mögliche Verfahrensfehler konsequent aufzuarbeiten und das Vertrauen in
die Rechtmäßigkeit kommunaler Verwaltungsentscheidungen
wiederherzustellen.
Elmar Salinger Für die Richtigkeit:
Fraktionsvorsitzender AfD-Fraktion Düsseldorf
für die AfD-Ratsfraktion Thomas Krabbe Seite 3