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Title: Antrag
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00588720.pdf
Published Time: 2026-06-16T07:01:00.000Z
Number of Pages: 2
Markdown Content:
OVA/074/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 03.06.2026
Ratsfraktion – FDP
Ratsherrn Andreas Auler
Vorsitzender des Ordnungs- und Verkehrsa usschusses
Antrag der FDP-Ratsfraktion
zur Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am 24.06.2026
# Betrifft:
Änderungsantrag der FDP-Ratsfraktion zu OVA/062/2026: Neugestaltung östliche
Königsallee
Se hr geehrter Herr Auler,
im Namen meiner Fraktion bitte ich Sie, nachfolgenden Änderungsantrag auf die
Tagesordnung der Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses am
24. Juni 2026 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen.
Antrag:
Die Verwaltung wird beauftrag, im Rahmen der weiteren Planungen zur Umgestaltung der
Königsallee, folgende Aspekte zu prüfen und nach Möglichkeit zu berücksichtigen.
1. Prüfung einer ganzheitlichen Radwegeführung auf beiden Seiten der Königsallee
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob bei einer gesamtheitlichen Betrachtung der
Königsallee Ost und West die Einrichtung von jeweils einem Ein-Richtungs-Radweg pro
Straßenseite möglich ist. Ziel ist es, das Gefährdungspotenzial für alle
Verkehrsteilnehmer zu reduzieren und konfliktträchtige Situationen zu vermeiden.
2. Optimierung des Parkleitsystems
Im Zuge des Wegfalls zahlreicher Parkplätze, wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen,
wie das bestehende Parkleitsystem im Umfeld der Königsallee verbessert und
nutzerfreundlicher gestaltet werden kann (frühzeitige und intelligente Verkehrslenkung für
den Parksuchverkehr).
3. Erarbeitung eines konkreten Zeit- und Baustellenmanagements
Im Rahmen der weiteren Planungen ist zwingend vor Baubeginn ein konkretes Zeit-,
Bauphasen- und Baustellenmanagement vorzulegen, um negative Erfahrungen wie auf
der Friedrichstraße zu vermeiden.
Die Verwaltung wird außerdem gebeten, die weiteren Planungen in enger und fortlaufender
Abstimmung mit den betroffenen und relevanten Stakeholdern vorzunehmen und diese in
Entscheidungsprozesse einzubinden. Hierzu zählen insbesondere Eigentümer,
Geschäftsinhaber, Hotels, die Industrie- und Handelskammer, die IG Königsallee sowie
weitere betroffene Interessenvertretungen und Akteure vor Ort. Seite 2
Begründung:
Die Königsallee ist weit über Düsseldorf hinaus ein bedeutender Wirtschafts-, Einzelhandels-
und Aufenthaltsstandort mit hoher städtebaulicher und touristischer Bedeutung.
Veränderungen an der Verkehrsführung und Aufenthaltsqualität müssen daher mit
besonderer Sorgfalt geplant werden. Ziel muss eine ausgewogene Lösung sein, die
Sicherheit, Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Interessen gleichermaßen
berücksichtigt.
Grundsätzlich begrüßt die FDP alle Bestrebungen zur Aufwertung der Königsallee. Die Kö
muss sich auch künftig als international wettbewerbsfähige Einkaufsstraße behaupten
können. Gleichzeitig treffen auf engem Raum unterschiedliche Anforderungen in besonderer
Intensität aufeinander: Aufenthaltsqualität, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, internationale
Attraktivität sowie die verkehrliche Funktionalität des innerstädtischen Straßennetzes
müssen in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden.
Die bisherigen Erfahrungen insbesondere im Bereich der Schadowstraße zeigen, dass
unklare oder nicht ausreichend getrennte Verkehrsführungen zu erheblichen Problemen und
Unsicherheiten führen können. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer darf daher keinesfalls
vernachlässigt werden. Wir teilen die Sorge der Interessengemeinschaft Königsallee e.V.,
dass insbesondere der geplante Zweirichtungsradweg erhebliche Risiken für
Fußgängerinnen und Fußgänger birgt, die die Radverkehrsanlage queren müssen. Vor
diesem Hintergrund sollte geprüft werden, ob statt eines Zweirichtungsradwegs auf der
Ostseite die Einrichtung jeweils eines Ein-Richtungs-Radwegs auf der Ost- und Westseite
der Königsallee die verkehrssicherere und praktikablere Lösung darstellt.
Darüber hinaus ist festzustellen, dass die bestehende Verkehrs- und Parkplatzführung
insbesondere für auswärtige Besucherinnen und Besucher häufig nicht ausreichend
nachvollziehbar ist. Vor dem Hintergrund des geplanten Wegfalls zahlreicher Parkplätze im
öffentlichen Raum gewinnt eine intelligente und frühzeitige Verkehrslenkung zusätzlich an
Bedeutung. Das bestehende Parkleitsystem sollte daher erweitert und modernisiert werden,
um Suchverkehre zu reduzieren und die Erreichbarkeit der Innenstadt weiterhin
sicherzustellen.
Zudem dürfen sich die negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen
auf der Friedrichstraße bei einem Projekt von der Bedeutung der Königsallee nicht
wiederholen. Aufgrund ihrer zentralen Lage besitzt die Königsallee eine herausragende
Bedeutung für den Innenstadtverkehr sowie für Einzelhandel, Gastronomie und
Lieferverkehre. Auswirkungen auf Erreichbarkeit und wirtschaftliche Abläufe sind daher
frühzeitig zu berücksichtigen und transparent darzustellen. Hierfür ist bereits vor Beginn der
ersten Bauarbeiten ein verbindliches, mit allen beteiligten Gewerken abgestimmtes Zeit- und
Baustellenmanagement vorzulegen. Ziel muss es sein, Kollisionen zwischen
unterschiedlichen Maßnahmen, unnötige Verzögerungen und längere Stillstände zu
vermeiden sowie Anlieger und Betroffene frühzeitig und verlässlich über die jeweiligen
Bauphasen und Einschränkungen zu informieren.
Felix Mölders