Beschlussvorlage Aktenzeichen OVA/015/2020/1

Workshopverfahren und verkehrsplanerische Untersuchungen zur Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes und des Vorplatzes Wilhelm-Marx-Haus

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
4Dokumente 10. März 2020veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Beschlussdarstellung“

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung eines zweiten Workshops mit geladenen Teilnehmern*innen, dessen Ziel es ist, eine Gestaltung für den Heinrich-Heine-Platz und den Vorplatz des Wilhelm-Marx Hauses im Sinne einer konzeptionellen Vorplanung zu entwickeln. Der Entwurf soll sowohl die Erkenntnisse aus den öffentlichen Beteiligungen als auch planungsrelevante Rahmenbedingungen der Stadt und Planungsvorschläge der SIGNA und benachbarter Beteiligter berücksichtigen.

Weitere Einordnung im Original: Aus „Sachdarstellung“

Die Vorlage OVA/015/2020 wurde bereits in der Bezirksvertretung 1angehört. Aufgrund dessen und im Sinne einer Gleichbehandlung mit anderen qualitätssichernden Verfahren sind Änderungen in der Indexvorlage OVA/015/2020/1 eingefügt worden.

Das Beteiligungsverfahren im Sommer 2019 hat gezeigt, dass verschiedene, sich zum Teil ausschließende, Gestaltungsvorstellungen für den Heinrich-Platz existieren.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 10. März 2020. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Title: 00374126.pdf URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00374126.pdf Published Time: Tue, 15 Sep 2020 11:05:24 GMT Number of Pages: 3 Markdown Content: OVA/015/2020/1 X öffentlich nicht öffentlich # Beschlussvorlage Betrifft: Workshopverfahren und verkehrsplanerische Untersuchungen zur Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes und des Vorplatzes Wilhelm-Marx-Haus Fachbereich: 66 - Amt für Verkehrsmanagement Dezernentin / Dezernent: Beigeordnete Cornelia Zuschke Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 29.04.2020 Vorberatung Ordnungs - und Verkehrsausschuss 05.05.2020 Entscheidung Beschlussdarstellung: Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung mit der Durchführung eines zweiten Workshops mit geladenen Teilnehmern*innen, dessen Ziel es ist, eine Gestaltung für den Heinrich-Heine-Platz und den Vorplatz des Wilhelm-Marx Hauses im Sinne einer konzeptionellen Vorplanung zu entwickeln. Der Entwurf soll sowohl die Erkenntnisse aus den öffentlichen Beteiligungen als auch planungsrelevante Rahmenbedingungen der Stadt und Planungsvorschläge der SIGNA und benachbarter Beteiligter berücksichtigen. Die Ergebnisse aus dem Workshop und der verkehrlichen Untersuchungen und Planungen werden den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt, um danach in die bereits laufende Planung des Projektes „Umgestaltung der Straßenzüge Friedrichstraße - Breite Straße und Kasernenstraße – Elisabethstraße vom Bilker Bahnhof bis zur Elberfelder Straße nach Inbetriebnahme Wehrhahn – Linie“ (Vorlage 66/ 53/2015 - Oberflächen nach Wehrhahn-Linie) integriert werden zu können. Sachdarstellung: Die Vorlage OVA/015/2020 wurde bereits in der Bezirksvertretung 1angehört. Aufgrund dessen und im Sinne einer Gleichbehandlung mit anderen qualitätssichernden Verfahren sind Änderungen in der Indexvorlage OVA/015/2020/1 eingefügt worden. Das Beteiligungsverfahren im Sommer 2019 hat gezeigt, dass verschiedene, sich zum Teil ausschließende, Gestaltungsvorstellungen für den Heinrich-Platz existieren. Seite 2 Aus diesem Grund beabsichtigt das Amt für Verkehrsmanagement einen nicht öffentlichen Planungsworkshop mit geladenen Teilnehmern*innen, durchzuführen. Dieser soll dazu dienen, die verschiedenen Wünsche und Notwendigkeiten zu untersuchen und in einem gemeinsamen städtebaulichen und freiraumplanerischen Entwurf zusammen zu führen. Da die betroffenen unter- und oberirdischen Flächen gemeinsames Eigentum der Stadt Düsseldorf und der Signa Holding (Eigentümerin des Carsch-Haus) sind, müssen sowohl öffentliche als auch private Interessen, berücksichtigt werden. Eingeladen werden sollen die bisher beteiligten Fachplanungsbüros, ein Landschaftsarchitekturbüro (…) :  2 Planer*innen, David Chipperfield Architects, Berlin Architekturbüro, tätig für die Signa Holding  1 Planer*in, Lindschulte Ingenieure, Düsseldorf Verkehrsplaner im Projekt “Oberflächen nach Wehrhahn -Linie“, tätig für die Stadt Düsseldorf  2 Planer*innen, Landschaftsarchitekten Club L94, Köln Gewinner des Wettbewerbs „Blaugrüner Ring“ in Arbeitsgemeinschaft mit Raumwerk und Seehof, Frankfurt Des Weiteren 4 Bürger*innen, davon 2 Jugendliche in Vertretung der Öffentlichkeit. Vertreter*innen der Anlieger- und Interessen-gemeinschaften, der politischen Fraktionen, der BV 1, des Seniorenbeirats und der Behindertenverbände werden ebenfalls zum Planungsworkshop eingeladen. Die dieser Vorlage beigefügte Dokumentation stellt die Ergebnisse aus den verschiedenen Beteiligungen dar: - Infomobil am 9.7.19, - Workshop am 26.9.19, - Ausstellung vom 20.-30.9.19 und den weiteren Anregungen durch Postkarten, Mails und sonstigen Eingaben Wesentliche Anregungen sind: - Verlagerung des Verkehrs in die Breite Straße als Zweirichtungsverkehr - Klärung der Radwegeführung - Veränderung des Tiefhofes und der Treppenanlage in ihrer Lage und Ausdehnung, die der Erschließung einer unterirdischen repräsentativen Achse zwischen Carschhaus – Kaufhof und damit der Attraktivierung des Basements dienen. - Erhalt des Pavillons am Ort (Verschieben am Platz möglich) - Möglicher Erhalt von Bestandsbäumen - Platznutzung in Form von kulturellen Veranstaltungen - Platzgestaltung durch Aufwertung des Bestandes - Berücksichtigung verschiedener Gestaltungselemente zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, wie Sitzmöglichkeiten, Wasserelemente, Begrünung und Beleuchtung Wesentliche planungsrelevante Rahmenbedingungen sind: Platz für alle(s), Vergrößerung der Bestandsfläche, Barrierefreiheit, Denkmalschutz, U-Bahn –Betrieb, Klima, Sicherheit, Robustheit, städtebauliche Qualität, Freiraumqualität, Verträglichkeit mit Nachbarschaft, qualitätsvolles Gelenk zwischen City und Altstadt Parallel ist die Untersuchung der verkehrlichen Machbarkeit/Auswirkungen durchzuführen sowie die vorhandene Straßenplanung dementsprechend zu Seite 3 überarbeiten. Diese Leistungen erfolgen zusätzlich zu den Leistungen für die im Zuge des Bedarfsbeschlusses Oberfläche nach Wehrhahn-Linie bereits Planungsmittel bereitgestellt worden sind, werden aber zunächst aus dem vorhandenen Planungsmittelbudget der Oberfläche nach Wehrhahn-Linie finanziert Kosten, Finanzierung Die Kosten für die Durchführung des Workshopverfahrens werden etwa 14.000,-Euro betragen. Dies beinhaltet die Honorare, die Anmietung eines Raumes und die Bereitstellung von Technik und Catering für beide Veranstaltungstermine. Resultierend aus den Anregungen der Bezirksvertretung und sonstigen Beteiligten ist das Fachamt zu der Überzeugung gekommen, dass es sinnvoll wäre, zusätzliche fachplanerische Vor- und Nachbereitungen des Workshops zu beauftragen. Hiermit wären noch einmal Kosten in Höhe von etwa 16.000,- Euro verbunden. Die notwendigen Mittel werden aus der Haushaltsstelle Oberfläche nach Wehrhahn-Linie genommen. Anlagen: Anlage 1 - Dokumentation der Öffentlichkeitsveranstaltungen zur Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes Anlage 2 - Vorschlag zum Ablauf des Workhopverfahrens - neu Anlage 3 - Gestaltungsvorschlag Chipperfield Architekten
Anlage 1 - Dokumentation der Öffentlichkeitsveranstaltungen zur Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes als Text anzeigen
Title: TMAbs1 URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00374115.pdf Published Time: Fri, 14 Feb 2020 12:48:36 GMT Number of Pages: 31 Markdown Content: 1 # Dokumentation # der Bürgerbeteiligung # zur Neugestaltung # des Heinrich -Heine -Platzes # Workshop am 26.9.19 23 # Inhalt 1 Einführung/Planungsstand 4 2 Öffentlichkeitsarbeit vor dem 26.9.19 7 2.1 Infomobil 9.7.19 7 2.2 Ausstellung am Carsch-Haus 20. –30.9.19 9 3 Workshop am 26.9.19 11 3.1 Ablauf/Methodik 11 3.2 Ergebnisse 14 3.2.1 Arbeitstisch 1 zur Platzgestaltung 14 3.2.2 Arbeitstisch 2 zur Platzgestaltung 18 3.2.3 Arbeitstisch 3 zur Platzgestaltung 20 3.2.4 Arbeitstisch 4 Thema Verkehr 23 3.2.5 Auswertung Bürgerbeteiligung/Kommentare Stellwände 26 4 Fazit/Ausblick 28 4 # 1 Einführung/Planungsstand Platz und Kontext Der Heinrich-Heine-Platz in der Altstadt Düssel-dorfs weist im Lauf der Geschichte eine durch-aus bewegte Gestaltung auf. Die ersten Fotos des Platzes um 1905 zeigen den Vorgänger des jetzigen Pavillons als markanten Bestandteil der durchgängigen und repräsentativen Heinrich-Heine-Allee. Diese stark gestaltungsbetonte Ausformulierung des Platzes entspricht den aufwendig gestalteten Gebäuden am Platz, allen voran dem Carsch-Haus und dem Wilhelm-Marx-Haus. In der Nachkriegszeit wurde der Platz, dem Geist der Zeit folgend, zum Ver-kehrsraum umgestaltet. Erst mit der Neu-gestaltung der Heinrich-Heine-Allee im Jahr 1989 kam es zur Wiederherstellung eines hochwertigen Stadtraums, in dem jedoch noch die Straßenbahn verkehrte. Durch die Einführung der U-Bahn Wehrhahn-Linie besteht heute die Chance, den Platz wie-der weitgehend vom Verkehr zu befreien und als öffentlichen Platz im Gefüge der Altstadt im Übergang zur Königsallee für die Düssel-dorferinnen und Düsseldorfer zurück zu gewinnen. Neben den autofreien Varianten, die in der Diskussion sind, gibt es zahlreiche Rahmenbe-dingungen, die bei der Umgestaltung des Platzes zu berücksichtigen sind. Weite Teile des Platzes sind in mehreren Ebenen unterbaut. Direkt unter dem Platz befindet sich das Zwi-schengeschoss der U-Bahn, zu dem zahlreiche Eingänge führen. Des Weiteren sind unter dem Platz Verkaufs-räume und die Tiefgarage des Carsch-Hauses angeordnet. Für den Platzbereich gelten verschiedene Sat-zungen der Stadt Düsseldorf, wie zum Beispiel die Lichtsatzung, eine Erhaltungssatzung für die Gebäude und die Denkmalbereichssatzung der Carlstadt. Neben den Wegebeziehungen gibt es heute allgemein anerkannte Ansprüche an den öffentlichen Raum, die ebenso bei einer Platz-gestaltung Beachtung finden müssen. Dies sind neben der Verpflichtung zur Herstellung von Barrierefreiheit und Sicherheit (Rettung) auch der Wunsch, den Platz als Treffpunkt für Men-schen und für Veranstaltungen zu nutzen. Zudem übernehmen Stadträume und ihre Bepflanzung im 21. Jahrhundert eine wichtige stadtklimatische Bedeutung, die bei der Platz-gestaltung berücksichtigt werden muss. Stand der Planung Aufgrund seiner zentralen Bedeutung für das Freiraumgefüge in Düsseldorf liegen für den Heinrich-Heine-Platz mehrere Diskussions-beiträge und Vorschläge auf dem Tisch, die als Impulse für die Umgestaltung genutzt werden können. Der Platz liegt eingebettet in einem gedachten Boulevard der Plätze, der sowohl wichtige Orte als auch zentrale Einkaufs-bereiche verbindet. Vom Rhein kommend führt der Boulevard über den Heinrich-Heine-Platz zum Corneliusplatz. Die Königsallee kreuzend erreicht dieser, entlang der Schadowstraße, den Schadowplatz und wird zukünftig über die neugestaltete Schadowstraße stadtauswärts führen. Die Gestaltungsidee einer aufgewerte-ten Ost-West Verbindung über den Platz mit einem auffälligen neuen Aussichtspunkt von green! Architects greift dieses Konzept auf. Aus dem Jahr 2015 und 2016 gibt es Vorschläge des Amts für Verkehrsmanagement und von DHP Architekten, die sich am Bestand orientieren und einen Umgang mit den vorhandenen Bäu-men formulieren. Die jüngste Gestaltungsidee von Chipperfield Architekten schlägt einen großzügigen Abgang zu einem Tiefhof vor dem Carsch-Haus vor, zeigt aber vor allem, welche Kraft in einer großzügigen verkehrsfreien Platz-fläche liegen könnte. Der Vorschlag beruht auf dem gemeinsamen Eigentum an ober- und unterirdischen Flächen am Platz, so dass eine gemeinsame Lösung gefunden werden muss. Diese Impulse bilden den Hintergrund, um gemeinsam mit der Düsseldorfer Bürgerschaft die künftige Gestaltung des Heinrich-Heine-Platzes zu diskutieren. 5 Heinrich-Heine-Allee / 1905 Heinrich-Heine-Platz / 1914 Heinrich-Heine-Allee / 1956 Historie des Heinrich-Heine-Platzes 6 Heinrich-Heine-Platz / 2011 Heinrich-Heine-Platz im Freiraumgefüge 7 # 2 Öffentlichkeitsarbeit vor dem 26.9.19 Im Zentrum der Bürgerbeteiligung zur frei-raumplanerischen und verkehrlichen Neu-gestaltung des Heinrich-Heine-Platzes stand der öffentliche Workshop am 26. September in der Aula des Humboldt-Gymnasiums. Um möglichst viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer auf den Workshop aufmerksam zu machen, wurde zeitlich parallel, vom 20. bis 30. September, eine Ausstellung in den Schaufenstern des Carsch-Hauses gezeigt. Bereits am 9. Juli gab es außerdem am Heinrich-Heine-Platz das Infomobil des Amts für Verkehrsmanagement mit der Möglichkeit, sich zu informieren und an der Platz-gestaltung mitzuwirken. Auswertung der Bürgerbeteiligung mit Infomobil am 9.7.2019 8 ## 2.1 Infomobil 9.7.19 Am 9. Juli informierte das Amt für Verkehrs-management auf dem Heinrich-Heine-Platz über das aktuelle Verfahren, stand für Fragen zur Verfügung und sammelte konkrete Anre-gungen der Bürgerinnen und Bürger. Wünsche und Hinweise zur Platzgestaltung wurden zusammengetragen – sowohl wäh-rend des Termins als auch im Anschluss als Rückmeldungen per E-Mail. Die Infographik zeigt die Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig waren: den Pavillon, Veranstaltungen auf dem Platz, die Verkehrsführung auf der Heinrich-Heine-Allee und am Heinrich-Heine-Platz, Barrierefreiheit und der Rückbau bzw. eine Verbesserung der Stufenanlage auf dem Platz, Ausstattung und Vegetation. Beim Thema Pavillon befürworteten die meisten Teilnehmenden den Erhalt am Platz im weitesten Sinne, während einzelne Stim-men sich für ein Versetzen an einen anderen Standort in Düsseldorf aussprachen. Als alternativer Standort wurde besonders der Hofgarten genannt. Die Summe der Rückmeldungen zum Thema Veranstaltungen auf dem Platz addierte sich aus Einzelstimmen zu vielfältigen Ideen für Nutzungen und Themen wie Musik, Gastro-nomie, Karneval, einem Open-Air-Kino, einer Eisbahn im Winter und einem Stadtinformati-onsplatz mit dem Ziel, den Platz über die Bespielung zu qualifizieren. Von vielen Teilnehmenden wurde die beste-hende Stufenanlage als Barriere empfunden und der Wunsch geäußert, diese bei der zukünftigen Platzgestaltung zu entfernen. Beim Thema der Verkehrsführung auf dem Heinrich-Heine-Platz stand für die Mehrheit der am Infomobil teilnehmenden Düssel-dorferinnen und Düsseldorfer die Verkehrs-freiheit auf dem Platz im Vordergrund. Verschiedene Varianten zur Verkehrsführung wurden vorgeschlagen. Konsens bestand darin, die Erschließung für Fußgänger sowohl über die Heinrich-Heine-Allee als auch über den Heinrich-Heine-Platz großzügiger und übersichtlicher zu gestalten sowie die Radwe-geführung als separate, ablesbare Radspur auszubilden. Einzelne Stimmen sprachen sich für den Erhalt der Bushaltestelle in Platznähe aus. Beim Thema Ausstattung wünschte sich die Mehrheit der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger hochwertige Sitzmöglichkeiten. Von einzelnen Teilnehmenden wurden außerdem Fahrradständer, Brunnen und Informations-tafeln auf dem Platz als Elemente der Platzgestaltung genannt. Ein relativ großer Anteil der Teilnehmenden schlug vor, mehr Grün und Blumen bei der Gestaltung zu berücksichtigen. Der Baum-erhalt wurde nur von wenigen Stimmen explizit genannt. Die graphische Auswertung als Infographik zeigt die Themen, die im Zentrum des Inte-resses und der Diskussionen am Infomobil standen, nach der Anzahl der Nennungen. Rückmeldungen, die von Teilnehmenden relativ einstimmig kamen, sind als Zitate hervor gehoben, wie zum Beispiel das Grün auf dem Platz. 9 ## 2.2 Ausstellung am Carsch-Haus 20. – 30.9.19 Die Ausstellung am Carsch-Haus hatte zum Ziel, möglichst viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, Anwohner, Mieter, aber auch Passanten, die nicht über ein Anschreiben zum Workshop am 26. September eingeladen waren, auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen, das Interesse an der Platzgestaltung zu wecken und einzuladen, am Workshop teilzunehmen um gemeinsam an der Gestal-tung des Platzes zu arbeiten. Hierfür wurden Plakate sowie Kästen mit Einladungskarten und ein Briefkasten für Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger in Kooperation mit den Betreibern des Carsch-Hauses in und an den Schaufenstern angebracht. Rückmeldungen, die einge-gangen sind, werden in der Auswertung der Bürgerbeteiligung in Kapitel 3.2.5. in diesem Bericht berücksichtigt. Einladungskarte Workshop 26.9.19 10 Workshop in der Aula des Humboldt-Gymnasiums 11 # 3 Workshop am 26.9.19 Im Rahmen der Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes hatte die Stadt Düsseldorf am 26. September von 17 bis 20 Uhr zu einem Bürger-Workshop in die Aula des Humboldt-Gymnasiums geladen. Ziel der Veranstaltung war es, einen ergebnisoffenen Diskursprozess in der Bürgerschaft anzustoßen, um die vorliegenden Gestaltungsimpulse und zusätz-liche Ideen aus der Bürgerschaft zu besprechen. Es kamen weit über 100 Personen, so dass die Aula von Beginn an gut gefüllt war. Ein-geladen waren Anlieger des Platzes, Anwoh-nerinnen und Anwohner, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Düsseldorf sowie zahlreiche Interessensvertreter aus der Altstadt. Organi-siert und moderiert wurde der Workshop durch das Büro bauchplan ).( Landschafts-architekten und Stadtplaner. ## 3.1 Ablauf/Methodik Die Veranstaltung begann mit einer Begrü-ßung durch Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grund-stückswesen der Stadt Düsseldorf. Es folgten kurze Vorträge der Planer und Ingenieure im Plenum aller Anwesenden mit dem Ziel, eine gemeinsame Wissensbasis herzustellen. Florian Otto von bauchplan ).( erläuterte zunächst die Rahmenbedingungen und Fak-ten rund um den Heinrich-Heine-Platz und stellte den Planungsstand vor. Über das Projekt Oberflächengestaltung Wehrhahn-Linie, zu dem der Heinrich-Heine Platz ge-hört, informierte Heinz-Ludwig Schwarz, Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Düssel-dorf. Ein Kurzbericht von Uwe Kloppe, Lindschulte Ingenieure, informierte über die Rahmenbedingungen und verschiedene Varianten der Verkehrsführung. Im zweiten Teil der Veranstaltung waren die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich in Gruppen auf vier Arbeitstische aufzuteilen, um Ideen und Möglichkeiten der Platzge-staltung und der Verkehrsführung zu diskutieren. Drei der Arbeitsgruppen wurden moderiert durch das Büro bauchplan ).(. Jeweils eine Moderatorin bzw. ein Moderator sowie eine Zeichnerin standen am Tisch für Fragen zu Verfügung. Durch sogenanntes Live-Sketching (Live-Zeichnen) wurden die Ideen der Arbeitsgruppen visualisiert und simultan per Beamer an die Wand projiziert, so dass zu den einzelnen verbalisierten Vor-schlägen in Echtzeit sichtbare Skizzen vorlagen, die weiter besprochen werden konnten. Der schnelle und einfache Skizzen-stil unterstützte dabei bewusst die Zugäng-lichkeit für Bürgerinnen und Bürger. Der vierte Arbeitstisch wurde von Uwe Klop-pe, Lindschulte Ingenieure, moderiert. Hier lag der Fokus der Diskussion auf der Ver-kehrssituation, die einzelnen Ideen wurden notiert und in Form von Skizzen festgehalten. Die Ergebnisse der vier Arbeitstische sind in den nachfolgenden Kapiteln 3.2.1 bis 3.2.4 dargestellt. Neben der aktiven Diskussion in den Arbeits-gruppen konnten die Bürgerinnen und Bürger Ideen, Meinungen und Stimmen auch an Ideentafeln abgeben. Gegliedert in insgesamt sechs Kategorien, die sich aus der ersten Umfrage des Infomobils ergeben hatten, wurden sowohl im Laufe des Workshops als auch im Nachgang per E-Mail und per Post Kommentare zu den Themenbereichen Pavil-lon, Veranstaltungen, Autofreiheit, Grünraum, Aufenthalt und Barrierefreiheit gesammelt. Die detaillierte Auswertung hierzu befindet sich in Kapitel 3.2.5. Die unterschiedlichen Ergebnisse der Arbeits-tische wurden von Teilnehmenden der jeweiligen Arbeitsgruppe im Plenum vorge-stellt und anhand der im Live-Sketching entstandenen Skizzen erläutert. So wurde das ganze Spektrum der erarbeiteten Ideen zum Heinrich-Heine-Platz für alle Teilnehme-rinnen und Teilnehmer sichtbar. Der Workshop Düsseldorf macht Heinrich-Heine-Platz endete mit einem Ausblick auf das weitere Vorgehen und der Verabschie-dung durch Cornelia Zuschke. 12 Impulse zu Beginn des Workshops Moderation Florian Otto, bauchplan ).( 13 Live-Sketching 14 ## 3.2 Ergebnisse Die Zusammenstellung der detaillierten Ergebnisse der Arbeitstische orientiert sich an der Moderation und der Unterteilung in die Themenfelder Verkehr, Platzebenen/Platz-gestaltung, Pavillon, Vegetation und Veranstaltungen/Nutzungen. 3.2.1 Arbeitstisch 1 zur Platzgestaltung Der Arbeitstisch 1 wurde moderiert von Florian Otto und Anna Schmidt, Büro bauch-plan).(. Im Mittelpunkt der Diskussion stan-den verschiedene Gestaltungsansätze, die zum Teil sehr kontrovers diskutiert wurden. Entsprechend stellen die Skizzen aus der Diskussion teilweise unvereinbare Wünsche dar. Platzebenen/Platzgestaltung Bezüglich der bestehenden Stufen waren sich die Teilnehmer schnell einig, dass der Stadt-boden möglichst eben und barrierefrei sein sollte. Die Aussicht auf eine große und zu-sammenhängende Platzfläche wurde als große Chance für das Freiraumsystem der Innenstadt wahrgenommen. So könnte im Trubel der Innenstadt eine ruhige Insel mit Sitzmöglichkeiten um die Bäume herum entstehen. Pavillon Ausgehend von der Frage, ob der Pavillon auf dem Heinrich-Heine-Platz oder in unmittel-barer Nähe erhalten bleibt, entwickelte sich eine heftige Debatte über die Historie des Pavillons. Ein Bürger wusste zu berichten, dass am historischen Standort, an der ur-sprünglichen Heinrich-Heine-Allee, heute das Wilhelm-Marx-Haus steht. Während das Versetzen des Pavillons und die Tatsache, dass es sich um einen Nachbau handelt, für einige Beteiligte Grund genug war, den Ver-zicht oder mindestens das Versetzen des Pavillons an einen anderen Ort zu fordern, sahen andere in dem Objekt ein wertvolles Erinnerungsstück, das Ausdruck einer der Altstadt entsprechenden, nicht-modernen Gestaltung sei und im Vergleich zu den kürz-lich neu gestalteten Plätzen eine angenehme Wärme verbreite. In der Diskussion um den Pavillon wurde auch der Platzbereich westlich des Carsch-Hauses zur Kasernenstraße als Standort diskutiert. Sollte der Pavillon wieder zum Einsatz kommen, so würden viele Bürgerin-nen und

Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.

Anlage 2 - Vorschlag zum Ablauf des Workhopverfahrens - neu als Text anzeigen
Title: Microsoft Word - Anlage 2 - Ablauf Workshop-Neufassung.docx URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00374202.pdf Published Time: Tue, 10 Mar 2020 14:40:23 GMT Number of Pages: 1 Markdown Content: > Anlage 2 zum OVA/015/2020 Ablauf des Workshopverfahrens Heinrich-Heine-Platz Kick-Off des Verfahrens am 19.05.2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr Veranstaltungsort: HFA Saal des Rathauses 18.00 – 19.00 Einführung durch Amt für Verkehrsmanagement - Vorstellungsrunde - Klärung und Verteilung der bis zum Workshop zu erarbeitenden Themen Imbiss 19.00 - 20.00 Ortsbegehung Heinrich-Heine Platz Workshop Heinrich-Heine-Platz am 10.06.2020 von 17.00 bis 21.00 Uhr Veranstaltungsort: HFA Saal des Rathauses 17.00 Begrüßung Fr. Zuschke 17.05 Einführung und Information Amt für Verkehrsmanagement / Moderation Teilnehmer*innen x 2 Planer*innen, David Chipperfield Architects, Berlin x 1 Planer*in, Lindschulte Ingenieure, Düsseldorf x 2 Planer*innen des Landschaftsarchitekturbüros Club L94, Köln x 4 Bürger*innen (2 Erwachsene / 2 Jugendliche)  2 Interessierte Teilnehmer*innen des 1. Workshops vom 26.09.19  2 Abgesandte des Jugendrats Je 1 Vertreter*in der verschiedenen  Anlieger- und Interessensgruppen (ca. 8 Teilnehmer*innen)  Politischen Fraktionen  Seniorenbeirat  Behindertenverbände x 2 Vertreter*innen der BV 1 x Mitarbeiter*innen des Amt für Verkehrsmanagement und des Stadtplanungsamtes x Moderation angefragt: bauchplan, München 17.15 – 18.15 Bearbeitungszeitraum Gestaltungsentwurf Heinrich-Heine Platz 18.15 – 18.45 Pause und Imbiss 18.45 – 20.15 Bearbeitungszeitraum Gestaltungsentwurf Heinrich-Heine Platz 20.15 Zusammenfassung der Ergebnisse Ausblick: Nächste Schritte (Frau Zuschke / Hr. Otto von bauchplan) 21.00 Ende der Veranstaltung
Anlage 3 - Gestaltungsvorschlag Chipperfield Architekten als Text anzeigen
Title: Microsoft Word - 20-02-11__Anlage3_Chipperfield_Gestaltungsplan.docx URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00374203.pdf Published Time: Tue, 10 Mar 2020 14:40:43 GMT Number of Pages: 1 Markdown Content: Anlage 3 zum OVA/015/2020 Anlage 3 zur Vorlage OVA/015/2020/1

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen OVA/015/2020/1