Oberrheinische Front aus dem 18. Jahrhundert unter Behrensbau entdeckt – Denkmal des Monats August 2026
Beim Umbau des Behrensbaus am Mannesmannufer wurden Anfang 2026 Reste der oberrheinischen Front aus dem 18. Jahrhundert entdeckt. Das Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege dokumentiert die Funde. Die Relikte liegen rund 3,5 Meter unter dem heutigen Straßenniveau.
Das Wichtigste in Kürze
- Reste der oberrheinischen Front (18. Jhd.) unter Behrensbau entdeckt
- Tiefe: ca. 3,5 m unter aktuellem Straßenniveau
- Front Teil der 1726 erweiterten Stadtbefestigung
- Entdeckung stärkt Bodendenkmalpflege und Bauplanung
- Institut präsentiert Befunde als Denkmal des Monats August 2026
Was ist passiert?
Im Januar 2026 wurden bei Tiefbauarbeiten unter dem Behrensbau, Mannesmannufer, Reste der oberrheinischen Front freigelegt. Die Überreste liegen etwa 3,5 m unter dem heutigen Straßenniveau. Die Front wurde 1726 im Zuge der Erweiterung der Düsseldorfer Stadtbefestigung gebaut. Sie gehörte zum südlichen Teil der Festungsanlagen, die seit 1538 nach Plänen von Alessandro Pasqualini ausgebaut wurden. Unter Kurfürst Johann Wilhelm II. (Jan Wellem) erfolgte eine weitere Erweiterung im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert. 1787 wurde die Südfront des alten Befestigungsrings abgebrochen und die Carlstadt angelegt. Die Festung erreichte mit rund 52 Hektar ihre größte Ausdehnung. Nach der französischen Einnahme 1795 und dem Friedensvertrag von Lunéville 1801 wurde die Festung geschliffen. Heute sind einzelne Bauteile, etwa die Bastion Diemantstein am Stadtmuseum, noch sichtbar. Weitere Relikte liegen in Untergeschossen moderner Gebäude wie dem Maxhaus oder dem Hetjens‑Museum.
Hintergrund
Die Düsseldorfer Stadtbefestigung entwickelte sich von einer mittelalterlichen Stadtmauer zu einer modernen Festungsanlage nach italienischem Vorbild. Die oberrheinische Front bestand aus mehreren Kontergarden, Ravelin und Brücken, die zwischen 1733 und 1739 gebaut wurden. Hochwasser 1784 und Flut 1799 beschädigten die Anlagen mehrfach, was zu Wiederaufbauten und Umgestaltungen führte. Im 19. Jahrhundert wurden große Teile der Befestigung abgetragen, doch zahlreiche Mauern wurden in die Untergeschosse neuer Bauten integriert. Die Ausstellung „ArcheoPoint“ an der Heinrich‑Heine‑Allee informiert über diese archäologischen Befunde.
Was bedeutet das?
Die Entdeckung liefert neue Daten zur genauen Lage der ehemaligen Festungswerke. Sie verbessert die Prognose möglicher Fundstellen und erhöht die Planungssicherheit bei künftigen Bauvorhaben. Die wissenschaftliche Auswertung der Relikte unterstützt die Überprüfung historischer Pläne. Das Institut präsentiert die Befunde als „Düsseldorfs Denkmal des Monats“ und macht das kulturelle Erbe für die Öffentlichkeit greifbar.
Wie geht es weiter?
Das Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege wird die Funde im Rahmen des „Denkmal des Monats“ vorstellen. Die wissenschaftliche Auswertung der Relikte hat bereits begonnen. Bildmaterial zum August‑2026‑Monat steht unter https://duesseldorf.canto.de/b/GR7FV zum Abruf bereit.
Ort
Mannesmannufer · Altstadt · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)
Genauer Standort nicht zugeordnet. Ein Stadtteil- oder Bezirksmittelpunkt wird nicht als Ereignisort dargestellt.
Quellen
- Stadt Duesseldorf
Hinweis: Dies ist eine KI‑generierte Zusammenfassung der von der Stadt Düsseldorf bereitgestellten Informationen.