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Ö Vorlagen - Nr. 61/ 51/2004
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Beschlussvorlage
Betrifft:
B-Plan Nr. 5477/123
- Kö-Bogen, 1.BA -
Frühzeitige Bürgerbeteiligung
Beschlussdarstellung:
" BV Die Bezirksvertretung 1 wird hiermit gem. § 3 Abs. 10 Nr. 3 der
Bezirkssatzung zum Bebauungsplan-Vorentwurf Nr. 5477/123 - Kö-Bogen
1. Bauabschnitt - angehört und empfiehlt dem Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung eine vorlagegemäße Beschlussfassung. Ferner beauftragt
sie die Verwaltung gem. § 3 Abs. 3 Nr. 18 der Bezirkssatzung, die
Bürgerbeteiligung in Form einer öffentlichen Versammlung (Stadtplanung
zur Diskussion) durchzuführen.
" APS Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung nimmt Kenntnis von dem
Bebauungsplan-Vorentwurf Nr. 5477/123 - Kö-Bogen 1. Bauabschnitt - und
beauftragt die Verwaltung, die Bürgerbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1
Baugesetzbuch (BauGB) vom 27.08.1997 (BGBI. I S. 2141, 1998 I S. 137),
geändert durch das "Gesetz zur Umsetzung der UVP-Änderungsrichtlinie,
der IVU-Richtlinie und weiterer EG-Richtlinien zum Umweltschutz" vom
27.07.2001 (BGBI. I S. 1950) auf dieser Grundlage durchzuführen.
Sachdarstellung:
Durch den Bau der neuen U-Bahnstrecke "Wehrhahnlinie" und das somit bedingte
zukünftige Entfallen der oberirdischen Ost-West-Straßenbahnverbindungen eröffnet sich
für die Stadt Düsseldorf die einmalige Chance, diese Bereiche gesamtheitlich neu zu
ordnen.
Das Projekt "Kö-Bogen" beinhaltet die hervorragende Idee, der Innenstadt eine für immer
verlorene Qualität zurückzugeben: Die unmittelbare Verbindung der Königsallee mit dem
Hofgarten, die Schaffung neuer urbaner Qualitäten in exponierter Innen-stadtlage und die
Wiederherstellung einer Verbindung der beiden Hofgartenteile. Hierbei ist die vollständige
Tieferlegung der oberirdischen Straßenräume in Tunnellage vorgesehen.
Auf der Grundlage des Aufstellungsbeschlusses vom 02.07.2003 und 17.09.2003 ist
zunächst in einem ersten Bauabschnitt geplant, den Bereich des Jan-Wellem-Platzes neu
zu strukturieren.
Der erste Bauabschnitt ist Teil einer Gesamtkonzeption, in der die vollständige
Tieferlegung der oberirdischen Straßenräume in die Tunnellage vorgesehen ist. Die
Tunnelführung ermöglicht die Wiederherstellung des historischen Zusammenhangs beider
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Hofgartenteile. Durch den Entfall der Hochstraße entstehen zwei weitere Baufelder im
Bereich der Schadowstraße und des Martin-Luther-Platzes.
Es ist vorgesehen, den ersten Bauabschnitt bis 2007, die abschließende Baustufe, in
Einklang mit dem Bau der Wehrhahnlinie bis ca. 2012 zu realisieren.
Das Projekt "Kö-Bogen" wurde erstmals auf der Immobilien-Messe MIPIM in Cannes im
März 2003 und im direkten Anschluss ebenfalls im Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung sowie der Bezirksvertretung 1 vorgestellt. Die konzeptionellen
Vorschläge fanden die breite Zustimmung aller Fraktionen, so dass zur schnellen
Umsetzung des Projektes der Aufstellungsbeschluss am 02.07. und am 17.09.2003
gefasst sowie umfangreiche Voruntersuchungen eingeleitet wurden.
In einem ersten Workshop am 13.06.2003 unter Beteiligung von Politik, Nachbarschaft,
Interessengemeinschaften sowie dem Investor und der Verwaltung wurden
Rahmenbedingungen und Anforderungen für einen ersten Bauabschnitt bezüglich des
Verkehrs, der Bebauung und des weiteren Vorgehens formuliert.
Parallel wurden die fachlichen Belange durch die Verwaltung geprüft und die
grundsätzliche Machbarkeit des Vorhabens ermittelt.
Daraufhin wurde am 24.07.2003 die Anhandgabe des Grundstücks Jan-Wellem-Platz an
den Investor beschlossen.
Die aus den Fachgesprächen resultierenden Forderungen sowie die im Workshop
vorgebrachten Anforderungen sind in die Planung eingebracht worden. Das Ergebnis
wurde den Vertretern der Politik, der Nachbarschaft, der Interessengemeinschaften und
der Verwaltung in einem zweiten Workshop am 12.02.2004 mittels mehrerer,
unterschiedlicher städtebaulicher Konzepte, vorgestellt.
Im Ergebnis wurde einstimmig ein Entwurf juriert, dessen städtebauliche Komposition
weitgehend von einer Rekonstruktion der historischen Baufluchten und einer Anpassung
an die Höhenentwicklung, die durch die Bebauung an der Königsallee vorgegeben wird,
ausgeht.
Basierend auf diesem Konzept sollen nunmehr in der Bürgerbeteiligung für den ersten
Bauabschnitt Ziele und Zweck des Bebauungsplan-Vorentwurfes präsentiert werden:
- Städtebauliche Neuordnung: Zur Attraktivierung und Belebung der Geschäftslagen
am Jan-Wellem-Platz und an der Berliner Allee soll der Jan-Wellem-Platz
hochwertig bebaut und somit einer innerstädtischen Nutzung zugeführt werden.
- Orientiert an der Vorkriegsbebauung soll das Baufeld die kontinuierliche
Fortführung der Baufluchten an der Königsallee aufnehmen. Zum Hofgarten wird
parallel zur Uferlinie eine Bauflucht formuliert, die entsprechend der historischen
Struktur eine räumliche Fassung des Parks gewährleistet. Das Baufeld soll in 2
Bereiche gegliedert werden, so dass ein öffentlicher Straßenraum den Scha-
dowplatz mit dem Hofgarten verbindet.
- Festsetzung einer Kerngebietsnutzung zur Erhöhung des Einzelhandels-, Büro-
und Dienstleistungsangebotes in zentraler Lage.
- Festsetzung einer VII-geschossigen Bebauung, die mit einer Gebäudehöhe von ca.
26m an die vorhandene Bebauung der Königsallee anschließt.
- Neuordnung des Individualverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs:
Die heutigen Fahrbeziehungen von der Schadowstraße und von der
Hofgartenstraße zur Elberfelder Straße sollen in Tunnellage geführt werden.
- Neuordnung der Grünbereiche: Die geplante Tunnelführung des Verkehrs
ermöglicht zukünftig den ebenerdigen Anschluss von Königsallee und Landskrone
ohne kreuzenden Straßenverkehr und die Wiederherstellung des historischen
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Zusammenhangs zwischen Kö-Graben und Hofgarten.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 31.03.04 -/-
2
Bezirksvertretung 1 -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Alternative:
Keine
Amt:
Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Oberbürgermeister Erwin
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