Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 66/ 103/2004

"Grüne Wellen" in Düsseldorf

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Bertha-von-Suttner-Platz 7 · Stadtbezirk 3 (Oberbilk, Bilk)örtlicher Bezug 1Dokument 23. Juni 2004veröffentlicht

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Seite 1 von 7 Informationsvorlage Betrifft: "Ampeln, die nicht einleuchten" Von einer Düsseldorfer Tageszeitung wurde Ende Mai 2004 die Signalregelung im Stadtgebiet thematisiert. Dem lag eine Befragung von Bürgerinnen und Bürgern zu Grunde. Hierbei geäußerter Kritik an der Signalregelung einzelner Kreuzungen ist die Fachverwaltung im Einzelnen nachgegangen. Detaillierte Beschreibungen der Sachverhalte, d.h. der technischen und verkehrlichen Zusammenhänge sowie möglicher Verbesserungen für die einzelnen Kreuzungen, sind als Anlage beigefügt. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Ordnungs- und Verkehrsausschuss -/- 1 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Anlagen: Nr. Ort Anlage 1 beigefügt Ampeln, die nicht einleuchten Amt: Amt für Verkehrsmanagement Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Leonhardt RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT "Ampeln, die nicht einleuchten" Ort Kritikpunkt Erläuterung der vorhandenen Situation Änderungsmöglichkeit 1.Brüsseler- / Lütticher Str. -kein Grün (sondern Dunkel) für die "inneren" Signale Wirksamer Beschluss der Unfallkommission: Dunkel verhindert, dass Fahrzeuge in den Knoten "gezogen" werden und mit dem bei Grün einfahrenden Querverkehr kollidieren. Anzahl der Unfälle wurde dadurch von 38 auf 4 je Jahr reduziert. Die Beibehaltung dieser Regelung wird empfohlen. 2.Kaiser-Friedrich- Ring / San-Remo- Str. -Linksabbieger blockieren den Geradeausverkehr (keine eigene Spur), zu lange Rot für den Hauptverkehr kein Platz für eigene Spur; Anlage ist in Grüner Welle geschaltet mit den südlichen Nachbaranlagen; mehr Grün hier würde mehr Rot an den Folgeanlagen bedeuten; Anforderung Nebenrichtung bewusst nicht realisiert, da mit langen Wartezeiten verbunden. Wartezeiten sind insgesamt je nach Programm recht gering. Linksabbiegespur möglich bei Verzicht auf Schrägparkplätze; signaltechnische Änderung nicht zu empfehlen, da Wartezeiten nicht verstanden würden; 3.Ulmenstr / Post (stadteinwärts) -zu lange Rotzeit, wenn vor den Autofahrern eine Bahn in die Haltestelle eingefahren ist (Zeitinsel) 1) Fahrgäste werden durch die Ampel abgesichert 2) MIV wird bewusst und mit "verbaler Erklärung" für 1 Umlauf (nicht 4,5 Minuten!) zusätzlich zurückgehalten, damit die Bahn vom MIV nicht überholt werden kann: Das bedeutet keinen Verlust an Reisezeit für den MIV, aber Gewinn für die Fahrgäste. (Hinweis: z.Zt. sorgt dort eine Gleisbaustelle für langen Stau) Änderung ohne Nachteile für die Fahrgäste nur möglich, wenn ein signaltechnischer Ausgleich an der LZA Piwipp erfolgt. 4.Am Seestern / Oberlöricker- / Lütticher Str. -keine Grüne Welle stadtauswärts -die Fußgänger-LZA kommen im festen Umlauf, besser wäre auf Anforderung Die Anlagen von"A52" bis zur Apotherkerbank sind koordiniert, die übrigen noch nicht. Diese kommen aber bereits auf Anforderung und nicht im festen Umlauf. Lediglich die Anlage Brüsseler-/ Lütticher Straße ist im Eigentum der Stadt Düsseldorf. Die übrigen Anlagen gehören dem Landesbetrieb Straßen. Bei Planung und Anordnung durch die Verwaltung wäre Anschluss der fehlenden Anlagen des Landesbetriebes denkbar. Die Vorsignale sollten von "Grün" auf "Dunkel" umgerüstet werden. 5.Staufenplatz -zu viele Signale -manchmal erneutes Auflaufen bei Rot Es ist kein einziges Signal verzichtbar, da jeweils eigene Konflikte geregelt werden; Frühstart am 1. Signal stadtauswärts (mit erneutem Rot am Folgesignal) nur wenn damit die vorzeitige Einfahrt der Bahn in die Haltestelle ermöglicht werden kann. Nur unter Wegnahme von jetzt möglichen Fahrbeziehungen möglich. Dies würde eine umfangreiche Neuplanung des Staufenplatzes bedeuten. 6.Nördlicher Zubringer / Vogelsanger Weg -Ampel schaltet ab und zu auf Rot für die Hauptrichtung, womit keiner rechnet Anlage regelt den notwendigen Querverkehr sehr angemessen; Vorsignale aus beiden Richtungen bereiten deutlich auf Gelb und Rot vor. Längeres Rot für Querverkehr wäre nicht bedarfsgerecht; Knotenumbau ist mit niveaufreier Lösung stadtauswärts vorgbeplant, jedoch sehr aufwendig; Ersatz von LED-Signalen würde Erkennbarkeit verbessern. 7.Düsseldorfer- / Belsenstr. -zeitweise zeigt die Anlage für alle Richtungen Rot 3-phasige Regelung,d.h. objektiv gibt es keine "Standzeit" der Anlage, man kann nur nicht alle 3 Richtungen gleichzeitig beobachten. Dadurch entsteht falscher Eindruck. Verbesserungsmöglichkeiten bieten sich am ehesten für die Stadtbahn an, für die es bereits Vorstellungen gibt; mehr Grün für den MIV bietet Erfolg nur für die Linksabbieger von der Belsenstr. zur Düsseldorfer Str. 8.Düsseldorfer- / Carmen- / Hectorstr. -zu kurze Grünzeiten stadteinwärts Mit der Entfernung des Radweges Luegallee wurde die Grünzeit entsprechend verlängert. LZA ist zur Fußgängersicherung unerlässlich. Noch mehr Grün passt nicht in die enge Belsenstr. hinein. 9.Barbarossaplatz (Nord) -zu kurzes Grün aus den Nebenrichtungen -Reißverschlussverfahren klappt hier nicht Die Grünzeit der Nebenrichtungen wurde mit der Entfernung des Radweges Luegallee auf das für die Luegallee verträgliche Maß erhöht. Der Verkehrsfluss auf der Luegallee (= optimale Grüne Welle) hat Vorrang. Fehler im Reißverschlussverfahren gehen nicht zu Lasten der kritisierten Fahrbeziehung, da diese Vorfahrt hat. Verlängerte Grünzeit für die Nebenrichtung ist nur zu Lasten der Luegallee möglich. 10.Siemensampel -kein durchgehender Tunnel, sondern Ampel unter freiem Himmel -ab und zu hat der Autofahrer an der Ampel Rot Regelung wurde in mehreren Schritten extrem zu Gunsten des RUT optimiert. Nebenrichtung muss sich anfordern und wird je einen Umlauf übersprungen. Wartezeiten für Nebenrichtungen bereits sehr hoch. Stauursache ist nicht Siemens-knoten , sondern Plock- und Fähr-straße. Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Völklinger Straße am Knoten Plockstraße (ist bereits in Planung) 11.Gruner- /Mathildenstraße -LZA ist unnötig -Dauer der Abschaltung ist nachts zu kurz Anlage aus Schulwegsicherungsgründen. Grüne Welle Hauptrichtung vorhanden. Abbau nur möglich bei Alternativplanung (Querungshilfe). Die Anlage kann früher ausgeschaltet werden. 12.Kalkumer Schlossallee / RBG-Übergang -zu lange Rotdauer für die Kraftfahrzeuge Anlage gehört der RBG. Längere Wartezeiten immer dann, wenn sich Züge begegnen oder bei Folgezügen. Es besteht Abhängigkeit zur LZA Arnheimer Straße/Kalkumer Schlossallee (Freihalten der Gleise = höchste Priorität), wodurch das Warten noch vergrößert wird. Abhilfe wegen Eisenbahntechnik der RBG- Anlage nicht möglich. 13.Jägerhof-/ Feldstraße -Fußgänger queren, Gründauer reicht dann nur für zwei Fahrzeuge -LZA hat 4-5 min.Rot Anlage läuft bei ständiger Anforderung im 70er Umlauf, d.h. Wartezeiten max. 56 sec., Grünzeit mit 9 sec. ist ausreichend. Natürlich müssen parallel Fußgänger respektiert werden. -- 14.Münchener Straße/ Ickerswarder Str.- Universitätsstraße -Anlage läuft nicht in Grüner Welle Zu bestimmten Tageszeiten laufen derzeit beide Anlagen nicht im gleichen Umlauf. Man könnte dies entsprechend anpassen, allerdings hat die Uni-Anlage dann nur einen Kurzumlauf mit 2 mal geringeren Bandbreiten. Nachteil: Schleichverkehr durch die Uni 15.Kettwiger-/ Erkrather Straße -Zu kurze Gründauer für stadteinwärts fahrende Fahrzeuge, die zu längeren Wartezeiten und Staus führt. Derzeit Probleme wegen mehrerer Straßenbaustellen (Höherweg, Kölner Straße) und daraus resultierender Mehrbelastung der "Alternative" Erkrather Straße Abhilfe nicht möglich, da die Werdener- und Kettwiger Straße an der Auslastungsgrenze liegen. 16.Umgehung Eller (Deutzer Straße) / Auffahrt A46 Richtung D, NE -Unterschiedliche Phasen folgen zu verschiedenen Tageszeiten bzw. an verschiedenen Wochentagen Feststellung trifft zu. Änderung ist vorgesehen im Rahmen des Verkehrssystemmanagements in Düsseldorf. 17.Im Liefeld / Seeheimer Weg -Verkehr wartet selbst nachts vor Rot, Anforderung funktioniert nicht Wenn die Anlage ordnungsgemäß läuft, dann entstehen keine unplausiblen Wartezeiten (Sofort-Grün-Anlage!) Beobachtete Störungsursachen wurden beseitigt. 18.Klemensplatz -Gründauer für Fußgänger zu kurz Grünzeit ist nur wegen des z.Zt. noch vorhandenen Durchgangsverkehrs zeitweise relativ kurz. Abhilfe bei Umrüstung auf Austauschgerät möglich. Weitere Verbesserung mit Inbetriebnahme der kompletten B8n. 19.Lindemannstr./ Paulusplatz -Gründauer für Rechtsab- bieger vom Paulusplatz ist zu kurz -zu viele Signale Koordinierung in beiden Richtungen vorhanden. Anzahl der Signalquerschnitte wegen neuer gesicherter Fahrtbeziehungen nicht zu verringern. Länge der Grünzeiten in der Regel ausreichend. Verbesserung nur zu Lasten der Hauptrichtung möglich 20.Siegburger Straße/ altes Strab-Depot -zu lange Rotdauer für Radfahrer -Warten auf Mittelinsel ist erforderlich Der Fußgänger/ Radfahrer ist nicht nur feindlich zur (nahezu "toten") Ausfahrt aus dem Ex-Strab-Depot, sondern auch zum Linksabbieger / Wender aus der Hauptrichtung. Mit entsprechendem Aufwand wäre auch eine generelle Anforderung (Anwesenheit) denkbar gewesen.Zustand stellt Kompromiss dar. Umrüstung möglich, aber störungsanfällig 21.Hennekamp / Volksgarten -Auflaufen der Grünen Welle am Uhrenpark Auflaufen der Welle Richtung Oberbilk ist hier gewählt worden, damit ein (sonst unvermeidbares) Anhalten vor der Oberbilker Allee vermieden wird. Nur Stauverlagerung zur Kruppstraße möglich. Dort aber befinden sich Wohnungen! 22.Hansaallee / Niederkasseler Kirchweg -parkende Autos am Fahrbahnrand behindern den Verkehrsfluss Signalsteuerung kann keinen Einfluss nehmen auf mangelnde Verkehrsmoral oder fehlende Überwachung. Verstärkte Überwachung 23.Münster-/Jülicher Straße -zu kurze Gründauer, Stau -keine Grüne Welle Das Auflaufen vor Rot ist die Folge von ungünstigem Knotenabstand. Die Grünzeit beträgt 19 sec., was bei 2 vorhandenen Spuren im Spitzenverkehr für 20 Fahrzeuge reicht. -- 24.Koblenzer- / Josef- Maria-Olbrich- Straße -Gründauer und Gelbzeit für Fußgänger zu kurz Wegen der Länge der zu überquerenden Fahrbahn und des Kurzumlaufs (40 sec.) Ist die Fußgänger-Grünzeit rel. kurz, jedoch die Fußgänger-Gelbzeit allein für die komplette Fahrbahn ausreichend. Erst nach Ablauf beider Fußgänger-Zeiten bekommen Fahrzeuge Grün -nicht schon nach Ablauf von Fußgänger-Grün! (Hinweis auf Broschüre!). Verzicht auf Kurzumlauf würde zu deutlich längeren Wartezeiten führen. 25.Am Wehrhahn / Jacobistraße -Zwischenzeit zwischen Straßenbahn und Kraftfahrzeuge Jacobistraße zu kurz (2 sec.) Die Zwischenzeit ist korrekt berechnet und beträgt je nach Programm zwischen 8 und 10 sec. (nicht 2 sec.!). Beobachtet wurde dort aber grobes Missachten des Sperrsignals durch querende Strab- Fahrer, die bis zu 7 sec. zu früh (durch Fehlinterpretation eines Fußgängersignals) starten, obwohl sie noch Rot haben. -- 26.Bender- / Ikenstraße -Anlage ist ab 19:00 Uhr überflüssig Anlage wurde jahrelang gefordert von Altenverbänden und Eltern. Sie dient sowohl der Absicherung des Ein- und Aussteigens (Zeitinselschutz) als auch dem Queren. Wartezeit beträgt aus dem Warteschritt für Nebenrichtung ganze 11 sec.! Früheres Ausschalten möglich, dann aber fehlender Zeitinselschutz 27.Oberlöricker Straße / Parkplatz Freibad -Wartezeiten für Fußgänger sind zu lang -Fußgänger erhalten nicht immer eine Freigabe zusammen mit dem Kraftfahrzeugverkehr Kraftfahrzeuge und Fußgänger der Nebenrichtung erhalten tatsächlich unabhängig voneinander Grünsignal. Verringerung der Rotdauer für die Fußgänger würde zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit auf der Hauptstraße führen. Gleichzeitige Freigabe der Nebenrichtung (Fußgänger und Kraftfahrzeuge) ist aber möglich.

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 66/ 103/2004