Originale durchsuchen
Dokumenttexte
Vorlage als Text anzeigen
Seite 1 von 7
Informationsvorlage
Betrifft:
"Ampeln, die nicht einleuchten"
Von einer Düsseldorfer Tageszeitung wurde Ende Mai 2004 die Signalregelung im Stadtgebiet
thematisiert. Dem lag eine Befragung von Bürgerinnen und Bürgern zu Grunde. Hierbei geäußerter
Kritik an der Signalregelung einzelner Kreuzungen ist die Fachverwaltung im Einzelnen
nachgegangen. Detaillierte Beschreibungen der Sachverhalte, d.h. der technischen und verkehrlichen
Zusammenhänge sowie möglicher Verbesserungen für die einzelnen Kreuzungen, sind als Anlage
beigefügt.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ordnungs- und Verkehrsausschuss -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt Ampeln, die nicht einleuchten
Amt:
Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordneter Leonhardt
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT
"Ampeln, die nicht einleuchten"
Ort Kritikpunkt
Erläuterung der vorhandenen
Situation
Änderungsmöglichkeit
1.Brüsseler- /
Lütticher Str.
-kein Grün (sondern Dunkel)
für die "inneren" Signale
Wirksamer Beschluss der
Unfallkommission: Dunkel verhindert,
dass Fahrzeuge in den Knoten
"gezogen" werden und mit dem bei Grün
einfahrenden Querverkehr kollidieren.
Anzahl der Unfälle wurde dadurch von
38 auf 4 je Jahr reduziert.
Die Beibehaltung dieser Regelung wird
empfohlen.
2.Kaiser-Friedrich-
Ring / San-Remo-
Str.
-Linksabbieger blockieren den
Geradeausverkehr (keine
eigene Spur), zu lange Rot
für den Hauptverkehr
kein Platz für eigene Spur;
Anlage ist in Grüner Welle geschaltet
mit den südlichen Nachbaranlagen;
mehr Grün hier würde mehr Rot an den
Folgeanlagen bedeuten;
Anforderung Nebenrichtung bewusst
nicht realisiert, da mit langen
Wartezeiten verbunden.
Wartezeiten sind insgesamt je nach
Programm recht gering.
Linksabbiegespur möglich bei Verzicht auf
Schrägparkplätze;
signaltechnische Änderung nicht zu
empfehlen, da Wartezeiten nicht verstanden
würden;
3.Ulmenstr / Post
(stadteinwärts)
-zu lange Rotzeit, wenn vor
den Autofahrern eine Bahn
in die Haltestelle
eingefahren ist
(Zeitinsel)
1) Fahrgäste werden durch die Ampel
abgesichert
2) MIV wird bewusst und mit "verbaler
Erklärung" für 1 Umlauf (nicht 4,5
Minuten!) zusätzlich zurückgehalten,
damit die Bahn vom MIV nicht überholt
werden kann: Das bedeutet keinen
Verlust an Reisezeit für den MIV, aber
Gewinn für die Fahrgäste. (Hinweis:
z.Zt. sorgt dort eine Gleisbaustelle für
langen Stau)
Änderung ohne Nachteile für die Fahrgäste nur
möglich, wenn ein signaltechnischer Ausgleich
an der LZA Piwipp erfolgt.
4.Am Seestern /
Oberlöricker- /
Lütticher Str.
-keine Grüne Welle
stadtauswärts
-die Fußgänger-LZA kommen
im festen Umlauf, besser
wäre auf Anforderung
Die Anlagen von"A52" bis zur
Apotherkerbank sind koordiniert, die
übrigen noch nicht. Diese kommen aber
bereits auf Anforderung und nicht im
festen Umlauf.
Lediglich die Anlage Brüsseler-/
Lütticher Straße ist im Eigentum der
Stadt Düsseldorf. Die übrigen Anlagen
gehören dem Landesbetrieb Straßen.
Bei Planung und Anordnung durch die
Verwaltung wäre Anschluss der fehlenden
Anlagen des Landesbetriebes denkbar. Die
Vorsignale sollten von "Grün" auf "Dunkel"
umgerüstet werden.
5.Staufenplatz -zu viele Signale
-manchmal erneutes
Auflaufen bei Rot
Es ist kein einziges Signal verzichtbar,
da jeweils eigene Konflikte geregelt
werden;
Frühstart am 1. Signal stadtauswärts
(mit erneutem Rot am Folgesignal) nur
wenn damit die vorzeitige Einfahrt der
Bahn in die Haltestelle ermöglicht
werden kann.
Nur unter Wegnahme von jetzt möglichen
Fahrbeziehungen möglich.
Dies würde eine umfangreiche Neuplanung
des Staufenplatzes bedeuten.
6.Nördlicher
Zubringer /
Vogelsanger Weg
-Ampel schaltet ab und zu auf
Rot für die Hauptrichtung,
womit keiner rechnet
Anlage regelt den notwendigen
Querverkehr sehr angemessen;
Vorsignale aus beiden Richtungen
bereiten deutlich auf Gelb und Rot vor.
Längeres Rot für Querverkehr wäre nicht
bedarfsgerecht;
Knotenumbau ist mit niveaufreier Lösung
stadtauswärts vorgbeplant, jedoch sehr
aufwendig; Ersatz von LED-Signalen würde
Erkennbarkeit verbessern.
7.Düsseldorfer- /
Belsenstr.
-zeitweise zeigt die Anlage für
alle Richtungen Rot
3-phasige Regelung,d.h. objektiv gibt es
keine "Standzeit" der Anlage, man kann
nur nicht alle 3 Richtungen gleichzeitig
beobachten. Dadurch entsteht falscher
Eindruck.
Verbesserungsmöglichkeiten bieten sich am
ehesten für die Stadtbahn an, für die es bereits
Vorstellungen gibt;
mehr Grün für den MIV bietet Erfolg nur für
die Linksabbieger von der Belsenstr. zur
Düsseldorfer Str.
8.Düsseldorfer- /
Carmen- /
Hectorstr.
-zu kurze Grünzeiten
stadteinwärts
Mit der Entfernung des Radweges
Luegallee wurde die Grünzeit
entsprechend verlängert.
LZA ist zur Fußgängersicherung unerlässlich.
Noch mehr Grün passt nicht in die enge
Belsenstr. hinein.
9.Barbarossaplatz
(Nord)
-zu kurzes Grün aus den
Nebenrichtungen
-Reißverschlussverfahren
klappt hier nicht
Die Grünzeit der Nebenrichtungen
wurde mit der Entfernung des
Radweges Luegallee auf das für die
Luegallee verträgliche Maß erhöht. Der
Verkehrsfluss auf der Luegallee (=
optimale Grüne Welle) hat Vorrang.
Fehler im Reißverschlussverfahren
gehen nicht zu Lasten der kritisierten
Fahrbeziehung, da diese Vorfahrt hat.
Verlängerte Grünzeit für die Nebenrichtung ist
nur zu Lasten der Luegallee möglich.
10.Siemensampel -kein durchgehender Tunnel,
sondern Ampel unter freiem
Himmel
-ab und zu hat der Autofahrer
an der Ampel Rot
Regelung wurde in mehreren Schritten
extrem zu Gunsten des RUT optimiert.
Nebenrichtung muss sich anfordern und
wird je einen Umlauf übersprungen.
Wartezeiten für Nebenrichtungen bereits
sehr hoch. Stauursache ist nicht
Siemens-knoten
, sondern Plock- und
Fähr-straße.
Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Völklinger
Straße am Knoten Plockstraße (ist bereits in
Planung)
11.Gruner-
/Mathildenstraße
-LZA ist unnötig
-Dauer der Abschaltung ist
nachts zu kurz
Anlage aus
Schulwegsicherungsgründen.
Grüne Welle Hauptrichtung vorhanden.
Abbau nur möglich bei Alternativplanung
(Querungshilfe).
Die Anlage kann früher ausgeschaltet werden.
12.Kalkumer
Schlossallee /
RBG-Übergang
-zu lange Rotdauer für die
Kraftfahrzeuge
Anlage gehört der RBG. Längere
Wartezeiten immer dann, wenn sich
Züge begegnen oder bei Folgezügen.
Es besteht Abhängigkeit zur LZA
Arnheimer Straße/Kalkumer
Schlossallee (Freihalten der Gleise =
höchste Priorität), wodurch das Warten
noch vergrößert wird.
Abhilfe wegen Eisenbahntechnik der RBG-
Anlage nicht möglich.
13.Jägerhof-/
Feldstraße
-Fußgänger queren,
Gründauer reicht dann nur
für zwei Fahrzeuge
-LZA hat 4-5 min.Rot
Anlage läuft bei ständiger Anforderung
im 70er Umlauf, d.h. Wartezeiten max.
56 sec., Grünzeit mit 9 sec. ist
ausreichend. Natürlich müssen parallel
Fußgänger respektiert werden.
--
14.Münchener Straße/
Ickerswarder Str.-
Universitätsstraße
-Anlage läuft nicht in Grüner
Welle
Zu bestimmten Tageszeiten laufen
derzeit beide Anlagen nicht im gleichen
Umlauf.
Man könnte dies entsprechend anpassen,
allerdings hat die Uni-Anlage dann nur einen
Kurzumlauf mit 2 mal geringeren Bandbreiten.
Nachteil: Schleichverkehr durch die Uni
15.Kettwiger-/
Erkrather Straße
-Zu kurze Gründauer für
stadteinwärts fahrende
Fahrzeuge, die zu längeren
Wartezeiten und Staus führt.
Derzeit Probleme wegen mehrerer
Straßenbaustellen (Höherweg, Kölner
Straße) und daraus resultierender
Mehrbelastung der "Alternative"
Erkrather Straße
Abhilfe nicht möglich, da die Werdener- und
Kettwiger Straße an der Auslastungsgrenze
liegen.
16.Umgehung Eller
(Deutzer Straße) /
Auffahrt A46
Richtung D, NE
-Unterschiedliche Phasen
folgen zu verschiedenen
Tageszeiten bzw. an
verschiedenen
Wochentagen
Feststellung trifft zu. Änderung ist vorgesehen im Rahmen des
Verkehrssystemmanagements in Düsseldorf.
17.Im Liefeld /
Seeheimer Weg
-Verkehr wartet selbst nachts
vor Rot, Anforderung
funktioniert nicht
Wenn die Anlage ordnungsgemäß läuft,
dann entstehen keine unplausiblen
Wartezeiten (Sofort-Grün-Anlage!)
Beobachtete Störungsursachen wurden
beseitigt.
18.Klemensplatz -Gründauer für Fußgänger zu
kurz
Grünzeit ist nur wegen des z.Zt. noch
vorhandenen Durchgangsverkehrs
zeitweise relativ kurz.
Abhilfe bei Umrüstung auf Austauschgerät
möglich. Weitere Verbesserung mit
Inbetriebnahme der kompletten B8n.
19.Lindemannstr./
Paulusplatz
-Gründauer für Rechtsab-
bieger vom Paulusplatz ist
zu kurz
-zu viele Signale
Koordinierung in beiden Richtungen
vorhanden. Anzahl der
Signalquerschnitte wegen neuer
gesicherter Fahrtbeziehungen nicht zu
verringern. Länge der Grünzeiten in der
Regel ausreichend.
Verbesserung nur zu Lasten der Hauptrichtung
möglich
20.Siegburger Straße/
altes Strab-Depot
-zu lange Rotdauer für
Radfahrer
-Warten auf Mittelinsel ist
erforderlich
Der Fußgänger/ Radfahrer ist nicht nur
feindlich zur (nahezu "toten") Ausfahrt
aus dem Ex-Strab-Depot, sondern auch
zum Linksabbieger / Wender aus der
Hauptrichtung.
Mit entsprechendem Aufwand wäre
auch eine generelle Anforderung
(Anwesenheit) denkbar
gewesen.Zustand stellt Kompromiss
dar.
Umrüstung möglich, aber störungsanfällig
21.Hennekamp /
Volksgarten
-Auflaufen der Grünen Welle
am Uhrenpark
Auflaufen der Welle Richtung Oberbilk
ist hier gewählt worden, damit ein (sonst
unvermeidbares) Anhalten vor der
Oberbilker Allee vermieden wird.
Nur Stauverlagerung zur Kruppstraße möglich.
Dort aber befinden sich Wohnungen!
22.Hansaallee /
Niederkasseler
Kirchweg
-parkende Autos am
Fahrbahnrand behindern den
Verkehrsfluss
Signalsteuerung kann keinen Einfluss
nehmen auf mangelnde Verkehrsmoral
oder fehlende Überwachung.
Verstärkte Überwachung
23.Münster-/Jülicher
Straße
-zu kurze Gründauer, Stau
-keine Grüne Welle
Das Auflaufen vor Rot ist die Folge von
ungünstigem Knotenabstand. Die
Grünzeit beträgt 19 sec., was bei 2
vorhandenen Spuren im Spitzenverkehr
für 20 Fahrzeuge reicht.
--
24.Koblenzer- / Josef-
Maria-Olbrich-
Straße
-Gründauer und Gelbzeit für
Fußgänger zu kurz
Wegen der Länge der zu überquerenden
Fahrbahn und des Kurzumlaufs (40
sec.) Ist die Fußgänger-Grünzeit rel.
kurz, jedoch die Fußgänger-Gelbzeit
allein für die komplette Fahrbahn
ausreichend. Erst nach Ablauf beider
Fußgänger-Zeiten bekommen Fahrzeuge Grün -nicht schon nach Ablauf von Fußgänger-Grün! (Hinweis auf Broschüre!).
Verzicht auf Kurzumlauf würde zu deutlich
längeren Wartezeiten führen.
25.Am Wehrhahn /
Jacobistraße
-Zwischenzeit zwischen
Straßenbahn und
Kraftfahrzeuge Jacobistraße
zu kurz (2 sec.)
Die Zwischenzeit ist korrekt berechnet
und beträgt je nach Programm zwischen
8 und 10 sec. (nicht 2 sec.!). Beobachtet
wurde dort aber grobes Missachten des
Sperrsignals durch querende Strab-
Fahrer, die bis zu 7 sec. zu früh (durch
Fehlinterpretation eines
Fußgängersignals) starten, obwohl sie
noch Rot haben.
--
26.Bender- /
Ikenstraße
-Anlage ist ab 19:00 Uhr
überflüssig
Anlage wurde jahrelang gefordert von
Altenverbänden und Eltern. Sie dient
sowohl der Absicherung des Ein- und
Aussteigens (Zeitinselschutz) als auch
dem Queren. Wartezeit beträgt aus dem
Warteschritt für Nebenrichtung ganze 11
sec.!
Früheres Ausschalten möglich, dann aber
fehlender Zeitinselschutz
27.Oberlöricker
Straße / Parkplatz
Freibad
-Wartezeiten für Fußgänger
sind zu lang
-Fußgänger erhalten nicht
immer eine Freigabe
zusammen mit dem
Kraftfahrzeugverkehr
Kraftfahrzeuge und Fußgänger der
Nebenrichtung erhalten tatsächlich
unabhängig voneinander Grünsignal.
Verringerung der Rotdauer für die Fußgänger
würde zu einer Einschränkung der
Leistungsfähigkeit auf der Hauptstraße führen.
Gleichzeitige Freigabe der Nebenrichtung
(Fußgänger und Kraftfahrzeuge) ist aber
möglich.