Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 41/ 55/2017

Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf (Abschlussbericht)

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Konrad-Adenauer-Platz 1 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 2Dokumente 5. Oktober 2017veröffentlicht

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Title: Vorlage 41/ 55/2017 URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00293674.pdf Published Time: Mon, 12 Aug 2019 22:49:17 GMT Number of Pages: 7 Markdown Content: Vorlage 41/ 55/2017 > Seite 1 von 7 > RSD Vorlage X öffentlich nicht öffentlich # Beschlussvorlage Betrifft: Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf (Abschlussbericht) Beschlussdarstellung: 1. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf nimmt Kenntnis von dem Abschlussbericht der Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf, die 2016/17 im Auftrag des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf (Vorlage 01/252/2014) von der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. erstellt wurde (Anlage 1). 2. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung, die im Abschlussbericht des Kulturentwicklungsplans enthaltenen und in der Sachdarstellung vorgestellten, priorisierten Maßnahmen auf ihre Umsetzbarkeit hin zu überprüfen und die Ergebnisse anschließend dem Kulturausschuss zur Beratung vorzulegen. Sachdarstellung: 1. Auftrag und Ziel Der Rat der Stadt erteilte der Verwaltung am 04.12.2014 den Auftrag einen Kulturentwicklungsplan zu erstellen (01/252/2014): „Der Rat bittet die Verwaltung, eine externe Agentur zu beauftragen, mit Unterstützung der Verwaltung einen Kulturentwicklungsplan unter einer breit angelegten öffentlichen Beteiligung mit Bestands- und Potenzialbeschreibung der Förderfelder und Sparten mit Leitmotiven (Leitbild und Leitlinien) der weiteren Kulturentwicklung sowie mit kulturpolitischen Zielen und Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Kulturstadt Düsseldorf zu erstellen.“ Die Verwaltung setzte diesen Ratsbeschluss um, in dem sie das Institut für Kulturpolitik (IfK) der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. mit der Erstellung des Kulturentwicklungsplans beauftragte. Das IfK ist ein bundesweit renommierter Experte für Kulturentwicklungsplanungen. Die externe Projektleitung übernahm im Auftrag des IfK Dr. Patrick S. Föhl , Leiter des „Netzwerk Kulturberatung“ in Berlin. Herr Dr. Föhl verfügt über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen bei der Erstellung von Kulturentwicklungsplänen und stellte den für Düsseldorf auf der Grundlage des Ratsbeschlusses entwickelten Ansatz und die anzuwendenden Methoden am 30.09.2015 dem Kulturausschuss vor. Zentrales Ziel der Kulturentwicklungsplanung ist es, Düsseldorf als Kunst- und Kulturstadt zu stärken. Über gemeinsame Diskussionen mit Kunst- und Kulturakteurinnen und -akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern sollten kulturelle Zukunftsperspektiven für eine sich ändernde Stadtgesellschaft entwickelt werden. Die Erstellung des Kulturentwicklungsplans als partizipativer Prozess erfolgte in einem Mix aus wissenschaftlich fundierten und anwendungsorientierten Methoden. Die auf breite Partizipation angelegte Kulturentwicklungsplanung zeigt Perspektiven und Leitlinien für die ganzheitliche Weiterentwicklung der Kultur in Düsseldorf auf. Ihr Vorlage 41/ 55/2017 > Seite 2 von 7 > RSD Vorlage Ausgangspunkt ist daher nicht die Betrachtung einzelner Institute, vielmehr fokussiert sie übergeordnete Querschnittsthemen, die für alle Kultureinrichtungen, Kulturakteurinnen und -akteure relevant sind. In diesem Punkt unterscheidet sich die Systematik der Düsseldorfer Kulturentwicklungsplanung von denen anderer Städte. 2. Der Prozess Der Prozess der Planerstellung startete im Februar 2016 in einem sequentiellen analyse- und beteiligungsorientierten Verfahren. Zentrales Beratungs- und Steuerungsgremium war der KEP-Beirat, der den gesamten Prozess begleitete und dessen Zusammensetzung die Akteurs- und Interessenlage widerspiegelte (Politik, Verwaltung, Kulturinstitute, freie Szene, Künstlerschaft, Galerien, Freundeskreise, Düsseldorf Marketing GmbH/DM). Die am Verfahren beteiligten Personen und die interessierte Öffentlichkeit konnten sich auf der Website http:// www.kep-duesseldorf.de über den jeweils aktuellen Sachstand, bisherige Ergebnisse und die weiteren Schritte informieren. Der Prozess bestand aus folgenden Bausteinen: - Bestandsaufnahmen, bestehend aus unterschiedlichen thematischen Berichten, Experteninterviews und Analysen (März bis Oktober 2016) - Qualitative und quantitative Netzwerkanalysen (Mai bis September 2016) - Drei großangelegten Workshops mit Kulturakteurinnen und -akteuren, Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern (19.05, 06.09. und 22.11.2016) - Bürgerforum /Bürgerwerkstatt (07.09.2016) - diversen weiteren Spezialworkshops u.a. mit Schülerinnen und Schüler einer Düsseldorfer Gesamtschule, Studierenden der Hochschule Düsseldorf, mit den Düsseldorfer Museen und dem Kulturamt. 3. Ergebnisse Auftragsgemäß beinhaltet der vorliegende Abschlussbericht zum Kulturentwicklungsplan ein kulturpolitisches Leitbild und kulturpolitische Leitlinien für die Kunst- und Kulturstadt Düsseldorf sowie 41 Maßnahmenvorschläge und einen Prüfvorschlag. „Kulturpolitisches Leitbild der Landeshauptstadt Düsseldorf Für Kunst und Kultur in Düsseldorf immer wieder neue Spielräume zu eröffnen – dazu verpflichtet sich die Landeshauptstadt zum Wohle ihrer Bürgerschaft. Sie wird damit dem Anspruch gerecht, eine lebenswerte Metropole zu sein, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern nicht nur eine materielle Grundversorgung, sondern auch ein stimulierendes, sinn- und identitätsstiftendes Umfeld bietet, das den Menschen ganzheitlich bereichert, ihn in seiner persönlichen Entwicklung stärkt und den zwischenmenschlichen Zusammenhalt fördert. Die gemeinschaftliche Reflexion und Gestaltung gesellschaftlicher Transformationsprozesse steht hierbei im Mittelpunkt. Um der Pluralität einer Stadtgesellschaft zu entsprechen, bedarf es eine ausdifferenzierte Kunst- und Kulturlandschaft, die alle Sparten sowie sparten- und themenübergreifende Ansätze einschließt, eine Fülle künstlerischer Vorlage 41/ 55/2017 > Seite 3 von 7 > RSD Vorlage Ausdrucksmöglichkeiten fördert und der Teilhabeorientierung oberste Priorität beimisst. Dies ist kein Selbstzweck, sondern steigert die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Besucherinnen und Besucher unserer Stadt und trägt so zur Attraktivität und Identität Düsseldorfs bei. Kulturpolitische Leitlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf Düsseldorf will weiterhin eine qualitätsvolle, internationale und inklusive Kunst- und Kulturstadt sein, deren Kunst- und Kulturschaffende gesellschaftliche Dynamiken aufgreifen, hinterfragen und mitgestalten. Düsseldorf versteht sich als ermöglichende Kunst- und Kulturstadt, die mit ihren Angeboten alle Mitglieder der Stadtgesellschaft und Menschen aus der Region, aus Deutschland und der Welt anspricht, begeistert sowie zur aktiven Teilhabe einlädt und ermächtigt. Das Fundament dafür stellen kooperative Transformationsprozesse dar, die einen konstruktiven und nachhaltigen Wandel bestehender Konzepte sowie Infrastrukturen vollziehen. Düsseldorf ist geprägt durch bedeutende Kulturinstitutionen, die in die Stadt hinein, aber auch national und international strahlen. Als Teil der kulturellen Identität Düsseldorfs müssen sie gestärkt werden. Die Stadt bietet ihren Kunst- und Kulturschaffenden unterstützende Produktionsbedingungen und fördert und fordert kooperatives Arbeiten. Sie räumt den Leistungen ihrer Kunst- und Kulturschaffenden einen hohen Stellenwert ein, indem sie unter anderem deren individuelle und gemeinsame Wirkungsmöglichkeiten in besonderer Weise ideell und strukturell unterstützt. So stärkt sie den vorhandenen kulturellen Reichtum und fördert neue künstlerische Impulse, Konzepte und (Spiel-)Räume. Düsseldorf ermöglicht einen Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Kunst- und Kulturakteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern und damit den Auf- und Ausbau von Vertrauen und kooperativen Entscheidungsverfahren. Kunst und Kultur werden hierdurch zum Motor stadtgesellschaftlicher Verständigungs- und Vernetzungsprozesse. Der Abschlussbericht führt die im Dialog- und Planungsprozess erarbeiteten wesentlichen Stärken und Herausforderungen des Düsseldorfer Kulturbereichs zusammen und leitet daraus für die Umsetzung der kulturpolitischen Leitlinien drei zentrale Handlungsfelder ab: Handlungsfeld 1: Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturförderung Handlungsfeld 2: Kulturelle Infrastruktur und Konzepte Handlungsfeld 3: Kulturelle Teilhabe und Kulturkommunikation. Handlungsfeld 1 Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturförderung – Grundlagen für eine nachhaltige Kulturpolitik schaffen Handlungsfeld 1 umfasst grundlegende Erfordernisse für eine nachhaltige, kooperative Kulturentwicklung in Düsseldorf. Die Ergebnisse der Planung haben Vorlage 41/ 55/2017 > Seite 4 von 7 > RSD Vorlage gezeigt, dass eine grundlegende Notwendigkeit für dauerhafte Kommunikationsanlässe existiert, was insbesondere den Austausch zwischen Kulturakteurinnen und –akteuren sowie (kultur-)politischen Entscheidungsträgerinnen und –trägern betrifft. Als erste Maßnahme wird hier u.a. ein „Rat für die Künste“ genannt, der der fachlichen Beratung der Kulturpolitik und der Artikulation gemeinsamer Interessen der Düsseldorfer Kunst- und Kulturakteurinnen und -akteure dienen soll. Weitere Themen sind die kulturpolitische Schwerpunktsetzung, die Präzisierung und Anpassung der Aufgaben des Kulturamts und die Entwicklung einer zeitgemäßen Kulturförderung. Handlungsfeld 2 Kulturelle Infrastruktur und Konzepte – Kulturarbeit in Düsseldorf dauerhaft stärken und modellhafte Ansätze entwickeln Handlungsfeld 2 thematisiert konzeptionelle und modellhafte Ansätze zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur. Handlungsbedarfe bestehen insbesondere bei der Instandsetzung von Kulturbauten, aber auch beim Transfer von fachspezifischen Wissen und Erfahrungen. Ersteres soll mit Hilfe des „Masterplan Kulturbauten“ zur Bestandsaufnahme notwendiger Sanierungs- und Baumaßnahmen insbesondere städtischer Kulturinstitute angegangen werden. Um den wachsenden Anforderungen an Spezialwissen gerecht zu werden, soll zukünftig in Düsseldorf mehr auf Kooperation und Austausch gesetzt werden. Hierfür wird die Einrichtung und Förderung von Kompetenzzentren, an denen jeweils mehrere Kulturakteurinnen und -akteure beteiligt sind, z.B. zu den Themen Digitalisierung und Kulturelle Teilhabe empfohlen. Weitere Themen sind u.a. die Schaffung von Experimentierflächen, die Ermöglichung von Zwischennutzung und das „Kulturquartier am Bahnhof“ als Modellprojekt für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Handlungsfeld 3 Kulturelle Teilhabe und Kulturkommunikation – Transkulturelle Öffnung, Vermittlung und Sichtbarkeit durch Vernetzung und Ermächtigung ermöglichen. Handlungsfeld 3 fokussiert übergeordnete Schwerpunktthemen wie Kulturelle Teilhabe und Kulturkommunikation. Mit Blick auf die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Wandlungsprozesse wird die Weiterentwicklung der Nutzungs-und Wahrnehmungsmöglichkeiten kultureller Angebote immer wichtiger. Als konkrete Maßnahmen werden u.a. die dauerhafte Fortsetzung und Ausweitung des bereits bestehenden Prozesses zur Interkulturellen Öffnung der Kulturinstitute im Rahmen des Gesamtstädtischen Integrationskonzepts oder die Entwicklung einer digitalen Sichtbarkeitsstrategie zur Kommunikation über Kunst und Kultur in Düsseldorf empfohlen. 4. Erste Maßnahmen zur Umsetzung Der Abschlussbericht enthält in seinem Anhang zu jedem Handlungsfeld einen Ziel-und Maßnahmenkatalog sowie Empfehlungen zur Priorisierung. Folgende Maßnahmen werden mit hoher Priorität zur Umsetzung empfohlen: Vorlage 41/ 55/2017 > Seite 5 von 7 > RSD Vorlage  Begleitung und Koordination der KEP-Umsetzung: Fortsetzung des KEP-Prozesses unter Beteiligung der zentralen KEP-Koordination im Kulturamt  Unterstützung der Gründung eines „Rates für die Künste“ sowie dessen zukünftige Unterstützung  Neuaufstellung und zukünftigen Profilierung des Kulturamtes („Kulturamt der Zukunft“) parallel mit der Zentralisierung von Verwaltungsaufgaben der Spezialinstitute im Rahmen von „Verwaltung 2020“ erarbeiten  Erarbeitung eines „Masterplan Kulturbauten“  Sichtbarmachung, Koordination und Vernetzung der Museums- und Ausstellungslandschaft sowie Entwicklung einer digitalen Strategie für eine gebündelte und nutzerorientierte Kommunikation über Kunst und Kultur zur Profilierung der Kunststadt Düsseldorf  Dauerhafte Verankerung der kulturellen Teilhabe. Im Einzelnen: zu Handlungsfeld 1 Ziel: Durch Dialogformate Kulturpolitik sowie Interessen der Kulturakteurinnen und -akteure und Bürgerinnen und Bürger stärken. Maßnahme 1: Begleitung und Koordination der KEP-Umsetzung: Fortsetzung der Kommunikations- und Koordinationsprozesse unter Beteiligung der zentralen KEP-Koordination und -Schnittstelle im Kulturamt zur Unterstützung der geplanten Veränderungsprozesse. Die Stelle der KEP-Koordination ist im laufenden Jahr zu entfristen, höher zu bewerten, auf 100% aufzustocken und in den kommenden Jahren im Kulturdezernat zu kompensieren. Mitwirkende: Kulturamt, Kulturdezernat, Kulturausschuss u.a. Maßnahme 2: Gründung eines „Rates für die Künste“ für Kultureinrichtungen und Kulturakteurinnen und -akteure, u.a. zur Qualifizierung des Dialogs untereinander, der Kommunikation gemeinsamer Interessen sowie der fachlichen Beratung der Kulturpolitik. Es wurden bereits Maßnahmen zur Gründung des Rates ergriffen, unter anderem auf der Grundlage des Antrags (Vorlage 41/7/2017) der SPD, BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und FDP-Ratsfraktionen zur „Errichtung einer Arbeitsgruppe zur Konzeptentwicklung eines Rats der Künste für die Landeshauptstadt Düsseldorf“. Mitwirkende: FFT, Kunsthalle, Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus, weitere Kulturinstitute sowie Kunstschaffende u.a Ziel: Aufgaben und Wirkungsspektren der Kulturverwaltung transparent machen, präzisieren und anpassen („Kulturamt der Zukunft). Maßnahme 3: Zukunftsbild der Kulturverwaltung entwerfen und anschließende Festlegung eines Profils und der Formulierung eines leistbaren Aufgabenkatalogs („Kulturamt der Zukunft“) : Generationenwechsel durch verstärkten Wissens-transfer und Austausch innerhalb des Kulturamts gestalten sowie gezielte Personalentwicklungspolitik vorantreiben, Verantwortlichkeiten sichtbar machen, Vorlage 41/ 55/2017 > Seite 6 von 7 > RSD Vorlage Verfahren transparent gestalten und Kommunikationsstrategien und –strukturen entwickeln (s. auch Maßnahmen 5, 6, 7 und 8). Mitwirkende: Kulturamt und externe Begleitung im Austausch mit Kulturdezernat und Kulturausschuss u.a. Maßnahme 3 kann verknüpft betrachtet werden mit dem Vorschlag des Instituts für Kulturpolitik zur Gründung einer stadteigenen Kulturprojekte Düsseldorf- Agentur als integrierte Lösung zur Zusammenführung und Stärkung von Aktivitäten im Feld der Kulturellen Teilhabe und der Kulturkommunikation. Mitwirkende: Oberbürgermeis

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Abschlussbericht Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf als Text anzeigen
Title: 00302569.pdf URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00302569.pdf Published Time: Fri, 05 Jul 2019 18:17:58 GMT Number of Pages: 58 Markdown Content: # Abschlussbericht zur Kulturentwicklungs-planung: # Ergebnisse und Maßnahmen Abschlussbericht zur Kulturentwicklungs-planung: # Ergebnisse und Maßnahmen 03 02 Vorwort des Kulturdezernenten 04 Vorwort der Autoren 06 Ablauf des Kulturentwicklungsprozesses 08 01 Einleitung 11 1.1 Kulturpolitische Auftragsbeschreibung und Zielstellung 12 1.2 Konzeptionelle Umsetzung und Methodik 16 1.3 Struktur und Zielstellung des Berichts 25 02 Analyse der Ausgangssituation 27 2.1 Ableitung der Analysefelder 28 2.1.1 Analysefeld 1 – Kulturpolitik 29 2.1.2 Analysefeld 2 – Kulturverwaltung und Kulturförderung 32 2.1.3 Analysefeld 3 – Kulturelle Infrastruktur und Konzepte 35 2.1.4 Analysefeld 4 – Zusammenarbeit 40 2.1.5 Analysefeld 5 – Kulturelle Teilhabe und Kulturkommunikation 42 2.2 Zusammenfassende Analyse und Ableitung zentraler Handlungsfelder 47 03 Handlungsfelder und Maßnahmen für eine zeitgemäße Kulturentwicklung 51 3.1 Kulturpolitisches Leitbild und kulturpolitische Leitlinien für die Kunst- und Kulturstadt Düsseldorf 52 3.2 Die Handlungsfelder in der Übersicht 53 3.3 Handlungsfeld 1: »Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Kulturförderung – Grundlagen für eine nachhaltige Kulturentwicklung schaffen« 54 # Inhaltsverzeichnis 3.4 Handlungsfeld 2: »Kulturelle Infrastruktur und Konzepte – Kunst und Kulturarbeit in Düsseldorf dauerhaft stärken und modellhafte Ansätze ermöglichen« 60 3.5 Handlungsfeld 3: »Kulturelle Teilhabe und Kulturkommunikation – Transkulturelle Öffnung, Vermittlung und Sichtbarkeit durch Vernetzung und Ermächtigung ermöglichen« 66 3.6 Exkurs: Handlungsfeldübergreifender Maßnahmenvorschlag 74 04 Wie geht es weiter? – »Startmaßnahmen« zur Einleitung der Umsetzungsphase des Kulturentwicklungsplans 77 05 Anhang und Verzeichnisse 81 Übersicht Ziel- und Maßnahmenkatalog, Mitwirkende und Empfehlungen zur Priorisierung nach Handlungsfeld 82 Anmerkungen Quellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Impressum 100 105 108 109 110 Vorwort des Kulturdezernenten 05 Kunst und Kultur berühren alle gesellschaft-lichen Bereiche, sie schaffen Identifikation und sind sinnstiftend. Der Wert, den Kunst und Kultur sowohl für jeden Einzelnen als auch für die Ge-sellschaft haben, kann daher kaum überschätzt werden – er ist für unser Leben essenziell. Kunst ist frei und keinem Zweck verpflichtet. Diese Freiheit ist ihr größtes Kapital. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Um Potenziale für die Weiterentwicklung der Kultur in Düsseldorf aufzuzeigen, hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf im Dezember 2014 der Verwaltung den Auftrag erteilt, eine externe Agentur zu beauftragen, mit ihr gemeinsam für die Weiterentwicklung der Kulturstadt Düsseldorf einen Kulturentwicklungsplan unter einer breit an-gelegten öffentlichen Beteiligung zu erstellen und Handlungsempfehlungen vorzulegen. Mit dem vorliegenden Abschlussbericht der Kulturpoliti-schen Gesellschaft unter Federführung von Herrn Dr. Föhl ist dieser Prozess nunmehr abgeschlos-sen. An dieser Stelle danke ich Herrn Dr. Föhl und seinem Team für die gute Zusammenarbeit. Mein Dank gilt insbesondere auch den vielen Akteurin-nen und Akteuren aus Kunst, Kultur, Politik und Verwaltung, die sich mit vielen Ideen und Engage-ment in den Prozess eingebracht haben. Der auf breite Partizipation angelegte Kul-turentwicklungsplan zeigt Perspektiven und Leit-linien für die zukünftige Entwicklung der Kultur in Düsseldorf auf. Sein Ausgangspunkt ist daher nicht die Betrachtung einzelner Institute, viel-mehr fokussiert er übergeordnete Querschnitts-themen, die für alle Kultureinrichtungen und -akteure relevant sind. Sie werden im Kulturent-wicklungsplan als Handlungsfelder definiert. In diesem Punkt unterscheidet sich die Systematik des Düsseldorfer Kulturentwicklungsplans von frü-heren Kulturentwicklungsplänen anderer Städte. Vor dem Hintergrund tiefgreifender gesell-schaftlicher Veränderungen, die fast alle Lebens-bereiche betreffen, stellen sich Fragen nach dem Wert und der Relevanz von Kunst und Kultur heu-te mit neuer Dringlichkeit. Was bedeutet das für eine Stadt in ihrer Verantwortung für das kulturel-le Leben vor Ort? Es war Aufgabe des Kulturent-wicklungsplans, hierauf Antworten zu finden. Es ist unser Ziel, den Bürgerinnen und Bür-gern Düsseldorfs, aber auch all jenen, die die Stadt besuchen, weiterhin ein attraktives, vielfälti-ges, lebendiges und bereicherndes Kulturangebot zu unterbreiten, künstlerisches und kreatives Arbeiten in unserer Stadt zu ermöglichen und Freiräume zu schaffen. Es geht aber auch darum, den Wert und Nutzen von Kunst und Kultur in die Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse zu inte-grieren und so gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dieser Aspekt sucht nach ganz-heitlichen und übergeordneten Ansätzen, nach denen sich das kulturelle Leben in unserer Stadt ausrichten kann. Düsseldorf ist eine wachsende Stadt – eine Stadt, die in die Zukunft orientiert ist. Das soll und muss auch für die Kultur in unserer Stadt gelten. Für die Fortentwicklung und für die Teilhabe an der sich dynamisch entwickelnden Wissens- und Informationsgesellschaft ist eine lebendige und vielfältige Kulturszene Impulsge-berin. Der Kulturentwicklungsplan möchte die Kunst- und Kulturstadt Düsseldorf in diesem Sin-ne dezidiert stärken. Mit den jetzt vorliegenden Handlungsempfehlungen wurde ein Zwischener-gebnis erzielt, das in den nächsten Jahren wie ein »Steinbruch« genutzt werden kann. Der Anfang wurde gemacht, aber das Wesentliche liegt noch vor uns, nämlich die formulierten Maßnahmen Schritt für Schritt gemeinsam zu bewerten, zu priorisieren und umzusetzen. Hans-Georg Lohe Kulturdezernent Düsseldorf als national und international beach-tete Kunst- und Kulturstadt stärker sichtbar zu machen, ist eine der Handlungsempfehlungen des im vergangenen Jahr mit vielen Akteurinnen und Akteuren erarbeiteten Kulturentwicklungs-plans für die Landeshauptstadt Düsseldorf. Ziel ist es, dass sich Düsseldorf auch in Zukunft über die Grenzen hinaus als Kunststadt positioniert und seine Strahlkraft entfaltet. Kunststadt und Stadt der Künstler – mit diesen Attributen schmückt sich Düsseldorf zu Recht – sie gehören zur Identität unserer Stadt. Bedeutende Kulturinstitute prägen das kulturelle Selbstverständnis Düsseldorfs und werden auch in Zukunft entscheidend für das kulturelle Profil unserer Stadt sein. Im Wettbewerb der Städte bedürfen sie einer angemessenen Förderung, um ihrer kulturellen Position weiterhin national und international Beachtung zu verschaffen. Es ist in erster Linie Aufgabe der Stadt, die hierfür not-wendigen personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Aber auch engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sind aufgefordert, für ihre lebenswerte Stadt einzutre-ten. Ausgaben für die Kultur sind keine Subven-tionen, sondern Investitionen in Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft. Investitionen in die Kultur sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. # Vorwort des Kultur-dezernenten 04 > Hans-Georg Lohe Kulturdezernent 07 06 einer sogenannten Freien Szene und den Einrich-tungen der sogenannten Hochkultur zeigen und so überholte Kategorisierungen abzubauen. Der vorliegende Abschlussbericht, als Er-gebnis eines breit angelegten Analyse- und Partizipationsprozesses, bekennt sich klar zu den vorhandenen kulturellen Akteuren und In fra - strukturen. Sie bilden das Fundament und die Triebfedern für die notwendigen nach innen sowie nach außen gerichteten Transformationsprozes-se. Deshalb fokussieren die vorgelegten Ziele und Maßnahmen weniger einzelne Einrichtungen oder Themen, sondern sehen diese vielmehr als Basis für die Umsetzung der zum Ausdruck gebrachten Ideen. Mit diesem Ziel- und Maßnahmenkatalog haben die beteiligten Akteure gemeinsam Ansätze formuliert, die entgegen singulärer Wachstums-oder Abbaubestrebungen das Potenzial aufwei-sen, eine langfristige Sicherung und Veränderung des Kulturbereichs zu bewirken – sowie Kunst und Kultur als Säulen einer nachhaltigen Stadtent-wicklung zu manifestieren. Transformation ist dabei kein Selbstzweck, sondern sie hat diskursiven Charakter und lässt die Differenz und Diversität als Instrument der Neujustierung zu. Transformatorische Kulturpoli-tik braucht eine konstruktive Auseinandersetzung um Alternativen sowie einen politischen Diskurs, an dessen Ende der Augenblick der Entscheidung steht. Hierfür bedarf es geeigneter Verfahren und einer inhaltlichen Professionalisierung von Kulturpolitik. Die Kulturentwicklungsplanung hat nun in einer ersten Phase viel in diese Richtung in Bewegung gesetzt. Die Fortsetzung des Dialogs und die Stärkung des kooperativen Willens zum Verlassen ausgetretener Pfade sind im nächsten Schritt jedoch zwingend notwendig, um die Ge-fahr des abermaligen Stillstandes zu vermeiden und die formulierten Maßnahmen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Die Gesellschaft befindet sich in einem elemen - taren Umbruch. Dadurch rücken Kunst und Kultur hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Funktionen in besonderem Maße in den Mittelpunkt. Zu-gleich zeichnet sich Düsseldorf, die Stadt der Kunst und Kunstschaffenden, als progressiver Kristallisationspunkt einer freiheitlichen Kunst-und Kulturent wicklung aus. Das muss kein Widerspruch sein, beide Perspektiven können sich befruchten oder gegenseitig stärken. Das scheint umso notwendiger, da der gesellschaft-liche Wandel selbst neue Anforderungen an die Vermittlung, die Teilhabe und mitunter auch die Produktion von Kunst und Kultur stellt. Die Kulturentwicklungsplanung für die Landeshauptstadt Düsseldorf ist als Ansatz zu verstehen, einen konstruktiven sowie – wo # Vorwort der Autoren > Vorwort der Autoren > Alexandra Künzel Dr. Patrick S. Föhl nötig und sinnvoll – kooperativen Umgang mit den benannten Transformationsprozessen zu finden. Deswegen steht die Fokussierung von Querschnittsthemen im Mittelpunkt, um Koope-rationen im kulturellen Feld zu stärken und neue Partnerschaften mit Akteuren in angrenzenden Bereichen, wie der Bildung oder dem Tourismus, zu unterstützen. Gleichfalls wurden die Kunst und Kultur ermöglichenden Bereiche, also zum Bei-spiel das Kulturamt oder Kulturförderverfahren, vertiefend betrachtet, um hier zeitgemäße Ansät-ze auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus hatte die Kulturplanung, die als kulturpolitische Pla-nung und nicht als Planung von Kunst und Kultur im engeren Sinne zu verstehen ist, zum Ziel, des-truktive Gräben zu überwinden, wie sie sich etwa in der unzeitgemäßen Polarisierung zwischen Inzwischen spricht man bereits in anderen Städten vom »Düsseldorfer Modell«, wenn von der Kulturentwicklungsplanung die Rede ist. Gemein-sam haben die Mitwirkenden dieses Prozesses folglich vieles auf die Beine gestellt, das nun fort-geführt werden kann und auch andere inspiriert. Das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft möchte sich in diesem Zusammen - hang herzlich für das mit der Beauftragung ver-bundene Vertrauen bei der Landeshauptstadt Düsseldorf bedanken. Besonderer Dank gilt dem Kulturdezernat sowie dem Kulturamt, hier zuvor-derst Hans-Georg Lohe, Marianne Schirge und Dr. Petra Winkelmann, die den modellhaften Kul-turentwicklungsprozess unterstützt und intensiv begleitet haben. Einen besonderen Dank möchten wir auch der KEP-Koordinatorin, Dinah Bielicky, aussprechen, die dieses Projekt von Anbeginn vor Ort auf feste Beine stellte. Des Weiteren gebührt allen Mitgliedern des KEP-Beirates, den interview-ten Expertinnen und Experten, den vielen, die an den Workshops oder den zahlreichen weiteren Gesprächen teilgenommen haben, großer Dank. Ohne ihr spezifisches Wissen und insbesondere ihre aktive Teilnahme hätte die Konzeption in der vorliegenden Form nicht realisiert werden können. Unverzichtbar war darüber hinaus die Mitwir-kung externer Moderatorinnen und Moderatoren sowie Expertinnen und Experten, namentlich Lara Buschmann, Dr. Robert Peper und Prof. Dr. Gernot Wolfram, die gemeinsam mit uns dialogisch orientierte Konzeptansätze entwickelt haben. Ihnen sowie den weiteren Mitwirkenden seitens des Instituts für Kulturpolitik, namentlich Ulrike Blumenreich, Marc Grandmontagne, Franz Kröger und Christine Wingert, wie auch den weiteren externen Mitwirkenden, sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt. Dr. Patrick S. Föhl und Alexandra Künzel Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft, Bonn/Berlin Ablauf des Kulturentwicklungsprozesses 08 09 Im September 2015 fiel im Kulturausschuss der Startschuss für die Erarbeitung einer Kulturent - wicklungsplanung (KEP) für die Landeshauptstadt Düsseldorf. 1 Hiermit wurde federführend das Kul-turamt betraut, in dessen Auftrag das In stitut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. in Bonn einen partizipativ angelegten Pla-nungsprozess durchführte. Unter der Leitung des Kulturmanagers Dr. Patrick S. Föhl wurden zwi-schen März 2016 und Februar 2017 zahlreiche Veranstaltungen mit breiter öffentlicher Beteili-gung durchgeführt und Untersuchungen erarbei-tet. Diese hatten zum Ziel, gemeinsam mit den Düsseldorfer Kulturakteuren 2 ein Zukunftsbild für die Kunst- und Kulturstadt Düsseldorf zu zeich-nen und den Weg dorthin in konkreten Zielen und Maßnahmen zu beschreiben. Der vorliegende Abschlussbericht informiert über den gesamten Prozess und seine Methoden, gibt Auskunft über die im Rahmen des KEP-Prozesses gewonnenen Ergebnisse und präsentiert die erarbeiteten Ziele und Maßnahmen, die im Zuge der kommenden Umsetzungsphase mit einer Vielzahl von Akteuren kooperativ in Angriff genommen werden. Für den Beginn der Umsetzungsphase wurden in Form ei-nes Startmaßnahmenpakets Maßnahmen ausge-wählt, die das Fundament für einen konstruktiven Gestaltungs- und Veränderungsprozess schaffen sollen. Eine Übersicht der entsprechenden Start-maßnahmen ist ebenfalls Teil dieses Berichts. # Ablauf des Kulturentwicklungs- # prozesses Die wichtigsten Schritte des KEP-Prozesses 330. September 2015 Beauftragung der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. mit der Durchführung der KEP Düsseldorf 7. März 2016 Erste Sitzung des KEP-Beirates April 2016 Durchführung von Interviews mit Expertinnen und Experten April – Juni 2016 Durchführung qualitative Netzwerkanalyse mittels Net-Map-Interviews 2. Mai 2016 Zweite Sitzung des KEP-Beirates 19. Mai 2016 1. Kulturworkshop Mai – September 2016 Durchführung quantitative Netzwerkanalyse inklusive einer Bestandsaufnahme der kulturellen Infrastruktur mittels Geo-Mapping Juni 2016 Zielgruppenspezifische Workshops Juni und August 2016 KEP im »Quatschmobil« in Kooperation mit dem NRW-Forum Düsseldorf 18. August 2016 Dritte Sitzung des KEP-Beirates 5. September 2016 KE

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 41/ 55/2017