Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 41/ 37/2005

Skulpturengruppe "Die 12 Ständischen" im Nordpark

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Quirinstraße 49 · Stadtbezirk 4 (Oberkassel)örtlicher Bezug 1Dokument 1. Juni 2005veröffentlicht

Aus der amtlichen Vorlage

Der Kulturausschuss nimmt die Rekonstruktion der ursprünglichen Platzierung der Figurengruppe zustimmend zur Kenntnis.

Auszug aus „Beschlussdarstellung“. Der Dokumenttext allein belegt keinen gefassten Beschluss. Originaldokument

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Ö Vorlagen - Nr. 41/ 37/2005 Seite 1 von 2 Beschlussvorlage Betrifft: Skulpturengruppe Die 12 Ständischen im Nordpark Beschlussdarstellung: Der Kulturausschuss nimmt die Rekonstruktion der ursprünglichen Platzierung der Figurengruppe zustimmend zur Kenntnis. Sachdarstellung: Der heutige Nordpark entwickelte sich aus den Gartenanlagen der Reichsausstellung "Schaffendes Volk" von 1937. Zur Konzeption dieser Ausstellung gehörte eine Reihe von Skulpturen, die Motive aus den Volks- und Ständegruppen aufgriffen und die die große Wasserachse - vor dem heutigen Gartenamt - symmetrisch flankieren sollten. Zu den neu errichteten Skulpturen zählten außerdem "Die Rossebändiger" von Edwin Scharff, die auch heute noch den Eingangsbereich des Nordparks akzentuieren, an denen sich aber 1937 eine Diskussion über die Qualität der Darstellung, im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie entzündete, in die auch "die 12 Ständischen" miteinbezogen wurden. "Die 12 Ständischen" galten zwar nicht als entartet, sie entsprachen aber auch nicht ganz den "richtungsweisenden Ausführungen" Hitlers über die deutsche Kunst. Noch während der Ausstellungsdauer entfernte man daher alle zwölf Figuren. Vier von ihnen wurden 1941 an den Ecken des Wasserbeckens wieder aufgestellt, wo sie sich auch heute noch befinden. Die acht leeren Sockel schmückte man mit Blumenschalen. Die Skulpturen wurden zunächst im Ehrenhof gelagert; von dort gelangten sie 1956 zum damaligen Bauhof an der Heerstraße. 1962 wurde "die Schäferin" vor der Kindertagesstätte Wittenberger Weg aufgestellt und 2001 entdeckte man überraschend eine weitere Skulptur im Privatbesitz der Steinmetzwerkstatt Kuhn in Neuss. Die übrigen Figuren gingen bei der Auflösung des Bauhofes 1965 verloren. Das heutige, weiterhin symmetrische Bild der Wasserachse läßt nichts von der Kulturgeschichte dieser Figuren erkennen. Eine Verlagerung der vier verbliebenen Figuren an ihre ursprünglichen Standorte, die anhand zeitgenössischer Fotografien möglich ist, würde die derzeitige Symmetrie auflösen, das Fehlen visuell spürbar machen und ein Hinterfragen bei den Besucherinnen und Besuchern auslösen. Eine Info-Tafel soll die neue, asymmetrische Ordnung erläutern. Die beiden zusätzlichen Figuren wurden inzwischen kostenfrei zurückgegeben und sollen in die neue Platzierung mit einbezogen werden. Der Denkmalschutz wurde in diese Überlegungen miteinbezogen und stimmt der Verlagerung zu. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Kulturausschuss 16.06.2005 Einstimmig beschlossen Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 05.09.2005 -/- 2 RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT Ö Vorlagen - Nr. 41/ 37/2005 Seite 2 von 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Alternative: Keine Amt: Kulturamt Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Grosse-Brockhoff

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 41/ 37/2005