Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 61/ 2/2004

Temporäre Intervention an besonderen Orten

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Am Großen Dern 30 · Stadtbezirk 7 (Gerresheim)örtlicher Bezug 1Dokument 12. Dezember 2003veröffentlicht

Aus der amtlichen Vorlage

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt das Projekt "Temporäre Intervention auf dem Gustaf-Gründgens-Platz" im Rahmen der Initiative PLATZDA ! Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. Die Finanzierung erfolgt aus einer 2004 außerplanmäßig zu schaffenden, neuen Haushaltsstelle. Gedeckt wird diese Mehrausgabe durch 70 % Landeszuschuß, 10 % Beteiligung der mitwirkenden Hochschulen und 20 % aus Sachmitteln des Amtes 61.

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Seite 1 von 6 Beschlussvorlage Betrifft: Temporäre Intervention an besonderen Orten am Beispiel Gustaf-Gründgens-Platz Ein Projekt im Rahmen der Initiative PLATZDA! und der Landesinitiative StadtBauKultur Beschlussdarstellung: Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt das Projekt "Temporäre Intervention auf dem Gustaf-Gründgens-Platz" im Rahmen der Initiative PLATZDA ! Er beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. Die Finanzierung erfolgt aus einer 2004 außerplanmäßig zu schaffenden, neuen Haushaltsstelle. Gedeckt wird diese Mehrausgabe durch 70 % Landeszuschuß, 10 % Beteiligung der mitwirkenden Hochschulen und 20 % aus Sachmitteln des Amtes 61. Sachdarstellung: Projektbeschreibung Das Projekt "Temporäre Intervention auf dem Gustaf-Gründgens-Platz" ist ein Projekt zur temporären Bespielung des öffentlichen Raumes und wird gefördert durch Land NRW. (Siehe Anlage) bestehende Bestandslage Am 20.02.2002 hat der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung das Konzept der Initiative PLATZDA! zustimmend zur Kenntnis genommen. Kosten Die Gesamtkosten des Projektes "Temporäre Intervention auf dem Gustaf-Gründgens- Platz" betragen EUR 100 000. Finanzierung Die Finanzierung des Projektes in Höhe von EUR 100.000 soll aus den Mitteln einer 2004 außerplanmäßig zu schaffenden, neuen Haushaltsstelle erfolgen. Demgegenüber sind durch Vereinbarungen mit dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW ein Landeszuschuß von EUR 70.000 sowie eine Kostenbeteiligung der Hochschulen in Höhe von EUR 10.000 zu erwarten. Der Eigenanteil der Landeshauptstadt Düsseldorf beträgt EUR 20.000. Zeitrahmen Realisierung: September 2004 Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 14.01.2004 -/- 2 RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 6 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Anlagen: Nr. Ort Anlage 1 beigefügt PLATZDA! Die Initiative Alternative: Keine Amt: Stadtplanungsamt Dezernentin / Dezernent: Oberbürgermeister Erwin Seite 3 von 6 ANLAGE POLITISCHER BESCHLUSS Am 20.02.2002 hat der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung die Initiative PLATZDA! zustimmend zur Kenntnis genommen. PLATZDA! - DIE INITIATIVE PLATZDA! steht für die Gestaltung des öffentlichen Raumes der Düsseldorfer Plätze. PLATZDA! diskutiert Plätze, bespielt Plätze und erarbeitet mit den Bürgern Handlungskonzepte für die Weiterentwicklung der Platzkultur in Düsseldorf. PLATZDA! steht auf zwei Säulen: Die eine Säule besteht aus den Handlungskonzepten für Planung und Bau von Plätzen und Stadträumen. Die andere aus der temporären Bespielung von Plätzen. Leitlinie aller Projekte ist die strukturelle Auseinandersetzung mit dem Platzraum und das Herausbilden von Platzidentitäten. Grundgedanke beider Säulen ist das interdisziplinäre Arbeiten. Auf die vielschichtigen Anforderungsprofile wird ganzheitlich reagiert. Die Planungsprozesse werden durch öffentliche Diskussion und innovative Instrumente der Bürgerbeteiligung begleitet. Ziel aller Projekte ist die Steigerung der Qualität des öffentlichen Raumes, verbunden mit der Aufforderung und Anregung, die Plätze kreativ zu nutzen. PLATZDA! versteht sich als Impuls für eine lebendige Stadt und Platzkultur in Düsseldorf . Seite 4 von 6 TEMPORÄRE INTERVENTION AN BESONDEREN ORTEN AM BEISPIEL GUSTAF-GRÜNDGENS-PLATZ Das Projekt "Temoräre Interventionen an besonderen Orten" ist vom MSWKS im Rahmen der Landesinitiative StadtBauKultur initiert worden. Das Projekt ist mittelfristig angelegt und will an jeweils einem anderen Ort in den Städten Nordrhein-Westfalens temporäre Installationen/ Interventionen zeigen, die von nordrhein-westfälischen Hochschulen sowie einer ausländischen Hochschule entwickelt werden. Die ( Zusammensetzung der Hochschulen wird ebenfalls jährlich wechseln) Es wird im jährlichen Rhythmus ein Wettbewerb an den beteiligten Hochschulen ausgeschrieben, eine unabhängige interdisziplinäre Jury entscheidet über die Lösung die umgesetzt wird. Baukulturelle Ziele S Orte in besonderer Weise thematisieren und damit auf Zeit und darüber hinaus auf sie aufmerksam machen. Den öffentlichen Raum als Kommunikationsort über das Fachpublikum hinaus wieder entdecken. S Das öffentliche Interesse an der Entwicklung städtischer Freiräume fördern, einen kreativen Beitrag in der Auseinandersetzung um die zukünftige Gestaltung leisten und das Bewusstsein für den öffentlichen Raum schärfen. S In experimentell-spielerischer Art und Weise ungewöhnliche Blickwinkel auf die Stadt geben - Vergessene Plätze und Stadträume werden neu entdeckt. S Baukulturelle Möglichkeiten im Materialeinsatz, in der Formgebung, in der Konstruktionsweise, in der Nutzbarkeit im städtischen Gefüge demonstrieren. S Gewohnte Sichtweisen aufbrechen und Impulse für den weiteren Planungsprozeß geben. Planungskulturelle Ziele S Das Thema: "Öffentlicher Raum" an die Hochschulen bringen. S Landesweite und internationale sowie interdisziplinäre Kooperation der Hochschulen fördern. S Verankerung wichtiger Baukultur-Aspekte bei den Studierenden. S Zusammenspiel von Experimentiermöglichkeit und Realisierungszwang. Aufgabenbeschreibung des ersten Wettbewerbs Standort: Düsseldorf I Gustaf-Gründgens-Platz Die Stadt Düsseldorf wurde von den Initiatoren ausgewählt, weil der öffentliche Raum durch die Initiative PLATZDA! von besonderer Aktualität ist. In der städtischen Initiative fand die Landesinitiative StadtBauKultur gemeinsame Ziel wieder. PLATZDA! setzt auf Kooperationspartner und entwickelt für seine Projekte alternative Finanzierungskonzepte. Das Projekt "temporäre Intervention" spiegelt das Netzwerk aus Stadtverwaltung, Landesverwaltung und Hochschulen wieder. Als "Auftakt-Ort" ist der Gustaf-Gründgens-Platz ausgewählt worden. Er ist wegen seiner Lage im Stadtgefüge und den beiden , den Platz prägenden, "Architekturklassikern" interessant. Mittels einer temporären "Injektion" soll eine Interpretation des Ortes herausgearbeitet werden. Die jeweilige Projektidee wird aus der Gesamtanalyse abgeleitet. Ein temporäres Platzbild wird entwickelt, dass die Qualitäten und Potenziale des Platzes untersucht und in einer architektonischen / künstlerischen Form zur Diskussion stellt. Folgende Kriterien sollen in die Diskussion miteinbezogen werden: -Identität des Platzes Seite 5 von 6 -Spannungsfeld der beiden eigenständigen Architekturen -Anfang und Endpunkt des Platzes -Anbindung an den Hofgarten -Oberfläche des Platzes -Umgang mit Licht -Umgang mit der Akzeptanz der bestehenden Verkehrsbeziehungen -Überprüfung von endgültigen Nutzungen Den gestalterischen und inszenierenden Mitteln sind zunächst keine Grenzen gesetzt. Wichtige Komponenten sind jedoch die vollständige Abbaubarkeit der Arbeit sowie die Einhaltung des gesetzten Kostenrahmens. In der Gesamtbetrachtung der Arbeit ist der entwickelte Impuls für den zukünftigen Umgang mit dem Stadtraum ein wichtiger Aspekt. Die Studenten begründen ihre Arbeit mit der Chance, die sich für den öffentlichen Raum, respektive den Gustaf-Gründgens-Platz durch ihre "Injektion" ergibt. Gründe und Ziele der Landeshauptstadt Düsseldorf das Projekt zu unterstützen: S Unterstützung der baukulturellen und planungskulturellen Ziele des Gesamtprojektes: "Temporäre Interventionen an besonderen Orten" S Bewusstsein schärfen für den öffentlichen Raum in Düsseldorf S Erkenntnisse für den weiteren Planungsprozess. Ausblick Mit dem Projekt "Kö-Bogen" verbunden mit der Wehrhahnlinie eröffnet sich die städtebauliche Chance, den Bereich zwischen dem Jan-Wellem-Platz, der Schadowstraße, der Berliner Allee und der Hofgartenstraße neu zu ordnen. Auf der Basis und der Entwicklung dieses Projektes ist dann auch die Gestaltung des Gustaf- Gründgens-Platz abzuleiten. Die bisher vorliegenden Entwürfe werden dann daraufhin neu bewertet. Erkenntnisse aus Projekten der temporären Bespielung helfen die Bewertung vorzunehmen oder neue Ansätze zu entwickeln. Teilnehmende Hochschulen - Fachbereich Architektur Fachhochschule Düsseldorf Fachhochschule Münster Universität Dortmund RWTH Aachen TU Delft/Niederlande vorläufiger grober Zeitplan KW 6/7 Auftaktveranstaltung KW 10/11 Workshop an der FH Düsseldorf KW 16 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten Sept. 04 Umsetzung des 1.Preises für einen Monat Finanzierungsplan Vorbereitung des Wettbewerbes und Vorprüfung 4.500 EUR Auftaktveranstaltung 3.000 EUR Erarbeitung der Dokumentation des Aufbaus der Ausstellung eingereichter Arbeiten 2.500 EUR Honorare/ Reisekosten der Preisrichter 3.000 EUR Ausschreibung 5.000 EUR Dokumentation für Ausstellung 5.000 EUR Betreuung der Realisation 10.000 EUR Realisation und Eröffungsfeier 65.000 EUR Seite 6 von 6 Reserve 2.000 EUR 100.000 EUR

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 61/ 2/2004