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Beschlussvorlage
Betrifft:
Temporäre Intervention an besonderen Orten
am Beispiel Gustaf-Gründgens-Platz
Ein Projekt im Rahmen der Initiative PLATZDA! und der Landesinitiative StadtBauKultur
Beschlussdarstellung:
Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt das Projekt "Temporäre
Intervention auf dem Gustaf-Gründgens-Platz" im Rahmen der Initiative PLATZDA ! Er
beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. Die Finanzierung erfolgt aus einer 2004
außerplanmäßig zu schaffenden, neuen Haushaltsstelle. Gedeckt wird diese Mehrausgabe
durch 70 % Landeszuschuß, 10 % Beteiligung der mitwirkenden Hochschulen und 20 %
aus Sachmitteln des Amtes 61.
Sachdarstellung:
Projektbeschreibung
Das Projekt "Temporäre Intervention auf dem Gustaf-Gründgens-Platz" ist ein Projekt zur
temporären Bespielung des öffentlichen Raumes und wird gefördert durch Land NRW.
(Siehe Anlage)
bestehende Bestandslage
Am 20.02.2002 hat der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung das Konzept der
Initiative PLATZDA! zustimmend zur Kenntnis genommen.
Kosten
Die Gesamtkosten des Projektes "Temporäre Intervention auf dem Gustaf-Gründgens-
Platz" betragen EUR 100 000.
Finanzierung
Die Finanzierung des Projektes in Höhe von EUR 100.000 soll aus den Mitteln einer 2004
außerplanmäßig zu schaffenden, neuen Haushaltsstelle erfolgen. Demgegenüber sind
durch Vereinbarungen mit dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport
des Landes NRW ein Landeszuschuß von EUR 70.000 sowie eine Kostenbeteiligung der
Hochschulen in Höhe von EUR 10.000 zu erwarten. Der Eigenanteil der Landeshauptstadt
Düsseldorf beträgt EUR 20.000.
Zeitrahmen
Realisierung: September 2004
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung 14.01.2004 -/-
2
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT
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1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt PLATZDA! Die Initiative
Alternative:
Keine
Amt:
Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:
Oberbürgermeister Erwin
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ANLAGE
POLITISCHER BESCHLUSS
Am 20.02.2002 hat der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung die Initiative PLATZDA! zustimmend
zur Kenntnis genommen.
PLATZDA! - DIE INITIATIVE
PLATZDA! steht für die Gestaltung des öffentlichen Raumes der Düsseldorfer Plätze.
PLATZDA! diskutiert Plätze, bespielt Plätze und erarbeitet mit den Bürgern Handlungskonzepte für die
Weiterentwicklung der Platzkultur in Düsseldorf. PLATZDA! steht auf zwei Säulen:
Die
eine Säule besteht aus den Handlungskonzepten für Planung und Bau von Plätzen und Stadträumen. Die
andere aus der temporären Bespielung von Plätzen. Leitlinie aller Projekte ist die strukturelle
Auseinandersetzung mit dem Platzraum und das Herausbilden von Platzidentitäten. Grundgedanke beider
Säulen ist das interdisziplinäre Arbeiten. Auf die vielschichtigen Anforderungsprofile wird ganzheitlich
reagiert.
Die Planungsprozesse werden durch öffentliche Diskussion und innovative Instrumente der
Bürgerbeteiligung begleitet. Ziel aller Projekte ist die Steigerung der Qualität des öffentlichen Raumes,
verbunden mit der Aufforderung und Anregung, die Plätze kreativ zu nutzen.
PLATZDA! versteht sich als Impuls für eine lebendige Stadt und Platzkultur in Düsseldorf .
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TEMPORÄRE INTERVENTION AN BESONDEREN ORTEN
AM BEISPIEL GUSTAF-GRÜNDGENS-PLATZ
Das Projekt "Temoräre Interventionen an besonderen Orten" ist vom MSWKS im Rahmen der Landesinitiative
StadtBauKultur initiert worden. Das Projekt ist mittelfristig angelegt und will an jeweils einem anderen Ort in
den Städten Nordrhein-Westfalens temporäre Installationen/ Interventionen zeigen,
die von nordrhein-westfälischen Hochschulen sowie einer ausländischen Hochschule entwickelt werden. Die
( Zusammensetzung der Hochschulen wird ebenfalls jährlich wechseln) Es wird im jährlichen Rhythmus ein
Wettbewerb an den beteiligten Hochschulen ausgeschrieben, eine unabhängige interdisziplinäre Jury
entscheidet über die Lösung die umgesetzt wird.
Baukulturelle Ziele
S Orte in besonderer Weise thematisieren und damit auf Zeit und darüber hinaus auf sie aufmerksam
machen. Den öffentlichen Raum als Kommunikationsort über das Fachpublikum hinaus wieder
entdecken.
S Das öffentliche Interesse an der Entwicklung städtischer Freiräume fördern, einen kreativen Beitrag
in der Auseinandersetzung um die zukünftige Gestaltung leisten und das Bewusstsein für den
öffentlichen Raum schärfen.
S In experimentell-spielerischer Art und Weise ungewöhnliche Blickwinkel auf die Stadt geben -
Vergessene Plätze und Stadträume werden neu entdeckt.
S Baukulturelle Möglichkeiten im Materialeinsatz, in der Formgebung, in der Konstruktionsweise, in der
Nutzbarkeit im städtischen Gefüge demonstrieren.
S Gewohnte Sichtweisen aufbrechen und Impulse für den weiteren Planungsprozeß geben.
Planungskulturelle Ziele
S Das Thema: "Öffentlicher Raum" an die Hochschulen bringen.
S Landesweite und internationale sowie interdisziplinäre Kooperation der Hochschulen fördern.
S Verankerung wichtiger Baukultur-Aspekte bei den Studierenden.
S Zusammenspiel von Experimentiermöglichkeit und Realisierungszwang.
Aufgabenbeschreibung des ersten Wettbewerbs
Standort: Düsseldorf I Gustaf-Gründgens-Platz
Die Stadt Düsseldorf wurde von den Initiatoren ausgewählt, weil der öffentliche Raum durch die Initiative
PLATZDA! von besonderer Aktualität ist. In der städtischen Initiative fand die Landesinitiative StadtBauKultur
gemeinsame Ziel wieder. PLATZDA! setzt auf Kooperationspartner und entwickelt für seine Projekte
alternative Finanzierungskonzepte. Das Projekt "temporäre Intervention" spiegelt das Netzwerk aus
Stadtverwaltung, Landesverwaltung und Hochschulen wieder.
Als "Auftakt-Ort" ist der Gustaf-Gründgens-Platz ausgewählt worden. Er ist wegen seiner Lage im Stadtgefüge
und den beiden , den Platz prägenden, "Architekturklassikern" interessant. Mittels einer temporären "Injektion"
soll eine Interpretation des Ortes herausgearbeitet werden. Die jeweilige Projektidee wird aus der
Gesamtanalyse abgeleitet. Ein temporäres Platzbild wird entwickelt, dass die Qualitäten und Potenziale des
Platzes untersucht und in einer architektonischen / künstlerischen Form zur Diskussion stellt.
Folgende Kriterien sollen in die Diskussion miteinbezogen werden:
-Identität des Platzes
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-Spannungsfeld der beiden eigenständigen Architekturen
-Anfang und Endpunkt des Platzes
-Anbindung an den Hofgarten
-Oberfläche des Platzes
-Umgang mit Licht
-Umgang mit der Akzeptanz der bestehenden Verkehrsbeziehungen
-Überprüfung von endgültigen Nutzungen
Den gestalterischen und inszenierenden Mitteln sind zunächst keine Grenzen gesetzt. Wichtige Komponenten
sind jedoch die vollständige Abbaubarkeit der Arbeit sowie die Einhaltung des gesetzten Kostenrahmens.
In der Gesamtbetrachtung der Arbeit ist der entwickelte Impuls für den zukünftigen Umgang mit dem
Stadtraum ein wichtiger Aspekt. Die Studenten begründen ihre Arbeit mit der Chance, die sich für den
öffentlichen Raum, respektive den Gustaf-Gründgens-Platz durch ihre "Injektion" ergibt.
Gründe und Ziele der Landeshauptstadt Düsseldorf das Projekt zu unterstützen:
S Unterstützung der baukulturellen und planungskulturellen Ziele des Gesamtprojektes:
"Temporäre Interventionen an besonderen Orten"
S Bewusstsein schärfen für den öffentlichen Raum in Düsseldorf
S Erkenntnisse für den weiteren Planungsprozess.
Ausblick
Mit dem Projekt "Kö-Bogen" verbunden mit der Wehrhahnlinie eröffnet sich die städtebauliche Chance, den
Bereich zwischen dem Jan-Wellem-Platz, der Schadowstraße, der Berliner Allee und der Hofgartenstraße neu
zu ordnen. Auf der Basis und der Entwicklung dieses Projektes ist dann auch die Gestaltung des Gustaf-
Gründgens-Platz abzuleiten. Die bisher vorliegenden Entwürfe werden dann daraufhin neu bewertet.
Erkenntnisse aus Projekten der temporären Bespielung helfen die Bewertung vorzunehmen oder neue
Ansätze zu entwickeln.
Teilnehmende Hochschulen - Fachbereich Architektur
Fachhochschule Düsseldorf
Fachhochschule Münster
Universität Dortmund
RWTH Aachen
TU Delft/Niederlande
vorläufiger grober Zeitplan
KW 6/7 Auftaktveranstaltung
KW 10/11 Workshop an der FH Düsseldorf
KW 16 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten
Sept. 04 Umsetzung des 1.Preises für einen Monat
Finanzierungsplan
Vorbereitung des Wettbewerbes und Vorprüfung 4.500 EUR
Auftaktveranstaltung 3.000 EUR
Erarbeitung der Dokumentation des Aufbaus der
Ausstellung eingereichter Arbeiten 2.500 EUR
Honorare/ Reisekosten der Preisrichter 3.000 EUR
Ausschreibung 5.000 EUR
Dokumentation für Ausstellung 5.000 EUR
Betreuung der Realisation 10.000 EUR
Realisation und Eröffungsfeier 65.000 EUR
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Reserve 2.000 EUR
100.000 EUR