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Beschlussvorlage
Betrifft:
Gestaltung Worringer Platz
Beschlussdarstellung:
Die Bezirksvertretung 1 stimmt dem Vorentwurf der Gestaltungsplanung Worringer Platz
in der vorliegenden Ausführung zu.
Sachdarstellung:
Anlass der Planung
Mit Beschluss vom 30.03.2000 hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf die
Verwaltung beauftragt, den Worringer Platz aufzuwerten.
Bestand
Der Platz ist durch hohes Verkehrsaufkommen stark belastet. Die Freiflächen sind
unübersichtlich und übermöbliert.
Bürgerbeteiligung
In Gesprächen zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung, einer Ideenbörse
im Rahmen der Aktion PLATZ DA! und einer durch Dipl. Soziologe Dr. Reinhold Knopp
moderierte Bürgerbeteiligung wurden Wünsche und Anregungen aufgenommen und
diskutiert.
Im wesentlichen wurden folgende Anregungen gegeben:
- Neuordnung des Verkehrs.
- Sperrung des Straßenabschnitts zwischen Karlstraße und Worringer Straße und
Anschluss der Fläche an die vorhanden Insel.
- Schaffung von Aufenthaltsqualität
- Belebung des Platzes durch Pavillons, Marktstände, Café, Kunstaktionen.
- Überdachung des Wartebereichs der Straßenbahn.
- Lichtkonzept zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens.
Verkehrsuntersuchung
Im Rahmen einer Verkehrsstudie wurden die Möglichkeiten der Verbesserungen der
gesamten Verkehrsabwicklung am Worringer Platz untersucht.
Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger, die Anbindung der zentralen Flächen des
Platzes an die Südseite (Verlängerung Karlstraße, Worringer Platz 11/12) durch
Einziehung dieses Straßenabschnittes und die Reduzierung der Gleise ist jedoch nur im
Rahmen eines Gesamtumbaus möglich, der z.Zt. nicht finanzierbar ist.
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Nutzungskonzepte
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung wurden drei Nutzungskonzepte erarbeitet:
1. Marktpavillons
Das Konzept für die Errichtung von fest installierten Pavillons für kommerzielle Nutzung
(Verkauf von Zeitungen, Obst, Café am Platz etc.) wurde in früheren
Bürgerversammlungen (Eisdielengespräche) entwickelt und vom Architekturbüro Arlt und
Partner nach Beschluss des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung im Rahmen
einer Vorstudie präzisiert. In den Bürgerversammlungen am 11.7.02 und am 18.9.02
wurden hierzu mehrere Einwände und Bedenken geäußert: Mögliche Konkurrenz für
anliegende Geschäfte und Einschränkung der Verkaufsmöglichkeiten durch den Wegfall
des Parkplatzes, sowie Zerstörung von öffentlichem Raum.
2. Platzcafé
Gemeinnütziges, soziales Projekt, dessen Angebot (alkoholfreie Getränke,
Lesemöglichkeit, Toilette) an alle Bevölkerungsgruppen gerichtet sein soll. Die Idee findet
im Rahmen der Bürgerversammlungen Zustimmung, insbesondere bei den am Platz
tätigen Künstlergruppen, da damit sowohl eine soziale Belebung des Platzes erreicht, als
auch eine weitere Einschränkung des öffentlichen Raumes vermieden werden kann.
3. Temporäre Nutzung
Freie offene Fläche mit wechselnden Nutzungen, z.B. durch Marktstände, Kunstaktionen,
Kulturveranstaltungen. In den Bürgerversammlungen gibt es hierzu Zustimmung,
allerdings wird auch hierbei auf mögliche Konkurrenz zu anliegenden Geschäften
hingewiesen, bzw. die Prüfung solcher Auswirkungen nachgefragt. Akteure der
Künstlergruppe Weltengarten berichten über positive Erfahrungen, die mit zeitlich
befristeten Kunstaktionen am WP (z.B. „Platz nehmen", „Wasserstelle") gewonnen werden
konnten, insbesondere in Hinblick auf die Gestaltung der Atmosphäre und des sozialen
Lebens am Platz.
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Kunstaktionen
Die Kunstaktionen der Auftaktveranstaltung der Aktion PLATZDA! setzten sich durch das
Engagement der Künstler und Anwohner im Jahr 2003 fort. Das Glashaus mit den
Aktionen "Librarium" und "frühbeet" hat bewiesen, das durch Bürgerengagement eine
Imageaufwertung dieses Stadtraumes möglich ist.
Workshop "...vom Worringer Platz bis zum Rhein"
Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zur Planungsgrundlage des Workshops "vom
Worringer Platz bis zum Rhein". Über 80 Künstler und Planer beschäftigten sich in der mit
dem Bund Deutscher Architekten im April 2003 durchgeführten Veranstaltung mit den
Plätzen der Verkehrsachse vom Worringer Platz zum Rhein.
Beauftragung der Gestaltungsplanung
Zur Umsetzung der Erkenntnisse zum Worringer Platz in eine Gestaltungsplanung wurden
die Teilnehmer des Workshops aufgefordert, sich in Form von interdisziplinären Teams
(mindestens ein Künstler, ein Architekt und ein Landschaftsarchitekt) für den Auftrag zu
bewerben. Zur Bewerbung wurde ein Konzept zur Umgestaltung des Platzes als
Arbeitsprobe gefordert. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung waren zu berücksichtigen.
Planung
Das Planungsbüro CONTUR 2 mit der Architektin und Stadtplanerin Christiane Voigt und
dem Landschaftarchitekten Alexander Nix, sowie der Stadtplanerin Veronika Mook, dem
Lichtkünstler Jürgen LIT Fischer und dem Lichtplanungsbüro Hartung wurde mit der
Planung beauftragt.
Die Planung steht unter dem Motto: "Worringer Platz - Grüne Insel tags und nachts"
Entwurfsthemen
- Förderung eines positiven Inselcharakters durch neue, attraktive
Aufenthaltsqualität.
- Identitätsstiftung durch Herausarbeiten der charakteristischen Dreiecksform.
- Schutz der Aufenthaltsqualität durch Fassen der Platzkanten.
Gestalterische Elemente
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- Ergänzende Baumpflanzungen zur Einfassung des Platzes
- "Leuchtende Stadtmöbel": Drei aus halbtransparenten, grün-türkisfarbenen und
schlagsicheren Glasbausteinen gefertigte Begrenzungselemente markieren die
Platzkanten. Die sogenannten "Stadtsofas" sind von innen beleuchtet und dienen
als Schutz vor dem Verkehr. Als beleuchtete Sitzmöbel steigern sie das
Sicherheitsempfinden.
- Platzoberfläche aus grünen versiegelten, schmutzabweisenden Betonsteinen mit
einem Raster aus Leuchtpflaster (Betonsteine mit rutschfestem und
schlagsicherem Kunststoffeinsatz/LED-Lichtmodulen)
- "Grüner Strahl": Die Mitte des Platzes wird durch einen beleuchteten grünen Pylon
markiert, der als "grüner Strahl" aus allen Straßenachsen sichtbar ist.
In Verbindung mit diesem Merkzeichen ist das Angebot einer Internetstation in
Verhandlung.
Nutzung, Flächen
- Die separate Busbucht wird dem Platz zugeschlagen, die Bushaltestelle bleibt an
dieser Stelle erhalten.
- Im Süden wird ein Teilstück der Fahrspur zwisc hen Karlstraße und
Worringerstraße dem Platz zugeschlagen (Zust and entsprechend der
Inanspruchnahme während der Kanalbauarbeiten!)
- Von 26 vorhandenen Stellplätzen bleiben 11 erhalten.
- 5 Taxenstandorte werden am östlichen Platzrand angeordnet.
- Der Platz wird mit Wasser- und Stromversorgung für den geplanten Marktbetrieb
versehen.
- Die Wertstoffcontainer werden in die Gestaltung integriert.
- Die Haltestellen der Rheinbahn werden nach dem neuen Stadtmöblierungskonzept
ausgestattet.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Bezirksvertretung 1 -/-
1
-/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Alternative:
RSD AllVorlg.WPT
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Keine
Amt: Stadtplanungsamt
Dezernentin / Dezernent:Oberbürgermeister Erwin