Verwaltungsvorlage Aktenzeichen 02/ 20/2004

Zielvereinbarungen Stadtbüchereien

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Charlottenstraße 10 · Stadtbezirk 1 (Altstadt, Stadtmitte)örtlicher Bezug 1Dokument 13. Mai 2004veröffentlicht

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Seite 1 von 4 Informationsvorlage Betrifft: Zielvereinbarungen zur Frauenförderung zwischen dem Frau enbüro und den Stadtbüchereien Gemäß Ziffer 3.2 Frauenförderplan werden zwischen den Fachbereichen und dem Frauenbüro für jeweils drei Jahre fachbereichsspezifische Ziele zur Frauenförderung vereinbart, um die Voraussetzungen zu schaffen, durch die der Anteil der weiblichen Beschäftigten insgesamt und speziell in Führungspositionen gesteigert werden kann, solange Frauen in diesem zahlenmäßig unterrepräsentiert sind. Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Frauenausschuss 03.06.2004 -/- 2 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Anlagen: Nr. Ort Anlage 1 beigefügt Zielvereinbarungen Stadtbüchereien Amt: Frauenbüro Dezernentin / Dezernent: Oberbürgermeister Erwin RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT Seite 2 von 4 Zielvereinbarung zwischen den Stadtbüchereien und dem Frauenbüro Die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist gem. Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz (GG) eine Gemeinschaftsaufgabe aller. Der Frauenförderplan der Stadtverwaltung Düsseldorf betont, dass alle Beschäftigten der Stadtverwaltung in ihrem Handeln für die Gleichstellung verantwortlich sind. Die Stadtbüchereien sind ein Kulturinstitut mit hoher Kunden- und Serviceorientierung. Von daher beziehen die Stadtbüchereien in die Frauenförderung nicht nur ihre Mitarbeiterinnen, sondern auch ihre Kundinnen mit ein. a) Mitarbeiterinnen der Stadtbüchereien Düsseldorf Der Stellenplan der Stadtbüchereien umfasste am 31. Dezember 2003 insgesamt 148 Stellen, die mit 164 Personen besetzt waren (7,5 Stellen waren nicht besetzt). Die Stellen gliederten sich wie folgt: Frauen absolut Frauen % Männer absolut Männer % Bibliothekare 44 71% 18 29% Fachangestellte 78 94% 5 6% Sekretariat, Verwaltung, ÖA Buchbinderei, Fahrdienst Im Bereich der Führungspositionen der Stadtbüchereien spielen Frauen eine zentrale Rolle: Frauen absolut Frauen % Männer absolut Männer % Institutsleitung - - 1 100% Abt.-Leitungen 3 75% 1 25% stellv. Abt.- Leitungen Sachgebiets- leitungen Teilzeitbeschäftigte gibt es auf der Ebene der Sachgebietsleitungen. Hier waren zum Stichtag 31.12.2003 drei Mitarbeiterinnen auf Teilzeitstellen beschäftigt. Seite 3 von 4 b) Kundinnen der Stadtbüchereien Düsseldorf Vom 5. Mai bis zum 30. Mai 2003 hat das Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf bei den Stadtbüchereien eine Kundenbefragung durchgeführt, an der sich 3.635 Kundinnen und Kunden beteiligten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kundinnen deutlich in der Überzahl sind: Insgesamt sind 66 Prozent - also rund zwei Drittel - der Kunden der Stadtbüchereien weiblich. Dabei gibt es allerdings eine deutliche Abweichung bei der Nutzung der unterschiedlichen Bibliothekstypen. In der Zentralbibliothek macht der Anteil der Frauen 50 Prozent aus, in den Stadtteilbüchereien sind es 74 Prozent. Sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Kunden der Stadtbüchereien sind Frauen heute eindeutig in der Überzahl. Gleichwohl sehen die Stadtbüchereien die Notwendigkeit, sich in Bezug auf beide Zielgruppen weiter zu engagierten. Deshalb werden folgende Ziele für die nächsten drei Jahre vereinbart: Ziel 1 Frauenanteil in den Stadtbüchereien Entsprechend dem hohen Frauenanteil in der Mitarbeiterschaft sind die Stadtbüchereien bemüht, den hohen Anteil an Frauen in Führungspositionen auch künftig zu erhalten. Falls Stellen neu zu besetzen sind, werden die Stadtbüchereien Frauen ermutigen, sich zu bewerben. Ziel 2 Qualifizierungsmaßnahmen Die Mitarbeiterinnen der Stadtbüchereien sollen durch die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen persönlich und fachlich gefördert werden. In den Förder- und Beratungsgesprächen werden Qualifizierungsmaßnahmen vereinbart. Müttern und Vätern in Elternzeit wird grundsätzlich die Möglichkeit eingeräumt, an Fortbildungen, insbesondere Fachfortbildungen, teilzunehmen. Dies gilt auch für den Bereich e-learning. Bei über 1,2 Millionen Besucherinnen und Besuchern im Jahr kommt es an den Verbuchungs- und Auskunftstheken der Stadtbüchereien immer wieder zu schwierigen Situationen (z.B. beim Anfall hoher Mahnentgelte), bei denen die Mitarbeiterinnen oft sehr hohem Kundendruck ausgesetzt sind. Ein besonderer Schwerpunkt der anzubietenden Fortbildungsangebote soll in den nächsten Jahren deshalb im Bereich "Umgang mit schwierigen Kunden" liegen. Auf Wunsch der Mitarbeiterschaft wurde 2003 ein Selbstbehauptungstraining in das institutsintere Fortbildungsangebot aufgenommen, das bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut angenommen wurde und künftig weiter angeboten werden soll. Seite 4 von 4 Ziel 3 Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie Unter besonderer Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie werden individuelle Arbeitszeitmodelle angeboten, die allerdings stets die Kundeninteressen und damit die Öffnungszeiten der Stadtbüchereien berücksichtigen müssen. Zum 1. Januar 2004 haben die Stadtbüchereien die elektronische Arbeitszeiterfassung eingeführt, um zusätzliche Freiräume auszuschöpfen. In allen Bereichen der Stadtbüchereien soll die Teilzeitbeschäftigung gefördert und ermöglicht werden. Zum Stichtag 31.12.2003 waren 49 Mitarbeiterinnen und 4 Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt. Alle Beschäftigten sollen an der Verteilung des zur Verfügung stehenden Gesamtkontingentes unter Berücksichtigung ihrer Wünsche und der dienstlichen Notwendigkeiten - Öffnungszeiten der Stadtbüchereien - beteiligt werden. Bei Stellenneubesetzungen wird geprüft, ob eine Teilung der Stelle in Betracht kommt, ohne die institutsspezifischen Belange zu beeinträchtigen. Dies gilt auch für Führungspositionen. Die Stadtbüchereien unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch beurlaubte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich regelmäßig über die Entwicklungen bei den Stadtbüchereien informieren können. Zur jährlichen Gesamtmitarbeiterversammlung der Stadtbüchereien mit einem Rückblick auf das abgelaufene Jahr sowie der Darstellung der Zielplanung für das kommende Jahr sollen künftig auch die beurlaubten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt eingeladen werden. Ziel 4 Veranstaltungen für Frauen und Mädchen Auch bei den Angeboten für ihre Kundinnen bekennen sich die Stadtbüchereien zur Frauenförderung. So werden regelmäßig Literaturveranstaltungen für die Zielgruppe Frauen und Mädchen angeboten. In einem jährlichen Controllingbericht wird über den Stand der Zielerreichung berichtet. Die Zielvereinbarungen werden für den Zeitraum 01.06.2004 bis 31.05.2007 abgeschlossen. Dr. Norbert Kamp Dagmar Wandt Leiter der Stadtbüchereien Gleichstellungsbeauftragte

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 02/ 20/2004