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Informationsvorlage
Betrifft:
Zielvereinbarungen zur Frauenförderung zwischen dem Frau enbüro und den
Stadtbüchereien
Gemäß Ziffer 3.2 Frauenförderplan werden zwischen den Fachbereichen und dem
Frauenbüro für jeweils drei Jahre fachbereichsspezifische Ziele zur Frauenförderung
vereinbart, um die Voraussetzungen zu schaffen, durch die der Anteil der weiblichen
Beschäftigten insgesamt und speziell in Führungspositionen gesteigert werden kann,
solange Frauen in diesem zahlenmäßig unterrepräsentiert sind.
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Frauenausschuss 03.06.2004 -/-
2
1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant.
2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst.
Anlagen:
Nr. Ort Anlage
1 beigefügt Zielvereinbarungen Stadtbüchereien
Amt:
Frauenbüro
Dezernentin / Dezernent:
Oberbürgermeister Erwin
RSD AllVorlg.WPT RSD AllVorlg.WPT
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Zielvereinbarung
zwischen
den Stadtbüchereien und dem Frauenbüro
Die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist gem. Art. 3 Abs. 2 Grundgesetz
(GG) eine Gemeinschaftsaufgabe aller. Der Frauenförderplan der Stadtverwaltung
Düsseldorf betont, dass alle Beschäftigten der Stadtverwaltung in ihrem Handeln für die
Gleichstellung verantwortlich sind.
Die Stadtbüchereien sind ein Kulturinstitut mit hoher Kunden- und Serviceorientierung.
Von daher beziehen die Stadtbüchereien in die Frauenförderung nicht nur ihre
Mitarbeiterinnen, sondern auch ihre Kundinnen mit ein.
a) Mitarbeiterinnen der Stadtbüchereien Düsseldorf
Der Stellenplan der Stadtbüchereien umfasste am 31. Dezember 2003 insgesamt 148
Stellen, die mit 164 Personen besetzt waren (7,5 Stellen waren nicht besetzt). Die Stellen
gliederten sich wie folgt:
Frauen
absolut
Frauen % Männer
absolut
Männer %
Bibliothekare 44 71% 18 29%
Fachangestellte 78 94% 5 6%
Sekretariat,
Verwaltung, ÖA
Buchbinderei,
Fahrdienst
Im Bereich der Führungspositionen der Stadtbüchereien spielen Frauen eine zentrale
Rolle:
Frauen absolut Frauen % Männer
absolut
Männer %
Institutsleitung - - 1 100%
Abt.-Leitungen 3 75% 1 25%
stellv. Abt.-
Leitungen
Sachgebiets-
leitungen
Teilzeitbeschäftigte gibt es auf der Ebene der Sachgebietsleitungen. Hier waren zum
Stichtag 31.12.2003 drei Mitarbeiterinnen auf Teilzeitstellen beschäftigt.
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b) Kundinnen der Stadtbüchereien Düsseldorf
Vom 5. Mai bis zum 30. Mai 2003 hat das Amt für Statistik und Wahlen der
Landeshauptstadt Düsseldorf bei den Stadtbüchereien eine Kundenbefragung
durchgeführt, an der sich 3.635 Kundinnen und Kunden beteiligten. Die Ergebnisse
zeigen, dass die Kundinnen deutlich in der Überzahl sind: Insgesamt sind 66 Prozent -
also rund zwei Drittel - der Kunden der Stadtbüchereien weiblich. Dabei gibt es allerdings
eine deutliche Abweichung bei der Nutzung der unterschiedlichen Bibliothekstypen. In der
Zentralbibliothek macht der Anteil der Frauen 50 Prozent aus, in den Stadtteilbüchereien
sind es 74 Prozent.
Sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Kunden der Stadtbüchereien sind Frauen
heute eindeutig in der Überzahl. Gleichwohl sehen die Stadtbüchereien die
Notwendigkeit, sich in Bezug auf beide Zielgruppen weiter zu engagierten. Deshalb
werden folgende Ziele für die nächsten drei Jahre vereinbart:
Ziel 1
Frauenanteil in den Stadtbüchereien
Entsprechend dem hohen Frauenanteil in der Mitarbeiterschaft sind die Stadtbüchereien
bemüht, den hohen Anteil an Frauen in Führungspositionen auch künftig zu erhalten.
Falls Stellen neu zu besetzen sind, werden die Stadtbüchereien Frauen ermutigen, sich
zu bewerben.
Ziel 2
Qualifizierungsmaßnahmen
Die Mitarbeiterinnen der Stadtbüchereien sollen durch die Teilnahme an
Fortbildungsveranstaltungen persönlich und fachlich gefördert werden. In den Förder- und
Beratungsgesprächen werden Qualifizierungsmaßnahmen vereinbart.
Müttern und Vätern in Elternzeit wird grundsätzlich die Möglichkeit eingeräumt, an
Fortbildungen, insbesondere Fachfortbildungen, teilzunehmen. Dies gilt auch für den
Bereich e-learning.
Bei über 1,2 Millionen Besucherinnen und Besuchern im Jahr kommt es an den
Verbuchungs- und Auskunftstheken der Stadtbüchereien immer wieder zu schwierigen
Situationen (z.B. beim Anfall hoher Mahnentgelte), bei denen die Mitarbeiterinnen oft sehr
hohem Kundendruck ausgesetzt sind. Ein besonderer Schwerpunkt der anzubietenden
Fortbildungsangebote soll in den nächsten Jahren deshalb im Bereich "Umgang mit
schwierigen Kunden" liegen.
Auf Wunsch der Mitarbeiterschaft wurde 2003 ein Selbstbehauptungstraining in das
institutsintere Fortbildungsangebot aufgenommen, das bei den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern gut angenommen wurde und künftig weiter angeboten werden soll.
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Ziel 3
Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie
Unter besonderer Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie
werden individuelle Arbeitszeitmodelle angeboten, die allerdings stets die
Kundeninteressen und damit die Öffnungszeiten der Stadtbüchereien berücksichtigen
müssen. Zum 1. Januar 2004 haben die Stadtbüchereien die elektronische
Arbeitszeiterfassung eingeführt, um zusätzliche Freiräume auszuschöpfen.
In allen Bereichen der Stadtbüchereien soll die Teilzeitbeschäftigung gefördert und
ermöglicht werden. Zum Stichtag 31.12.2003 waren 49 Mitarbeiterinnen und 4 Mitarbeiter
teilzeitbeschäftigt. Alle Beschäftigten sollen an der Verteilung des zur Verfügung
stehenden Gesamtkontingentes unter Berücksichtigung ihrer Wünsche und der
dienstlichen Notwendigkeiten - Öffnungszeiten der Stadtbüchereien - beteiligt werden. Bei
Stellenneubesetzungen wird geprüft, ob eine Teilung der Stelle in Betracht kommt, ohne
die institutsspezifischen Belange zu beeinträchtigen. Dies gilt auch für
Führungspositionen.
Die Stadtbüchereien unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf. Auch beurlaubte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich
regelmäßig über die Entwicklungen bei den Stadtbüchereien informieren können. Zur
jährlichen Gesamtmitarbeiterversammlung der Stadtbüchereien mit einem Rückblick auf
das abgelaufene Jahr sowie der Darstellung der Zielplanung für das kommende Jahr
sollen künftig auch die beurlaubten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt eingeladen
werden.
Ziel 4
Veranstaltungen für Frauen und Mädchen
Auch bei den Angeboten für ihre Kundinnen bekennen sich die Stadtbüchereien zur
Frauenförderung. So werden regelmäßig Literaturveranstaltungen für die Zielgruppe
Frauen und Mädchen angeboten.
In einem jährlichen Controllingbericht wird über den Stand der Zielerreichung
berichtet.
Die Zielvereinbarungen werden für den Zeitraum 01.06.2004 bis 31.05.2007
abgeschlossen.
Dr. Norbert Kamp Dagmar Wandt
Leiter der Stadtbüchereien Gleichstellungsbeauftragte