Vereinsmitgliedschaften
44,2 % mehr als 1997; Mehrfachzählungen möglich
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Sportstätten, Bäder, Vereine und die kommunale Sportförderung in aktuellen Beratungen.
Inhaltlich geprüft:
Datenlage
Die lange Zeitreihe zeigt eine robuste Entwicklung. Gleichzeitig erklären Standort- und Infrastrukturdaten, wo Sport stattfindet und warum Mitgliedschaften, Vereine und Anlagen jeweils eigene Kennzahlen brauchen.
44,2 % mehr als 1997; Mehrfachzählungen möglich
Anteil an allen Mitgliedschaften 2025
zehn öffentliche und zehn Lehrschwimmbäder
Gezählt werden aktive und passive Mitgliedschaften. Wer mehreren Vereinen angehört, erscheint mehrfach; die Werte sind deshalb keine Zahl eindeutiger Personen.
Einheit: Mitgliedschaften
Datengrundlage der Grafik: Open Data Düsseldorf: Mitgliederzahlen der Sportvereine seit 1997
| Zeitraum / Kategorie | Mitgliedschaften |
|---|---|
| 1997 | 111.345 Mitgliedschaften |
| 2000 | 116.089 Mitgliedschaften |
| 2005 | 121.288 Mitgliedschaften |
| 2010 | 131.192 Mitgliedschaften |
| 2015 | 135.326 Mitgliedschaften |
| 2019 | 139.665 Mitgliedschaften |
| 2020 | 136.816 Mitgliedschaften |
| 2021 | 137.061 Mitgliedschaften |
| 2022 | 141.843 Mitgliedschaften |
| 2023 | 144.901 Mitgliedschaften |
| 2024 | 151.411 Mitgliedschaften |
| 2025 | 160.582 Mitgliedschaften |
Der organisierte Sport in Düsseldorf ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen. Die offene Zeitreihe verzeichnet 160.582 Mitgliedschaften im Jahr 2025 – rund 44 Prozent mehr als 1997. Selbst gegenüber 2019, dem letzten vollständigen Jahr vor der Pandemie, liegt der Stand um gut 20.000 höher.
Die wichtigste methodische Einschränkung steht dabei direkt neben der Erfolgsmeldung: Gezählt werden Mitgliedschaften, nicht eindeutig identifizierte Menschen. Wer mehreren Vereinen angehört oder in mehreren Abteilungen gemeldet ist, kann mehrfach vorkommen. Auch aktive und passive Mitgliedschaften sind enthalten. Die Reihe zeigt verlässlich die Größenordnung des organisierten Sports, aber nicht, welcher Anteil der Bevölkerung tatsächlich mindestens einmal Mitglied ist.
Der Anteil der unter 19-Jährigen stieg zwischen 1997 und 2025 von 27,6 auf 35,0 Prozent. Zugleich nahm der Anteil der mindestens 61-Jährigen von 12,1 auf 15,4 Prozent zu. Der Vereinssport wächst damit nicht nur in einer Altersgruppe. Er muss Angebote, Übungszeiten und Anlagen sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für eine ältere Mitgliedschaft organisieren.
Die absolute Zahl junger Mitgliedschaften lag 2025 bei rund 56.000. Das bedeutet nicht automatisch, dass alle Kinder ein passendes Angebot in Wohnortnähe finden. Wartelisten, verfügbare Trainer, Hallenzeiten und Kosten können sich je Sportart und Stadtteil stark unterscheiden. Eine stadtweite Gesamtzahl ist deshalb Ausgangspunkt, nicht Abschluss der Analyse.
Die Open-Data-Reihe weist für 2025 insgesamt 360 Vereine aus. Die städtische Sportkommunikation nennt zugleich 428 organisierte Vereine. Diese Angaben werden auf Düsseldorf Radar nicht vermischt. Offenbar liegen unterschiedliche Abgrenzungen oder Erfassungsstände zugrunde.
Für den Zeitvergleich ist die konsistente Open-Data-Reihe sinnvoll. Für die Beschreibung der aktuellen gesamten Sportlandschaft kann die breitere städtische Zahl relevant sein. Eine seriöse Seite macht die Differenz sichtbar, statt eine der beiden Zahlen stillschweigend zu ersetzen oder einen Mittelwert zu bilden.
Der offene Datensatz enthält 116 geocodierte Standorte. Besonders häufig sind Pferdesport, Bezirkssportanlagen, Tennis, Schwimmbäder und Wassersport vertreten. Das ist eine gute Grundlage für eine künftige interaktive Karte und für Verknüpfungen mit Stadtteil- oder Nachrichtenseiten.
Die Datei ist aber kein vollständiges Inventar. Das Sportamt beschreibt mehr als 150 Sportanlagen, nahezu 240 Sporthallen, den Arena-Sportpark und 16 Bezirkssportanlagen. Vor allem viele Hallen und kleinere Vereinsstandorte sind in der offenen Liste nicht vollständig enthalten. Eine Karte muss deshalb „Standorte im veröffentlichten Datensatz“ heißen – nicht „alle Sportstätten Düsseldorfs“.
Die Infrastrukturzahlen lassen sich ebenfalls nicht einfach addieren. Eine Bezirkssportanlage kann mehrere Plätze und Gebäude enthalten; Hallen können zum Schul- und Vereinssport gehören; Bäder sind eine eigene Betriebsstruktur. Die Größen zeigen verschiedene Teile eines Systems, keine vier voneinander getrennten Gesamtbestände.
Die Bädergesellschaft berichtete für 2025 von zehn öffentlichen Bädern und zehn Lehrschwimmbädern. Seit 2019 kamen fünf Standorte hinzu. Damit ist die frühere, häufig wiederholte Angabe von zwölf Bädern für die aktuelle Seite nicht mehr geeignet.
Für die Versorgung zählt jedoch nicht nur die Zahl der Gebäude. Öffnungszeiten, Wasserfläche, Schulbelegung, Sanierungsphasen und Erreichbarkeit bestimmen, wie viel Schwimmzeit tatsächlich verfügbar ist. Ein neues Lehrschwimmbad kann für den Unterricht sehr wichtig sein, ersetzt aber nicht automatisch ein öffentlich zugängliches Hallen- oder Freibad.
Die lokale Untersuchung ReCHECK'D nennt für untersuchte Fünftklässler einen Nichtschwimmeranteil von 10,9 Prozent. Bundesweite Werte werden häufig anders erhoben und beziehen sich nicht immer auf dieselbe Altersgruppe. Ein direkter Vergleich wäre daher nur mit genauer Methodendokumentation sinnvoll.
2026 wurden für drei Sportprojekte rund 7,5 Millionen Euro genannt. Ein weiteres Programm umfasst 15 Außensportanlagen mit rund 14 Millionen Euro. Für die vergangenen zehn Jahre nennt die Stadt rund 22 Millionen Euro für Außensportanlagen. Diese Summen haben unterschiedliche Zeiträume und Projektzuschnitte und werden nicht zusammengerechnet.
Ein politischer Bau- und Finanzierungsbeschluss ist außerdem noch keine Fertigstellung. Für eine belastbare Projektbeobachtung müssen mindestens fünf Stationen getrennt werden: Bedarf, Grundsatzbeschluss, Finanzierung, Baufortschritt und Eröffnung. Nachträge und Kostensteigerungen gehören als eigene Station dazu.
Düsseldorf ist Standort von Fortuna Düsseldorf, Düsseldorfer EG, Borussia Düsseldorf und weiteren Profiteams. Arenen und Großveranstaltungen prägen das Stadtbild, folgen aber einer anderen Finanzierungs- und Nutzungslogik als eine Schulsporthalle oder ein wohnortnaher Platz.
Öffentliche Zuschüsse, Mieten, Betriebskosten und Investitionen sollten deshalb getrennt ausgewiesen werden. Eine hohe Zuschauerzahl beweist nicht automatisch einen Nutzen für den Breitensport; umgekehrt ist eine kleine lokale Anlage politisch nicht unbedeutend, wenn sie Schulen und Vereinen täglich zur Verfügung steht.
Die automatisch verknüpften Vorlagen und Sitzungen zeigen, welche Anlagen, Zuschüsse und Veranstaltungen aktuell politisch beraten werden. Die statistische Einordnung hilft dabei, Einzelprojekte in das größere Versorgungssystem einzuordnen.
Zeigt die 20 neuesten von 1419 Vorlagen.
Diese Hintergründe helfen, Entscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.