Vorlage aus der Politik Aktenzeichen 01/ 229/2017

Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Keine Panzer für die Türkei

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
Luegallee 65 · Stadtbezirk 4 (Oberkassel)örtlicher Bezug 1Dokument 11. September 2017veröffentlicht

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Title: Vorlage 01/ 229/2017 URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00300632.pdf Published Time: Mon, 12 Aug 2019 23:08:20 GMT Number of Pages: 2 Markdown Content: Vorlage 01/ 229/2017 > LINKSFRAKTION Düsseldorf • Luegallee 65 • 40545 Düsseldorf > Tel. (0211) 89 95123 • Fax (0211) 89 29588 > [email protected] www.linksfraktion-duesseldorf.de > Seite 1 von 2 > RSD Vorlage Düsseldorf, den 11.09.2017 An den Oberbürgermeister Herrn Thomas Geisel Antrag zur Ratssitzung am 21.09.2017 Keine Panzer für die Türkei Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, zur Sitzung des Rates am 21. September 2017 stellt DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf folgenden Antrag: Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf verurteilt den in der Türkei geplanten Bau einer Panzerfabrik durch den Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall AG. Der Konzern wird aufgefordert, alle entsprechenden Planungen einzustellen. Die Türkei hat sich unter Präsident Erdogan zu einer Diktatur entwickelt. Presse- und Meinungsfreiheit sind praktisch abgeschafft. Kritische Journalisten sind verhaftet oder geflohen. Justiz und Parlament wurden von Kritikern Erdogans gesäubert. 10.000e Menschen sitzen inzwischen ohne Anklage in Haft. Das türkische Militär führt einen Vernichtungskrieg gegen die eigene kurdische Bevölkerung im Osten des Landes. Nach wie vor dürfen deutsche Parlamentarier die in der Türkei stationierten deutschen Soldaten Vorlage 01/ 229/2017 Seite 2 von 2 > RSD Vorlage nicht besuchen. Dies wurde nur unter dem Dach der Nato erlaubt, wobei Erdogan eine Begleitung durch Pressevertreter verboten hat. Aus diesen Gründen fordert der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf die Bundesregierung auf, von ihren Möglichkeiten Gebrauch zu machen, Waffenlieferungen an die Türkei zu stoppen und den Bau der Panzerfabrik zu verbieten. Nach den politischen Grundsätzen der Bundesregierung aus dem Jahr 2000 ist der Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern in Länder der Nato, der EU sowie in gleichgestellte Staaten grundsätzlich nicht zu beschränken. Es sei denn, „dass aus besonderen politischen Gründen in Einzelfällen eine Beschränkung geboten ist“. Diese besonderen politischen Gründe liegen nach Auffassung des Rats der Landeshauptstadt Düsseldorf in der Türkei eindeutig vor. Da es sich bei Rheinmetall um einen Düsseldorfer Rüstungskonzern handelt, sieht der Stadtrat die Notwendigkeit sich in die kritische Diskussion einzumischen und die notwendigen Forderungen zu stellen, um die Realisierung der Panzerfabrik zu verhindern. Begründung erfolgt mündlich. Mit freundlichen Grüßen Angelika Kraft-Dlangamandla Lutz Pfundner f.d.R. Carina Limper Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Ergebnis Rat -/-¹ -/-² > 1) Die Sitzung wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht geplant. > 2) Das Beratungsergebnis wurde zum Zeitpunkt der Drucklegung dieser Vorlage noch nicht erfasst. Anlagen: beigefügt nicht vorhanden Nr. Anlage

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen 01/ 229/2017