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Title: Vorlage 01/ 27/2018
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00311053.pdf
Published Time: Mon, 12 Aug 2019 21:55:14 GMT
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Vorlage 01/ 27/2018
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X öffentlich nicht öffentlich
An
Oberbürgermeister
Thomas Geisel
Marktplatz 1 -2
40213 Düsseldorf
Düsseldorf, den 14.02.2018
## Antrag der Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER:
## Keine Pferde im Karneval
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Ratsfraktion Tierschutz FREIE WÄHLER bittet Sie, nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 22. März 2018 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:
Der Rat fordert die Verwaltung auf, alle nötigen Maßnahmen zu treffen mit dem Ziel, ab 2019 auf den Einsatz von Pferden bei allen Karnevalsumzügen in der Stadt zu verzichten.
Begründung:
Bereits im Jahr 2016 stellte die Fraktion Tierschutz FREIE WÄHLER* einen nahezu gleichlautenden Antrag. Auslöser waren mehrere Unfälle in diversen Städten mit Pferden in den Jahren zuvor, wo in der Folge mehrere verletzte Personen und Pferde zu beklagen waren. Der Antrag wurde damals leider vom Rat mit deutlicher Mehrheit abgelehnt, hatte jedoch wenigstens mit zur Folge, dass die Diskussionen über ein Pferdeverbot bei Umzügen in vielen Städten seitdem aktiv geführt werden.
Die Sinnhaftigkeit des abgelehnten Antrages wurde leider schon im nächsten Jahr deutlich, als beim Karnevalsumzug 2017 in Gerresheim ein Pferd austrat und eine Person am Kopf verletzte.
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete am 1.3.2017 von mehreren Vorfällen mit Verletzten im Zusammenhang mit Pferden im Karneval aus Köln und Bonn. Vorlage 01/ 27/2018
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Aus Eschweiler wurde nahezu zeitgleich gemeldet, dass in mindestens einem Fall ein verletztes Pferd mit offenen Wunden mitlaufen musste.
2018 kam es - wieder in Köln - während des Rosenmontagszuges zu einem Unfall mit einem Pferd mit in der Folge mehreren Verletzten. Spätestens seit dem Tag hat die Diskussion über einen Sinn von Pferden im Karneval große Teile der Gesellschaft erreicht.
Darüber hinaus wird der Einsatz von Pferden bei Festtags-/Karnevalsumzügen von vielen Tierschutzorganisationen generell abgelehnt.
Die Gründe dafür liegen nahe: Pferde sind von Natur aus Fluchttiere denen das hektische Treiben am Rosenmontag, die laute Musik, ausgelassene Jecken, fliegende Bonbons, Berührungen durch Menschen (und schlimmeres) stark zusetzt.
Die Pferde müssen in einem für sie unnatürlichen Tempo stundenlang auf dem Asphalt gehen. Familien haben in diesen Situationen, in dem Wissen welche Gefahr von Pferden ausgehen kann, Angst um ihre Kinder. Oft werden die Pferde in solchen Situationen nervös, die Gefahr von Verletzungen für Mensch und Tier ist groß.
Den Pferden geht es am Tag nach einer großen Veranstaltung oft sehr schlecht, nicht wenige kollabieren dazu.
Wer die Pferde genau beobachtet wird das gut nachvollziehen können und kann die Strapazen, welche die Pferde in dem Moment erleiden müssen, gut erkennen. Stark schwitzende Tiere sowie das Herumtänzeln auf dem Asphalt zeugen davon, dass die Tiere an hohem Stress leiden. Es liegt hier vor allem im Verantwortungsbereich des erfahrenden Reiters, einen Ausbruch des Pferdes zu verhindern. Das dies nicht immer funktioniert ist traurige Gewissheit. Auf die Problematik des Sedierens von Pferden wurde schon in unserem Antrag von 2016 hingewiesen.
Auf der Seite http://www.duessel-narren.de/karneval/geschichte/text.htmIn ist zudem nachzulesen, dass bereits seit 2006 beim Kinder- und Jugendkarneval am Karnevalssamstag auf den Einsatz von Pferden verzichtet wird.
Mit freundlichen Grüßen
Claudia Krüger F.d.R.
Ratsfrau Torsten Lemmer
Fraktionsgeschäftsführer
> * der offizielle Fraktionsname lautete in 2016: Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum
Rat 22.03.2018 -/-¹