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Title: Vorlage 174/ 140/2016
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00282245.pdf
Published Time: Tue, 13 Aug 2019 09:58:03 GMT
Number of Pages: 1
Markdown Content:
Vorlage 174/ 140/2016
Seite 1 von 1
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X öffentlich nicht öffentlich
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
der Bezirksvertretung 4
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 4
30.11.2016
Anfrage
Lichtverschmutzung im Linksrheinischen bekämpfen!
Sachdarstellung:
Die Lichtverschmutzung ist seit einiger Zeit als ein nicht unerhebliches Problem erkannt worden. Die übermässige Ausstrahlung von Licht beeinflusst den Bio Rhythmus von Menschen und wird als Stressfaktor angesehen. Darüber hinaus wirkt sich Lichtverschmutzung negativ auf die Ökosysteme bei Tieren und Pflanzen aus. Die Lichtverschmutzung gilt so als der Ursache des Insektensterbens. Daher wäre es wünschenswert, dass eine Verringerung der Lichtverschmutzung in der Planung und Zielsetzung für den Masterplan Effektive Straßenbeleuchtung Berücksichtigung finden würde.
Darüber hinaus sollte auch in den Grünflächen Planungen zur Bekämpfung der Lichtverschmutzung umgesetzt werden.
Wir bitten die Verwaltung, folgende Fragen zu beantworten:
1. Welche Möglichkeiten zur Verringerung der Lichtverschmutzung sieht die Verwaltung in der Planung zum Masterplan Effektive Straßenbeleuchtung?
2. Ist es vorgesehen, die Beleuchtung in den linksrheinischen Grünflächen anzupassen und wenn ja, welche?
3. Ist es geplant, durch geeignete Maßnahmen die Lichtverschmutzung in den Grünflächen zu verringern und wenn ja, welche sollen durchgeführt werden?
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Ergebnis
Bezirksvertretung 4 14.12.2016 -/-²
Anlage 1 zur Drucksche 174/140/2016 als Text anzeigen
Title: Antwort der Verwaltung zu Top 10 Lichtverschmutzung
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00287418.pdf
Published Time: Fri, 05 Jul 2019 18:06:57 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
174/ 140/2016 Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksvertretung 4 am 14.12.2016 hier: Lichtverschmutzung im Linksrheinischen bekämpfen!
Frage 1:
Welche Möglichkeiten zur Verringerung der Lichtverschmutzung sieht die Verwaltung in der Planung zum Masterplan Effektive Straßenbeleuchtung?
Antwort:
Der Rat hat die Verwaltung mit der Entwicklung eines Masterplanes „Energieeffiziente und historische Straßenbeleuchtung“ beauftragt. Inhalt des Masterplanes ist im Schwerpunkt der zukünftige Umgang mit der Gasbeleuchtung im Stadtgebiet. Die Gasleuchten, die nach der Beschlussfassung durch den Rat, für die Umstellung auf elektrischen Betrieb vorgesehen werden - unter Beibehaltung oder Wechsel des Leuchtentyps - erhalten in der Regel als Leuchtmittel LED. Dieses Leuchtmittel hat die geringste Anlockwirkung auf nachtaktive Insekten (Studie von Prof. Eisenbeis in Düsseldorf 2008). Die Lichtverteilung der zum Einsatz kommenden Leuchten ist auf die Ausleuchtung der Verkehrsflächen optimiert, so dass eine direkte Abstrahlung in den Nachthimmel minimiert wird. Um die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Licht im Stadtgebiet vorzugeben, wurde der Lichtmasterplan entwickelt. Den sieben bestehenden Leitthemen des Lichtmasterplanes (Teil 1, erweiterte Innenstadt), 1. Durchsicht – Stadteingänge und Verkehrsachsen 2. Fernsicht – Silhouette und Panorama 3. Weitsicht – Hochhäuser und Landmarken 4. Draufsicht – Stadträume und Plätze 5. Absicht – Lichtqualität und Ambiente 6. Ansicht – Architektur und Baukunst 7. Einsicht – Kunstorte und Lichtorte, wurde mit der Erweiterung auf das Stadtgebiet (Teil 2, Vorlage 61/88/2008) ein achtes Leitthema hinzugefügt 8. Rücksicht – Sicherheit und Umweltschutz. Der Umweltschutz ist also bereits fester Bestandteil bei der Beleuchtungsplanung. Bevor eine Beleuchtungsanlage erneuert wird, erfolgt immer eine Überprüfung des Bedarfes und wenn diese positiv ausfällt, eine lichttechnische Planung zur Optimierung der neuen Beleuchtungsanlagen. Hinweis: Gasbeleuchung erfüllt u.a. die Anforderung an Sicherheit und Umweltschutz nicht.
Frage 2:
Ist es vorgesehen, die Beleuchtung in den linksrheinischen Grünflächen anzupassen und wenn ja, welche? Antwort:
Grundsätzlich werden Wege durch Grünanlagen als Rückzugsort für Wildtiere (Vögel usw.) und zum Schutz der Natur nicht beleuchtet. Ausnahmen erfordern die Abwägung der unterschiedlichen Belange (z.B. zur Schulwegsicherung). Die von der Aufstellung des Masterplans „Energieeffiziente und historische Straßen-beleuchtung“ betroffene Gasbeleuchtung befindet sich im Bereich der Bezirksvertretung 4 in Grünanlagen nur auf dem Verbindungsweg von der Hohenstaufenstraße zur Sigmaringenstraße (6 Gasleuchten). Ob diese Leuchten angepasst werden, ist von der zukünftigen Festlegung der Erhaltungsgebiete für Gasleuchten abhängig und kann zurzeit nicht abschließend beantwortet werden. Vorhandene elektrische Beleuchtungsanlagen werden regelmäßig geprüft und in Abhängigkeit ihres Gesamtzustandes in ein Erneuerungsprogramm aufgenommen oder ggf. ersatzlos entfernt. Aktuell ist vorgesehen, die Leuchten der Hochmaste „Heerdter Dreieck“ zu sanieren, d.h. die Leuchten zur Verringerung der Anlockwirkung auf nachtaktive Insekten auf LED umzustellen. Für die beiden abgesetzt stehenden Hochmaste im Bereich der Abfahrten „Heerdt“ wird der ersatzlose Rückbau mit einer vorherigen testweisen Abschaltung erwogen. Die Bezirksvertretung erhält hierüber eine separate Informationsvorlage.
Frage 3:
Ist es geplant, durch geeignete Maßnahmen die Lichtverschmutzung in den Grünflächen zu verringern und wenn ja, welche sollen durchgeführt werden?
Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 2. Sollte die Bezirksvertretung 4 Grünanlagen benennen, bei denen sie einen besonderen Handlungsbedarf sieht, werden diese einer Einzelfallüberprüfung unterzogen.