Antworten der Verwaltung zu JHA/050/2026
Stadtdirektor Hintzsche
Jugendhilfeausschuss am 24.06.2026
Anfrage der Ratsfraktion SPD/Volt
hier: Düsselferien
Frage 1:
Wie ist das Anmeldeverfahren gestaltet, um möglichst Kindern und Jugendlichen
aus allen Gesellschaftsschichten und Düsseldorfer Stadtteilen
die Teilnahme zu ermöglichen?
Antwort:
Die Anmeldung zu den Düsselferien erfolgt zentral über die Seite duesselferien.info. Dort
können sich Eltern, Kinder und Jugendliche über die Angebote und Anmeldemöglichkeiten der
Jugendfreizeiteinrichtungen und Verbände informieren. Je nach Düsselferienangebot erfolgt
die Anmeldung entweder online oder direkt vor Ort in der jeweiligen Einrichtung.
Ergänzend besteht jederzeit die Möglichkeit, sich durch die pädagogischen Fachkräfte der
Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen beraten und unterstützen zu lassen. Dadurch sollen
auch Familien erreicht werden, für die digitale Anmeldungen eine Hürde darstellen könnten.
Grundsätzlich wird darauf geachtet, allen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme an den
Düsselferien zu ermöglichen. Sollte ein gewünschtes Angebot ausgebucht sein, wird versucht,
alternative Plätze zu vermitteln. Bisher konnte jedem Kind ein Düsselferienplatz angeboten
werden, auch wenn dies teilweise nicht in der ursprünglich gewünschten Einrichtung erfolgt.
Die vorhandenen Platzkapazitäten sind insgesamt darauf ausgerichtet, ein möglichst
bedarfsgerechtes Angebot sicherzustellen.
Darüber hinaus halten die Jugendfreizeiteinrichtungen einen festen Anteil der Plätze für Kinder
und Jugendliche mit Behinderung vor. Die Anmeldung dieser Plätze erfolgt entweder direkt
über die Einrichtungen oder über das Team Inklusion der Abteilung Jugendförderung.
Frage 2:
Wie sind die Anmeldezahlen für die Jahre 2024, 2025 und 2026? (Bitte,
wenn möglich, Aufzählung nach Geschlecht, Inklusionsbedarf, Düsselpass)
Antwort:
Die Anmeldezahlen der innerörtlichen Düsselferien (Oster-, Sommer- und Herbstferien) stellen
sich wie folgt dar:
2024:
- 5.521 Teilnehmende, davon 1.185 Teilnehmende mit Düsselpass
- 155 Teilnehmende an exklusiven Düsselferienangeboten für Kinder und Jugendliche
mit Behinderung
- Ca. 50 Teilnehmende mit Behinderung in inklusive Düsselferien vermittelt
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2025:
- 5.917 Teilnehmende, davon 1.138 Teilnehmende mit Düsselpass
- 210 Teilnehmende an exklusiven Düsselferienangeboten für Kinder und Jugendliche
mit Behinderung
- Ca. 70 Teilnehmende mit Behinderung in inklusive Düsselferien vermittelt
Die finalen Anmeldezahlen für das Jahr 2026 liegen erst nach Abschluss der Herbstferien vor.
Eine statistische Erfassung nach Geschlecht erfolgt nicht, sodass hierzu kein entsprechendes
Zahlenmaterial vorliegt.
Des Weiteren vermittelt das Team Inklusion der Abteilung Jugendförderung fortlaufend
inklusive Ferienangebote in reguläre Angebote der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen.
Während in den vergangenen Jahren häufig rund 20 Plätze pro Ferien vermittelt wurden,
werden inzwischen, mit weiter steigender Tendenz, bis zu 30 Kinder inklusiv in reguläre
Angebote vermittelt. Darüber hinaus besteht für Eltern die Möglichkeit, Kinder und Jugendliche
mit Behinderung direkt bei den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen anzumelden. Diese
Anmeldungen werden statistisch nicht gesondert erfasst. Erfasst werden ausschließlich die
Vermittlungen über das Team Inklusion.
Frage 3:
Welche Bestrebungen gibt es, das Anmeldeverfahren inklusiver und
niedrigschwelliger zu gestalten?
Antwort:
Zur Weiterentwicklung eines inklusiven und niedrigschwelligen Anmeldeverfahrens findet ein
regelmäßiger Austausch im Arbeitskreis Düsselferien statt. In diesem Arbeitskreis beraten sich
Jugendverbände, freie Träger sowie Vertreter*innen des Amtes für Soziales und Jugend
fortlaufend zu den Düsselferien sowie zur Praktikabilität und Weiterentwicklung des
Anmeldeverfahrens. Das Verfahren wird dabei kontinuierlich reflektiert und bedarfsorientiert
angepasst, um den Zugang zu den Düsselferien für möglichst viele Kinder, Jugendliche und
Familien einfach und niedrigschwellig zu gestalten.
Ergänzend unterstützt das Team Inklusion der Abteilung Jugendförderung Familien bei Fragen
zu inklusiven Ferienangeboten und vermittelt Plätze für Kinder und Jugendliche mit
Behinderung. Eine persönliche Beratung ist hierbei jederzeit möglich.
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