Düsseldorf Radar · Themenportal

Glasfaser Düsseldorf: Karte, Verfügbarkeit und Ausbau

Glasfaserausbau, Breitbandverfügbarkeit und adressbezogene Rasterdaten für Düsseldorf.

Inhaltlich geprüft:

Breitbandatlas · Datenstand Ende 2025

Wie ist das Netz in Ihrer Umgebung ausgebaut?

Die Quadrate zeigen den Anteil der versorgbaren Haushalte oder Unternehmen innerhalb einer amtlichen 100 × 100 Meter großen Rasterzelle.

Was die Karte nicht zeigen kann ↓

Die Adresse wird nur zum Auffinden der Rasterzelle verwendet. Geocodierung: OpenStreetMap/Nominatim.

Offizielle Legende Legende der gewählten Breitbandatlas-Kartenebene

So lesen Sie die Karte und ihre Grenzen ↓

Quelle: Breitbandatlas | Gigabit-Grundbuch · © BNetzA · Datenstand 12/2025 · Düsseldorf-Ausschnitt und interaktive Aufbereitung: Düsseldorf Radar.

„Alle“ und „FTTB/H“ verwenden die amtlichen WMS-Kartenebenen. Die Ansichten FTTC und HFC zeichnet Düsseldorf Radar aus den amtlichen Rasterwerten desselben Datenstands.

Die öffentliche Darstellung basiert auf Meldungen der Telekommunikationsunternehmen. Sie unterscheidet nicht zuverlässig zwischen einer Leitung in der Straße, einem Anschluss am Gebäude und einem aktiv genutzten Anschluss.

Was ist das Internet – und wie kommt es in die Wohnung?

Das Internet ist ein weltweites Netz aus Computern, Rechenzentren und Leitungen. Wenn eine Webseite geöffnet, ein Film gestreamt oder ein Foto verschickt wird, werden kleine Datenpakete zwischen dem eigenen Gerät und anderen Rechnern ausgetauscht.

Damit diese Daten in die Wohnung gelangen, braucht es einen Anschlussweg. In Düsseldorf sind vor allem vier Wege gebräuchlich:

  1. die alte Telefonleitung mit DSL,
  2. das frühere Fernsehkabel mit Kabelinternet,
  3. eine neue Leitung aus Glasfaser,
  4. eine Funkverbindung zu einem Satelliten, beispielsweise über Starlink.

Am Ende steht normalerweise ein Router. Er nimmt das Internetsignal entgegen und verteilt es über Netzwerkkabel oder WLAN an Computer, Fernseher und Smartphones. Die Leitung bis zum Router und das WLAN innerhalb der Wohnung sind zwei verschiedene Dinge. Eine schnelle Leitung kann deshalb trotzdem langsam wirken, wenn der Router ungünstig steht oder das Funksignal durch mehrere Wände muss.

Die Kernfrage: Nicht jedes „Glasfasernetz“ führt bereits mit Glasfaser bis in die Wohnung. Entscheidend ist, aus welchem Material der letzte Abschnitt besteht und wo die Glasfaser tatsächlich endet.

Wie das Internet über die Telefonleitung groß geworden ist

Die meisten Häuser besitzen seit vielen Jahrzehnten dünne Kupferadern für das Festnetztelefon. Als das Internet in die Haushalte kam, wurden diese vorhandenen Leitungen weiterverwendet. DSL bedeutet „Digital Subscriber Line“, auf Deutsch ungefähr „digitale Teilnehmerleitung“. Die Daten werden dabei als elektrische Signale über das Telefonkabel geschickt.

Das war praktisch: Für schnelles Internet mussten nicht sofort alle Straßen und Häuser neu verkabelt werden. Die vorhandene Infrastruktur ließ sich technisch immer weiter verbessern. Aus einfachem DSL wurde VDSL, später kamen Vectoring und Supervectoring hinzu.

Bei heutigen VDSL-Anschlüssen reicht eine Glasfaser häufig schon bis zu einem grauen Verteilerkasten in der Straße. Nur das letzte Stück vom Verteiler bis zur Wohnung läuft noch über das alte Telefonkabel. Je länger und schlechter dieses Kupferstück ist, desto geringer kann die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit ausfallen.

Vectoring ist eine Störkorrektur. In einem Kabel liegen viele Kupferadern eng nebeneinander und beeinflussen sich gegenseitig. Vectoring misst diese Störungen und rechnet einen Teil davon heraus. Supervectoring verwendet zusätzlich einen größeren Frequenzbereich. So sind auf geeigneten, eher kurzen Leitungen bis zu ungefähr 250 Megabit pro Sekunde im Download und 40 Megabit pro Sekunde im Upload möglich.

Das ist bereits ein schneller Anschluss. Mehrere Videostreams, Homeoffice, Videokonferenzen und Online-Spiele sind damit normalerweise gleichzeitig möglich. Glasfaser wird also nicht ausgebaut, weil DSL 250 heute grundsätzlich unbrauchbar wäre. Es geht um höhere Uploadraten, mehr Reserven für viele gleichzeitige Anwendungen, weniger Abhängigkeit von der Leitungslänge und um ein Netz, das langfristig weiter ausgebaut werden kann.

Das Fernsehkabel: Viele Mieter bezahlten es über die Nebenkosten

Der zweite verbreitete Weg ist das Kabelnetz, das ursprünglich für Kabelfernsehen gebaut wurde. In vielen Mehrfamilienhäusern gab es dafür einen gemeinsamen Vertrag des Eigentümers oder der Hausverwaltung. Die Grundkosten des TV-Kabelanschlusses wurden auf die Mieter verteilt und erschienen in der Betriebskostenabrechnung.

Diese Regel wurde Nebenkostenprivileg genannt. Viele Mieter wussten nicht, dass sie über ihre Nebenkosten für den gemeinschaftlichen Kabelanschluss bezahlten. Bezahlt werden musste häufig auch dann, wenn in der Wohnung gar kein Kabelfernsehen genutzt wurde. Ein eigener Internetvertrag über das Kabelnetz war damit nicht automatisch enthalten – die umgelegte Position betraf vor allem den TV-Anschluss und die gemeinsame Versorgung.

Seit dem 1. Juli 2024 dürfen die laufenden Grundgebühren eines solchen TV- oder Breitbandanschlusses nicht mehr automatisch als Nebenkosten berechnet werden. Wer Kabelfernsehen weiter nutzen möchte, braucht grundsätzlich eine bewusste vertragliche Lösung. Mieter können nun eher selbst entscheiden, ob sie Fernsehen über Kabel, Antenne, Satellit oder das Internet empfangen wollen. Die Bundesnetzagentur erklärt die neue Rechtslage und ihre Ausnahmen.

Das ist auch ein Impuls für den Glasfaserausbau: Alte Mehrnutzerverträge für das TV-Kabel haben ihre automatische Abrechnungsmöglichkeit verloren. Eigentümer, Netzbetreiber und Bewohner müssen sich deshalb stärker damit beschäftigen, welche Infrastruktur ein Gebäude künftig nutzen soll. Gleichzeitig erlaubt das Gesetz unter engen Bedingungen ein Glasfaserbereitstellungsentgelt für eine neue gebäudeinterne Glasfaseranlage. Es ist auf höchstens 60 Euro im Jahr und insgesamt 540 Euro je Wohnung begrenzt und setzt unter anderem freie Anbieterwahl voraus.

Die Abschaffung des Nebenkostenprivilegs ist aber nicht der einzige Grund für den Glasfaserausbau. Hinzu kommen steigender Datenverkehr, die Modernisierung des Telefonnetzes, betriebliche Anforderungen und die langfristig geplante Ablösung alter DSL-Kupferleitungen.

Kupfer, Koaxialkabel und Glasfaser – drei Leitungen einfach erklärt

Kupfer-Telefonkabel bestehen aus dünnen Aderpaaren. Sie waren ursprünglich für Sprache gedacht. DSL nutzt sie heute für elektrische Datensignale.

Ein Koaxialkabel, kurz Koax, hat einen dickeren Leiter in der Mitte. Darum liegen eine Isolierschicht und eine metallische Abschirmung. Dieser Aufbau schützt das Signal besser vor Störungen und erlaubt höhere Frequenzen. Koaxialkabel wurden vor allem für Kabelfernsehen in Häusern verlegt.

Eine Glasfaser ist eine sehr dünne Faser aus Quarzglas. Daten werden nicht als elektrischer Strom, sondern als Lichtimpulse übertragen. Damit lassen sich hohe Datenraten über größere Entfernungen transportieren.

Die Grafik vereinfacht die Netze. Auch ein Glasfaseranschluss kann außerhalb des Hauses technische Komponenten und Kapazitäten mit anderen Anschlüssen teilen. Der wichtige Unterschied ist, welches Kabel auf dem letzten Abschnitt bis zur Wohnung verwendet wird.

FTTC, FTTB oder FTTH – wie weit reicht die Glasfaser?

Die drei Abkürzungen beschreiben nicht die gebuchte Geschwindigkeit, sondern den Endpunkt der Glasfaser. Je weiter sie in das Gebäude hineinführt, desto kürzer ist der letzte Abschnitt aus Kupfer oder einer vorhandenen Hausleitung.

Die Buchstaben helfen beim Merken: C steht für „Curb“ (Straßenrand), B für „Building“ (Gebäude) und H für „Home“ (Wohnung). Die Sammelangabe FTTB/H bedeutet lediglich, dass mindestens das Gebäude erreicht wird; sie sagt noch nicht, welche der beiden Varianten an einer konkreten Adresse vorhanden ist.

Warum heute so viel über Glasfaser gesprochen wird

Bei DSL wird der letzte Kupferabschnitt mit immer aufwendigeren Verfahren ausgereizt. Kabelnetze können hohe Downloadraten liefern, teilen ihre lokale Kapazität aber mit mehreren Anschlüssen. Glasfaser schafft auf der letzten Strecke eine neue technische Grundlage.

Das ist aus vier Gründen wichtig:

  • Mehr Reserven: Neue Glasfasersysteme können auf derselben Faser später höhere Datenraten übertragen, wenn die Technik an den Endpunkten erneuert wird.
  • Stärkerer Upload: Wer große Dateien, Videos oder Datensicherungen ins Internet sendet, profitiert von Tarifen mit höheren Uploadraten.
  • Weniger Einfluss der Entfernung: Eine längere Glasfaserstrecke wirkt sich nicht so auf die Datenrate aus wie eine lange DSL-Kupferleitung.
  • Ein neues Festnetz für die kommenden Jahrzehnte: Das Telefon-Kupfernetz soll langfristig ersetzt werden. Ein dauerhafter Betrieb von altem und neuem Netz nebeneinander wäre aufwendig.

Das heißt nicht, dass jeder Haushalt sofort 1.000 Megabit pro Sekunde benötigt. Auch über Glasfaser können kleinere Tarife gebucht werden. Die Bedeutung der Technik liegt darin, dass die Leitung Reserven schafft, nicht darin, dass jeder Kunde ständig die größtmögliche Geschwindigkeit nutzt.

Macht Starlink von Elon Musk Glasfaser überflüssig?

Starlink ist ein Satelliten-Internetzugang des Raumfahrtunternehmens SpaceX, das von Elon Musk geführt wird. Eine kleine Antenne am Haus sendet Daten per Funk zu Satelliten, die in einer vergleichsweise niedrigen Erdumlaufbahn fliegen. Fachleute sprechen von LEO-Satelliten: LEO steht für „Low Earth Orbit“, also eine niedrige Umlaufbahn um die Erde.

Die niedrige Flughöhe verkürzt den Signalweg gegenüber älteren Satellitensystemen. Dadurch sind deutlich bessere Reaktionszeiten und alltagstaugliche Datenraten möglich. Starlink kann deshalb eine wertvolle Lösung sein, wenn ein abgelegenes Haus keinen guten DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschluss erhält. Es lässt sich außerdem schneller bereitstellen als eine neue kilometerlange Erdleitung.

Für einen festen Anschluss in einer dicht bebauten Stadt macht Satelliteninternet Glasfaser aber nicht überflüssig:

Satelliteninternet

  • erreicht auch abgelegene Orte ohne neue Erdleitung,
  • braucht eine Antenne mit möglichst freier Sicht zum Himmel,
  • teilt Funk- und Satellitenkapazität mit anderen Nutzern,
  • Geschwindigkeit und Reaktionszeit können stärker schwanken,
  • benötigt Strom für Antenne und Router.

Glasfaser im Boden

  • muss zunächst bis zum Haus gebaut werden,
  • liegt anschließend geschützt im Boden und Gebäude,
  • bietet hohe und gut planbare Leitungskapazität,
  • ermöglicht niedrige, meist gleichmäßigere Reaktionszeiten,
  • kann über Jahrzehnte technisch weiterentwickelt werden.

Starlink selbst weist darauf hin, dass eine freie Sicht zum Himmel nötig ist und beworbene Höchstgeschwindigkeiten nicht garantiert werden; bei hoher Netzauslastung kann die Geschwindigkeit sinken. Die Bundesnetzagentur ordnet LEO-Satelliten wegen anderer Qualitäts- und Preismerkmale weiterhin vor allem als Lösung für besonders schlecht versorgte Gebiete ein.

Starlink hat zugleich erhebliche technische Verbesserungen angekündigt. Die geplanten V3-Satelliten sollen nach Angaben des Unternehmens wesentlich mehr Gesamtkapazität übertragen als die heutige Generation; außerdem nennt Starlink Gigabitangebote und einen stabilen Latenzmedian von 20 Millisekunden als Entwicklungsziele. Diese Angaben beschreiben die geplante Leistungsfähigkeit des Gesamtnetzes. Eine Terabit-Kapazität eines Satelliten wird von vielen Nutzern geteilt und bedeutet keinen Terabitanschluss für einen einzelnen Haushalt. Starttermine, Tarife, regionale Auslastung und tatsächlich erreichbare Werte bleiben daher getrennt zu betrachten.

Die sachliche Antwort lautet daher: Satellit und Glasfaser erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Satelliteninternet kann Versorgungslücken schnell schließen, mobile oder schwer erreichbare Orte anbinden und als zusätzlicher Ausweichweg nützlich sein. Für viele feste Anschlüsse auf engem Raum ist Glasfaser die verlässlichere und besser skalierbare Infrastruktur. Auch Glasfaser ist allerdings nicht ausfallsicher: Bauarbeiten können Leitungen beschädigen, aktive Netztechnik kann ausfallen und ohne Strom funktionieren Router und Endgeräte nicht.

Die wichtigsten Begriffe ohne Technikdeutsch

Mbit/s und Gbit/s

Damit wird die Datenrate gemessen. 1.000 Mbit/s entsprechen 1 Gbit/s. Es geht um Megabit, nicht um Megabyte: Acht Bit ergeben ein Byte.

Download und Upload

Download bedeutet: Daten kommen aus dem Internet, etwa beim Streaming. Upload bedeutet: Daten werden ins Internet gesendet, etwa bei einer Videokonferenz oder Cloud-Sicherung.

Latenz oder Reaktionszeit

Sie beschreibt, wie lange ein kleines Datenpaket hin und zurück braucht. Eine niedrige Latenz ist etwa für Gespräche, Fernzugriffe und Online-Spiele wichtig.

DSL, VDSL und Supervectoring

Alle drei nutzen die alte Telefonleitung aus Kupfer. VDSL ist schneller als älteres DSL. Supervectoring ist eine weitere technische Verbesserung und kann auf geeigneten Leitungen bis etwa 250 Mbit/s im Download erreichen.

HFC und Koaxialkabel

HFC bedeutet „Hybrid Fiber Coax“: Das Netz kombiniert Glasfaser mit dem Koaxialkabel des früheren Kabelfernsehens. Die letzte Strecke zum Anschluss besteht meist aus Koaxialkabel.

FTTC, FTTB und FTTH

Die Abkürzungen sagen, wo die Glasfaser endet. FTTC: am Straßenkasten. FTTB: im Gebäude, häufig im Keller. FTTH: in der Wohnung oder Geschäftseinheit. Das gemeinsame Kürzel FTTB/H fasst FTTB und FTTH zusammen.

Hausübergabepunkt und Glasfaserdose

Am Hausübergabepunkt kommt die Glasfaser ins Gebäude. Von dort führt bei FTTH eine weitere Faser zur Glasfaserdose in der Wohnung.

Modem, ONT, Router und WLAN

Ein Modem übersetzt das Signal des Anschlusses. Bei Glasfaser heißt ein separates Modem häufig ONT. Der Router verteilt die Verbindung im Heimnetz. WLAN ist nur die drahtlose Verbindung zwischen Router und Geräten.

Mit diesem Grundwissen lässt sich nun die Düsseldorfer Karte sinnvoll lesen. Sie zeigt, wo die Netzbetreiber eine Versorgung gemeldet haben – und wo die öffentlichen Daten an ihre Grenzen stoßen.

So lesen Sie die Glasfaserkarte

Jedes farbige Quadrat ist eine amtliche Rasterzelle von 100 × 100 Metern. Die Farbe steht für den Anteil der Haushalte oder Unternehmen in dieser Zelle, die nach den Meldungen der Telekommunikationsunternehmen mit der ausgewählten Technik und Mindestgeschwindigkeit versorgt werden können.

In der Karte lassen sich zwei Nutzergruppen auswählen: Privathaushalte und Unternehmen. Hinzu kommen vier Ansichten:

  • Glasfaser FTTB/H: Glasfaser reicht mindestens bis in das Gebäude oder bis in die Wohnung.
  • Alle Festnetztechnologien: Dazu gehören Glasfaser, Kabel, DSL und weitere feste Anschlüsse. Die auswählbare Mindestgeschwindigkeit reicht von 10 bis 1.000 Mbit/s.
  • DSL über FTTC: Die Glasfaser reicht bis zum Straßenverteiler; von dort führt das Telefon-Kupferkabel zum Gebäude. Diese Ansicht bildet vor allem VDSL und Vectoring ab, nicht jede ältere DSL-Variante.
  • Kabelnetz HFC: Das Netz kombiniert Glasfaserabschnitte mit dem Koaxialkabel des TV-Kabelnetzes auf der letzten Strecke.

Bei „Alle“, FTTC und HFC lässt sich zusätzlich eine Mindestgeschwindigkeit auswählen. Die FTTB/H-Ebene des amtlichen Kartendienstes wird für mindestens 1.000 Mbit/s veröffentlicht. Eine Technikansicht zeigt jeweils den Anteil der grundsätzlich versorgbaren Einheiten in der Zelle – nicht den Marktanteil und nicht die Zahl der tatsächlich gebuchten Anschlüsse.

Ein Klick auf eine Zelle zeigt zunächst den ausgewählten Kartenwert. Unter „Alle veröffentlichten Zellwerte“ stehen zusätzlich drei Nutzergruppen, sieben Technikgruppen und acht Geschwindigkeitsstufen. Das sind bis zu 168 Angaben je Rasterzelle.

Die Karte verwendet den Datenstand Ende 2025. Spätere Baustellen, Vermarktungsstarts oder neue Hausanschlüsse können darin noch fehlen.

Warum zwei Nachbarhäuser unterschiedlich versorgt sein können

Die Rasterdarstellung ist kleinräumig, aber nicht hausgenau. In demselben Quadrat können mehrere Gebäude mit unterschiedlichem Ausbauzustand liegen. Selbst zwei Häuser direkt nebeneinander können sich unterscheiden:

  • Ein Eigentümer hat dem Anschluss zugestimmt, der andere noch nicht.
  • Ein Gebäude ist bereits angeschlossen, vor dem Nachbarhaus liegt nur eine Leitung in der Straße.
  • Im Keller liegt Glasfaser, die Leitung zu den Wohnungen fehlt aber noch.
  • Ein Tarif ist an einer Hausnummer schon buchbar und an der nächsten noch nicht freigegeben.
  • Meldestichtag, Unternehmensdaten und tatsächlicher Baufortschritt liegen zeitlich auseinander.

Die Adresssuche findet daher die passende Rasterzelle. Sie bestätigt nicht, dass im Keller oder in der Wohnung bereits eine Glasfaser liegt. Selbst ein Zellenwert von 100 Prozent ersetzt keine aktuelle Adressprüfung beim Anbieter.

„Leitung in der Straße“ ist nicht „Anschluss in der Wohnung“

Beim Glasfaserausbau werden häufig drei englische Begriffe verwendet:

  1. Homes passed: Die Leitung verläuft anschlussbereit am Grundstück oder Gebäude vorbei.
  2. Homes connected: Die Leitung wurde tatsächlich bis in das Gebäude geführt.
  3. Homes activated: Ein Kunde kann den Anschluss aktiv nutzen.

Der öffentliche Breitbandatlas kann diese Zustände nicht in jedem Fall zuverlässig trennen. Deshalb bezeichnet Düsseldorf Radar eine positiv eingefärbte Rasterzelle bewusst nicht als fertigen Hausanschluss.

Vom Vertrag bis zum nutzbaren Anschluss

Eine Bestellung ist noch keine Leitung. Zwischen den einzelnen Schritten können Wochen oder Monate liegen. Die Verbraucherzentralen nennen Zeiträume von wenigen Wochen bis zu mehr als einem Jahr. Wenn Genehmigungen, Tiefbau, Baukapazitäten, Eigentümerzustimmung oder die Planung eines Gebiets ins Stocken geraten, kann es im Einzelfall noch länger dauern.

  1. 1Bestellung oder VorvermarktungDer Anbieter sammelt Aufträge oder Interessenbekundungen.
  2. 2Planung des GebietsStrecken, Genehmigungen und Bauarbeiten werden vorbereitet.
  3. 3Straße und GrundstückLeerrohr und Abzweig zum Gebäude werden gebaut.
  4. 4Anschluss im KellerDie Glasfaser erreicht den Hausübergabepunkt.
  5. 5Leitung zur WohnungSteigweg und Glasfaserdose werden hergestellt.
  6. 6AktivierungModem oder Router wird angeschlossen; der Zugang wird nutzbar.

Vor der Unterschrift sollten vier Fragen geklärt werden: Ist der Ausbau bereits endgültig beschlossen? Gibt es einen festen Termin oder nur einen unverbindlichen Zeitraum? Wer baut die Leitung vom Keller bis zur Wohnung? Und ab wann entstehen Kosten und Vertragsbindung?

Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom Januar 2026 beginnt die zulässige Mindestvertragslaufzeit grundsätzlich mit dem Vertragsschluss und nicht erst mit der späteren Freischaltung. Das verhindert keine Bauverzögerung, ist aber für das Kündigungsdatum wichtig. Ein bestehender Anschluss sollte erst beendet werden, wenn der Wechsel belastbar koordiniert ist.

Glasfaser im Keller – wie kommt das Internet in die Zimmer?

Bei vielen Häusern kommt die Glasfaser zuerst im Keller oder Hausanschlussraum an. Bei FTTB endet sie dort planmäßig. Bei FTTH muss eine weitere Faser bis in jede angeschlossene Wohnung geführt werden. In Mehrfamilienhäusern braucht es dafür einen geeigneten Weg durch das Haus und die Zustimmung beziehungsweise Organisation des Eigentümers.

Ein Router im Keller ist häufig kein guter WLAN-Standort für das ganze Haus. Stahlbetondecken, Fußbodenheizungen, Wände und Entfernung schwächen das Funksignal. Je nach Gebäude helfen Leerrohre, eine Glasfaserverlängerung zu einem zentralen Routerplatz, fest verlegte Netzwerkkabel, zusätzliche WLAN-Zugangspunkte oder ein Mesh-System.

Die Geschwindigkeit an der Anschlussdose und die WLAN-Geschwindigkeit am Smartphone sind zwei verschiedene Messwerte. Wenn ein Gigabittarif im Obergeschoss langsam wirkt, kann die Begrenzung im Heimnetz liegen, obwohl der Glasfaseranschluss korrekt arbeitet.

Wer in Düsseldorf Glasfaser ausbaut

Die Stadt nennt Vereinbarungen mit fünf Netzbetreibern für den privatwirtschaftlichen Ausbau. Öffentlich benannt sind folgende Schwerpunkte:

  • Deutsche Telekom: unter anderem Flingern-Nord und -Süd, Düsseltal, Oberbilk, Bilk, Unterbilk, Eller, Lierenfeld, Friedrichstadt, Hellerhof, Oberkassel und Niederkassel.
  • net.D: Pempelfort, Golzheim, Derendorf, Holthausen und Wersten.
  • Westconnect/E.ON: Hubbelrath, Knittkuhl, Ludenberg, Gerresheim, Vennhausen und Unterbach.
  • OXG/Vodafone: Benrath, Garath, Urdenbach, Wersten, Lörick und Heerdt.
  • Düsselfibre/Metrofibre: Ausbaugebiete waren nicht vollständig öffentlich zugeordnet. Metrofibre beantragte im Mai 2026 ein Eigenverwaltungsverfahren. Nach Mitteilung der Stadt wurden begonnene Projekte zunächst eingestellt und könnten mit einem neuen Investor fortgeführt werden.

Eine Stadtteilnennung heißt nicht, dass jede Straße oder jedes Haus angeschlossen wird. In Wersten nennt die Stadt beispielsweise mehrere aktive Betreiber. Verbindlich bleibt die Prüfung der einzelnen Adresse.

So prüfen Sie eine konkrete Adresse

  1. Adresse in der Karte eingeben und die Rasterzelle ansehen.
  2. Den FTTB/H-Wert und bei Bedarf die getrennten FTTH- und FTTB-Werte öffnen.
  3. Die Adressprüfung der im Stadtteil tätigen Anbieter aufrufen.
  4. Als Mieter bei Eigentümer oder Hausverwaltung nach Hausanschluss und Leitung zur Wohnung fragen.
  5. Anschlussbau, Internettarif und hausinterne Verteilung getrennt betrachten.

Für den physischen Gebäudeanschluss ist grundsätzlich die Zustimmung des Eigentümers nötig. Während einer Vermarktungsphase werden Hausanschlüsse oft ohne gesonderte Tiefbaukosten angeboten. Vertragsmodelle unterscheiden sich jedoch: Teilweise wird gleichzeitig ein Internettarif verlangt, teilweise können Anschluss und Nutzung getrennt vereinbart werden.

Was die spätere Abschaltung des Telefon-Kupfernetzes bedeutet

Das alte Telefonnetz soll langfristig nicht parallel zu den neuen Glasfasernetzen weiterbetrieben werden. Betroffen sind DSL, VDSL und Supervectoring. Das TV-Kabel über Koaxialkabel ist ein anderes Netz und nicht Teil dieser geplanten Abschaltung.

Es gibt derzeit kein einheitliches bundesweites Abschaltdatum. Der Übergang soll Gebiet für Gebiet erfolgen und von der Bundesnetzagentur kontrolliert werden. Ihr Konzept von Januar 2026 schlägt vor, ein Verfahren erst zu beginnen, wenn in einem Gebiet mindestens 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen FTTH erhalten können und andere Anbieter geeigneten Zugang zum neuen Netz haben. Zum Zeitpunkt der tatsächlichen Abschaltung soll grundsätzlich eine flächendeckende Glasfaserversorgung bestehen.

Diese Eckpunkte sind ein Vorschlag, kein fertiger Düsseldorfer Zeitplan. Ausbauverzögerungen, fehlende Wohnungsanschlüsse, Wettbewerb auf den neuen Netzen und noch ausstehende Gesetze beeinflussen den Übergang. Wer heute einen funktionierenden DSL-Anschluss besitzt, muss ihn nicht vorsorglich kündigen. Vor einer konkreten Abschaltung sollen Haushalte rechtzeitig und adressbezogen informiert werden.

Reichen 250 Mbit/s über DSL – oder bringen 1.000 Mbit/s Glasfaser einen spürbaren Vorteil?

Ein DSL-Anschluss mit 250 Mbit/s ist für den Alltag vieler Haushalte bereits großzügig. YouTube empfiehlt für einen einzelnen 4K-Videostream ungefähr 20 Mbit/s. Eine HD-Videokonferenz benötigt meist nur wenige Mbit/s. Auch Online-Spiele übertragen während des Spielens oft keine riesigen Datenmengen; dort sind eine stabile Verbindung und eine kurze Reaktionszeit wichtiger als 1.000 Mbit/s.

Die Unterschiede werden vor allem sichtbar, wenn große Dateien übertragen werden oder viele Personen gleichzeitig aktiv sind:

BeispielDSL 250Glasfaser 1.000
Filmdatei mit 10 GB herunterladenetwa 5 Min. 20 Sek.etwa 1 Min. 20 Sek.
Spiel mit 50 GB herunterladenetwa 26 Min. 40 Sek.etwa 6 Min. 40 Sek.
4K-Streams à rund 20 Mbit/srechnerisch etwa 12rechnerisch etwa 50
Webseite, E-Mail, einzelner Streammeist kein Engpassmeist kein sichtbarer Unterschied

Die Zeiten sind Idealwerte: Dateigröße × acht, geteilt durch die Datenrate. In der Praxis kommen Protokolldaten, Servergrenzen, WLAN und gleichzeitig laufende Anwendungen hinzu. Die Zahl der Streams ist ebenfalls nur eine Rechenhilfe, keine Empfehlung, einen Anschluss vollständig auszulasten.

Beim Upload kann der Glasfaservorteil deutlicher sein. Ein Supervectoring-Tarif mit 250 Mbit/s im Download bietet häufig höchstens etwa 40 Mbit/s im Upload. Das Hochladen einer 10-GB-Sicherung dauert bei idealen 40 Mbit/s rund 33 Minuten. Bei einem Glasfasertarif mit 200 Mbit/s Upload wären es knapp sieben Minuten. Ein 1.000-Mbit/s-Glasfasertarif hat aber nicht automatisch auch 1.000 Mbit/s Upload – das steht im jeweiligen Produktinformationsblatt.

Für wen der praktische Nutzen groß ist – und wann ein Wechsel weniger dringend ist

Glasfaser kann einen deutlichen Unterschied machen

  • wenn der vorhandene DSL-Anschluss langsam oder störanfällig ist,
  • wenn viele Personen gleichzeitig streamen, arbeiten oder große Dateien laden,
  • wenn regelmäßig Fotos, Videos oder Sicherungen in die Cloud hochgeladen werden,
  • wenn ein Betrieb oder Homeoffice verlässlich hohe Uploadraten benötigt,
  • wenn beim Erstausbau ein Hausanschluss ohne spätere Tiefbaukosten möglich ist.

Ein sofortiger Tarifwechsel kann weniger dringlich sein

  • wenn DSL 100 oder 250 beziehungsweise Kabel den Bedarf stabil erfüllt,
  • wenn nur wenige Geräte und einzelne Streams genutzt werden,
  • wenn ein günstiger bestehender Tarif wichtiger ist als zusätzliche Reserven,
  • wenn Bauzeitpunkt, Hausverkabelung oder Eigentümerzustimmung ungeklärt sind,
  • wenn das eigentliche Problem das WLAN und nicht der Anschluss ist.

Wichtig: Hausanschluss und Gigabittarif sind zwei Entscheidungen. Es kann sinnvoll sein, die Anschlussmöglichkeit während des Erstausbaus zu sichern und trotzdem einen kleineren Tarif zu wählen. Umgekehrt hilft ein großer Tarif wenig, wenn Router und Heimnetz die Daten nicht verteilen können.

Eine nüchterne Entscheidung beginnt mit vier Fragen: Welche Geschwindigkeit kommt heute tatsächlich an? Wie wichtig ist der Upload? Was kosten Anschluss und Tarif über die gesamte Laufzeit? Und ist der Weg vom Keller bis zum Router geklärt? Die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur kann den vorhandenen Anschluss prüfen.

Wo der Markt ausbaut – und wo Förderung nötig werden kann

Der überwiegende Glasfaserausbau in Düsseldorf ist privatwirtschaftlich. Netzbetreiber entscheiden anhand von Baukosten, erwarteter Nachfrage und möglichen Erlösen, welche Gebiete sie erschließen. Deshalb beginnt der Ausbau nicht überall gleichzeitig und kann auch innerhalb eines Stadtteils Lücken lassen.

Nach Angaben der Stadt soll Förderung dort vorbereitet werden, wo aktuell und perspektivisch kein gigabitfähiger Anschluss zu erwarten ist. Ziel ist, verbliebene unterversorgte Adressen bis 2030 anzubinden. Ob eine Adresse dafür infrage kommt, lässt sich aus einer einzelnen Rasterfarbe nicht ableiten. Dafür braucht es genauere Adressdaten und eine Prüfung der Ausbaupläne.

Was aus der Karte politisch ablesbar ist

Die Karte eignet sich, um größere räumliche Muster zu erkennen. Sie kann Fragen für Politik und Verwaltung genauer machen:

  • Wo gibt es zusammenhängende Gebiete mit geringen FTTB/H-Werten?
  • Wo ist zwar ein gigabitfähiges Kabelnetz vorhanden, aber wenig echte Glasfaser bis zum Gebäude?
  • Werden angekündigte Ausbaugebiete in späteren Datenständen sichtbar?
  • Wo könnten Förderung, Baustellenkoordination oder die Ansprache von Eigentümern besonders wichtig sein?

Für Aussagen über einen einzelnen Anbieter, einen fertigen Hausanschluss oder die tatsächliche Nachfrage reicht der öffentliche Rasterdatensatz nicht.

Kartenmethode und Grenzen der Daten

Die farbige Ebene wird direkt über den öffentlichen Kartendienst der Bundesnetzagentur geladen. Die Ergebnisbox verwendet den veröffentlichten Gitterzellendatensatz und filtert daraus die Düsseldorfer Zellen. Düsseldorf Radar verändert die Versorgungswerte nicht. Ergänzt werden Adresssuche, Zellumriss, Begriffserklärungen und redaktionelle Einordnung.

Die Werte beruhen auf Meldungen der Telekommunikationsunternehmen. Nach dem Methodenbericht können Anbieter innerhalb einer Zelle überrepräsentiert sein: Wenn unterschiedliche Unternehmen verschiedene Gebäude versorgen, kann die zusammengefasste Meldung die Zahl der tatsächlich versorgbaren Einheiten überschätzen. Außerdem liegen Stichtag, Meldung und Veröffentlichung zeitlich auseinander.

Die Adresse wird im Browser über OpenStreetMap/Nominatim in einen Kartenpunkt umgewandelt. Düsseldorf Radar erhält zur Zellabfrage nur diesen Punkt. Die Ergebnisbox nennt Raster-ID und Datenstand, damit die Aussage nachvollziehbar bleibt.

Quellen und direkte Verfügbarkeitsprüfungen

Redaktionell und anhand amtlicher Daten, Verbraucherinformationen und technischer Quellen geprüft am 12. August 2026. Karten- und Zellwerte: © BNetzA, Datenstand 12/2025; Düsseldorf-Ausschnitt und interaktive Aufbereitung: Düsseldorf Radar.

Aktuelle Vorlagen

Zeigt die 20 neuesten von 34 Vorlagen.

Aktuelle Nachrichten

Diese Hintergründe helfen, Entscheidungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.

Verwandte Themen