Anfrage SPD Aktenzeichen AGS/015/2024

Abwasseruntersuchungen in Düsseldorf

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
2Dokumente 23. Februar 2024veröffentlicht

Worum es geht

Die folgenden Fragen stammen aus der Anfrage, nicht aus einer Feststellung der Verwaltung. Zugeordnete und geprüfte Antworttexte stehen gesondert auf dieser Seite.

Die Fragen der Anfrage

  1. Wird das Abwasser in Düsseldorf regelmäßig auf krankheitserregende Viren und Bakterien getestet, wenn ja, auf welche?
  2. Wie haben sich die Messwerte der Krankheitserreger, hier insbesondere die Coronaviruslast, seit Oktober 2023 entwickelt?
  3. Welche Schlussfolgerungen und Maßnahmen leitet die Verwaltung aus diesen Messwerten ab?

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 23. Februar 2024. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Amtliche Inhalte · AGS/015/2024

Weitere Unterlagen zum Inhalt

Hier lesen Sie den vollständigen ausgelesenen Text der zugeordneten Dokumente, keine neu erzeugte Zusammenfassung. Die Angaben beschreiben den damaligen Stand und belegen keine spätere Umsetzung.

AGS 015 2024 Antwort der Verwaltung

Dateidatum im RIS: Datum nicht angegeben · Amtliches Original (PDF)

Weitere zugeordnete Unterlage; nicht als vollständige Beantwortung oder Beschluss eingeordnet.

AGS/015/2024 Beigeordneter Zaum Anfrage der SPD-Ratsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 05.03.2024, Abwasseruntersuchungen in Düsseldorf

Frage 1

Wird das Abwasser in Düsseldorf regelmäßig auf krankheitserregende Viren und Bak- terien getestet, wenn ja, auf welche? Antwort Das Abwasser der Landeshauptstadt Düsseldorf wird seit März 2022 regelmäßig auf SARS-CoV-2 untersucht. Im Zuge des von der Europäischen Union geförderten ESI- CorA-Projekts wurde das Abwassermonitoring in einer Kooperation aus Gesundheits- amt, Stadtentwässerungsbetrieb und der Virologie der Universitätskliniken Düsseldorf eingeführt. Mittlerweile wird das Monitoring im Rahmen des vom Robert Koch-Institut koordinierten AMELAG-Projekts weiter betrieben. Aktuell ist das Erregerspektrum auf SARS-CoV-2 begrenzt. In den nächsten Monaten wird das Universitätsklinikum das Spektrum der Testung um das RS-Virus sowie In- fluenza ausdehnen. Diese Daten werden dann auch retrospektiv für Anfang 2024 vor- handen sein. Im Zuge der UEFA Euro 2024 wird das Panel um Polio- und Mpox-Viren (früher "Affenpocken") erweitert, um etwaige Einträge dieser Viren frühzeitig erkennen zu können.

Frage 2

Wie haben sich die Messwerte der Krankheitserreger, hier insbesondere die Corona- viruslast, seit Oktober 2023 entwickelt? Antwort Die Ergebnisse des SARS-CoV-2-Monitorings werden wöchentlich unter https://www.lzg.nrw.de/inf_schutz/surveillance/abwasser/index.html publiziert. Es zeigt sich eine Divergenz der Virenlast im Abwasser und den offiziellen Meldezahlen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Virenlast im Abwasser ansteigt, bevor die be- troffenen Personen symptomatisch werden. Dadurch entsteht ein zeitlicher Vorsprung gegenüber den Meldedaten, die auf der Testung symptomatischer Patientinnen und Patienten basieren.

Frage 3

Welche Schlussfolgerungen und Maßnahmen leitet die Verwaltung aus diesen Mess- werten ab? Antwort Die Abwasserdaten liefern einen validen und von externen Störfaktoren unabhängigen Trend der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionslast in der Düsseldorfer Bevölkerung, wäh- rend die offiziellen SARS-CoV-2-Meldezahlen gemäß Infektionsschutzgesetz zum ak- tuellen Zeitpunkt aufgrund der geringen Testbereitschaft Betroffener und Testender nicht mehr belastbar sind. Grundsätzlich bietet das Abwassermonitoring eine nicht-invasive, kostengünstige und personalressourcensparende Alternative zur aktuell durch das Infektionsschutzgesetz AGS/015/2024 Beigeordneter Zaum vorgegebenen Gesamterhebung aller SARS-CoV-2-Fälle, bei der in Spitzenzeiten tag- täglich hunderte Personen abgestrichen, getestet, und die positiven Fälle von Arzt/Ärz- tin und Labor gemeldet, dokumentiert und an die oberen Gesundheitsbehörden wei- tergeleitet werden müssen. Auf Basis des SARS-CoV-2-Abwassermonitorings ist sowohl eine valide Information der Bevölkerung in Bezug auf das aktuelle Infektionsgeschehen möglich als auch eine frühzeitige Vorbereitung der medizinischen und pflegerischen Einrichtungen auf stark steigende Fallzahlen.

Bei Tabellen und abweichender Lesereihenfolge ist das Original-PDF maßgeblich. Die Zuordnung einer Antwort bestätigt nicht, dass jede Frage vollständig geklärt ist.

Vorgang · AGS/015/2024

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Weitere Unterlage

    AGS 015 2024 Antwort der Verwaltung · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Ursprüngliche Vorlage

    Anfrage · Vorlagendatum im Ratsinformationssystem

  3. Sitzung · TOP 2.5

    Ausschuss für Gesundheit und Soziales. Amtlicher Vermerk: „beantwortet“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Originale durchsuchen

Dokumenttexte

Anfrage als Text anzeigen
AGS/015/2024 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 23.02.2024 Ratsfraktion - SPD An Ratsherrn Andreas-Paul Stieber Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales Anfrage der SPD-Ratsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 05.03.2024 Betrifft: Abwasseruntersuchungen in Düsseldorf Sehr geehrter Herr Stieber, im Rahmen der Coronapandemie ist die Surveillance der Coronaviruslast im Abwasser zu einem wichtigen Instrument geworden. Auch in Düsseldorf wurden regelmäßig Messungen durchgeführt. Berichte über die Konzentration der Viren im Abwasser sind allerdings aufgrund der geringeren tödlich verlaufenden Coronainfektionen aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten. In den letzten Jahren wurden zunehmend in Ländern wie den USA und Großbritannien in Abwasserproben Polio-Viren nachgewiesen. Im Staat New York hatten die Behörden deshalb im Jahr 2022 sogar den Katastrophenfall ausgerufen. Die als Kinderlähmung bekannte, unheilbare Erkrankung bleibt oft asymptomatisch. In einem kleinen Prozentsatz der Fälle kann das Virus allerdings in das Nervensystem eindringen und irreversible Lähmungen verursachen. In Deutschland gilt Polio seit flächendeckenden Impfungen in den 1960er-Jahren als ausgerottet. Allerdings kann ein erneutes Auftreten auch hier aufgrund zunehmender Skepsis gegenüber Impfungen nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 05. März 2024 zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen. 1. Wird das Abwasser in Düsseldorf regelmäßig auf krankheitserregende Viren und Bakterien getestet, wenn ja, auf welche? 2. Wie haben sich die Messwerte der Krankheitserreger, hier insbesondere die Coronaviruslast, seit Oktober 2023 entwickelt? 3. Welche Schlussfolgerungen und Maßnahmen leitet die Verwaltung aus diesen Messwerten ab? Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Sabrina Proschmann Seite 2
AGS 015 2024 Antwort der Verwaltung als Text anzeigen
AGS/015/2024 Beigeordneter Zaum Anfrage der SPD-Ratsfraktion zur Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 05.03.2024, Abwasseruntersuchungen in Düsseldorf Frage 1 Wird das Abwasser in Düsseldorf regelmäßig auf krankheitserregende Viren und Bak- terien getestet, wenn ja, auf welche? Antwort Das Abwasser der Landeshauptstadt Düsseldorf wird seit März 2022 regelmäßig auf SARS-CoV-2 untersucht. Im Zuge des von der Europäischen Union geförderten ESI- CorA-Projekts wurde das Abwassermonitoring in einer Kooperation aus Gesundheits- amt, Stadtentwässerungsbetrieb und der Virologie der Universitätskliniken Düsseldorf eingeführt. Mittlerweile wird das Monitoring im Rahmen des vom Robert Koch-Institut koordinierten AMELAG-Projekts weiter betrieben. Aktuell ist das Erregerspektrum auf SARS-CoV-2 begrenzt. In den nächsten Monaten wird das Universitätsklinikum das Spektrum der Testung um das RS-Virus sowie In- fluenza ausdehnen. Diese Daten werden dann auch retrospektiv für Anfang 2024 vor- handen sein. Im Zuge der UEFA Euro 2024 wird das Panel um Polio- und Mpox-Viren (früher "Affenpocken") erweitert, um etwaige Einträge dieser Viren frühzeitig erkennen zu können. Frage 2 Wie haben sich die Messwerte der Krankheitserreger, hier insbesondere die Corona- viruslast, seit Oktober 2023 entwickelt? Antwort Die Ergebnisse des SARS-CoV-2-Monitorings werden wöchentlich unter https://www.lzg.nrw.de/inf_schutz/surveillance/abwasser/index.html publiziert. Es zeigt sich eine Divergenz der Virenlast im Abwasser und den offiziellen Meldezahlen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Virenlast im Abwasser ansteigt, bevor die be- troffenen Personen symptomatisch werden. Dadurch entsteht ein zeitlicher Vorsprung gegenüber den Meldedaten, die auf der Testung symptomatischer Patientinnen und Patienten basieren. Frage 3 Welche Schlussfolgerungen und Maßnahmen leitet die Verwaltung aus diesen Mess- werten ab? Antwort Die Abwasserdaten liefern einen validen und von externen Störfaktoren unabhängigen Trend der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionslast in der Düsseldorfer Bevölkerung, wäh- rend die offiziellen SARS-CoV-2-Meldezahlen gemäß Infektionsschutzgesetz zum ak- tuellen Zeitpunkt aufgrund der geringen Testbereitschaft Betroffener und Testender nicht mehr belastbar sind. Grundsätzlich bietet das Abwassermonitoring eine nicht-invasive, kostengünstige und personalressourcensparende Alternative zur aktuell durch das Infektionsschutzgesetz AGS/015/2024 Beigeordneter Zaum vorgegebenen Gesamterhebung aller SARS-CoV-2-Fälle, bei der in Spitzenzeiten tag- täglich hunderte Personen abgestrichen, getestet, und die positiven Fälle von Arzt/Ärz- tin und Labor gemeldet, dokumentiert und an die oberen Gesundheitsbehörden wei- tergeleitet werden müssen. Auf Basis des SARS-CoV-2-Abwassermonitorings ist sowohl eine valide Information der Bevölkerung in Bezug auf das aktuelle Infektionsgeschehen möglich als auch eine frühzeitige Vorbereitung der medizinischen und pflegerischen Einrichtungen auf stark steigende Fallzahlen.

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen AGS/015/2024