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KUA/168/2024
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Düsseldorf, 14.11.2024
An
den Vorsitzenden des Kulturausschusses
Ratsherr Manfred Neuenhaus
Anfrage der SPD-Ratsfraktion
zur Sitzung des Kulturausschusses am 28.11.2024
Betrifft:
Anfrage SPD: Aktueller Sachstand des Projekts zur Untersuchung der sog.
„Judenhäuser„
Sehr geehrter Herr Neuenhaus,
die sog. „Judenhäuser" waren im NS Regime als Mietshäuser getarnte Ghettos,
in denen jüdische Bürger:innen bis zu ihrer Deportation wohnen mussten.
Schätzungen zufolge gab es ca. 20 von ihnen auf dem gesamten Düsseldorfer
Stadtgebiet.
Sie galten als ein wichtiger Schritt im langen Prozess der zunehmenden
Entrechtung und Diskriminierung der Jüdinnen und Juden. In diesen
Sammelunterkünften wurden jüdische Bürger:innen ab 1938/39 konzentriert,
bevor die Gestapo sie ab 1941 in die Ghettos und Mordlager in Osteuropa
deportierte.
Seit einigen Jahren werden die sog. Judenhäuser in Kooperation der
Verwaltung, des Erinnerungsorts „Alter Schlachthof" und der Hochschule
Düsseldorf, im Rahmen einer Projektgruppe, untersucht.
Diese Aufgabe ist zu bildungs-, gedenk- und stadthistorischen Zwecken für
unsere Stadtgesellschaft wichtig und sollte vollumfänglich erforscht und
dokumentiert werden.
Vor diesem Hintergrund bitten wir sie im Namen der SPD-Ratsfraktion, folgende
Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Kulturausschusses am 28.
November 2024 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:
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1. Wie ist der aktuelle Sachstand der Untersuchungen zum Thema?
2. In welcher Form werden die Forschungsergebnisse für die
Öffentlichkeit aufbereitet?
3. Gibt es Planungen hinsichtlich der Sichtbarmachung der Orte und
des Gedenkens an die Opfer und wenn ja, wie sehen diese aus?
Weitere Begründung erfolgt ggf. mündlich in der Sitzung.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Raub Dr. Christoph Laugs