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Title: 00521264.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00521264.pdf
Published Time: Fri, 24 May 2024 11:49:59 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
AUS/029/2024
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 24.05.2024
An
den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt -, Klima - und Verbraucherschutz
Ratsherr Philipp Thämer
Anfrage der SPD -Ratsfraktion
zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt -, Klima - und
Verbraucherschutz am 06.06.2024
Betrifft:
Anfrage der SPD -Ratsfraktion: Photovoltaikanlagen an denkmalgeschützten
Gebäuden
Sehr geehrter Herr Thämer,
die Rheinische Post berichtete am 30.11.2023 und am 20.03.2024 über einen
Rechtsstreit zwischen der Stadt Düsseldorf und einer Familie, die auf dem von
einer entfernten Straße sichtbaren Seite des Dachs ihres denkmalgeschützten
Einfamilienhauses eine PV -Anlage installieren möchte. Die Immo bilie liegt in
einer Siedlung, die durch eine Denkmalbereichssatzung geschützt ist. Die Untere
Denkmalbehörde hatte dem Antrag nicht stattgegeben.
Das Verwaltungsgericht in Düsseldorf gab mit dem Urteil vom 30.11.2023 (VG
Düsseldorf 28 K 8865/22) dem Kläge r Recht.
Als Begründung verwies das Gericht auf das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer
Energien (EEG) hin, wonach „der Denkmalschutz das öffentliche Interesse an
dem Ausbau der erneuerbaren Energien nur noch in atypischen Fällen
überwinden könne“. Das Urte il könnte künftig der Anbringung von
Photovoltaikanlagen bei denkmalgeschützten Immobilien den Weg freimachen.
Nach dem Bericht vom 20.03.2024 in der RP hat die Stadt Düsseldorf beim OVG
Berufung gegen das Urteil eingelegt.
Zur Erreichung unserer Klimazi ele ist die Installation von PV -Anlagen auf allen
geeigneten Gebäuden erforderlich.
Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie im Namen der SPD -Ratsfraktion, folgende
Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Umwelt -, Klima -
und Verbrauchers chutz am 6. Juni 2024 zu nehmen und durch die Verwaltung
beantworten zu lassen.
Anfrage:
1. Wie viele Anträge auf Genehmigung zur Errichtung einer PV -
Anlage auf denkmalgeschützten Gebäuden sind bisher von der
Stadt abgelehnt worden? Seite 2
2. Wie viele Förderanträge zum städtischen Förderprogramm
„Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten“ sind bisher mit dem
Hinweis auf Denkmalschutz abgelehnt worden?
3. Welche städtischen denkmalgeschützten Gebäude plant die
Verwaltung als Modellprojekte mit PV -Anlagen auszustatten?
Weitere Begründung erfolgt ggf. mündlich in der Sitzung.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Holtmann -Schnieder Klaudia Zepuntke