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BV1/081/2021
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 16.04.2021
SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung 1
An
die Bezirksbürgermeisterin
des Stadtbezirks 1
Annette Klinke
Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 1 am 30.04.2021
Betrifft:
Grünfläche auf der Verkehrsinsel an der Rheinterrasse - Anfrage der SPD-
Fraktion
In den vergangenen Jahren beschäftigte sich die Bezirksvertretung 1 häufiger
mit dem Klimaanpassungskonzept und der G estaltung von Grünflächen im
Stadtbezirk 1. Gleichzeitig kann beobachtet werden, dass in immer mehr
Bundesländern sog. „Schottergärten" verboten werden. Entsprechend groß ist
die Verwunderung über die neue Gestaltung der o.g. Grünfläche und es ergeben
sich folgende Fragen:
Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
1. Welche Gründe führten dazu, auf der Grünfläche der Verkehrsinsel
Schotter aufzubringen?
2. Wie ist dies mit den Bemühungen vereinbar, im Rahmen des
Klimaanpassungskonzeptes weniger Flächen zu versiegeln?
3. Gibt es eine Strategie seitens des Gartenamtes für die künftige
Begrünung von Verkehrsinseln und sieht diese Blühstreifen und/oder
Wildblumenwiesen vor?
gez. Moira Obendorf
Anlagen:
• Fotos 12.04.2021
• © Moira Obendorf
Seite 2
Seite 3
BV1_081_2021_Antwort Grünfläche Verkehrsinsel an der Rheinterrasse als Text anzeigen
BV1/081/2021
Beigeordnete Stulgies
Stellungnahme zur Anfrage „Grünfläche auf der Verkehrsinsel an der
Rheinterrasse"
Frage 1:
Welche Gründe führten dazu, auf der Grünfläche der Verkehrsinsel Schotter
aufzubringen?
Antwort:
Die zwei Verkehrsgrünflächen von rund 60 m² wurden in 2019, analog der
Bepflanzung im Bereich Joseph-Beuys-Ufer, mit Silbersommer, einer robusten und
attraktiven Staudenmischung bepflanzt. Die vorhandenen unansehnlichen
Rasenflächen, die mit dem Japanischen Knöterich bewachsen waren konnten somit
entscheidend aufgewertet werden. Die Staudenpflanzun g ist im Bewuchs noch nicht
geschlossen, dies wird sich jedoch in den nächsten Wochen ändern.
Frage 2:
Wie ist dies mit den Bemühungen vereinbar, im Rahmen des
Klimaanpassungskonzeptes weniger Flächen zu versiegeln?
Antwort:
Es wurde keine Versiegelung v orgenommen, die Staudenpflanzung ist in einer
durchlässigen mineralischen Mulchschicht aus Granitsplitt eingelassen. Das
strukturstabile Substrat sorgt für sehr gute Voraussetzungen für die Entwicklung der
Stauden. Ferner wird hierdurch der Besatz von Wild kräutern reduziert, sodass sich
der Pflegeaufwand in Grenzen hält.
Frage 3:
Gibt es eine Strategie seitens des Gartenamtes für die künftige Begrünung von
Verkehrsinseln und sieht diese Blühstreifen und/oder Wildblumenwiesen vor?
Antwort:
Die Staudenmischung Silbersommer ist insbesondere für trockene und sonnige
Standorte, wie beispielsweise Verkehrsinsel, geeignet. Der Zuspruch aus der breiten
Stadtgesellschaft bekräftigt das Gartenamt, an diesem speziellen Pflanzkonzept für
den Straßenraum festzuhalten. Wildblumenwiesen sind für derartigen Standorte
unter anderem wegen der Wuchshöhe, die zu Sichtbehinderungen führen, weniger
geeignet.