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Title: 00392625.pdf
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00392625.pdf
Published Time: Wed, 18 Nov 2020 10:02:45 GMT
Number of Pages: 1
Markdown Content:
BV2/194/2020
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 18.11.2020
Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
der Bezirksvertretung 2
An den
Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 2
Herrn Patrick Schiffer
Betrifft:
Schäden durch anhaltende Hitze- und Dürreperioden im Stadtbezirk 2 - Anfrage von Philipp Schlee
Nach 2018 und 2019 war auch der Sommer 2020 in Düsseldorf erneut geprägt durch langanhaltende Hitze- und Dürrephasen. Diese Auswirkungen des durch den Menschen verursachten Klimawandels wirken sich weiterhin negativ auf den Zustand des Stadtgrüns und insbesondere der Bäume in Düsseldorf aus.
In diesem Zusammenhang bitte ich um die Beantwortung der folgenden Fragen mit Blick auf die Folgen speziell für den Bezirk 2:
1. Wie hoch ist die Anzahl an Baumfällungen in den Jahren 2018, 2019 und 2020 im Stadtbezirk 2, die sich auf die anhaltenden Hitze- und Dürrephasen zurückführen lassen?
2. In welchem Umfang wurden bereits Ersatzpflanzungen in den genannten Jahren für hitze- und dürrebedingte Schäden am Baumbestand und an den Grünflächen im Stadtbezirk 2 durchgeführt und wo stehen erforderliche Ersatzpflanzungen noch aus?
3. Welche Maßnahmen wurden bislang getroffen und welche zusätzlichen Maßnahmen plant bzw. prüft die Verwaltung für das kommende Jahr, um noch besser auf die Auswirkungen der weiterhin zu erwartenden „Hitzesommer“
und Dürreperioden vorbereitet zu sein und das öffentliche Grün im Bezirk vor weiterem Vertrocknen zu schützen?
gez. Philipp Schlee
Mitglied der Bezirksvertretung 2
Beantwortung BV2 194 2020 Schäden durch anhaltende Hitze und Dürreperioden im Stadtbezirk 2 als Text anzeigen
Title: TOP 23
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00402914.pdf
Published Time: Tue, 23 Feb 2021 06:49:15 GMT
Number of Pages: 2
Markdown Content:
Seite 1 von 2
TOP : 27
Sitzung: 23.02.2021
Drucksache BV2/ 19 4/20 20
Antwort der Verwaltung zur Anfrage von Herrn Schlee vom 18.11. 2020
Schäden durch a nhaltende Hitze - und Dür reperioden im Stadtbezirk 2
- Anfrage von Herrn Schlee
Frage 1:
Wie hoch ist die Anzahl an Baumfällungen in den Jahren 2018, 2019 und 2020 im
Stadtbezirk 2, die sich auf die anhaltende Hitze - und Dürrephasen zurückführen
lassen ?
Antwort zu Frage 1 :
In den Jahren 201 8, 2019 und 2020 wurden insgesamt 169 Bäume im Straßenbereich
und in Grünanlagen des Stadtbezirks 2 aus Gründen d er Verkehrssicherheit gefällt.
Eine ganz genaue Zuordnung , ob die Bäume wegen der Hitze - und Dürrephase n gefällt
werden mussten, ist mit d er vorliegenden Datenlage wissenschaftlich nicht beleg bar
und darstellbar . Die Fällg ründe , wie beispielsweise „Abgestorben, Absterbend,
„Trocken“ oder „ Rußrindenkrankheit“ lassen den Schluss zu, dass viele der 169 Bäume
auf Grund der letzten langen heißen und trockenen Sommer gefällt werden musste n.
In der Regel ist das Absterben eines Baumes ein sehr komplexer Vorgang, der
grundsätzlich mehrere Ursachen haben kann.
Frage 2:
In welchem Umfang wurden bereits Ersatzpflanzungen in den genannten Jahren für
hitze - u. dürrebedingte Schäden am Baumbestand und an de n Grünflächen im
Stadtbezirk 2 durchgeführt und wo stehen erforderliche Ersatzpflanzungen noch aus?
Antwort zu Fra ge 2 :
Die Anzahl der nachgepflanzten Bäume beträgt 58 Stück. Hinzu kommen weitere 25
Bäume, die in der a ktuell laufenden Pflanzsais on Winter 2020/Frühjahr 2021 gepflanzt
werden.
Für 127 Standorte ist ein sogenanntes Umlaufverfahren eingeleitet worden. Hierbei
prüfen die Lei tungsträger wie z.B. die Netzgesellschaft, der
Stadten twässerungsbetrieb und die Telekom die Leitungstrassen und ihre Nähe zu den
Baumstandorten. Darüber hinaus sind auch notwendige Abstände zu Verkehrsanlagen
sowie brandschutztechnische Belange zu beachten. Das Erg ebn is bleibt abzuwarten.
Ziel ist es, möglichst vi ele Standorte wieder zu bepflanzen.
Frage 3:
Welche Maßnahmen wurden bislang getroffen und welche zusätzlichen Maßnahmen
plant bzw. prüft die Verwaltung für das kommende Jahr, um noch besser auf die
Auswirkungen der weiterhin zu erwartenden „Hitzesommer“ und Dürreperioden Seite 2 von 2
vorbereitet zu sein und das öffent liche Grün im Bezirk vor weiterem Vertrocknen zu
schützen ?
Antwort zu Frage 3 :
Die klimabedingten Auswirkungen auf den Düsseldorfer Baumbestand stellen das
Gartenamt auch i n den nächsten Jahr en vor großen Aufgaben. Es zeichnet sich ganz
deutlich ab, dass die Anzahl absterbender Bäume durch den sogenannten
Trockenstress sich weiter erhöhen wird.
Das Gartenamt wird mit zusätzlichen Baumw ässerungen dem Trockenstress der
Bäume entgegen steuern . Dabei werden insbesondere Jungbäume und Bäume an
schwierigen Standorten in die Vegetationszeit intensiv bewässert . Die Wässerung
erfolgt mit städtischem Personal sowie durch beauftragte Fachfirmen des Garten - und
Landschaftsbaus.
Auch die Bürgerschaft kann hier, wie in den Vorjah ren bereits praktizier t, ein en
wichtigen Beitrag leisten. Bürgerinnen und Bürger der Stadt werden im Frühjahr durch
das Gartenamt wieder aufgerufen, Jungbäume vor der eigenen Haustüre zu wässern.
Hierfür werden Wassersäcke zur Verfügung gestellt. Die Wasse rsäcke , die am
Baumstand angebunden werden, können bis zu 60 Liter Wasser aufnehmen. Das
eingefüllte Wasser sickert über einen Zeitraum von fünf bis neun Stunden langsam in
den Boden. Dadurch erhält das Wurzelsystem kontinuierlich Feuchtigkeit .
Insbesondere Jungbäumen, die noch kein tiefes und ausgeprägte Wurzelsystem
haben, kommt eine derartige Wasserspende zu Gute.
Angesichts der sich veränderten Klimabedingungen in der Stadt und der damit
verbundenen Zunahme von klimabedingten Stressfaktoren f ür die Stadtbäume ist die
Verwendung einer größeren Vielfalt an geeigneten Baumgattungen und –arten
sinnvoll.
Mit de r vorliegenden Auswahl in der Zukunftsbaumliste Düsseldorf steht in den
nächsten Jahren eine Vielzahl von Baumarten für die Begrünung von S traßen und
Parkanlagen im Düsseldorfer Stadtgebiet zur Verfügung. Die Liste ist stetig durch die
gemachten Erfahrungen weiter zu entwickeln und durch aktuelle Ergebnisse
wissenschaftlicher Untersuchungen fortzuschreiben.