Bedarfsbeschluss Aktenzeichen SEBD/034/2026

Klärwerk-Nord, Erneuerung der Mittelspannungsanlage (I-8030623001) - Bedarfsbeschluss -

Beratung geplant Nächster Termin am 13.10.2026 bei Bauausschuss.
13. Oktober 2026nächster Termin 2Dokumente 17. August 2026veröffentlicht

Beschluss & Empfehlung

  • Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, für das Projekt

zur Herbeiführung eines Bedarfsbeschlusses Betrifft: Klärwerk-Nord, Erneuerung der Mittelspannungsanlage (I-8030623001) Fachbereich: 67 - Stadtentwässerungsbetrieb Dezernentin / Dezernent: Stadtkämmerin Dorothée Schneider Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Bauausschuss13.10.2026Vorberatung

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SEBD/034/2026 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Bedarfsbeschlusses Betrifft: Klärwerk-Nord, Erneuerung der Mittelspannungsanlage (I-8030623001) Fachbereich: 67 - Stadtentwässerungsbetrieb Dezernentin / Dezernent: Stadtkämmerin Dorothée Schneider Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Bauausschuss13.10.2026Vorberatung Haupt- und Finanzausschuss02.11.2026Vorberatung Rat 12.11.2026Entscheidung Beschlussdarstellung: Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, für das Projekt „Klärwerk-Nord, Erneuerung der Mittelspannungsanlage" (I-8030623001) die Planung durchzuführen und eine Kostenberechnung zu erstellen. Sachdarstellung: Kosten Vorläufige Gesamtkosten (brutto) 5.400.000 EUR Vorläufige jährliche Nettofolgekosten41.861 EUR Bedarfslage Das Klärwerk Düsseldorf-Nord (KWN) liegt linksrheinisch in Meerbusch-Ilverich. Es wird seit 1966 als mechanisch-biologische Anlage betrieben und leitet die gereinigten Abwässer des hauptsächlich nördlichen Stadtgebietes in den Rhein ab. Für die Unterhaltung und den Betrieb des Klärwerks ist der Stadtentwässerungsbetrieb zuständig. Das Klärwerk gehört zur kritischen Infrastruktur der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die gesamte elektrische Energieversorgung des KWN basiert auf einem internen Mittelspannungsringnetz, das aktuell fünf Stationen umfasst. Darunter befinden sich zwei zentrale Übergabestationen für die Einspeisung durch den externen Netzbetreiber (Stadtwerke Willich-Meerbusch). Dieses System sichert die elektrische Grundversorgung der gesamten Kläranlage und speist - teils direkt, teils über nachgeschaltete Transformatoren und Niederspannungsverteilungen - sämtliche elektrischen Verbraucher. Die bestehende Mittelspannungsanlage sowie die Verkabelung des Ringnetzes entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Infolge des fortgeschrittenen Alters der Komponenten ist die elektrische Betriebssicherheit nicht mehr durchgehend gewährleistet. Ein technischer Defekt in dieser Schlüsselkomponente würde zum sofortigen Stillstand systemrelevanter Reinigungsprozesse und im Extremfall zum vollständigen Ausfall der Kläranlage führen. Diese technischen Defizite verhindern zudem den Erhalt der gesetzlich vorgeschriebenen Anlagenzertifikate für den geplanten Ausbau von erneuerbaren Energieanlagen (zum Beispiel Photovoltaik). Ohne eine grundlegende Modernisierung der Mittelspannungsebene ist ein weiterer Zubau von Eigenenergieerzeugungsanlagen daher nicht möglich. Derzeit werden auf dem KWN diverse Großprojekte realisiert (unter anderem der „Ausbau auf 13 mg" sowie der „Neubau der Schlammentwässerungsanlage"), die das Lastprofil und die Energieflüsse fundamental verändern. Eine aktuelle Netzberechnung weist in diesem Zusammenhang nach, dass eine reine Erhöhung der Anzahl der Mittelspannungsstationen ohne strukturelle Netzanpassungen zu einer Verschlechterung der Netzqualität führt und die Ausfallwahrscheinlichkeit signifikant erhöht. Da die bestehende Infrastruktur für diese steigende Komplexität nicht ausgelegt ist, greifen die punktuellen Anpassungen der parallelen Einzelprojekte nicht weit genug. Es ist daher zwingend erforderlich, ein übergeordnetes Gesamtkonzept des Energieflusses umzusetzen. Dieses muss eine gezielte Steuerung der Lastverteilung beinhalten und sowohl heutige als auch zukünftige Eigenenergieerzeugungsanlagen prozesssicher in das Gesamtnetz einbinden. Die Maßnahme hat keine Auswirkung auf die Klimabilanz. Kosten, Finanzierung Die voraussichtlichen Gesamtkosten werden auf einen Gesamtbetrag von 5.400.000 Euro geschätzt. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt aus dem Gebührenhaushalt des Stadtentwässerungsbetriebes und sie ist im Wirtschaftsplan 2026 und der Wirtschaftsplanung 2025 - 2029 des Stadtentwässerungsbetriebes mit Gesamtkosten in Höhe von 5.400.000 Euro enthalten. Die Beschlussfassung durch den Rat der Stadt bezieht sich auf die Planungsmittel in Höhe von 770.000 Euro. Seite 2 Terminplan Baubeginn Erstes Quartal 2028 Bauzeit circa25 Monate Fertigstellung circaErstes Quartal 2030 Anlagen: Anlage 1 Luftbild Kläranlage Nord Seite 3

Ohne KI-Zusammenfassung. Angezeigt werden ausschließlich strukturierte Angaben und extrahierte Inhalte aus dem Ratsinformationssystem.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen SEBD/034/2026