Beschlussvorlage Aktenzeichen SEBD/035/2026

Änderung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt „Klärwerk-Süd, Belebung, Erneuerung Maschinentechnik" (I-8030614003) - Beschluss -

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Beratung geplant Nächster Termin am 13.10.2026 bei Bauausschuss.
13. Oktober 2026nächster Termin 2Dokumente 19. August 2026veröffentlicht

Beschluss & Empfehlung

  • Der Betriebsausschuss beschließt die neuen Gesamtkosten des Bauvorhabens „Klärwerk-
  • Abstimmungsprozess notwendig. Die Positionen mussten daher aus der

Änderung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt „Klärwerk-Süd, Belebung, Erneuerung Maschinentechnik" (I-8030614003) Fachbereich: 67 - Stadtentwässerungsbetrieb Dezernentin / Dezernent: Stadtkämmerin Dorothée Schneider Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Bauausschuss13.10.2026Entscheidung Beschlussdarstellung:

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SEBD/035/2026 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Änderung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt „Klärwerk-Süd, Belebung, Erneuerung Maschinentechnik" (I-8030614003) Fachbereich: 67 - Stadtentwässerungsbetrieb Dezernentin / Dezernent: Stadtkämmerin Dorothée Schneider Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Bauausschuss13.10.2026Entscheidung Beschlussdarstellung: Der Betriebsausschuss beschließt die neuen Gesamtkosten des Bauvorhabens „Klärwerk- Süd, Belebung, Erneuerung Maschinentechnik" (I-8030614003) (Teil A - Lufterzeugung) in Höhe von 6.075.870 Euro gemäß § 4 Abs. 4 Nr. 3 der Betriebssatzung des Stadtentwässerungsbetriebes der Landeshauptstadt Düsseldorf. Beschlusslage: In seiner Sitzung vom 11.02.2025 fasste der Betriebsausschuss den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss (Vorlagennummer: SEBD/007/2025) für die Maßnahme „Klärwerk- Süd, Belebung, Erneuerung Maschinentechnik" (I-8030614003) (Teil A - Lufterzeugung) mit Gesamtkosten in Höhe von 4.798.036 Euro. Sachdarstellung: Die Belebung des Klärwerkes Düsseldorf-Süd ist das zentrale biologische Verfahren zur Abwasserreinigung. Um den Prozess zukunftssicher und energetisch optimal zu gestalten, werden im Rahmen dieser Maßnahme die Lufterzeugung und -verteilung auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Darstellung der Maßnahme Das Gesamtprojekt gliedert sich in zwei aufeinander abgestimmte Teilprojekte:  Tei A: Lufterzeugung Komplette Erneuerung der vier Turboverdichter aus dem Jahre 1998 inklusive der gesamten Peripherie (z. B. Ölkühler, Abluftanlagen). Hintergrund ist, dass der Hersteller die Ersatzteilversorgung einstellt. Die vorgezogene Umsetzung sichert schnellstmöglich die Betriebsbereitschaft der Anlage.  Teil B: Luftverteilung Energetische Optimierung des Lufteintrags durch eine Neuanordnung der verfahrenstechnischen Zonen in den Belebungsbecken sowie der Austausch der gleichaltrigen Regelgeräte und Materialien. Dadurch ist eine Erzielung nachhaltiger Energieeinsparungen bei der automatisierten Luftverteilung möglich Mehrkosten: Kostensteigung und Erläuterung Das Gewerk Maschinentechnik trägt den weitaus größten Anteil an der Budgetüberschreitung. Die Leistung wurde ordnungsgemäß EU-weit ausgeschrieben. Aufgrund einer akuten Marktverknappung und Anbieterbereinigung bei Turboverdichtern dieser spezifischen Großbauweise wurde die Angebotsfrist vorab von vier auf sechs Wochen verlängert, um den Wettbewerb aktiv zu fördern. Dennoch ging zum Submissionstermin lediglich ein einziges wertbares Angebot ein, welches rund 30 % über der kalkulierten Kostenberechnung lag. Da die Bestandsverdichter (Baujahr 1998) aufgrund der abgekündigten Ersatzteilversorgung ausfallgefährdet sind und die Lieferzeit der Neugeräte bis zu einem Jahr beträgt, war eine Aufhebung der Ausschreibung wirtschaftlich und betrieblich nicht vertretbar. Nach intensiver technischer und kaufmännischer Aufklärung wurde der Auftrag erteilt, um den Betrieb des Klärwerks nicht zu gefährden. Ein preistreibender Faktor betrifft die Schallschutzhauben, die ursprünglich gemeinsam mit der Maschinentechnik vergeben werden sollten. Um jedoch eine exakt auf die komplexen Betriebsabläufe des Klärwerks abgestimmte Planung zu garantieren, war ein zeitaufwendiger Abstimmungsprozess notwendig. Die Positionen mussten daher aus der Hauptausschreibung herausgelöst werden, um eine schnelle Bestellung der Verdichter nicht zu gefährden. Da sie nun als separates Gewerk vergeben werden, sind zusätzliche Kosten für eine eigene Baustelleneinrichtung und Logistikvorhaltung zu erwarten. Außerdem handelt es sich bei den Hauben um sicherheits- und lüftungstechnische Sonderanfertigungen. Diese anspruchsvollen Sonderkonstruktionen dienen dem Arbeitsschutz durch Lärmminderung und steuern die thermodynamische Gebäudeklimatisierung, indem sie im Sommer die Abwärme abführen und im Winter die Halle aufheizen. Zur Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften müssen darüber hinaus spezielle Laufstege und Absturzsicherungen wie Geländer integriert werden, was die Kosten weiter ansteigen lassen wird. Bei der Bautechnik zeichnet sich ebenfalls eine erhebliche Kostensteigerung ab. Zum einen führen neu hinzugekommene bauliche Bedarfe zu finanziellem Mehrbedarf, während gleichzeitig marktbedingt einige Aufwände in der Erstkalkulation unterschätzt wurden. Wesentlicher Kostentreiber ist das zeitintensive Vorhalten der Baustelleneinrichtung, da zwischen den einzelnen maschinen- und elektrotechnischen Arbeitsschritten technologisch bedingte Stillstandzeiten von mehreren Monaten liegen. Zudem führten der punktuelle Rückbau der Schallschluckmauer sowie konstruktive Anpassungen im Innenbereich zu Mehraufwänden. Seite 2 Die vertraglichen Sätze für den Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator sowie für die gesetzlich zwingend erforderlichen Risikobeurteilungen (Basis für die spätere CE- und EU- Konformitätserklärung der Gesamtanlage) fielen höher aus als vorab kalkuliert. Zudem wurden zu erwartende Nachträge für vertiefte Planungsleistungen (insbesondere für die Schallschutzhauben) berücksichtigt. Kostenneutrale, vorgezogene Projektbestandteile aus Teilprojekt B: Ein Teil der Budgetverschiebung resultiert aus der bewussten Vorziehung von baulichen und planerischen Kernkomponenten aus dem Projektteil B in den Teil A. Aus dringenden betrieblichen Gründen und zur Vermeidung von Doppelarbeiten wurden die Bypass-Klappen (Anfahrentlastungsklappen), die Absperrklappen sowie die Rückschlagklappen aus dem Projektteil B vorgezogen und direkt in das vergebene Gewerk Maschinentechnik des Teils A integriert. Des Weiteren wurde zur Schaffung einer sicheren Planungsgrundlage für Teil B eine komplexe Strömungssimulation als Vorplanung vorgezogen und in Teil A eingepreist. Die Finanzierung der kompletten Maßnahme (Teil A und Teil B) erfolgt aus dem Gebührenhaushalt des Stadtentwässerungsbetriebes und sie ist im Wirtschaftsplan 2026 und in der Wirtschaftsplanung 2025-2029 des Stadtentwässerungsbetriebes mit Gesamtkosten in Höhe von 14.085.035 Euro enthalten. Damit ist Teil A in Höhe von 6.075.870 Euro ausfinanziert. Die Auswirkungen auf die Klimabilanz können erst mit Teil B der Maßnahme näher bestimmt werden. Terminlicher Ablauf Um die kontinuierliche Abarbeitung aller Arbeitspakete ohne zeitliche Verzögerungen zu gewährleisten, wird die Vergabe des Gewerkes Bautechnik sowie die Beschaffung der benötigten Absperrorgane parallel zum laufenden Beschlussverfahren durchgeführt. Unmittelbar nach der politischen Beschlussfassung werden die verbleibenden Aufträge sowie die technisch notwendigen Nachträge final ausgeschrieben und vergeben. Seite 3 Anlagen: Anlage 1 Luftbild Seite 4

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Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen SEBD/035/2026